Michael Nast #EGOLAND

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Inhaltsangabe zu „#EGOLAND“ von Michael Nast

„Vielleicht solltest du mal wieder mit einer Frau schlafen, die du magst.“ Mit diesem Satz beginnt #EGOLAND, das auf wahren Begebenheiten beruhende, lang erwartete Romandebut vom Bestseller-Autor Michael Nast (Generation Beziehungsunfähig).

Alles beginnt mit dem Selbstmord des Schriftstellers Andreas Landwehr, der in seinem Abschiedsbrief verfügt, dass sein unvollendetes Manuskript seinem Freund Michael Nast zu übergeben ist. Stück für Stück stellt Nast fest, dass die unglaublichen Schilderungen echt und tatsächlich passiert sind.
Der von schriftstellerischem Ehrgeiz getriebene Landwehr war in eine unheilvolle Dreiecksgeschichte voller Intrigen und Manipulationen verstrickt. Vom Sog der Geschichte ergriffen beginnt Nast, die Geschehnisse zu recherchieren. Er spricht mit den Protagonisten, um Landwehrs Aufzeichnungen zu vervollständigen und verfasst aus dem Material #EGOLAND.

Das Buch handelt von Obsessionen und Missverständnissen, von falsch verstandener Liebe und Entwurzelung, von Selbstentfremdung und der Sinnsuche in unserer narzisstischen Konsumgesellschaft. Von der großen Sehnsucht, ein ganz neues Leben auszuprobieren und dabei sein altes hinter sich lassen zu können.
#EGOLAND ist eine Reise in die Psyche unserer Gesellschaft, in der das Ego alles bestimmt. Nast beschreibt, was neue Technologien, verändertes Kommunikationsverhalten und Selbstinszenierung mit der Generation machen, die sich alles offen hält.

Der erste Roman des Autors von "Generation Beziehungsunfähig"

— N_W

Dieses Buch wurde zwar von Michael Nast geschrieben, jedoch kommt im Prolog heraus dass es auf den Ideen und Recherchen von Andreas basiert.

— loly6ify

Nicht überzeugend, Name ist Programm

— kalemannia

leider nichts neues dabei.

— skiaddict7

Nach langer Zeit ein Buch abgebrochen. Unerträglich

— tine1211

Faszinierende Gesellschaftskritik, in der man sich mehr als nur einmal selbst erkennen wird.

— LarryCoconarry

Kritischer Blick auf die Social-Media-Gesellschaft, gute Idee mit überraschendem Ende, Wahrheit oder Fiktion? - da bin ich im Zwiespalt

— bearelic

Gute Idee, leider unsympathische Charaktere und viel zu viele Details, die nicht direkt mit der Handlung zusammen hingen

— tlow

der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten

— Kuhtipp

Langatmige Einführung, die keinen Lesegenuss aufkommen lässt.

— gst

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  • Ein Spiegel unserer Zeit

    #EGOLAND

    Julianchen

    19. May 2018 um 21:53

    „#Egoland# beeindruckt mit wahrhaftigen Sätzen, viel Spannung und durchweg wenig sympathischen Figuren. Ich bin hin- und hergerissen. Der Klappentext war super. Auch der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Dennoch kommt in der ersten Hälfte irgendwie keine richtige Spannung auf. Die Handlung und die treffenden Worte, die so wunderbar unsere heutige Zeit beschreiben, plätschern so dahin. Erst in der zweiten Hälfte, als Andreas seinen perfiden Plan schmiedet, nimmt das Buch Fahrt auf. Erzählt wird die Geschichte von Leonie, Julia und Christoph. Und natürlich die Geschichte von Andreas, der die Fäden in der Hand hat und das Leben der anderen drei manipuliert. Obwohl die Handlung tragisch ist, gelingt es mir nicht Mitleid mit den Figuren zu entwickeln. Seltsam, aber schlussendlich erscheint mit die Figur von Andreas noch am fesselndsten. Die anderen sind irgendwie austauschbar und ich kann für keine Partei auch nur irgendeine Art von Sympathie aufbringen. Faszinierend finde ich wie treffend Michael Nast die ständige Präsenz von sozialen Medien, die ständige Erreichbarkeit und den Drang der Menschen sich immer und überall zu präsentieren, darstellt. Das hat mich fast mehr begeistert als die eigentliche Geschichte, die dann doch spannend wird. Aber irgendwie haut es mich nicht um. Schade.

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  • Das Negative im Menschen

    #EGOLAND

    renee

    19. May 2018 um 00:05

    Herr Nast möchte uns hier in diesem Buch eine Geschichte unserer Kultur/unserer Gesellschaft/unserer Zeit erzählen. Von dem Autor wird uns am Anfang vermittelt, dass diese Geschichte einen realen Hintergrund hat und nur die Namen verändert wurden. Der Autor schlittert in diese Geschichte rein, weil ein ehemaliger guter Freund und jetziger Bekannter sich das Leben genommen hat. Er geht zur Beerdigung und wird dort von den Eltern des Verstorbenen wegen einer Bitte ihrerseits eingeladen. Bei diesem Besuch wird er von Ihnen gebeten, den schriftstellerischen Nachlass ihres Sohnes zu sichten. Michael Nast erklärt sich dazu bereit und erhält Einblicke, die er vielleicht gar nicht wollte, beschließt aber gleichzeitig den Roman seines ehemaligen Freundes zu schreiben/zu beenden und auch posthum herauszubringen. Es geht in diesem Buch um den Freund selbst, um einen Schriftsteller, Andreas Landwehr, der an seinem zweiten Roman arbeitet und nicht weiterkommt, eine Art Schreibblockade hat. Erstmal wird uns der Charakter dieses Mannes beschrieben, es handelt sich um einen zutiefst egoistischen und narzisstischen Menschen. Und Herr Landwehr kommt auf die Idee sein Umfeld zu manipulieren und damit zu lenken, um daraus einen Roman zu machen. Die zu manipulierenden Menschen sind Julia und Christoph, ein vermeintlich perfektes Traumpaar, dessen Fassade bröckelt und Leonie, Psychologiestudentin, schön, intelligent, aber auch unsicher, verzweifelt an den Männern. Doch dieses Manipulieren hat schnell eine gewisse Eigendynamik .... Gleichzeitig ist dieser Roman aber auch eine Gesellschaftskritik, es werden unsere übertechnisierte Welt, unser verändertes Kommunikationsverhalten im social network via Internet und Smartphone und eine daraus resultierende Selbstentfremdung mit dem Menschlichen in uns in den Fokus gerückt. Dieses Grundkonstrukt klingt eigentlich nach einer mich sehr interessierenden Geschichte. Aber ich hatte die meiste Zeit Probleme beim Lesen, ich kam nicht in die Geschichte und der Funke/das Feuer sprangen nicht auf mich über. Es plätscherte nur so vor sich hin. Die Geschichte und auch die Charaktere blieben für mich die meiste Zeit recht blutleer. Ich weiß auch nicht wirklich was mir der Autor/die Geschichte sagen will. Egoistische Menschen sind meiner Meinung nach keine Erfindung der heutigen Zeit, kommen auch nicht in der heutigen Zeit gehäuft vor, die gab es schon immer und in jeder Kultur, eine gesunde Form von Egoismus soll ja auch sehr hilfreich sein. Dieses Egoland hat für mich also nicht so diese besondere Verbindung zu den "Millenials", sondern generell zum Menschen. Es ist halt nur die Frage, was wir alle daraus machen und in wie weit wir das Egozentrische bei uns selbst in den Mittelpunkt stellen. Aber es gibt in diesem Buch immer wieder auch interessante Gedanken oder Ansätze, die einen zum Nachdenken anregen. Und auf den letzten rund hundert Seiten gewinnt das Buch dann doch noch etwas Fahrt und verliert etwas die Blutleere. "Sie wollten sich täuschen lassen. Sie wollten Oberflächlichkeiten, etwas Glattes und Einfaches, das niemanden vor Rätzel stellte." "Es gibt keine objektive Wahrheit, nur eine Wahrheit der Perspektive." Für mich erschwerend zu der fast insgesamt blutleeren Geschichte kam noch ein nicht funktionierendes Lektorat hinzu. Die Geschichte strotzt nur so von Fehlern in der Orthographie und der Diktion. Und das geht gar nicht. Und das in einem Buch mit einer Gesellschaftskritik über verändertes Kommunikationsverhalten. Obwohl ich letztendlich nicht mehr ganz sicher bin, ob das nicht eventuell auch gewollt war. (S.424) Trotzdem wegen mangelhaftem Lektorat ein Punkt Abzug, dieses Buch ist eigentlich ein Drei Punkte Buch.

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    • 5
  • Gescheiterte Versuch einer faustschen Tragödie

    #EGOLAND

    anyways

    18. May 2018 um 14:07

    Nach dem Suizid seines ehemaligen Freundes Andreas Landsberger und der Sichtung dessen schriftstellerischen Nachlasses, rechnet der Erzähler (Michael Nast)mit ihrer eingeschlafenen Freundschaft ab. Er stellt starke Persönlichkeitsveränderungen seines Schriftstellerkollegen nach dem Ende ihrer Freundschaft fest, diesen will er auf den Grund gehen und recherchiert nicht nur in der losen Manuskriptsammlung des Verstorbenen, sondern auch in dessen privaten Leben und Umfeld um den von Landsberger angefangenen Roman zu beenden. (Ein sehr interessanter Aspekt- handelt der Erzähler als Freund oder als Moralist) Eins haben alle Beteiligten gemeinsam, sie verbindet eine gewisse Leere und sogar Seelenlosigkeit. Auf welcher Ebene kreuzen sich ihre Lebenswege. Warum werden sie alle zu Opfern? Um es vorneweg zu sagen ich war unheimlich froh als ich endlich die letzte Seite dieses Buches umblättern konnte. Das war ein hartes Stück Arbeit. Ich war unzählige Male drauf und dran es wegzulegen. Dabei hatte die Geschichte durchaus Potenzial. Es hätte ein nervenzerreißender Psychothriller werden können oder auch ein gesellschaftskritisches Buch über das Großstadtleben im 21. Jahrhundert. Ich glaube letzteres war wohl auch die Absicht des Autors, die er aber weit verfehlt, weil er sich zu sehr darauf konzentriert eine faustsche Tragödie zu inszenieren. Die ersten zweihundert Seiten waren so zäh das ich mich weniger auf die Geschichte konzentrierte sondern unbewusst anfing die alkoholartigen Getränke und jede Zigarette mitzuzählen. Ergebnis: Man kann ganz klar von Nikotin- und Alkoholabusus sprechen. Ein Wunder das man da zu solchen Intrigen noch fähig ist. Egoland ist der Versuch einer riesengroß angelegten Manipulation des Lesers, indem der Autor ihm vorspielt es wäre alles irgendwie real passiert. Dabei begeht er den für mich riesengroßen Fehler sich als Moralist aufzuspielen. Dabei sind die Charaktere im Buch ausgesprochen schwach gezeichnet, so dass man sie nur anhand ihrer Namen auseinanderhalten konnte. An ihren Charakterzügen unterschieden sie sich für mich jedenfalls kaum. Michael Nast hätte für mich genauso Andreas Landsberger sein können. Ich vergebe nur zwei Sterne weil ich mich wirklich durch jede einzelne Seite gequält habe.

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  • #Gesellschaftskritik

    #EGOLAND

    N_W

    16. May 2018 um 16:40

    https://www.vorablesen.de/buecher/egoland/rezensionen/gesellschaftskritik-3?copy=true

  • Tragik einer Manipulation

    #EGOLAND

    bri114

    16. May 2018 um 15:52

    Das Cover ist unauffällig, jedoch passend zur Story, eher zurückhaltend gestaltet. Der bekannte Autor Michael Nast wird gebeten, nach dem Selbstmord eines befreundeten Schriftstellers, dessen Manuskript und Aufzeichnungen als Roman herauszubringen. So entdeckt er in den Unterlagen auch einige Audiodateien, die heimliche Mitschnitte von Gesprächen enthalten. Schonungslos wird darin aufgedeckt, daß der verstorbene Freund in eine perfide Geschichte verstrickt war, in der er Menschen manipuliert und gegeneinander ausgespielt hat. Anhand der Dreiecksgeschichte von Christoph, Julia und Leonie beschreibt der Autor eine verhängnisvolle Affäre ungeahnten Ausmaßes. In diesem Roman werden auf erschreckend realistische Weise die Auswirkungen der sozialen Medien auf die jetzige Generation dargestellt. Im Zeitalter von Facebook, Instagram und Snapchat wird deutlich, wie groß deren Einfluß auf das Selbstwertgefühl des Einzelnen ist und wie stark sie zwischenmenschliche Beziehungen bestimmen und lenken können.  Nicht nur die Jugend ist gefährdet, handelt „Egoland“ doch hauptsächlich von Menschen um die 30. Der Schreibstil ist sehr leicht und immer nachvollziehbar. Die Liebe des Autors zu Berlin findet sich in den detaillierten Beschreibungen wieder. Für mich nicht anstrengend, sondern bis auf den Punkt ausformuliert waren die etwas längeren Dialoge, die jedoch so immer Sinn er- und dem Buch Tiefe gaben. Der Ansatz dieser Geschichte ist nicht nur interessant, sondern zugleich spannend und erschreckend. Die Frage, die sich jeder stellen sollte ist, ob er sich nicht auch so leicht manipulieren lassen würde können.  

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  • Spieglein, Spieglein

    #EGOLAND

    loly6ify

    16. May 2018 um 07:44

    Andreas lernt eines Abends in einer Bar Christoph kennen, der mit seinem Leben unzufrieden ist. Nach einer durchzechten Nacht bleiben die Beiden in Kontakt. Bereits hier merkt Andreas wie sehr er durch seine Worte Christoph und andere Menschen beeinflussen kann. Jedoch erst nachdem Christoph, der in einer Beziehung mit Julia ist auf einer Party Leonie kennen lernt (Exfreundin von Andreas). Entscheidet Andreas ein perfides Spiel mit den Dreien zu spielen um zu schauen wie weit er ihre Leben beeinflussen kann.Das Buch hat in mir eine Art Hassliebe ausgelöst. Oftmals reagiert man mit Antipathie manchen Figuren gegenüber. Besonders Andreas. Jedoch ist es auch auf eine erschreckende Art und Weise ein Spiegel der heutigen Kommunikation und der Gleichgültigkeit bzw. Leugnung der Realität. Ich kann nicht sagen dass das Buch einem Spaß macht zu lesen, jedoch glaube ich auch nicht dass der Autor dies bezwecken will. Interessant finde ich wie der Autor selbstkritisch mit seiner Darstellung der Geschichte umgeht, welche nie den tatsächlichen Geschehnissen entsprechen kann, da er sie immer verfälscht. Genauso gut finde ich das Nast sich getraut hat an einigen Stellen aus der Erzählung Andreas herauszutreten und über seine eigenen Gedanken und Empfindungen zu reflektieren. Das Buch gibt einem viel zum Nachdenken über die Entwicklung unserer Gesellschaft. Und vor Allem ob man das Buch nun gemocht hat oder nicht. Es ist garantiert nicht für jeden was, jedoch kann es einige verlorene Seelen vielleicht die Augen öffnen.

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  • Egoland

    #EGOLAND

    tlow

    15. May 2018 um 21:50

    Das Buch hat eins definitiv bei mir geschafft: Es hat zum Nachdenken angeregt. Die Idee hinter der Geschichte finde ich immer noch total interessant. Michael Nast schafft Charaktere, die perfekt zu dem Titel des Buches passen: selbstbezogene, narzisstische Figuren, die meist auf ihren eigenen Vorteil aus sind. Zudem leben sie in einer zunehmend oberflächlichen Welt, in der es am wichtigsten ist gesehen zu werden und einen guten Eindruck zu hinterlassen. In diesem Rahmen kommen Themen wie Social Media, fehlende zwischenmenschliche Beziehungen und echte Freundschaften und auch Beziehungen zur Sprache. Diese Themen kannte ich von dem Autor bereits aus seinem Buch Generation Beziehungsunfähig, sodass nur einige der Social Media Aspekte für mich neu waren. Die völlig oberflächliche Welt in der die Figuren leben tut einem regelrecht weh beim Lesen, doch spiegelt sie auch die zunehmende Entfremdung in unserer Gesellschaft wieder. Michael Nast schafft ein vermutlich sehr realistisches Bild des modernen Berlins und der in der Stadt lebenden Mitdreißiger. Ich habe mich schwer getan mit dem Buch, da bin ich ganz ehrlich. Dies hat unterschiedliche Gründe: Einerseits hat mir eindeutig eine Identifikationsfigur gefehlt. Die Charaktere waren für mich schwer aushaltbar, sie waren mir leider sehr unsympathisch. Dazu kam dann der Erzählstil, der sehr langsam und sehr detailreich ist. Diese ganzen Details, die nichts mit der direkten Handlung zu tun hatten, sondern die Umwelt der Figuren beschrieben haben oder auch ausschweifende Gedankengänge und Überlegungen dargestellt haben, waren mir einfach zu viel. Ich mag es, wenn in Büchern viel los ist und dieses Buch kam in der Hinsicht nur langsam in die Gänge. Da hatte ich definitiv mehr erwartet. Alles in allem spiegelt das Buch unsere Gesellschaft sehr treffend, aber auch sehr radikal wieder und wer detailreiche Erzählungen mag, kommt hier auf jeden Fall auf seine oder ihre Kosten.

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  • Name ist Programm

    #EGOLAND

    kalemannia

    15. May 2018 um 16:55

    Das Cover sieht wahnsinnig einladend aus, der Hashtag als Titel ist vielversprechend und auch der Inhalt klingt im Klappentext interessant.Dann jedoch habe ich den Roman gelesen und war enttäuscht. Ich hatte hohe Erwartungen an den Roman und habe mir gewüscht, einen gesellschaftskritischen spannenden Roman zu lesen. Aber: Mir ist es furchtbar schwer gefallen, den Roman auszulesen. Irgendwie wurde ich mit den Protagonisten absolut nicht warm, im Gegensatz. Es war sogar fast nervig. Der Roman liest sich provokativ und irgendwie ist wirklich jeder der Protagonisten total egoistisch. Der Hashtag des Titels passt also auf jeden Fall. Aber mir hat einfach Spannung und ein interessanter Charakter gefehlt.Auch gestört haben mich die vielen Grammatik- und Rechtschreibfehler, die sich leider summieren.Leider kann ich den Roman alles in allem nicht weiterempfehlen. Ich war sehr enttäuscht.

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  • Leider nichts Neues dabei

    #EGOLAND

    skiaddict7

    14. May 2018 um 11:08

    „Wahrscheinlich beruhte das Drama im modernen Menschen auf diesem großen Missverständnis, dachte er; den Unterschied zwischen beruflichem Erfolg und privatem Glück nicht zu erkennen oder genauer: beruflichen Erfolg mit Glück zu verwechseln.“ Wer „Generation Beziehungsunfähig“ gelesen hat, kennt den Stil von Nast. In diesem Roman geht es – Überraschung! – um dasselbe Thema. Diesmal verpackt als Roman, der wohl auf wahren Begebenheiten beruht. Die Generation der „Millenials“: die Unfähigkeit, zu Lieben; Egoismus, Narzissmus; ein Leben, das sich nur in sozialen Medien abspielt. Deshalb geht es nicht um verschiedene Bekannte von Nast, sondern gibt es vier Protagonisten. Erstmal Andreas Landwehr, der wohl wichtigste von allen. Er ist selbst Autor, und hat sich nach seinen Nachforschungen zu seinem zweiten Roman das Leben genommen. Sein Wunsch: Michael Nast soll den Roman zu Ende schreiben. Und nicht nur das, eigentlich hat er mit dem Schreiben noch gar nicht angefangen. Leonie ist eine weitere Protagonistin. Sie ist 25, Psychologiestudentin, und auf der Suche nach der großen Liebe. Leider hat sie aber ständig nur Dates mit uninteressanten, gemäß ihr selbst „austauschbaren“ Männern. Dann gibt es noch Christoph und Julia, die scheinbar in der perfekten Beziehung sind. Andreas kennt sie alle und beginnt, mit ihnen ein Puppenspiel zu spielen. Alle versucht er, auf seine Weise zu beeinflussen. Mit tragischem Ende… Die Geschichte beginnt sehr langatmig, sicher mehr als die ersten hundert Seiten werden verwendet, um die Protagonisten sehr detailreich vorzustellen. Dies ist für den Leser sehr beschwerend und ich kam nur langsam voran. Andreas Landwehr ist ein Narzisst vom Feinsten, seine Welt dreht sich nur um ihn selbst und er kann es nicht nachvollziehen, wenn eine Frau nicht an ihm interessiert ist. Nur ein Narzisst kann außerdem auf die Idee kommen, seine Mitmenschen mit dem Ziel zu beeinflussen, Beziehungen zu zerstören. Seine Ideen nehmen immer abstrusere Formen an, weil er beschließt, ohne Julia nicht leben zu können, die jedoch mit Christoph in einer Beziehung ist. Die anderen Protagonisten geraten mehr zufällig in seine Fänge; sie alle sind typische „Millenials“, ebenfalls ziemlich von sich selbst eingenommen und mehr mit dem Schein als mit ihrem wirklichen Leben beschäftigt. Besonders Leonie lebt sehr dafür, sich nach außen richtig darzustellen, obwohl sie das eigentlich gar nicht will.  Extrem befremdlich sind mehrere Szenen im Roman, in denen Nast selber vorkommt. Die Art und Weise wie er dies aus Andreas Sicht beschreibt, und Andreas auf ihn eifersüchtig sein lässt, lässt nur schließen, dass er ebenfalls narzisstisch veranlagt ist; ein Schluss, den ich schon nach „Generation Beziehungsunfähig“ gezogen habe. Das Aufschlussreichste an dem Buch ist zweifelsohne der Epilog, in dem Nast seine Gedanken zu unserer Gesellschaft noch einmal darlegt. Dies ist zwar interessant, aber auch nichts wirklich Neues. Gesellschaftskritik ist gerade „in“, aber es gibt einige Bücher, die ich hier mehr empfehlen würde als dieses. Einzelne Passagen enthielten interessante Aussagen, die mir gut gefallen und mich zum Nachdenken gebracht haben. Fazit:  leider keine neuen Gedanken, wofür es sich lohnen würde, diesen Roman zu lesen.

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  • Unheimlich gut

    #EGOLAND

    SofieWalden

    14. May 2018 um 05:22

    Da sind sie, die Protagonisten dieser hochmanipulierten und manipulierenden Geschichte. Julia und Christoph, das perfekte Paar und so kaputt hinter der Fassade; Leonie, die an nichts mehr glaubt, am wenigsten an die Männer und Andreas, der Schriftsteller, der seine Verzweiflung mit Sex betäubt und für seinen neuen Roman ganz besondere Pläne hat. Sein Manuskript über sich und eben diese anderen Menschen geht nach seinem Tod an seinen ehemaligen Freund, der, als Erzähler in dieser Geschichte, versucht, daraus ein Buch zu schaffen und uns Leser dazu zu zwingen, mit einzutauchen, in diese harte fast schon ekelerregende Realität des eigenen Seins, der erschaffenen Social Media Welt unserer Tage, in der wir herumzappen, auf der Jagd nach Links, nach medialer Anerkennung und dem gehetzten Versuch, uns herauszuheben, der Erste unter Ersten zu sein. Ist diese Geschichte tatsächlich eine Geschichte oder Wirklichkeit, reale Dokumentation einer von der Fassade krampfhaft aufrecht gehaltenen Welt. Und wir, die Leser, drehen uns gequält zur Seite, weg von dem Spiegel, der uns hier kunstvoll vorgehalten wird und uns unsere eigene 'Haltlosigkeit im Raum' vor Augen führt. Irgendwie kann man die Dinge hier nicht wirklich greifen und trotzdem oder gerade deshalb ist es, wenn man sich quasi selbst dazu zwingen lässt und dazu bereit ist, ein mittendrin in diesem 'Allen und Nichts'. Dies ist keine Unterhaltungsliteratur im üblichen Sinne. Das Buch wirkt lange nach und bietet ein tiefes Eintauchen in die Fundamente der eigenen Lebenswelt. Sehr schwere Kost, aber absolut lesenswert.

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  • top! regt sehr zum Nachdenken

    #EGOLAND

    LeseratteAnna1986

    13. May 2018 um 22:42

    Eine interessante Geschichte von zwei Autoren, der eine hat sich umgebracht, der andere hat überlebt und erzählt jetzt die Geschichte davon...Andreas hinterlässt nach seinem Selbstmord seine unvollständigen Aufzeichnungen, Notizen und Gesprächsmitschnitte seines noch unveröffentlichten Romans. Michael Nast macht es sich nun zur Aufgabe, diesen Roman zu Ende zu schreiben. Die eigene Betroffenheit des Autors ist ziemlich ungewöhnlich und hat mich ziemlich in den Bann gezogen, schon bei der Leseprobe. Das Buch ist in (teilweise etwas langatmige) Kapitel unterteilt und lässt sich vom Schreibstil gut lesen, hat mich an vielen Stellen sehr zum Nachdenken angeregt. Etwas negativ finde ich, dass Andreas vor lauter Egoismus skrupellos Beziehungen und sogar Leben zerstört hat. Ich hatte als Leser teilweise "Angst" was noch passieren könnte.

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  • Faszinierende Gesellschaftskritik

    #EGOLAND

    LarryCoconarry

    13. May 2018 um 09:38

    Der erste Roman von Michael Nast, der auf einer wahren Gegebenheit beruht, ist etwas ganz besonderes. Wer eine leichte unterhaltsame Lektüre möchte, wird mit diesem Buch keine Freude haben. Die Hauptfigur Andras Landwehr ist auf der Suche nach neuem Stoff für ein Buch. Dabei lernt er unterschiedliche Menschen kennen, deren Leben er durch Intrigen zerstört und unwiderruflich miteinander verbindet. Alle Charaktere verkörpern junge Menschen der heutigen Zeit mit den dazugehörigen 'Problemen': Selbstdarstellung in sozialen Medien, Untreue, die Angst etwas zu verpassen, die Angst etwas zu verändern, der ungesunde GinTonic Konsum usw. In diesem Buch wird man sich nicht nur einmal selbst wieder erkennen. Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Die Lektüre des Buchs ist etwas anspruchsvoller, wenn man alle Zusammenhänge verstehen möchte. Eine klare Empfehlung!

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  • Zwischen den Extremen - gesellschaftskritisch, provokant, zweifelhaft.....

    #EGOLAND

    bearelic

    10. May 2018 um 21:24

    Ich kenne nicht das medial gehypte Buch "Generation Beziehungsunfähig" des Autors Michael Nast und habe mich deshalb relativ unbelastet an "Egoland" heran gewagt. Ich fand den Plot sehr ansprechend und war auf die Umsetzung im Buch sehr gespannt.  Den Einstieg fand ich gut gelungen. Ich war als Leser sofort im Geschehen und konnte die Hauptcharaktere bereits auf den ersten Seiten gut kennenlernen, auch wenn man sich ab und an in den detailreichen Beschreibungen zu den Personen verliert und die Zeitsprünge stellenweise zu schnell voran gehen. Etwas störend waren die häufigen Rechtschreib- und Grammatikfehler, die immer wieder den Lesefluss unterbrachen. Von einem in Deutschland relativ bekannten Autor erwarte ich eine bessere Leistung - auch wenn hier vermutlich das Lektorat geschlampt hat, steht dennoch der Name "Michael Nast" auf dem Buch und nicht Lieschen Müller... Die Protagonisten sind allesamt egoistische, oberflächliche, beziehungsunfähige junge Menschen, auf der Suche nach festem Halt...zwischen Schule und Erwachsenwerden - noch Mitten im Studium oder im ersten Job. Einzelschicksale, die durch das Berliner Nachtleben, den Alkohol, die Partys und belangloser Sex verbunden sind. Dennoch wirken sie alle bei genauerer Betrachtung sehr einsam und stumpf. Viele Aussagen im Buch über die "Social-Media"-Fraktion fand ich sehr treffend, andere wiederum waren überzogene Klischees, die Michael Nast besser weggelassen hätte.  Alles in allem bin ich mit der Geschichte und den Hintergründen zum Buch im Zwiespalt. Einerseits finde ich, dass die Gesellschaft kritisch sehr gut wiedergegeben wird und andererseits kann ich absolut nicht glauben, dass das Buch auf realen Personen basiert und die Eltern der Verstorbenen wollten, dass so etwas am Ende raus kommt. Dazu ist mir die Geschichte einfach zu krass dargestellt. Auch das der Autor selbst immer wieder im Buch auftaucht, irritiert mich eher und ich frage mich auch hier, ob es sich wirklich so zugetragen hat oder ob es reine Selbstdarstellung ist. Es ist provokant und so verworren, dass ich am Ende nicht weiß, ob Michael Nast alles so perfekt inszeniert hat, dass selbst der Autor uns sein eigenes "Egoland" zeigt oder er selbst auch nicht mitbekommt, wie tief er selbst bereits in diesem Spiel aus "Halbberühmtheit" drin steckt und wie unsympathisch ihn das mir gegenüber macht.  Fazit:  Ich gebe dem Buch 3 Sterne, weil ich immer wieder zwischen den Extremen schwanke und mich einfach nicht festlegen kann, wie das Buch dauerhaft auf mich wirkt.  Die Idee dahinter fand ich sehr gut und auch das Ende hat mich sehr überrascht und gefesselt. Manche Szenen fand ich jedoch unglaubwürdig, klischeehaft oder schlichtweg übertrieben. Außerdem zweifel ich daran, dass dem Buch wahre Begebenheiten zugrunde liegen (auch wenn der Prolog etwas anderes sagt) und wäre froh, wenn es nur das kreative Werk eines Autors bleibt. 

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  • Grandiose Idee, misslungene Umsetzung

    #EGOLAND

    Ceciliasophie

    09. May 2018 um 10:45

    Andreas Landwehr, ein erfolgreicher Schriftsteller, ist stets auf der Suche nach neuen Ideen für ein weiteres Buch. Als er eines Abends Christoph kennenlernt, der unglücklich in seiner Beziehung zu Julia ist, beginnt in ihm ein Plan zu reifen.  Als dann noch seine Exfreundin Leonie auftaucht,  Unter dem Deckmantel der Freundschaft greift Andreas in das Leben von Christoph, Julia und Leonie ein, manipuliert, lügt und zieht im Hintergrund seine Fäden. Bis zur absoluten Katatstrophe. Ich war sehr gespannt auf das Buch, da es auf der Startseite vieler Leseplattformen zu sehen war und der Autor schon mit „Generation Beziehungsunfähig“ in vielen Zeitschriften und Artikeln vorgestellt worden war. Auch der Klappentext machte mich super neugierig. Ich wurde jedoch schnell wieder von meiner Euphoriewelle gerissen. Denn nach nur ein paar Kapiteln fand ich alle Charaktere einfach unausstehlich.  Der eine äußerte sich unfassbar abfällig über alles, der andere handelte gegen meinen Wertekompass. Kurzum, ich wurde mit niemandem wirklich warm und verlor dadurch schnell die Lust an dem weiteren Verbleib der Charaktere. Dennoch ließ mich die eigentliche Idee hinter dem Buch immer weiter lesen. Mein Durchhaltevermögen wurde jedoch bis auf das letzte Drittel auf eine harte Probe gestellt. Die Geschichte war zäh, es passierte wenig, detailreiche wurde die Gedankenwelt der Charaktere ausgeschmückt. Ich habe an sich kein Problem mit detailreichen Weidergaben, da mir diese die Möglichkeit geben, mich mehr mit dem Charakter auseinanderzusetzen. Der Charakter bekommt Kanten und Ecken, eine Tiefe, ist nicht mehr glatt poliert und gleich viel interessanter. Doch da mir die Charaktere einfach im höchsten Grade unsympathsich waren, langweilte ich mich sehr schnell, ich brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um ein Kapitel zu beenden.  Für mich ist das Buch auch nicht als Gesellschaftskritik anzusehen. Kritik muss geäußert werden, gerne auch immer wieder. Doch sehe ich #Egoland nicht als Kritik an unserem Konsumverhalten im Social Media Bereich oder als Spiegel, der uns als Nutzer von Social Media Kanälen vorgehalten wird an. Es ist einfach nur Kritik, die in so unfassbar vielen Bücher schon geäußert wurde, dass es hier auf mich nur noch lächerlich, nicht innovativ und langweilig wirkt. Einfach gequirlter Einheitsbrei in nicht mehr neuer Form wiedergekäut. Dabei finde ich die Ausgangsidee wirklich richtig gut und ich habe mir immer wieder beim Lesen Fragen gestellt. Denn bis zu welchem Grad ist etwas nun auf die Literatur bezogen noch Kunst und ab wann moralisch verwerflich? Sind wir uns überhaupt bewusste, was für eine immense Macht Freundschaft hat?   Leider wurden immer nur wieder interessante Ansätze erläutert, jedoch nie weiter ausgeführt. Das Cover gefällt mir ganz gut. Der Riss in der Oberfläche passt in gewisser Weise zum Inhalt.  Der Schreibstil konnte mich nicht wirklich fesseln, gerade zum Ende der Geschichte hin ertappte ich mich dabei, wie ich ganze Seiten nur noch überflog. Verpasste habe ich  trotz Überspringen etlicher Passagen nichts.  Leider gab es in dieser Ausgabe noch etliche Rechtschreibe- und Grammatikfehler, welche mir das Lesen zusätzlich erschwerten.  Als Randbemerkung möchte ich hier einmal noch hinzufügen, dass mich das in diesem Buch gezeichnete Bild von Berlin so wütend machte, dass ich das Buch fast vom Balkon warf. Mit einem authentischen Leben in Berlin haben diese Schilderungen rein gar nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, es wurden sich jeglicher Klischees bedient, fernab jeglicher Realität des Berliner Alltags. Beeinflusst hat dieses meine Bewertung nicht, da es sich hierbei um einen zu persönlichen Punkt handelt.  Es ist schon nicht einfach, ein Buch zu lesen, in dem einem alle Charaktere sehr unsympathisch sind. Kommt dann jedoch noch dazu, dass sich die Geschichte wahnsinnig in die Länge zieht, so muss ich mich als Leser wirklich durch das Buch zwingen. Denn genau das war auch hier der Fall. Immer wieder musste ich mich selber motivieren, dass Buch in die Hand zu nehmen und hätte ich es nicht im Zuge einer Leserunde gelesen, so hätte ich es eventuell abgebrochen.  Ich vergebe 2 Sterne.  Interessante Ansätze, viel verschenktes Potential, grauenhafte Charaktere und ein Plot, der sich zu sehr in die Länge zog. 

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  • erschreckend wahr

    #EGOLAND

    Kuhtipp

    08. May 2018 um 16:27

    „Vielleicht solltest du mal wieder mit einer Frau schlafen, die du magst.“ Mit diesem Satz beginnt #EGOLAND, das auf wahren Begebenheiten beruhende, lang erwartete Romandebut vom Bestseller-Autor Michael Nast (Generation Beziehungsunfähig). Alles beginnt mit dem Selbstmord des Schriftstellers Andreas Landwehr, der in seinem Abschiedsbrief verfügt, dass sein unvollendetes Manuskript seinem Freund Michael Nast zu übergeben ist. Stück für Stück stellt Nast fest, dass die unglaublichen Schilderungen echt und tatsächlich passiert sind. Der von schriftstellerischem Ehrgeiz getriebene Landwehr war in eine unheilvolle Dreiecksgeschichte voller Intrigen und Manipulationen verstrickt. Vom Sog der Geschichte ergriffen beginnt Nast, die Geschehnisse zu recherchieren. Er spricht mit den Protagonisten, um Landwehrs Aufzeichnungen zu vervollständigen und verfasst aus dem Material #EGOLAND. Das Buch handelt von Obsessionen und Missverständnissen, von falsch verstandener Liebe und Entwurzelung, von Selbstentfremdung und der Sinnsuche in unserer narzisstischen Konsumgesellschaft. Von der großen Sehnsucht, ein ganz neues Leben auszuprobieren und dabei sein altes hinter sich lassen zu können. #EGOLAND ist eine Reise in die Psyche unserer Gesellschaft, in der das Ego alles bestimmt. Nast beschreibt, was neue Technologien, verändertes Kommunikationsverhalten und Selbstinszenierung mit der Generation machen, die sich alles offen hält. Am Anfang fand ich es noch ziemlich makaber, dass man im Auftrag eines Selbstmörders ein Skript zu einem Buch vervollständigt. Aber nach dem Prolog war das vergessen. Der Roman hat mich gepackt. Erzählt wird eine Geschichte über Manipulation, die sozialen Medien und der Tatsache, dass wir heutzutage sehr EGOistisch durch die Welt gehen und uns mehr um unser Image bei Facebook, Twitter und Co. kümmern als um die Menschen, die uns im realen Leben umgeben. Definitiv erschreckend, aber leider auch mit sehr viel Wahrheitsgehalt. Danach hat man erst mal das Bedürfnis eine Zeit lang OFF zu sein und nur in der Realität zu leben und mit anderen Menschen glücklich zu sein. Der Roman ist definitiv gelungen.

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