Michael Muhammad Knight

 4.3 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Taqwacore und The Taqwacores.
Michael Muhammad Knight

Lebenslauf von Michael Muhammad Knight

Michael Muhamma Knight, geboren 1977 in New Jersey, wuchs als Katholik auf und konvertierte als Teenager, nachdem er die Autobiografie von Malcolm X gelesen hatte, zum Islam. Mit 16 Jahren wollte er in den Djihad ziehen. Doch dem Fanatismus folgten Zweifel. Sein Debüt Taqwacore war als Abschied vom Islam gedacht. Das Buch wurde zensiert, boykottiert und konfisziert. Heute steht es auf dem Lehrplan vieler amerikanischer Universitäten.

Alle Bücher von Michael Muhammad Knight

Taqwacore

Taqwacore

 (19)
Erschienen am 16.03.2012
The Taqwacores

The Taqwacores

 (1)
Erschienen am 07.05.2012

Neue Rezensionen zu Michael Muhammad Knight

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J

Rezension zu "Taqwacore" von Michael Muhammad Knight

Gar nicht so provokant, aber sehr lehrreich.
jahfabyvor 3 Jahren


Yusef zieht zum Studieren nach Buffalo und seine Eltern sind ziemlich froh, dass er in eine WG zieht, in der nur Muslimen wohnen. Was sie nicht wissen: In dieser WG wird der Islam ganz schön lax gelebt. Oder extrem, wie man es nimmt. Hier kommt der Islam klar mit Sex, Drugs und Rock'n'Roll. Hier versucht eine Generation junger Muslime, den Islam in eine neue Zeit zu bringen.


Ähnlich wie bei "Unter Null" von Bret Easton Ellis erzählt Knight keine komplexe Geschichte, sondern beschreibt eine Atmosphäre, eine Szene, die einerseits vollkommen vom Islam durchdrungen ist und ihn auf der anderen Seite sehr speziell ablehnt. Die letzten zehn Seiten des Buches sind Glossar, eine Liste der am häufigsten verwendeten arabischen Ausdrücke. Diese Liste braucht man, ich habe in diesem Buch ein Lesezeichen an der Stelle, wo ich im Roman bin und eines hinten beim Glossar, weil ich andauernd Worte nachschlagen muss.

Aber die irgendwann weiß man einigermaßen, was all die Begriffe bedeuten und dann ist man Teil der Gang, fühlt sich verbunden, versteht ein wenig mehr, was Islam alles bedeuten kann und welche Kämpfe innerhalb dieses Begriffes geführt werden. 

Taqwacore kommt auf den ersten Blick provokanter daher, als ich es nach dem Lesen empfunden habe. Was überhaupt nicht enttäuschend gemeint ist. Es ist eine spannende Lektüre, die einem fast nebenher Lebensarten näher bringt, die ich sonst nur gefüllt mit Vorurteilen kenne. Dieser Roman hat einige davon abgebaut.

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kolokeles avatar

Rezension zu "Taqwacore" von Michael Muhammad Knight

Taqwacore
kolokelevor 4 Jahren

Taqwacore? Was ist das denn?
Das Internet klärt einen schnell auf, es handelt sich um eine Richtung des Punks und hängt mit dem Islam zusammen. Punk? Islam? Ja!
Das Buch handelt von einer WG in den USA, in dem sich verschiedene Muslims versammeln. Geschrieben ist es aus der Sicht von Yusef, der selbst der gemäßigste von allen ist und so gut als Beobachter dient. Alle Beteiligten stellen die Bandbreite verschiedener Punks dar, Musik spielt eine große Rolle in dem Buch und mindestens genauso eine große Rolle spielt der Islam. Kernfrage des Buches: was ist erlaubt, was ist der Islam? Was darf man? Was kann man(n) (oder auch frau)?
Es wird deutlich, dass es DEN Islam nicht gibt, jeder legt ihn so aus, wie er es für richtig hält. 
In der Mischung mit dem doch sehr extremen Ansichten und Verhaltensweisen (Drogen, Gewalt), die er der Punkwelt zuzuordnen sind, sieht man: alles kann.
Ich fand das Buch sehr informativ, zumal es auf realen Erlebnissen beruht, die Szene gibt es wirklich und wirklich einmal etwas "ganz anderes". Genau deswegen eine interessante Leseerfahrung.

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Jashrins avatar

Rezension zu "Taqwacore" von Michael Muhammad Knight

Viele Denkanstöße
Jashrinvor 5 Jahren

Taqwacore. Ein Wort, mit dem ich nichts anfangen konnte und das mich veranlasst hat, dieses Buch genauer anzuschauen und zu lesen.

Der Leser erlebt eine Punk-WG in Buffalo. Alle Bewohner sind Muslime, oder? Sie alle interpretieren den Islam auf ihre eigene – teils sehr eigenwillige – Art und Weise. Warum würde Rabeya ihre Kinder nicht muslimisch erziehen wollen? Ist ein Loch in der Wand als Angabe der Gebetsrichtung nicht irgendwie
eigenartig? Und war Alkohol nicht eigentlich verboten? Sind sie alle
doch keine Moslems?Und war Alkohol nicht eigentlich verboten? Sind sie alle doch keine Moslems? Diese Frage schwingt beim Lesen immer mit. Die WG-Bewohner versuchen ihren Glauben in ihr Leben zu integrieren, stolpern über das ein oder andere, sprechen darüber und gehen mit manchen Regeln eher sehr großzügig um.

Taqwacore ist ein Buch, das nachdenklich macht, Fragen aufwirft, mal lustig ist, mal traurig. Zudem zeigt es ein buntes Bild vom Islam. Es ist eben nicht alles schwarz-weiß. Ein Roman, der einem ganz andere Blickwinkel aufzeigt und dadurch die eigene Haltung Muslimen – aber auch Angehörigen anderer Religionen – gegenüber vielleicht toleranter machen kann.

Allerdings muss ich sagen, dass ich mich dennoch teils eher durchgequält habe, da mir von Anfang an der Schreibstil des Autors nicht lag. Daher konnte ich mich nur schlecht ins Buch hineinfinden und wurde immer wieder herausgerissen, was sehr schade war. Ich bin überzeugt, hätte ein anderer Autor exakt dieselbe Geschichte nur mit seinen eigenen Worten erzählt, dann wäre ich begeistert gewesen. So ist für mich eine Punktebewertung des Buches schwer. 2 von 5 Sternen für den Stil, 4 von 5 für den Inhalt.

Insgesamt für mich ein Buch, welches – mag man den Stil – sehr lesenswert ist.

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Gespräche aus der Community

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Rogner_Bernhard_Verlags avatar
„Irgendwo da draußen gibt es einen coolen Islam, Yusef. Man muss
ihn nur finden. Man muss sich durch den ganzen anderen Kram
durchackern, aber er ist da.“


In einer muslimischen Punk-WG in Buffalo, New York,
ist die Hölle los. Im Wohnzimmer, in dem tagsüber
gebetet und nachts wild gefeiert wird, zeigt ein Loch in
der Wand die Richtung Mekkas an. Fasiq raucht bei der
Koranlektüre Joints, Jehangir betrinkt sich nach dem
Fastengebet, Rabeya legt ihre Burka auch beim Sex nicht
ab und leitet die Gebete als weiblicher Imam.
Sind sie alle vom rechten Weg abgekommen? Oder gibt
es den modernen Islam tatsächlich, in dem Partys und
Ramadan, Gleichberechtigung und Gebet, Koran und
Punk keine Widersprüche sind?

Taqwacore – ein Kunstwort aus Taqwa (arabisch:
Frömmigkeit) und Hardcore – wurde zunächst nur
als Fotokopie verbreitet und errang in den USA
Underground-Kultstatus. Mittlerweile gibt es sowohl
eine Dokumentation als auch einen Spielfilm zu dem Buch:


###YOUTUBE-ID=JMZ8DO9F4Mo###






MICHAEL MUHAMMAD KNIGHT, geboren 1977 in      
New Jersey, wuchs als Katholik auf und konvertierte
als Teenager, nachdem er die Autobiografie von
 Malcolm X gelesen hatte, zum Islam. Mit 16 Jahren wollte er in den Djihad ziehen. Doch dem Fanatismus
folgten Zweifel. Taqwacore war als Abschied vom Islam
gedacht. Das Buch wurde zensiert, boykottiert und
konfisziert. Heute steht es auf dem Lehrplan vieler
amerikanischer Universitäten.

Wir suchen neugierige Leserinnen und Leser, die Lust haben, „Taqwacore“ zu lesen, mit uns zu diskutieren und eine Rezension zu schreiben. Dafür verlosen wir 10 Exemplare des Buches inklusive Code zum eBook-Download. Für die Teilnahme an der Verlosung beantwortet uns bis Mittwoch, 19. Februar 2014 folgende Frage: 

Hast Du einen Lieblingspunksong?

Wir freuen uns natürlich auch über Beiträge und Kommentare von allen, die keines der Freiexemplare ergattern konnten.
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Anja_Hilschers avatar
Hallo! Ich lese gerade Taqwacore und wüsste gern, ob jemand mit mir darüber diskutieren möchte. Ich finde es aus religiöser Sicht zum Teil unerträglich (bin selbst Muslima), dann wieder zum Brüllen komisch. Wie gehts euch?
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