Michael Mikolajczak Jagdgründe

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(7)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Jagdgründe“ von Michael Mikolajczak

Eine Hitzewelle verwandelt den Moloch einer Großstadt in einen glühenden Backofen aus Stein, Beton und Stahl. Verfallende Häuser, Armut und Obdachlose prägen das Straßenbild. Die Hitze und der Gestank verwesenden Mülls quälen die Menschen der Stadt. Und noch etwas anderes …

Die Medien nennen ihn Brutus. Seine Morde sind in aller Munde, und die Mischung aus Furcht und Sensationslust verschaffen seinen grausamen Taten Kultstatus. Blonde Frauen sind seine Opfer, und Brutus wird schnell zum Inbegriff weiblicher Angst.
Seine Jagdgründe sind die Ausläufer des Stadtparks, die U-Bahn-Stationen und die leerstehenden Bauwerke der Großstadt. Dort lauert er auf Beute und tötet, dort wird er von der Polizei gejagt.

„Jagdgründe“ erzählt von einem Serienkiller im Blutrausch, einem jungen Polizisten auf einer verzweifelten Mission, einem menschenverachtenden Polizei-Veteranen, einem reichen Ehepaar, in Hass und Demütigung vereint, und von einer jungen, um ihre Liebe kämpfende Frau. Sie alle versuchen in der untergehenden Großstadt zu überleben, kämpfen um ihr Glück und ihr Seelenheil.
Willkommen in den Jagdgründen einer Großstadt, wo Jäger zu Beute und Beute zu Jäger werden.

fesselndes, spannendes und zum Nachdenken anregendes Buch

— Maximevm

Unglaublich spannend und mal etwas ganz anderes als erwartet!

— moni_loves

Ein Highlight für mich! Ungewöhnlich und packend!

— Aleida

Spannende Stunden garantiert....

— voeglein

Ein Roman, der fesselt, bewegt, schockiert und aufrüttelt aber auch durchweg gut unterhält. Eine klare Leseempfehlung.

— chuma

Spannend, unerwartet und gut

— Sakle88

Keine 08/15 Lektüre. Außergewöhnlich, realitätsnah, tiefgängig. Sehr empfehlenswert!

— Sonne63

Stöbern in Krimi & Thriller

Das Apartment

Langweilig. Thriller? na daran üben wir noh mal :)

Sternlein

Sleeping Beauties

Dieses Buch, werde ich immer wieder lesen!!

Lanna

Tausend Teufel

: Das Buch hat mich total begeistert und ich lege es zu den Büchern, die nach dem Lesen noch präsent sind, was ein Zeichen von Begeisterung.

friederickesblog

SOG

Spannender Thriller, der bis zur letzten Seite Überraschungen bereithält. Toller 2. Teil um Huldar & Freya!

portobello13

Durst

Spannender Cliffhanger am Schluss...

ohnekrimigehtisabellanieinsbett

Selfies

Ich bin ein großer Adler Olsen Fan, daher war ich besonders begeistern von dem Buch. Ein definitives Must-have im Bücherherbst!

Ein LovelyBooks-Nutzer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • spannender und fesselnder Thriller mit manchen unerwarteten Wendungen

    Jagdgründe

    Maximevm

    14. August 2017 um 16:29

    Inhalt: Eine Stadt versinkt im Elend und Müll. Ein Killer treibt sein Unwesen, die Medien nennen ihn Brutus. In regelmäßigen Abständen werden immer wieder blonde Frauen grauenvoll ermordet und aufgeschlitzt. Die Kommissare Patrick und Arkady, die sich zu Beginn überhaupt nicht leiden konnten, versuchen gemeinsam den Fall aufzulösen. Wer verbirgt sich hinter Brutus und warum tötet er? Dann gibt es auch noch das Ehepaar Anne und Iacub und dessen Geliebte Helen. Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen den dreien. In gewisser Weise sind alle Protagonisten alle auf der Jagd.  Meinung: Der Autor hatte für mich eine neue und ungewöhnliche Art zu schreiben. In sehr kurzen und knackigen Kapiteln schafft er es immer wieder seine Leser in die Irre zu führen und baut dadurch eine enorme Spannung auf. Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann hat es mir jedoch richtig gut gefallen. Die Szenerie war immer sehr düster, da die Stadt in Müll und Armut versinkt und oft von Obdachlosen gesprochen wird. Der Autor schafft es immer wieder, die verschiedenen Figuren durch Zufall zueinander zu bringen. Das Ende hätte ich so gar nicht erwartet, es war gar nicht vorherzusehen, wie es sonst oft bei Büchern der Fall ist. Das Buch ist auf jeden Fall richtig gut gelungen und lässt sich einfach und fließend lesen. Ich kann es nur wärmstens an alle empfehlen, die gerne Kriminalromane lesen. 

    Mehr
  • Den müsst ihr lesen!

    Jagdgründe

    moni_loves

    14. August 2017 um 11:29

    Definitiv einer der besten Kriminalromane die ich je gelesen habe! Von Beginn an geht alles schnell und zackig voran. Michael Mikolajczak schafft es mit seinem ganz eigenen, direkten Schreibstil in knackigen kurzen Kapiteln den Leser zu fesseln, zu verwirren und mit ungeahnten Wendungen zu überraschen!  Aus unterschiedlichen Sichtweisen verfolgen wir die Jagd nach einem Frauenmörder, der die ohnehin schon trostlose, verkommene Atmosphäre der Stadt noch unterstreicht. Man konnte sich die Stadt so gut vorstellen, all die unheimlich verlassen Häuser, der unsagbare Gestank und die vielen zwielichtigen Gestalten, die man des nachts im Park antrifft.  Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, vor allem ihre Entwicklungen haben mir sehr gefallen. Extrem beeindruckend empfand ich die Tatsache das sich die Leben der Protagonisten zufällig immer wieder einmal überschneiden, ohne das dies gezwungen oder künstlich wirkt. Es war richtig gut beschrieben und hat die ganze Jagd noch viel interessanter gestaltet. Es gibt so geniale Wendungen in diesem Buch, das man als Leser gar nicht mehr einschätzen kann in welche Richtung das ganze steuert. Der Mörder und sein Schicksal haben mich total umgehauen, so etwas habe ich noch nicht gelesen! Und wie es die Geschichte beeinflusst, absoluter Wahnsinn. Ich war gefangen und habe das Buch in einem Rutsch verschlungen. Die Ermittler sind zu guten Vertrauten geworden und das Ende hat dem ganzen noch eine Ladung drauf gesetzt! Ich hoffe auf einen Folgeband!!!Wie ihr euch nun denken könnt eine absolute Leseempfehlung von mir! Wer Krimis mag, wird diesen lieben! Der Schreibstil und die Atmosphäre des Buches tanzen definitiv mal aus der Reihe! Genug geschwärmt. Macht euch selbst ein Bild! Und schreibt's mir doch gern in die Kommentare, falls ihr es auch gelesen habt und wie eure Meinung dazu ist. ☺ 

    Mehr
    • 3
  • Jagdgründe

    Jagdgründe

    Aleida

    12. August 2017 um 16:38

    Jagdgründe von Michael Mikolajczak Inhalt:Ein Serienkiller versetzt eine ganze Stadt in Aufruhr. Der Mörder hat es auf blonde Frauen abgesehen. Bevorzugt schlägt er in der U-Bahn oder in Parks zu. Die Polizisten Patrick und Arkady heften sich an die Fersen des Mörders. Meinung:Dieses Krimidebut ist wirklich gelungen. Man braucht zunächst etwas, um in das Buch reinzukommen. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und anders. Kurz und knapp ohne Schnörkel und ziemlich rasant. Kurze Kapitel reihen sich aneinander. Man wird sofort in die Handlung geworfen. Das Setting ist sehr düster und deprimierend. Die Stadt (eine Name wird nicht genannt) leidet unter einer Hitzewelle, Müll stapelt sich überall, die ganze Umgebung ist verwahrlost. Als Leser kann man sich dieser Stimmung nicht entziehen. Passend dazu sind auch die Protagonisten keine besonderen Sympathieträger. Patrick und Arkady verstehen sich nicht besonders gut. Vor allem Arkady hat eine sehr schwierige Persönlichkeit. Der Autor hatte alle Charaktere, ihre Schwierigkeiten, Probleme und Verzweiflung gut nachvollziehbar beschrieben. Auch die Blickwinkel weiterer Personen fließen in die Handlung ein. Als Leser ist man wirklich gepackt vom Geschehen. Das Düstere und Dunkle der Stadt und seiner Bewohner wird sehr greifbar und lässt einen so schnell nicht mehr los. Mich konnte dieses Buch bis zum Schluss voll überzeugen!Fazit:Ein Highlight des Jahres für mich! Ungewöhnlich und packend!

    Mehr
  • Das Leben ist kein Ponyhof

    Jagdgründe

    Galladan

    08. August 2017 um 11:23

    Jagdgründe von Michael Mikolajczak, erschienen im Luzifer Verlag am 31.06.2017 Blonde Frauen werden ermordet. Aufgeschlitzt in der Nacht. Die Medien haben schnell einen Namen für den Serienkiller gefunden. Brutus. Die unbenannte Stadt hat einen ungewöhnlich heißen Frühling, die Hitze wird noch durch den Streik der Müllabfuhr gekrönt und die Stadt beginnt zu stinken. Arkady, ein alternder, verdienter Veteran unter den Kommissaren und Patrick, eher ein Neuling der das Grauen welches er jeden Tag sieht nicht mit nach Hause nehmen möchte, sind das Team, die den Mörder finden sollen. Arkady, schon sehr abgestumpft möchte warten bis der Täter einen Fehler begeht, Patrick möchte nicht noch mehr tote Frauen sehen. Dann gibt es noch Anne und ihren wesentlich jüngeren Mann Iacub, der sie längst mit Helen betrügt und nur noch geschäftlich den Durchbruch erleben will um sich von seiner Frau, die ihn ständig fertig macht, zu trennen. Eine wirklich vergiftete Atmosphäre. Michael Mikolajczak schreibt anders. Sobald ich mich an seinen Schreibstil gewöhnt hatte flog ich nur so durch die Seiten. Diese Geschichte ist die schmutzige Seite der Gesellschaft. Sie wird in kurzen Kapiteln erzählt und wechselt dabei zwischen verschiedenen Blickwinkeln. Die Protagonisten sind zum großen Teil schwierig, jeder verfolgt seine Ziele, desillusioniert. Die Charaktere werden in ihrer Unvollkommenheit genau beschrieben, manchmal ist es fast schon mehr Information als man gerne gehabt hätte. Mikolajczak beschreibt ein düsteres Bild der Gesellschaft und da der Plot keine Stadt, nicht mal ein Land angibt, wobei ich immer NY im Kopf hatte mit dem großen Park, hat man das Gefühl, diese Geschichte spielt in einer nicht so fernen Zukunft, wo die Errungenschaften der Überwachung mangels Wartung ihren Biss verloren haben. Die Geschichte ist sehr sehr spannend. Klare Kaufempfehlung.

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" von Carola Dunn

    Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

    aufbauverlag

    Welcome, Miss Daisy: - Mitte zwanzig und adelig- Journalistin mit kriminalistischem Scharfsinn- verliebt in Detective Chief Inspector Alec Fletcher, Scotland Yard- liebt Fotografie, ihre Mitbewohnerin und beste Freundin Lucy und ihr Häuschen in LondonMiss Daisy ermittelt England in den wilden zwanziger Jahren: Nach dem Tod ihres Vaters fasst Daisy Dalrymple, an Luxus gewöhnt, einen eigenwilligen Entschluss: Sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen und als Journalistin arbeiten. Eigentlich soll sie für ihren ersten Auftrag einen Artikel über Wentwater Court schreiben, das idyllisch gelegene Gut des gleichnamigen Grafen und seiner Frau. Aber der schöne Schein trügt: Auf dem zugefrorenen See wird eine Leiche gefunden. Zusammen mit dem attraktiven Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard nimmt Miss Daisy die Ermittlungen auf. Hier zur LeseprobeJetzt bewerben!Wir verlosen 25x den ersten Band der Miss Daisy-Reihe. Wenn ihr die clevere Ermittlerin kennenlernen wollt, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben

    Mehr
    • 262
  • In der Hitze der Nacht....

    Jagdgründe

    voeglein

    03. August 2017 um 17:34

    Während einer Hitzewelle, die Straßen versinken im Müll, zieht ein Serienmörder durch die Großstadt und tötet Frauen, blonde Frauen. Damit nicht genug, entfernt er ihnen auch noch ihre Augen...... Und die beiden Ermittler, kommen immer wieder zu spät.....bis......na lies selbst😎 In kurzen, knappen Kapiteln lässt uns der Autor an dieser Story teilhaben. Detailliert schildert er die Stimmung der Großstadt, beschreibt die Protagonisten und lässt einen immer wieder im Ungewissen, wer der Mörder ist. Kaum hat man jemanden im Visier, schwuppdiwupp passiert wieder etwas und man steht wieder am Anfang seiner eigenen "Ermittlungen". Die teilweise sehr kurzen Kapitel machen die Story unheimlich schnell und rasant, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Alles in allem ein spannender und sehr kurzweiliger Krimi, den man ungern aus den Händen legt. Und am Ende kommt dann doch alles gaaanz anders....... Ach ja.....und am Ende passt auch das Cover ganz gut.

    Mehr
  • Leserunde zu "Jagdgründe" von Michael Mikolajczak

    Jagdgründe

    LUZIFER_Verlag

    Liebe Lovelybooks Community,  wir eröffnen eine spannende Leserunde zu Jagdgründe von Michael Mikolajczak Bewerbung für die Leserunde geht bis zum 23.07.2017, Beginn der Leserunde ist der 24.07.2017. Der Verlag stellt 10 E-Books kostenlos zur Verfügung. Allen Rezensenten wird anschließend ein kostenloses Ebook aus dem Verlagsprogramm (frei wählbar) geschenkt. Zum Inhalt:  Eine Hitzewelle verwandelt den Moloch einer Großstadt in einen glühenden Backofen aus Stein, Beton und Stahl. Verfallende Häuser, Armut und Obdachlose prägen das Straßenbild. Die Hitze und der Gestank verwesenden Mülls quälen die Menschen der Stadt. Und noch etwas anderes … Die Medien nennen ihn Brutus. Seine Morde sind in aller Munde, und die Mischung aus Furcht und Sensationslust verschaffen seinen grausamen Taten Kultstatus. Blonde Frauen sind seine Opfer, und Brutus wird schnell zum Inbegriff weiblicher Angst.Seine Jagdgründe sind die Ausläufer des Stadtparks, die U-Bahn-Stationen und die leerstehenden Bauwerke der Großstadt. Dort lauert er auf Beute und tötet, dort wird er von der Polizei gejagt. „Jagdgründe“ erzählt von einem Serienkiller im Blutrausch, einem jungen Polizisten auf einer verzweifelten Mission, einem menschenverachtenden Polizei-Veteranen, einem reichen Ehepaar, in Hass und Demütigung vereint, und von einer jungen, um ihre Liebe kämpfende Frau. Sie alle versuchen in der untergehenden Großstadt zu überleben, kämpfen um ihr Glück und ihr Seelenheil.Willkommen in den Jagdgründen einer Großstadt, wo Jäger zu Beute und Beute zu Jäger werden.

    Mehr
    • 173
  • Wenn Opfer zu Tätern werden

    Jagdgründe

    chuma

    30. July 2017 um 16:13

    Eine nie dagewesene Hitzewelle verwandelt die in Müll versinkende Großstadt in eine stinkende Hölle und in ihr geht ein Serienmörder um. Er jagt blonde Frauen, schlitzt ihnen die Kehlen auf und versetzt damit die Stadt in Angst und Schrecken. Von den Medien und der Polizei wird er Brutus genannt, sein Jagdgebiet sind die U-Bahn-Stationen und Stadtparks, doch warum tötet er und kann die Polizei ihn stoppen? Doch "Jagdgründe" erzählt auch die Geschichte eines jungen Polizisten; eines alternden und kaputten Polizei-Veteranen; einer festgefahrenen Ehe und einer jungen, verzweifelt liebenden Frau. Sie alle sind auf der Suche – auf der Jagd.Leseeindruck"Jagdgründe" ist als Kriminalroman betitelt, ist aber weit mehr als das. Der Autor Michael Mikolajczak hat eine viel komplexere Geschichte ersonnen, die meines Erachtens nicht in nur ein Genre passt und die mich von Anfang an in ihren Bann geschlagen hat. Dabei fiel mir der Einstieg zunächst nicht leicht, da der Schreibstil sehr eigen und speziell ist. Prägnant und nur auf das Nötigste reduziert, dabei aber stellenweise sehr bildhaft und voller Metaphern, braucht es einen Moment, bis man sich als Leser eingefunden hat. Diesen Roman liest man nicht mal eben nebenher und das ist auch gut so, denn die Geschichte ist vielschichtig, oft zwischen den Zeilen angesiedelt und der rote Faden zwar stets vorhanden aber nicht immer vordergründig. Durchhalten lohnt sich, die kurzen Kapitel lassen den Leser kaum zu Atem kommen und unterstreichen den stetig ansteigenden Spannungsbogen.Es gibt etliche Handlungsstränge und agierende Personen, die größtenteils alles andere als Sympathieträger sind. Doch sie alle sind hervorragend ausgebaut und gezeichnet. Sie sind Menschen mit all ihren Facetten, guten und schlechten Seiten und damit sehr authentisch. Besonders gut hat mir ihre Glaubwürdigkeit gefallen, denn sie alle durchleben Veränderungen und wachsen oder verzweifeln an ihnen. Es gibt kein Schwarz oder Weiß, sondern die gesamte Palette von Grautönen; Ecken und Kanten, an denen man sich stößt und aufreibt und der Autor zwingt den Leser im Verlauf der Geschichte dazu, das zu erkennen, sich selbst und andere zu reflektieren und zu akzeptieren."Ein jeder von ihnen hatte ein Gedächtnis und ein Gewissen. Irgendwann in ihrem Leben hatten sie alle etwas getan, für das sie sich schämten und das sie ungeschehen wünschten."Neben dem besonderen und etwas eigenwilligen Schreibstil, ist es aber vor allem die Geschichte selbst, die mich beeindruckt hat. Vordergründig klingt sie nach 08/15-Krimi- oder Thrillerkost, doch das ist sie ganz und gar nicht. Ja, es geschehen Morde und es gibt einen Serienkiller, den die Polizei jagt, doch das ist nur der Mantel, der den wahren Kern der Story umhüllt. Durchaus spannend und fesselnd wird dieser Part des Krimis erzählt, kommt man dem Serienkiller augenscheinlich näher aber wer denkt, dass damit die Geschichte erzählt ist, der irrt sich gewaltig. Für mich ist "Jagdgründe" auch eine Art Charakterstudie und zwar eine sehr spannende, voller Wendungen und Augenöffnern. Mikolajczak hält dem Leser und der Gesellschaft einen Spiegel vor und schönt dabei nichts. Hinzu kommt das düstere, fast dystopisch anmutende Setting der unbekannten Großstadt, die in einer nie dagewesenen Hitze und in stinkenden Müllbergen versinkt. Absolut passend und stimmig.Womöglich ist meine Besprechung ein wenig kryptisch, das tut mir leid, doch ich kann und möchte nicht näher ins Detail gehen, da ich sonst den Effekt des Leseerlebnisses trüben würde. Wer neugierig geworden ist, sollte sich einfach auf dieses Buch einlassen und sich vorbehaltlos ins Jagdfieber versetzen lassen.Fazit"Jagdgründe" ist ein Roman, der fesselt, bewegt, schockiert und aufrüttelt aber auch durchweg gut unterhält. Mikolajczak erzählt eine Geschichte, die alles andere als fiktiv oder weit hergeholt erscheint und vielleicht gerade deshalb so unter die Haut geht und nachdenklich stimmt. Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung.

    Mehr
  • Der Kampf gegen Brutus beginnt...

    Jagdgründe

    Sakle88

    29. July 2017 um 21:55

    KlappentextEine Hitzewelle verwandelt den Moloch einer Großstadt in einen glühenden Backofen aus Stein, Beton und Stahl. Verfallende Häuser, Armut und Obdachlose prägen das Straßenbild. Die Hitze und der Gestank verwesenden Mülls quälen die Menschen der Stadt. Und noch etwas anderes … Die Medien nennen ihn Brutus. Seine Morde sind in aller Munde, und die Mischung aus Furcht und Sensationslust verschaffen seinen grausamen Taten Kultstatus. Blonde Frauen sind seine Opfer, und Brutus wird schnell zum Inbegriff weiblicher Angst. Seine Jagdgründe sind die Ausläufer des Stadtparks, die U-Bahn-Stationen und die leerstehenden Bauwerke der Großstadt. Dort lauert er auf Beute und tötet, dort wird er von der Polizei gejagtMeine MeinungDas Buch regt zum Nachdenken an. Die Charaktere machen zum Teil eine Wandlung durch. Es ist beängstigend wie schnell man sich durch Liebe, Angst, Medien, äußere Einflüsse verändern kann.Der Autor beschränkt sich hier auf das Wesentliche wodurch die Kapitel kurz gehalten sind, aber die Spannung bleibt aufrecht. Ein paar Fragen zum Schluss hab ich noch. Aber das ist weniger schlimm.Ich kann das Buch beruhigt weiterempfehlen...Es ist detailliert beschrieben, also nichts für schwache Nerven.

    Mehr
  • Die Jagd nach dem Glück

    Jagdgründe

    Sonne63

    29. July 2017 um 18:39

    Inhalt (Klappentext): Eine Hitzewelle verwandelt den Moloch einer Großstadt in einen glühenden Backofen aus Stein, Beton und Stahl. Verfallende Häuser, Armut und Obdachlose prägen das Straßenbild. Die Hitze und der Gestank verwesenden Mülls quälen die Menschen der Stadt. Und noch etwas anderes … Die Medien nennen ihn Brutus. Seine Morde sind in aller Munde, und die Mischung aus Furcht und Sensationslust verschaffen seinen grausamen Taten Kultstatus. Blonde Frauen sind seine Opfer, und Brutus wird schnell zum Inbegriff weiblicher Angst. Seine Jagdgründe sind die Ausläufer des Stadtparks, die U-Bahn-Stationen und die leerstehenden Bauwerke der Großstadt. Dort lauert er auf Beute und tötet, dort wird er von der Polizei gejagt.Meinung:Wer einen kriminalistischen Thriller erwartet, kommt nur teilweise auf seine Kosten. Den Leser erwartet weit mehr, als nur spannende Feierabendunterhaltung. Vielmehr hält der Autor dem Leser einen Spiegel unserer heutigen Gesellschaft vor Augen. Im Laufe der Handlung beginnt man zwangsweise zwischen den Zeilen zu lesen. Und so spielen bald die Fragen nach Täter und Motiv eine eher untergeordnete Rolle. Stattdessen sucht man Antworten darauf, warum Menschen sind, wie sie sind. Warum leben wir miteinander und wissen doch nichts voneinander? Oft sind Menschen ganz anders als ihr Äußeres vermuten lässt. Und es gibt Situationen, in denen wird ein Lamm zum Wolf. Prägt uns unsere Umwelt oder sind wir so geboren? Wie leicht lassen wir uns in unserem Handeln beeinflussen?Nicht leicht zu beantwortende Fragen, manche Frage bleibt offen.Mit „Jagdgründe“ hat der Autor ein Werk erschaffen, in dem Einblicke in die hintersten Ecken der menschlichen Psyche gewährt werden. Eine spannende Kriminalgeschichte, mit vielen überraschenden Wendungen, besonders skurilen Charakteren und einem nachdenklichen Schluss. Das ganze gut erzählt, in einer außergewöhnlichen Art und Weise. Fazit: Keine 08/15 Lektüre. Außergewöhnlich, realitätsnah, tiefgängig. Sehr empfehlenswert!

    Mehr
    • 2
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks