Michael Moritz

 3.1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Apple: Die Geburt eines Kults, Roter Regen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Michael Moritz

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Roter Regen

Roter Regen

 (3)
Erschienen am 21.09.2010
Apple: Die Geburt eines Kults

Apple: Die Geburt eines Kults

 (3)
Erschienen am 31.05.2011
Zürcher Verschwörung

Zürcher Verschwörung

 (2)
Erschienen am 24.05.2012
Badisch Blues

Badisch Blues

 (1)
Erschienen am 07.10.2014
Tod in der Rheinaue

Tod in der Rheinaue

 (1)
Erschienen am 01.04.2010
Badisches Todesspiel

Badisches Todesspiel

 (1)
Erschienen am 12.10.2017
Um die Wurst

Um die Wurst

 (2)
Erschienen am 25.06.2013
Tod im Theaterhaus

Tod im Theaterhaus

 (2)
Erschienen am 19.10.2012

Neue Rezensionen zu Michael Moritz

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Rezension zu "Zürcher Verschwörung" von Michael Moritz

Nicht überzeugend
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Monaten

Roger Stahl, ein Schweizer Gardist in Diensten des Vatikans mit besonderen Aufgaben, kommt in seine Heimatstadt Zürich, um Näheres über den Tod seines Mentors in Erfahrung zu bringen, der von einem Junkie mit einer Boulekugel erschlagen worden sein soll. Je mehr Stahl recherchiert, desto verzwickter  und undurchsichtiger wird die Situation und desto grösser werden die Kreise, die der Tod des alten Gardisten zieht.

 

Weder die Handlung und die Figuren noch der Stil des Autors vermochten meine Brille zu überzeugen.  Die Handlung blieb, ähnlich wie das Cover des Buches, verschwommen. Viele Andeutungen über krumme Machenschaften eigentlich aller Parteien konnten nicht darüber hinweg täuschen, dass die eigentliche Story relativ dünn ist.

Sie funktionierte für mich vor allem deshalb nicht, weil für meine Brille die Figuren nicht überzeugend und glaubhaft dargestellt wurden. Das Verhalten der Journalistin ist einige Mal einfach nur saudumm und die alte Antiquarin lernt der Lesende gar nicht genug kennen, um das ganze Drama, das sich für sie abspielt, nachzuempfinden. Eigentlich geht es in diesem Buch um das Drama, den Idealismus und die Träume der älteren Generation, die aber viel zu wenig zum Zug kommt.  Im Zentrum der Handlung steht Roger Stahl, der hart, unnahbar und eiskalt ist und bleibt und an dem die Story etwas vorbeiläuft.

 

Für meine Brille ist das Tempo in einem Kriminalroman ein wichtiges Element. In diesem Roman bin ich mehrmals über Szenen gestolpert, in denen der Autor unnötigerweise zu viel erklärt, was die Figur gerade denkt, fühlt oder sieht. Dadurch wurde die Handlung immer wieder ausgebremst und zähflüssig.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Apple: Die Geburt eines Kults" von Michael Moritz

"Think different"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Als Steve Jobs 1997 Apple wieder übernahm, lag das Unternehmen am Boden. Es hatte - wie der Autor dieses Buches im Epilog schreibt - seinen kreativen Reiz und seine Führungsposition in der Technologiebranche verloren. Die Marketing-Abteilung wollte mit "Wir sind wieder da!" eine Anzeige starten, um auf den Führungswechsel hinzuweisen. Doch Jobs lehnte das ab und begann stattdessen eine Kampagne unter dem Titel "Think different". Nichts charakterisiert ihn besser als diese kleine Episode.

In diesem Buch geht es um die die ersten fünf Jahre von Apple und um die Zeit davor. Offensichtlich hatte Michael Moritz einige Probleme mit Steve Jobs, der ihn aus dem Unternehmen warf und danach allen Apple-Mitarbeitern verbot, mit Moritz zu sprechen. Trotz aller ersichtlichen Mühe, sich an eine gewisse Neutralität zu halten, merkt man Moritz an, dass er Jobs und dessen scheinbar eigentümlichen Charakter nicht mochte und erst recht nicht verstand.

Aber dieses Buch entstand Anfang der 1980er Jahre und betrachtet Jobs nur als Teil der Geschichte, denn es geht hier um Apple und nicht vorrangig um Jobs. Sehr ausführlich schildert Moritz die Zeit vor der Apple-Gründung. Er geht auf die Ausbildung und die Interessen der beiden Hauptgründer Jobs und Wozniak ein, beleuchtet ihre Elternhäuser und deren Lebenssituation. Würde man heute ein Buch über Apple schreiben, dann nähmen diese relativ belanglosen Kapitel sicherlich nicht einmal ein Zehntel ihres Umfanges in diesem Buch ein.

Immerhin aber kann man aus diesem Text sehr gut die technologische Grundsituation der damaligen Zeit verstehen, die man sich im Angesicht der heutigen Lage kaum noch vorstellen kann. Apples Start war alles andere als geradlinig. Noch kurz nach der ursprünglichen Gründung überlegte Jobs, ob er nicht doch lieber nach Japan in ein Zen-Kloster gehen sollte. Mit Wozniak wurde selbst dann noch über ein Vollzeit-Engagement für Apple diskutiert, als bereits erhebliches Wagniskapital in das neugegründete Unternehmen geflossen war und sich die unternehmerische Struktur entscheidend verbessert hatte.

Dies alles beschreibt Moritz sehr ausführlich. Ich möchte nicht verschweigen, dass ich mich an verschiedenen Stellen gefragt habe, ob man den Text nicht hätte erheblich straffen können. Dem Autor gelingt es sehr gut, die technologische und unternehmerische Entwicklung von Apple in der betreffenden Zeit darzustellen. Leider fehlt aber eine ernstzunehmende Einordnung in den Gesamtmarkt der Computertechnologie der damaligen Zeit. Das hätte den Text noch verständlicher gemacht.

Natürlich wusste der Autor damals weder etwas über Jobs Krankheit, noch über Jobs zukünftiges Schicksal. Auch der Epilog dieses Buches wurde vor Jobs Tod geschrieben. Deshalb hat man mit diesem Buch die Gelegenheit, ziemlich unverklärt die Meinung des Autors über die Legende Jobs zu lesen, als diese davon noch weit entfernt war. Und dabei kommt Jobs keineswegs gut weg. Für die meisten Menschen, die damals mit ihm zu tun hatten, war er ein merkwürdiger Außenseiter, den man nicht verstand, aber irgendwie ertragen musste.

Die Kommentare in diesem Buch sind deshalb gelegentlich recht krass und zeugen von wenig Verständnis für diesen außergewöhnlichen Menschen. Dem Autor ist damals offensichtlich nicht aufgegangen, dass Jobs eigenartiges Benehmen und seine weit ab vom Mittel liegende Weltsicht der fruchtbare Boden waren, auf dem seine Genialität wuchs. Insofern ist dieser Text ganz nebenbei und unabsichtlich ein gutes Beispiel dafür, wie man kreative Eigenbrödler sieht, solange sie nicht den Beweis einer überragenden Fähigkeit erbracht haben, für den sie dann hinterher zur Legende erklärt werden.

Fazit.
Ein aus heutiger Sicht sehr interessanter Text, der noch unverklärt, aber gelegentlich etwas langatmig die Apple-Story erzählt. Auch wenn es in ihm nicht vorrangig um Steve Jobs geht, so ist natürlich seine Rolle besonders interessant. Mit diesem Buch hat man die Gelegenheit, eine Sicht auf Jobs kennenzulernen, die noch nicht durch seine späteren Leistungen verändert wurde.

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