"Das kleine Engele" erzählt eine originelle Geschichte, die besonders durch ihr starkes Lokalkolorit überzeugt. Die Handlung ist liebevoll in die Stadt Augsburg eingebettet, sodass man als ortskundige Leserin viele vertraute Schauplätze wiederentdeckt: den Perlachturm, das Rathaus samt goldenem Saal, das Turamichele und einige weitere stadtbekannte Figuren und Orte. Auch die Diversität wird schön umgesetzt – unter den Himmelswesen findet sich beispielsweise auch ein schwarzes Engelchen, was sehr positiv heraussticht.
Weniger überzeugt haben uns jedoch die Illustrationen im Comic-Stil. Das ist sicherlich Geschmackssache, aber bei uns kam der Zeichenstil nur mittelgut an. Auch die gewählte Schriftart ist nicht ideal und erschwert das Lesen. Und ein kleines Detail, das etwas irritiert: Toni, die Turmfledermaus, hat Füße, die eher an ein Huhn erinnern – ein unnötiges Missgeschick.
Insgesamt bleibt "Das kleine Engele" eine nette, lokal verankerte Geschichte mit liebevollen Ideen, die durch ihren regionalen Charme punktet – trotz ein paar optischer Schwächen.







