Michael Miersch

 3,6 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Michael Miersch

Michael Miersch, geb. 1956, ist Buch- und Filmautor. Er hat sich seit langem auf Naturthemen und Ökologie spezialisiert. Sein gemeinsam mit Dirk Maxeiner verfasstes Lexikon der Öko-Irrtümer stand 1998 monatelang auf den Bestsellerlisten.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Schöner Denken 2 (ISBN: 9783893202928)

Schöner Denken 2

Neu erschienen am 01.09.2022 als Buch bei edition TIAMAT.

Alle Bücher von Michael Miersch

Cover des Buches Früher war alles besser (ISBN: 9783809443636)

Früher war alles besser

 (3)
Erschienen am 09.11.2020
Cover des Buches Alles grün und gut? (ISBN: 9783813506501)

Alles grün und gut?

 (3)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Biokost & Ökokult (ISBN: 9783492254007)

Biokost & Ökokult

 (1)
Erschienen am 01.05.2009
Cover des Buches Frohe Botschaften (ISBN: 9783937989396)

Frohe Botschaften

 (1)
Erschienen am 28.04.2008
Cover des Buches Mein Leben (ISBN: 9783492972758)

Mein Leben

 (0)
Erschienen am 15.06.2016
Cover des Buches Schöner Denken 2 (ISBN: 9783893202928)

Schöner Denken 2

 (0)
Erschienen am 01.09.2022

Neue Rezensionen zu Michael Miersch

Cover des Buches Alles grün und gut? (ISBN: 9783813506501)Teufel100s avatar

Rezension zu "Alles grün und gut?" von Dirk Maxeiner

„Alles Grün und Gut?“ von Dirk Maxeiner und Michael Miersch
Teufel100vor 7 Jahren

Der Mensch und die Natur - seit Jahrzehnten beherrscht das Thema die Wahrnehmung. Erst zerstörte der Mensch die Natur hemmungslos, dann merkte der Mensch, dass es ohne Natur nicht geht, was zu einem Umdenken führte. Dadurch konnte der Umweltschutz in den letzten Jahren große Fortschritte machen, doch nicht alles, was sich richtig anfühlt, ist am Ende auch richtig und so kann es durchaus sinnvoll sein, einmal eine Bilanz zu ziehen und zu schauen, was in den letzten Jahrzehnten richtig lief und was nicht.

Ökobilanz oder Abrechnung?

Diese Bilanz möchten Dirk Maxeiner und Michael Miersch im Buch „Alles Grün und Gut? Eine Bilanz des ökologischen Denkens“ aufstellen. Sie stellen sich der Ausgangslage und schauen dann, was in den letzten Jahrzehnten besser geworden ist und was nicht. Doch während des Lesens entsteht der Eindruck, dass Umweltschutz alles andere als Gut ist. Windräder? Solarenergie? Für Dirk Maxeiner und Michael Miersch nicht wirklich die Technik der Zukunft. Windräder zerschreddern zu viele Vögel und nehmen viel zu viel Platz ein. Und Solaranlagen sind auch ein Fluch für Hausbesitzer, denn wenn das Haus brennt, lässt sich der Stromkreis nicht unterbrechen. Und Greenpeace? Die haben auch nicht mehr viel mit Umweltschutz zu tun, jedenfalls nicht nach Ansicht der beiden Autoren.

Doch das ist noch lange nicht genug, denn auch Stromspartipps, die von der Regierung gegeben wurden, werden ins schlechte Licht gerückt. Die Autoren scheuen sich nicht, diese mit Kampagnen der DDR oder der Nazis zu vergleichen. Das kann in einem schon ein schlechtes Gewissen erwecken, obwohl Stromsparen ja eigentlich nichts Schlechtes ist – einmal davon abgesehen, dass Strom gar nicht gespart werden kann.

Wenn dann noch die ständige Werbung für die Atomkraft hinzukommt, welche von den Autoren ständig in den Text eingebaut wird, kann dem Leser schnell der Gedanke kommen, dass hier anständig Lobbyarbeit für Unternehmen betrieben wird. Die Sicherheit der Atomkraftwerke kann keinesfalls ein Argument für diese sein, denn selbst wenn während der Erzeugung der Energie nichts passiert, muss der radioaktive Müll am Ende irgendwo gelagert werden – und das für mehrere Generationen. Und über die Folgen, wenn wirklich etwas passiert, möchte ich gar nicht nachdenken. Aber auch bei den möglichen Folgen fangen die Autoren zu relativieren an. Ist das noch eine Bilanz? Oder ist das nicht schon eher der Versuch, den Energiekonzernen hohe Einnahmen zu sichern? In dieses Bild passt übrigens auch der Versuch, Fracking in positiveres Licht zu rücken.

Ich könnte das jetzt weiter fortführen, doch ich möchte das Buch nicht vollkommen verteufeln. Es enthält durchaus Kritik, die angebracht ist. Gentechnik ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, auch wenn diese natürlich für negative Dinge genutzt werden kann. Und auch die heutige Landwirtschaft ist nicht so schlecht, wie sie gerne gemacht wird. Natürlich gibt es auch in dem Bereich Dinge, die unbedingt verbessert werden müssen, aber ist das nicht bei allem so, was der Mensch macht?

Aber diese angebrachte Kritik rettet leider das Buch nicht. Viel zu oft entsteht der Eindruck, dass die Autoren nur das Ziel einer Abrechnung mit der Umweltschutzbewegung verfolgen. Es werden zwar durchaus auch Erfolge der Umweltschutzbewegung angesprochen, aber diese werden dann auch schnell wieder in ein negatives Licht gestellt, geradeso, als ob die Autoren diese Erfolge nicht ertragen können.

All das wirkt leider nicht wie eine Bilanz, denn eine Bilanz wäre etwas Ausgeglichenes. Vielmehr wirkt es wie eine Werbung für große Konzerne, jedoch möchte ich den Autoren hier nichts unterstellen. Ins Bild passt hier jedoch auch, dass die Autoren den menschgemachten Klimawandel kleinreden möchten, geradeso, als ob die großen Konzerne einfach so weitermachen sollen wie bisher.

Fazit

Nein, das Buch ist keine Bilanz des ökologischen Denkens. Es ist eine Abrechnung mit der Umweltbewegung. Es ist eine Abrechnung von zwei Autoren, die irgendwann aus dieser Umweltbewegung ausgeschlossen wurden und die jetzt versuchen, diese in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken. Es enthält durchaus gute Kritik, aber die Autoren machen diese Kritik dadurch kaputt, dass sie offensiv für Positionen von großen Konzernen werben. Deswegen kann hier auch keine wirkliche Leseempfehlung ausgesprochen werden, was aber natürlich nicht davon abhalten soll, das Buch dennoch zu lesen und sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen.

Das Buch „Alles Grün und Gut? Eine Bilanz des ökologischen Denkens“ ist 2014 im Albrecht Knaus Verlag erschienen.

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Cover des Buches Das bizarre Sexualleben der Tiere (ISBN: 9783492237956)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Das bizarre Sexualleben der Tiere" von Michael Miersch

Rezension zu "Das bizarre Sexualleben der Tiere" von Michael Miersch
sabatayn76vor 11 Jahren

Über 'Produkte weiblicher Gesundheitsvorsorge' und 'Bio-Kitsch'

Inhalt:
Nach einer Einführung, in der der Autor erklärt, warum es überhaupt Sex im Tierreich gibt, folgt ein Lexikon, in dem Michael Miersch vom Sexualleben verschiedenster Tiere und von assoziierten Begriffen berichtet.

Mein Eindruck:
Für mich war das Buch die reinste Enttäuschung: sehr saloppe, oft flapsige Sprache, vage, oberflächliche, holprige und nicht ganz korrekte Erklärungen und Definitionen (z.B. Darwin als 'Entdecker der Evolution') sowie wertende und unsachliche Begriffe (z.B. 'grottenhäßlich' oder 'pervers'). Zudem findet der Leser auch Begriffe wie 'Bachstelze' oder 'Damhirsch' - wer hier auf interessante Geschichten aus dem Tierreich hofft, hofft vergebens, denn hier handelt es sich um Begriffe, die man eher in einem Buch über (menschliche) Prostitution vermuten würde. Und so werden fragwürdigerweise auch Einhörner aufgelistet.

Von Evolution scheint der Autor meiner Meinung nach wenig Ahnung zu haben, so findet er Geweihe zum Beispiel nutzlos, und er spricht durchgehend von Richard Dawkins und einem 'genetischen Egoismus' statt vom 'egoistischen Gen'. Zudem fehlte mir die Begeisterung und der Respekt für Tiere - Tiere sind bei Miersch 'grottenhäßlich' und 'minder intelligent'.

Mein Resümee:
Spannend ist anders. Wer etwas lernen will, sollte ein anderes Buch lesen.

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Cover des Buches Früher war alles besser (ISBN: 9783813503852)W

Rezension zu "Früher war alles besser" von Michael Miersch

Rezension zu "Früher war alles besser" von Michael Miersch
WinfriedStanzickvor 11 Jahren

Schon mit ihrem Buch „Schöner Denken – Wie man politisch unkorrekt ist“ haben die vier Autoren Josef Joffe, seines Zeichens immer widerborstiger Herausgeber der ZEIT und die drei Vertreter der grundsätzlich unkorrekten „Achse des Guten“ (vgl. die täglich lesenswerte Webseite unter gleichem Namen) Michael Miersch, Dirk Maxeiner und Henryk M. Broder mehr als nur Aufmerksamkeit erregt.

In ihrem neuen Buch unter dem Titel „Früher war alles besser“ haben die vier in bewährter Teamarbeit alphabetisch geordnet hunderte von Begriffen von „Adenauer“ bis „Zigarettenspitze“ liebevoll- ironisch beschrieben, die vielen Leser, vor allem denjenigen, die vor 1960 geboren wurden, noch guter Erinnerung sein dürften.

Es sind teilweise böse und bissige Kommentare, die manchmal so treffend sind, dass einem vor Schreck das zunächst einsetzende Lachen vergeht.

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