Michael Moorcock

 4 Sterne bei 252 Bewertungen
Autor von Das Schattentor, Das Buch Corum und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michael Moorcock

Erfolgreicher Science-Fiction-Autor und -Herausgeber: Der 1939 geborene britische Autor ist aus der Science-Fiction-Szene gar nicht mehr wegzudenken. Nachdem er das College ohne Abschluss verließ, wurde er Herausgeber des Comicmagazins „Tarzan Adventures Magazine“ und veröffentlichte ich zarten Alter von 18 Jahren seine erste Kurzgeschichte „Sojan the Swordsman“. Es folgten zahlreiche, zumeist im Genre Fantasy angesiedelte, Romane wie die „Jerry Cornelius“-Chroniken, die „Zeitnomaden“-Trilogie, der „Elric von Melniboné“-Zyklus, die Buchreihe „Eternal Champion“, „Das Buch Corum“ oder die „Runenstab“- und die „Michael Kane“-Saga. Der Schriftsteller, zu dessen Vorbildern Franz Kafka, Thomas Mann und Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen zählen, ist bereits zum dritten Mal verheiratet. Er lebt mit seiner Frau Linda Steele wechselweise in Texas und in Paris. Aus den beiden früheren Ehen stammen zwei Töchter und ein Sohn.

Alle Bücher von Michael Moorcock

Cover des Buches I.N.R.I (ISBN: 9783492286183)

I.N.R.I

 (21)
Erschienen am 01.02.2007
Cover des Buches Elric - Der Blutthron (ISBN: 9783945493649)

Elric - Der Blutthron

 (16)
Erschienen am 15.09.2016
Cover des Buches Der Herzog von Köln (ISBN: 9783404254460)

Der Herzog von Köln

 (5)
Erschienen am 01.11.1998

Neue Rezensionen zu Michael Moorcock

Cover des Buches Der Herr der Lüfte (ISBN: 9783453307636)G

Rezension zu "Der Herr der Lüfte" von Michael Moorcock

Die Luft ist sehr schnell heraus.
glasratzvor 8 Monaten

1971 schreibt Michael Moorcock ein Buch, welches ein anderer Michael Moorcock angeblich um 1903 geschrieben hat und hauptsächlich im Jahr 1973 spielt, in welches ein Mann aus dem Jahr 1902 katapultiert wird. Das kann man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Kurz zusammengefasst geht es darum, dass ein englischer Offizier kurz nach der Jahrhundertwende betäubt wird und in einem alternativen 1973 erwacht. In dieser Welt hat es keinen ersten Weltkrieg gegeben und der Kolonialismus ist nie zusammengebrochen. Luftschiffe sind die wichtigsten Reise- und Kriegsfahrzeuge, weshalb der Protagonist auf einem solchen anheuert und verschiedene Abenteuer erlebt.

Dieses Buch ist laut Wikipedia einer der ersten Steampunk-Romane. Ich kann diese Ansicht nicht wirklich teilen, denn die Luftschiffe um die es hauptsächlich geht, werden mit Diesel betrieben. Nur die Fortsetzung der victorianischen Weltaufteilung passt eventuell in dieses Genre.

Der Autor beginnt das Buch mit der Prämisse, dass es angeblich von seinem Großvater um 1903 als Tatsachenbericht aufgezeichnet wurde. Der Protagonist wird als blinder Passagier in einem Hafen abgesetzt und erzählt die Geschichte Michael Moorcock sen. beim Tee. Entsprechend versucht er den Schreibstil dieser Zeit - oder was er dafür hält - zu imitieren. Dies nimmt sehr viel Spannung aus der Geschichte, da viele Begebenheiten im Handstreich mit ein paar Zeilen abgehandelt werden. Dagegen ergeht er sich in dem schmalen Bändchen Seitenweise in der staunenden Beschreibung von Wundern des Jahres 1973. Dabei handelt es sich häufig um existente Technologien (z.B. Kino) oder Anmerkungen zu neuen Sitten (z.B. kurze Röcke), weshalb diese Art der Zeilenschinderei ziemlich unsinnig erscheint. 

Denn auf der anderen Seite wird die Illusion des Tatsachenberichtes durch das konstante Name-Dropping bekannter Persönlichkeiten der 1970er, von Mick Jagger über Lenin bis Rudi Dutschke,  gebrochen. So sind über zwei Drittel des Buches vorbei, bevor die eigentliche Geschichte beginnt. Der Namensgebende Herr der Lüfte taucht erst gegen Ende auf und der Autor überhastet sich dabei, diesen noch schnell irgendwie zu charakterisieren. Hier versucht er, alles aufzuholen, was er bisher versäumt hat. Dies kann aber nicht mehr gelingen.

Insgesamt muss man sagen, wäre das Buch besser geworden, wenn auf den gesamten Zeitreiseplot verzichtet worden wäre. Das seitenweise Erstaunen des Protagonisten über die schöne neue Welt hätte dann pragmatischer ausfallen können, während sich sonst am Plot auch überhaupt gar nichts ändern hätte müssen. Denn, dass der Hauptcharakter eigentlich aus der Vergangenheit stammt, spielt insgesamt überhaupt keine Rolle. Ich denke, im Hauptplotstrang des letzten Drittels wird es nur ein einziges Mal erwähnt. Zudem hätte Moorcock ohne die Rahmenhandlung und die Zeitreise auf die spröde-archaische Erzählweise verzichten und vielleicht etwas mehr Spannung aufbauen können. 

Hinzu kommt noch, dass die Übersetzung diese Buches nicht gut ist. Der Satzbau ist oft merkwürdig und einige Begriffe werden schlicht falsch übersetzt. So schreibt die Autorin statt Kernspaltung "Nukleare Fission" und deutscht das amerikanische Kavallerieregiment "Rough Riders" mit Rauhreiter ein.

Insgesamt ist es also ein halbherzig geschriebenes, nicht besonders aufregendes Buch.


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Cover des Buches Der schwarze Korridor (ISBN: 9783436015688)Tefelzs avatar

Rezension zu "Der schwarze Korridor" von Michael Moorcock

Altes Buch aber aktuelles Thema
Tefelzvor 2 Jahren

Ein kleines Buch mit einem wirklich altmodischen Cover, das auch 100% nichts mit der Geschichte zu tun hat, so waren oft die Titelbilder der alten SciFiction Romane. Fischer Orbit Taschenbuch, Deutsche Erstausgabe Juli 1972 mit 125 Seiten. (Original 1969)

Geschichte:  Irgendwo im Weltraum, in einem kleinen Raumschiff, auf der Flucht vor der Erde zu einem Sternensystem , mit einem erdähnlichen Planeten. An Bord in Tiefschlaf die gesamte Familie und die besten Freunde. Dauer der Reise ca. 5 Jahre... Wir starten 3 Jahre nach Abflug und Ryan kontrolliert täglich die Systeme, schreibt seine Aufzeichnungen, trainiert um sich zu Fit zu halten und lässt seine Gedanken Revue passieren, was alles zuvor auf der Erde passiert ist, und warum eine Privatfamilie in einem Raumschiff unterwegs ist....

Personen und Schreibstil

Es ist sehr gewöhnungsbedürftig, auf klein geschrieben Seiten die Monologe und Gedanken von Ryan nachzuvollziehen, der als ehemaliger Besitzer einer Spielzeugfabrik, alle hat stehen und liegen lassen um sich ein Raumschiff zu stehlen. Die Erde im Jahr 2005 ( aus Sicht von 1969 ist das ferne Zukunft) hat massive Probleme mit Überbevölkerung und daraus einem sehr stark aufgekommenen Rassismus, der soweit geht, dass ein Engländer einem Waliser oder Schotten nicht mehr vertraut. Bürgerkriegsähnliche Verhältnisse, die dazu führen, dass kaum jemand auf die Straße geht...

Meinung:

Auch wenn es nur 125 Seiten sind... Die sind prall gefüllt und zeigen den Weg auf dem wir uns vielleicht gerade befinden, nur dass wir längere Zeit benötigen, aber es bei der Überbevölkerung nicht aufzuhalten ist, dass Unzufriedenheit hochkommt, oder wir unsere Welt kaputt machen werden.... Ryan kämpft indessen, nach 3 Jahren Einsamkeit mit seinem Verstand. Er weiss nicht, ob er sich manche Sachen einfach einbildet oder ob sein Verstand beim Nachdenken nicht die eine oder andere Verschwörung sogar in dem Personenkreis, der an Bord ist erkennt. 

Fazit:  Wer noch die Möglichkeit hat, auf dem Flohmarkt das Buch zu bekommen, hat meine Empfehlung für ein Buch, das 1969 geschrieben, heute noch aktuell sein kann.

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Cover des Buches Elric von Melnibone, Die Sage vom Ende der Zeit (ISBN: 9783453310605)StefanEgelers avatar

Rezension zu "Elric von Melnibone, Die Sage vom Ende der Zeit" von Michael Moorcock

Genreprägende Dark Fantasy um einen selbstzerstörerischen Antihelden
StefanEgelervor 3 Jahren

Elric von Melniboné in der dicken Gesamtausgabe von 1984, meinem Geburtsjahr. Das Buch ging von meinen Onkel zu meinem Bruder und mir über, ich vermute, das wird so 1998 gewesen sein, +-2 Jahre. Schon damals hat mich die Geschichte vom kränklichen und unglücklichen König einer überzüchteten, (selbst-)zerstörerischen Elbenrasse fasziniert und 2015 habe ich mir das Buch mal wieder geschnappt und durchgelesen.

Michael Moorcock baut im ersten Band einen enorm starken inneren Konflikt des Helden auf. König Elric weiß, dass ein naher Verwandter plant, ihn vom Thron zu stürzen, und eigentlich wäre das Elric sogar ganz recht, denn schwächlich und kränklich wie er ist, schleppt er sich von Tag zu Tag, nur von kräftigen Arzneimitteln am Leben gehalten. Dieser erste Band ist auch heute noch eine der intensivsten Dark Fantasy Geschichten, die ich kenne.

[Rezension der Bände ab 2 - Achtung, leichter Spoiler folgt ... ]

Die weiteren Bände beschreiben Elrics Reise durch die umgebenden Lande, sowie seinen Kontakt zur dämonischen Klinge Sturmbringer, die ihm Lebenskraft schenkt, aber ihn dabei zu einem mörderischen Berserker macht. Elriks Zwiespalt bei der Verwendung der Klinge, sein Selbsthass und sein Wunsch zu sterben sind über alle Bände hinweg Höhepunkte des Fantasygenres. Viele spätere Stellen allerdings verlieren an Kraft; man merkt sehr stark, dass die "Sage vom Ende der Zeit" als Fortsetzungsroman für Pulp Fiction Heftchen geschrieben wurde, und manche der kleineren Abenteuer des Magierelfen wirken heute austauschbar und beliebig.

Insgesamt habe ich auch 2015 die Reihe noch gern gelesen. In Michael Moorcocks Ideen, im Charakter Elrics und dem Aufbau seines Werks steckt eine enorme Stärke, die man auch heute noch spürt. Für Genrefans unbedingt empfehlenswert; Gelegenheits-Fantasy-Leser kommen auf ihren Geschmack, wenn sie im Hinterkopf behalten, dass die Geschichte nie "in einem Guss" geplant war.

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Gespräche aus der Community

Liebe Leserinnen und Leser,
es ist soweit! Der lange erwartete Klassiker der Fantasy Literatur Elric von Melnibone von Michael Moorcock ist vor kurzem erschienen. Es gab den Band zwar schon als Ebook, doch nun ist endlich auch der Print erschienen.


Da das Taschenbuch nun  verfügbar ist möchten wir euch gerne zu einer Leserunde dieses spannenden Klassikers aufrufen. Hierzu spendieren wir 10 Bücher!


Darum geht es:...
Der Thron ist sein…
Elric entstammt einem Geschlecht von mächtigen und erbarmungslosen
Kriegern. Seit Jahrtausenden herrschen sie über die finsteren Dracheninseln. Einst verliehen ihnen Götter übernatürliche Kräfte, doch nun scheinen die glorreichen Tage seines Herrscherhauses vorüber zu sein. Elric selbst ist schwach. Nur Opiate und Magie halten den blutarmen Prinzen am Leben. Als seine Herrschaft in Gefahr gerät, geht Elric einen schicksalhaften Pakt ein: das magische Schwert „Sturmbringer“ verleiht ihm unvorstellbare Kräfte, doch es verbirgt auch eine dunkle Macht, die mehr und mehr von Elrics Geist in Besitz nimmt…
Elric ist nach Tolkiens „Der Herr der Ringe“ eines der einflussreichsten
Werke der fantastischen Literatur. Die Figur des weißblonden, blassen
Antihelden inspiriert bis heute Autoren, Spiele- und Filmemacher weltweit.
Der Blutthron ist der erster Band der Elric von Melniboné Fantasy-Saga.
Diese Ausgabe umfasst neben dem ersten Elric-Roman erstmals umfangreiches
Zusatzmaterial. Neben dem Vorwort von John Clute und einem Interview mit Michael Moorcock enthält dieser Band eine Kurzgeschichte sowie das Skript zur Graphic Novel, u.v.m. Ein Muss für Fantasy-Fans!
...
Wer an dieser Leserunde teilnehmen möchte braucht sich hier einfach nur zu bewerben.Bitte gebt auch an, wo ihr eure Rezension (möglichst zeitnah!) veröffentlichen werdet (sehr freuen wir uns auch über Rezis auf eigenen Blogs und auf Amazon). Wir freuen uns schon auf euer Feedback.

Und los gehts...


Viele Grüße
euer Mantikore-Verlag
36 BeiträgeVerlosung beendet
Mantikoreverlags avatar
Letzter Beitrag von  Mantikoreverlagvor 5 Jahren
Einfach lesen und rezensieren :) Viel Spaß!!
Liebe Leserinnen und Leser,
es ist soweit! Der lange erwartete Klassiker der Fantasy Literatur Elric von Melnibone von Michael Moorcock steht kurz vor der Veröffentlichung. Wie bei allen unseren Büchern erscheint der Titel hierbei zunächst als Ebook und dann in wenigen Monaten als Print. 


Da das Ebook nun bereits verfügbar ist möchten wir euch gerne zu einer Leserunde dieses spannenden Buchs aufrufen. Hierzu spendieren wir 8 Epubs!


Darum geht es:...
Der Thron ist sein…
Elric entstammt einem Geschlecht von mächtigen und erbarmungslosen
Kriegern. Seit Jahrtausenden herrschen sie über die finsteren Dracheninseln. Einst verliehen ihnen Götter übernatürliche Kräfte, doch nun scheinen die glorreichen Tage seines Herrscherhauses vorüber zu sein. Elric selbst ist schwach. Nur Opiate und Magie halten den blutarmen Prinzen am Leben. Als seine Herrschaft in Gefahr gerät, geht Elric einen schicksalhaften Pakt ein: das magische Schwert „Sturmbringer“ verleiht ihm unvorstellbare Kräfte, doch es verbirgt auch eine dunkle Macht, die mehr und mehr von Elrics Geist in Besitz nimmt…
Elric ist nach Tolkiens „Der Herr der Ringe“ eines der einflussreichsten
Werke der fantastischen Literatur. Die Figur des weißblonden, blassen
Antihelden inspiriert bis heute Autoren, Spiele- und Filmemacher weltweit.
Der Blutthron ist der erster Band der Elric von Melniboné Fantasy-Saga.
Diese Ausgabe umfasst neben dem ersten Elric-Roman erstmals umfangreiches
Zusatzmaterial. Neben dem Vorwort von John Clute und einem Interview mit Michael Moorcock enthält dieser Band eine Kurzgeschichte sowie das Skript zur Graphic Novel, u.v.m. Ein Muss für Fantasy-Fans!
...
Wer an dieser Leserunde teilnehmen möchte braucht sich hier einfach nur zu bewerben.Bitte gebt auch an, wo ihr eure Rezension (möglichst zeitnah!) veröffentlichen werdet. Wir freuen uns schon auf euer Feedback.

Und los gehts...


Viele Grüße
euer Mantikore-Verlag
46 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Michael Moorcock wurde am 18. Dezember 1939 in Mitcham, Surrey, England (Großbritannien) geboren.

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