Michael Morpurgo Gefährten

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Inhaltsangabe zu „Gefährten“ von Michael Morpurgo

Der Erste Weltkrieg ist ausgebrochen und plötzlich muss das Pferd Joey seinen Hof sowie seinen Freund Albert verlassen. Joey wird an die Armee verkauft und erlebt die Schrecken des Krieges an vorderster Front mit. Inmitten der grausamen Kämpfe stößt er jedoch auch auf Zuneigung und Freundschaft. Aber Joey hat nur einen Wunsch: Zurückzukehren nach England und zu Albert. Das Kinoereignis des Jahres! Eine Kriegsgeschichte, von Altmeister Steven Spielberg inszeniert, jetzt einfühlsam gelesen von Shootingstar David Kross ('Gefährten').

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  • Rezension zu "Gefährten" von Michael Morpurgo

    Gefährten
    anette1809

    anette1809

    03. March 2012 um 17:58

    Inhalt: Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges kommt das Reitpferd Joey auf den Bauernhof von Albert und seinen Eltern. Schon nach kurzer Zeit verbindet das Pferd und den Jungen eine innige Freundschaft. Allein aus Freundschaft zu Albert kann Joey seine Degradierung zum Zugpferd akzeptieren. Er muss Feldarbeit verrichten, da es sich Alberts Vater nicht leisten kann ein Reitpferd zu unterhalten und Joey nur deshalb gekauft hatte, um einem Nachbarn eins auszuwischen. Sehr bald kann jedoch auch die Arbeit von Joey und seiner Stallnachbarin und Pferdefreundin Zoe die Kosten des Bauernhofes nicht mehr decken, und Alberts Vater verkauft Joey an die Armee, um seinen Hof nicht zu verlieren. Albert und Joey kennen nur ein Ziel: ihren Freund wiederzufinden! Joey erlebt an vorderster Front die Schrecken des ersten Weltkrieges mit im Einsatz als Sanitätspferd und als Zugpferd im Gespann eines Kanonenwagens. Doch inmitten allen Schreckens trifft er auch auf Zuneigung und neue Freunde, unabhängig davon, ob es auf der englischen, französischen oder deutschen Seite ist. Albert geht zur Armee, sobald es sein Alter erlaubt. Ob es ihm gelingen wird im Chaos des Krieges unter hunderttausenden von Pferden seinen geliebten Joey wiederzufinden? Kritik: Die englische Originalausgabe des Buches wurde erstmals 1982 unter dem Titel "War Horse" veröffentlicht, die deutsche Ausgabe erschien unter dem Titel "Schicksalsgefährten". Mit der Verfilmung von Stephen Spielberg, die in sechs Kategorien für den Oscar nominiert ist, erhält das gleichnamige Buch nun auch in Deutschland mehr Aufmerksamkeit als zu seiner Erstveröffentlichung. Nach der Beschreibung hätte ich vom Gesamtanteil an der Geschichte einen größeren Part erwartet, der sich zwischen Albert und Joey abspielt, aber insgesamt nimmt Joeys Geschichte auf der Farm von Alberts Eltern höchstens ein Drittel an dem Gesamtgeschehen ein und die restlichen zwei Dritteln spielen sich im Kriegsgeschehen ab und bei den verschiedenen Truppen und Personen, bei denen Joey Quartier bezieht. Auf Grund der durch die Kurzbeschreibung hervorgerufenen Erwartungen fand ich die innige Freundschaft der beiden daher etwas knapp behandelt, um Alberts Beweggründe dann vollends verstehen zu können, dass er in den Krieg ziehen will, nur um sein Pferd wiederzufinden. Davon abgesehen ist die Geschichte aber traurig, schön und sehr bewegend und zeigt die Schrecken des ersten Weltkrieges aus Sicht eines Pferdes realistisch und authentisch auf, ohne, dass die Pferde dabei vermenschlicht werden, obwohl das Pferd Joey als Ich-Erzähler fungiert. Vor dieser Geschichte war mir persönlich gar nicht klar, wie wichtig im ersten Weltkrieg die Rolle der Pferde noch war. Es gab zwar bereits die ersten Panzer, aber die Kanonen sind noch von Pferdegespannen gezogen worden und auch die meisten Verletzten wurden mit Hilfe dieser Gespanne vom Schlachtfeld geborgen. Ein Pferd war damals von einem größeren Wert als ein Soldat, da die Pferde von geringerer Zahl und damit kostbarer waren. Doch auch da werden Unterschiede deutlich, bei den Soldaten, die die Pferde nur als Werkzeug und Mittel zum Zweck sehen, und andere, für die das Wohl der Tiere im Vordergrund steht und die Tiere mit Liebe und Zuneigung zur Arbeit bewegen. David Kross trägt die Geschichte ist einem ruhigen Ton vor, der gerade in seiner leisen Art und mit der Naivität und Einfachheit des tierischen Ich-Erzählers bewegt und zu Herzen geht. Aber auch die kalten und harten Charaktere bringt David Kross glaubhaft herüber ohne, dass er dafür seine Stimme stark variieren muss, er hat ein beeindruckendes Talent, glaubhaft eine große Bandbreite an Charakteren darstellen zu können, ohne dabei aufgesetzt oder schauspielernd zu wirken. Aufmachung: Die drei CDs befinden sich in einer Klappbox aus Pappe, deren Front das gleiche Cover ziert wie das gleichnamige Buch aus dem Carlsen Verlag. Die einzelnen CDs sind mit Szenen aus der Verfilmung von Stephen Spielberg bedruckt. Auf der Rückseite befindet sich eine Kurzbeschreibung der Geschichte. Fazit: "Gefährten" ist neben einer Geschichte über die Schrecken und der Sinnlosigkeit des Krieges vor allem eine Geschichte über Freundschaft und Zuneigung über alle Grenzen hinweg. Im Gegensatz zu Menschen werten Tiere nicht nach Äußerlichkeiten und Attributen und die Menschen, denen Joey auf seinem Weg begegnet werden nur anhand ihrer Taten beurteilt. Auch wenn die Geschichte auf Grund ihres Inhalts recht tränenreich ist und das Ende eine gehörige Portion Kitsch enthält, kann ich sie dennoch sehr empfehlen, da es einfach eine herzerwärmende und nahegehende Geschichte über wahre Freundschaften und weitere Dinge ist, die im Leben wirklich zählen! Und nach all den verbrauchten Taschentüchern im Laufe der teils grausamen Geschichte von Joey und seinen Weggefährten während des Kriegsgeschehens, tat das kitschigschöne Ende am Schluss meiner Seele einfach gut, sonst hätte ich bestimmt noch stundenlang weitergeheult. Wer als Kind die Geschichte von "Black Beauty" mochte, wird sicherlich auch Gefallen an dieser Erzählung aus Pferdesicht finden.

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