Michael Merhi

 4.3 Sterne bei 44 Bewertungen
Autorenbild von Michael Merhi (©)

Lebenslauf von Michael Merhi

Mit ihm und seinem hochgelobten Debütroman "CANDYGIRL" fing alles an - Michael Merhi, Hardcore Horror-Autor und späterer Gründer von REDRUM BOOKS. Ohne Zweifel ist er ein Schriftsteller der polarisiert, denn seine Bücher greifen heiße Themen auf, bespielsweise Kindesmissbrauch oder die Misshandlung pflegebe-dürftiger Personen. So schonungslos wie in seinen Büchern ist er übrigens auch zu seinen Fans - wobei in diesem Fall der aufwühlende Horror dem geballten Humor weicht. Nicht weniger provokant, aber immer sehr unterhaltsam.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

This is Madness

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Neu erschienen am 21.12.2020 als Taschenbuch bei Redrum Books UG.

This Is Madness: Psychothriller

Neu erschienen am 20.12.2020 als E-Book bei Redrum Books.

Alle Bücher von Michael Merhi

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Cover des Buches Candygirl - Bobby war nicht böse! (ISBN: B01LYGOM0A)

Candygirl - Bobby war nicht böse!

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Erschienen am 11.09.2016
Cover des Buches Candygirl Horror - Thriller (ISBN: 9783959570121)

Candygirl Horror - Thriller

 (18)
Erschienen am 22.11.2016
Cover des Buches Leid und Schmerz (ISBN: 9783959575102)

Leid und Schmerz

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Erschienen am 25.02.2020
Cover des Buches This is Madness (ISBN: 9783959574662)

This is Madness

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Erschienen am 21.12.2020
Cover des Buches Bad X-Mas Redrum Edition: Christbaum Storys (ISBN: 9783959570831)

Bad X-Mas Redrum Edition: Christbaum Storys

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Erschienen am 15.12.2017
Cover des Buches Candygirl (ISBN: 9783959570107)

Candygirl

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Erschienen am 28.08.2016
Cover des Buches Bad Toys 2 (ISBN: 9783959577175)

Bad Toys 2

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Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Bad Toys (ISBN: 9783959570619)

Bad Toys

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Erschienen am 01.08.2017

Neue Rezensionen zu Michael Merhi

Neu

Rezension zu "This is Madness" von Michael Merhi

Die Manipulation der Liebe
Zeilenmoerderinvor 2 Tagen

Nach all diesen super guten Bewertungen und ein Werk niedergeschrieben vom Chef höchstpersönlich, war klar : Da wirst du keinesfalls dran vorbeigehen können. Auch der Klappentext war außergewöhnlich, versprach einmal eine ganz andere Variante eines Thrillers, demnach war ich mehr als nur gespannt mit diesem Buch zu starten.

Erleben werden wir die Geschichte in der Vergangenheitsform und bewegen uns aus der Sicht der Erzählerperspektive. 

Unser Protagonist namens Marek ist wohl ein Mann mittleren Alters. Familienvater, Ehemann mit Eigentum und einem vernünftigen Job. Er selber ist Schriftsteller. Schnell wird uns verdeutlicht das es sich zwar ein Leben voller Ruhm und Geld gewünscht hatte, jedoch ist er mit seiner jetzigen Lebenssituation mehr als nur zufrieden, er liebt seine Frau Sophie und seinen Sohn Momo über alles. Tief im Herzen scheint er zu wissen : Mehr Reichtum hätte er niemals erlangen können. 

Alles wirkt auf uns den Leser völlig idyllisch und einwandfrei. Für meinen Geschmack beinahe schon etwas zu viel. Der Protagonist trägt eine Menge Charme mit sich den er auch in jeder vorgegeben Situation auslebt. Daher wirkt die Beziehung oder besser gesagt Ehe zwischen den beiden Charakteren zu Beginn ziemlich gestellt und erzwungen. 

Dies kann aber ein Leser voller romantischer Hormone schon wieder ganz anders sehen. Für mich war es leider grenzwertig in Richtung Kitsch und völlig übertriebener Reaktion. 

Die Idylle und Liebe wird dadurch unterstrichen, das die Familie sich ein schönes Eigenheim auf dem Land kauft und sich innerhalb der Geschichte dort niederlässt. Demnach merkt man als Leser schnell: Okay, hier ist wohl alles bis auf den letzten Funken perfekt, der Fall kann demnach nicht gnadenlos genug sein. Für mich erstellt sich diese Denkweise als etwas zu einfach. Sobald man diesen Kontrast zu gewollt und zu extrem darstellt, ist es relativ einfach zu zeigen, was man innerhalb des Verlaufs verdeutlichen möchte. Demnach hatte ich große Sorge, das die andere Seite mich ebenfalls nicht fesseln könnte. 

Zudem musste ich für mich feststellen, zieht es sich vom Anfang bis hin zum eigentlichen Geschehen ziemlich in die Länge. Die Passagen bis hin zu den Thriller- Aspekten werden durchgehend mit Kleinigkeiten gefüllt, die man als Leser eigentlich nicht benötigt. Zumindest war für meinen Geschmack sehr viel an Seitenlänge dabei, die man sich hätte sparen können. 

Einige Dinge waren ganz nett zu lesen aber die Masse hat mich irgendwann die Frage stellen lassen, was ich denn hier überhaupt lese und wann denn endlich mal etwas passiert. Klar braucht ein psychologischer Mind-Fuck eine gewisse Zeit um den Höhepunkt zu erreichen und diesen dann auch wirken lassen zu können und trotz allem hat man hierbei ziemlich weit ausgeholt und man hätte uns so einiges ersparen können.

Ich könnte mit dem größten Teil der Informationen im Verlauf wirklich nichts anfangen. Die Bindung zwischen Protagonisten und Familienglück hätte man meiner Meinung nach viel eher durch Ereignisse aus schönen und besonderen Erinnerungen verknüpfen können. 

Aus diesem Fall erhebt sich demnach ebenfalls der Aspekt, das die Kapitelunterteilung mir überhaupt nicht gefallen hat. Es gab viel zu viele unnötige Unterteilungen. Die Benennungen der Kapitel war einfach nur gefühlt sinnlos aus der Thematik herausgezogen. 

Unter anderem füllte ein Kapitel gerade mal eineinhalb Seiten, bis durch die nächsten Situation am Essenstisch ein neues Kapitel eingeläutet wurde. Für mich etwas zu übersteuert und nicht passend. 

Im Verlauf der Geschichte so wie man es auch dem Klappentext entziehen kann, wird unser Protagonist gekündigt. Dies ist wohl der wichtigste Schlüsselmoment im Verlauf des Buches. Denn dieser eine Augenblick zwingt ihn zur Suche eines neuen Jobs, der sein komplett Leben und Familienglück auf den Kopf stellen soll. Ab diesem Punkt schafft es der Autor dann endlich mit seinem Werk bei mir zu punkten. 

Das Ab ist steil und gnadenlos, so wie erwartet und auf erschreckende Art und Weise so realitätsnah. Ich denke gerade solche Dinge gehen dann besonders unter die Haut.

Man kann förmlich dabei zusehen wie der Protagonist seine Beherrschung verliert. Es entstehen Situationen in denen ich mich nicht genug fremdschämen konnte. Ich habe Mitleid, Trauer und Wut empfunden , sowie ich es wahrscheinlich als Ehefrau getan hätte. Hierbei hat der Autor wirklich Können bewiesen und absolute Spannung erzeugt, die ich leider zu Beginn nur all zu sehr vermisst habe. 

Zudem untermalen die Dialoge immer wieder psychologische Aspekte, die die Schwächen und Beschwerden unterstreichen sollen um uns als Leser das Gefühl zu geben, wir bewegen uns immer mehr Richtung Abgrund. Oder ging es ihm vielleicht vorher tief im Inneren schon so schlecht? War all das kitschige Gehabe gewollt übersteuert um uns auf die falsche Fährte zu führen? Solche Gedanken kamen mir durchaus im Verlauf, doch ich glaube das weiß lediglich der Autor. Der Rest ist für uns als Leser reiner Interpretationssache. 

Trotzdem finde ich auf die Realität bezogen, hat dieses Buch einiges zu bieten. 

Denn zum Schluss stelle ich mir immer noch all diese Fragen:

- Wie tief kann man fallen?

- Was zerstört einen Menschen letztendlich voll und ganz?

- Wie unterschiedlich sich gewisse mentale und psychische Grenzen bei jedem einzelnen von uns?

Diese Fragen denke ich, sollte man sich in diesem Buch ganz bewusst stellen. Denn sie lassen alles etwas objektiver wirken und weniger persönlich. 

Denn all dies was hier geschah, was es wirklich böswillig? Oder der reine Kontrollverlust der uns letztendlich bereuen lässt und uns am Boden zerstört zurück lässt, haben wir nicht die richtigen Menschen um uns herum.

Das Ende war demnach ein reines Psychospiel das mir äußerst gut gefallen hat. Ein gelungener Abschluss nach einem eher ernüchternden Beginn. 

Fazit: Was für ein Buch das sich im Verlauf Gott sei Dank noch beweisen konnte. Kapitelunterteilungen so wie unnötiges in die Länge ziehen haben mir gewiss einfach nicht gefallen. Trotzdem ist dieses Werk ein Buch das ich allen Thriller Fans da draußen empfehlen möchte. Denn es trotzt nur so durch seinen furchteinflößenden Realismus und die erschreckende Entwicklung einer Familie, die eigentlich nur einen relativ normalem Schicksal entgegenblickte. Doch Vorurteile und Schubladendenken werden uns sicherlich auf ewig begleiten. 

Realistische Ansichten mit einem Hauch von abgedrehten Dasein. Vielleicht höhere Mächte? Das kannst nur du für dich entscheiden. 

Auf jeden Fall erwartet dich ein schräges Ende und ein Kampf gegen deinen eigenen Kopf. Von mir bekommt dieses Buch 3,5/5 Fledermäuse.

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Rezension zu "Leid und Schmerz" von Michael Merhi

Aktuelles Thema in einem Thriller verpackt
Cat78vor 2 Monaten

Das Thema an sich ist absolut aktuell, denn der Bereich der Pflege wird kaput gespart wo es nur geht. Zum Glück ist dieses Buch auch wenn es einen ersten Hintergrund hat nur Fiktion. Denn Jacky muss unendliche Schmerzen erleiden und ist ihrer Tochter gnadenlos ausgeliefert. Die Beschreibungen einiger Misshandlungen waren ganz schön nah an meiner Grenze. Später jedoch...aber nein ich verrate nichts nur, dass es einen unerwarteten Wechsel gibt der alles aus einen anderen Winkel betrachten lässt. Meine Sympathie oder Antipathie zu den Figuren wechselte ständig, je nach Sichtweise. Irgendwann verschwommen Gut und Böse. Mir stellte sich die Frage: Gibt es am Ende überhaupt das triumphierende Gute oder haben einfach alle ihre sogenannten Leichen im Keller? Dahingehend fand ich das Ende leider etwas abgehackt, wo bleibt die Gerechtigkeit auf die ich doch bis zum Ende gehofft hatte? Das Buch ist in vielen sehr kurzen Kapiteln geschrieben und Anfangs springt man dadurch für meinen Geschmack zu oft hin und her. Das hat mich doch verwirrt und den Lesefluss behindert.

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Rezension zu "Candygirl Horror - Thriller" von Michael Merhi

Sebastian Fitzek, Stephen King und Drogen, gepaart in einem Buch
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Monaten

Informationen

| Autor: Michael Merhi | Verlag: Redrum | Format: Flexibler Einband | Seiten: 400 | Erscheinungsdatum: 22.11.16 |ISBN: 97983959576734 |




Bobby war nicht böse. Das Leben war böse. Die Umstände waren böse. Sein Vater, ja der war abgrundtief böse, aber er? Bobby? Niemals! Das zwölfjährige Mädchen Candygirl gerät in die Fänge des Zuhälters ›Schweineschwarte Bob‹, der ihr das Leben zur Hölle macht. Der sadistische Mann setzt alles daran, das zwölfjährige Mädchen sowohl seelisch als auch körperlich zu brechen. Wie ein Stück Vieh wird das junge Mädchen gebrandmarkt und von einem perversen Kunden an den anderen weitergereicht. Und was war mit Bobby? Bobby interessierte es einfach nicht, ob es kleine Mädchen oder Jungs waren, er nahm sie beide gern, schließlich waren es doch Gottes Kinder und der Mann hasste Gott. Abgrundtief!


Meine Meinung:

Ich möchte mich beim Redrum Verlag für dieses schockierende Rezensionsexemplar bedanken, welches mich sehr unterhalten hat. "Candygirl" ist das erste Buch von Michael Merhi gewesen und dennoch hat es sich so flüssig lesen lassen, als sei er ein alter Hase im Horror Genre. Wie bereits erwähnt, ist der Schreibstil flüssig, sodass sich dieses Buch perfekt für ein Lesewochenende eignen würde. 


Die Protagonisten sind ziemlich unterschiedlich und spiegeln sowohl die verschiedenen Charaktereigenschaften der Menschheit wieder, als auch die Abgründe. Gerade die Abgründe sind extrem heftig. Nicht umsonst wird dieses Buch als Hardcore beworben. Misshandlungen von Minderjährigen, brutale Kampfszenen und Perversionen übelster Sorte lassen sich in diesem 400 Seiten Buch finden. Wenn es um grausame Szenerien geht, kann man diesem Autor nur schwer das Wasser reichen. Jedoch habe ich das Gefühl, dass er in manchen Szenen das Mittelmaß nicht gefunden hat. An sich starke Szenen sind teils zerschrieben worden, sodass sie unglaubwürdig erschienen sind. Das ist mir ganz besonders in den Momenten aufgefallen, in denen der männliche Hauptprotagonist seine Ausraster hatte. Manchmal wäre weniger doch erschreckender gewesen. Das ist das Fazit, welches ich aus manchen Szenen habe mitnehmen können. Das Buch ist darauf ausgelegt den Leser zu verstören, das ist mir klar. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass dieser Effekt noch mehr gefördert worden wäre, wenn man an manchen extremen Szenen gespart bzw diese milder niedergeschrieben hätte. Oder, wenn man mehr mit der Psyche von Candygirl gespielt hätte. Ihre Folter ist mehr körperlicher Natur gewesen. Wenn man Physisch und Psychisch miteinander kombiniert hätte, wäre das Buch für mich perfekt gewesen. 


Was ich an diesem Buch sehr geliebt habe, ist, dass man tief in die Lebensgeschichten der Protagonisten eintauchen darf. Stück für Stück lernt man diese kennen und kann dadurch gewisse Reaktionen verstehen. So habe ich auch oftmals Empathie für den Täter empfunden. Diese ist jedoch komplett gewichen, als er sich an Minderjährige vergangen hat.


Das Fazit:

Bobby war nicht böse. Diese Message ist überbracht worden. Bobby ist anhand seiner Vergangenheit zu einem Monster gemacht worden. Ich bin irgendwie traurig, dass ich das Buch nun beendet habe, weil es eine Leere hinterlassen hat, welches das Finale ausgelöst hat. 


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Zusätzliche Informationen

Michael Merhi wurde am 27. Dezember 1976 in Beirut (Libanon) geboren.

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