Michael Northrop Räudiges Pack

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Inhaltsangabe zu „Räudiges Pack“ von Michael Northrop

Johnny Rotten soll sterben! Dabei ist er der beste Hund, den man sich wünschen kann. Er hatte nur das Pech, einen Idioten zum Herrchen zu haben, bevor er zu uns kam. Nur ein absoluter Volldepp würde einen Hund, der misshandelt wurde, in die Enge treiben und sich dann wundern, wenn er zuschnappt - einer wie Mars eben. Jetzt wittern seine Alten die große Kohle und verklagen meine Mom auf Schmerzensgeld. Es interessiert sie überhaupt nicht, dass Johnny deswegen eingeschläfert werden könnte! Dabei war es nur ein Kratzer. Mars hat gesagt, er überredet seine Eltern, die Klage abzublasen, wenn ich ihm die Wahrheit über letzten Sommer erzähle. Doch dieses Geheimnis wollte ich mit ins Grab nehmen. Nach "Kälte" und "Schieflage" Michael Northrops dritter Roman, der auf einmalige Art mitreißende Spannung und Tiefgang verbindet - nicht nur für Hundeliebhaber.

Das war wirklich richtig klasse! Niemals unglaubwürdig. Brauche mehr von dem Autor :)

— Enni

Ein gutes Buch, das zeigt, wie schnell sich Vorurteile in Tatsachen umwandeln können

— Fabella

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  • Ein gutes Buch, das zeigt, wie schnell sich Vorurteile in Tatsachen umwandeln können

    Räudiges Pack

    Fabella

    24. August 2014 um 12:31

    Inhalt: Ein Jugendlicher mit krimineller Vorgeschichte und ein "Kampfhund" mit Vorgeschichte. Wenn diese beiden Welten aufeinandertreffen, kann sich hieraus eine Freundschaft entwickeln? Schafft es einer von beiden den Schritt zu wagen, um dem anderen zu vertrauen? Als Jimmer nach einem langen Sommer nach Hause kommt, hat ein Hund sein Zuhause erobert. Johnny Rotten. Er ist groß, furchterregend und ein absoluter Feigling. Jimmer weiß nicht so recht, wie er auf den Hund reagieren soll und nähert sich nur vorsichtig an. Gleichzeitig versucht er, bei seinen Freunden zu verheimlichen, was er den Sommer über getrieben hat. Um von sich abzulenken, stellt er Johnny in den Mittelpunkt, doch die Geschichte geht nach hinten los, als Johnny einen seiner Freunde beißt und seine Eltern die große Kohle wittern. Denn Johnny soll eingeschläfert werden, doch Jimmer tut alles, um das zu verhindern. Meine Meinung: Dass der Autor einen recht eigenen Schreibstil hat, konnte man schon bei Kälte merken. Und auch hier muss ich mich erst wieder damit anfreunden. Ohne große Vorreden werde ich in eine Geschichte geschmissen, in der ich mich erst einmal zurecht finden muss. Für mein Empfinden greift er hier zwar ein sehr heikles Thema auf, durch seine aber eher neutrale Art zu schreiben, wird es nicht zu emotional. Ich finde seinen Schreibstil auf der einen Seite sehr sachlich, auf der anderen aber auch sehr jugendlich. Denn er lässt die Charaktere so reden, wie man es von Jugendlichen erwartet, die zudem auch noch ein bisschen auf der schiefen Bahn sind oder in nicht so tollen Verhältnissen aufwachsen. Nicht übertrieben, so dass es nervig würde, aber sehr passend. Das macht das Ganze zu einem etwas anderen Buch, was sehr interessant zu lesen ist. In diesem Buch sieht man mal wieder, wie Menschen mit Tieren umgehen ... unverantwortlich, nachlässig, nicht so, als würden sie mit einem Lebewesen umgehen. Und man sieht, wie Menschen mit Vorurteilen gefüllt sind und im Notfall die Grenzen gerne mal übertreten, um sie zu bestätigen. Trotzdem hätte ich mir gern etwas mehr Tiefgang bei dem Buch gewünscht. Hätte gern mehr über Johnnys Vorgeschichte bekommen, aber auch über Jimmers. So wurde man irgendwie nicht richtig warm mit den Hauptpersonen des Buches. Das brachte dann wahrscheinlich auch mit sich, dass man nicht wirklich emotional an dem beteiligt war, was man hier las. Es war eher ein oberflächlicher Unterhaltungsroman mit traurigem Inhalt. Schwer zu erklären. Trotzdem ließ sich das Buch leicht lesen, schnell kam man vorwärts und als man einmal in der Geschichte drin war, mochte man das Buch auch nicht mehr zur Seite legen. Ich denke, das nicht so tiefe Eindringen in die Vorgeschichten ist ausgelegt auf die Zielgruppe, für die das Buch sein soll. Und insofern passt es dann auch dazu. Fazit: Ein gutes Buch, das zeigt, wie schnell sich Vorurteile in Tatsachen umwandeln können und dass es immer Menschen gibt, die bereit sind, auch über das Leid von Tieren zu Geld zu kommen. Es lässt sich gut lesen und verbirgt auch noch die Botschaft in sich, nicht jedes Vorurteil hinzunehmen, sondern mal hinter die Fassaden zu schauen.

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