Michael Obert

 4.3 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Die Ränder der Welt, Regenzauber und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Michael Obert

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Michael ObertDie Ränder der Welt
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Die Ränder der Welt
Die Ränder der Welt
 (5)
Erschienen am 01.01.2010
Michael ObertRegenzauber
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Regenzauber
Regenzauber
 (4)
Erschienen am 01.04.2005
Michael ObertKarma Highway (DuMont True Tales)
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Karma Highway (DuMont True Tales)
Karma Highway (DuMont True Tales)
 (3)
Erschienen am 05.04.2017
Michael ObertChatwins Guru und ich
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Chatwins Guru und ich
Chatwins Guru und ich
 (2)
Erschienen am 01.10.2009
Michael Obert18 Tage im Sinai (DuMont True Tales)
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18 Tage im Sinai (DuMont True Tales)
18 Tage im Sinai (DuMont True Tales)
 (1)
Erschienen am 30.10.2017
Michael ObertBalkanbeat
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Balkanbeat
Balkanbeat
 (1)
Erschienen am 06.06.2011
Michael ObertBalkanbeat: Meine Suche nach Patrick Leigh Fermor
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Balkanbeat: Meine Suche nach Patrick Leigh Fermor
Michael ObertRegenzauber: Auf dem Niger ins Innere Afrikas
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Regenzauber: Auf dem Niger ins Innere Afrikas

Neue Rezensionen zu Michael Obert

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Nisniss avatar

Rezension zu "Karma Highway (DuMont True Tales)" von Michael Obert

Quer durch Indien. Eine eindrückliche Reportage.
Nisnisvor 9 Monaten

Grammatik des Highway 6 - Quer durch Indien. Eine eindrückliche Reportage.

Eine 2000 Kilometer lange Reise mit dem Lastwagen von Kalkutta nach Mumbai, mitten hinein in ein Universum, in dem Karma wichtiger ist als intakte Bremsen und Millimeter über Leben und Tod entscheiden. Kann man Indien verstehen? Michael Obert ist bereit, alles dafür zu riskieren.

Michael Obert ließ mit 27 Jahren auf dem Amazonas seine Karriere als Manager hinter sich und wurde zum Reisenden. Heute gehört er zu den bekanntesten Reportern im deutschsprachigen Raum, u.a. ausgezeichnet mit dem Deutschen Reporterpreis und dem Otto Brenner Preis. Sein Regiedebüt, der Kinofilm »Song from the Forest«, wurde mit mehreren internationalen Dokumentarfilmpreisen prämiert und schaffte es 2016 in die Vorauswahl für die Oscars. (Quelle: Dumont)

Der Autor:

Michael Obert studierte Betriebswirtschaft und machte Karriere als Jungmanager, bis er kündigte und zu einer zweijährigen Reise durch Lateinamerika aufbrach.
Anschließend begann er ein neues Leben als Buchautor und Journalist und berichtet seither vor allem aus Afrika und dem Nahen Osten.

Seine Reportagen erscheinen unter anderem in Süddeutsche Zeitung Magazin, DIE ZEIT und ZEIT Magazin, GEO, National Geographic und Greenpeace Magazin sowie in internationalen Medien wie Sunday Times Magazine (London), The Journal (New York), Das Magazin (Zürich), GQ France, Courrier International (Paris), Dagens Næringsliv (Oslo) und Himal Southasian (Katmandu).

Sein Regiedebüt Song from the Forest wurde mit mehreren internationalen Dokumentarfilmpreisen ausgezeichnet und schaffte es 2016 in die Vorauswahl für die Oscars.

Als Afrika-Experte, interkultureller Trainer und Coach berät Michael Obert weltweit Politik, Wirtschaft und Organisationen und verleiht dem afrikanischen Kontinent in deutschen Medien eine Stimme.

2017 gründete Michael Obert die Reporter-Akademie Berlin. (Quelle: www.obert.de)

Reflektionen:

Michael Obert ist von Westbengalen, quer durch Indien gereist. Er reiste in einem Lastwagen, einem von 6 Millionen in Indien, die dreiviertel des Warenverkehrs ausmachen, auf dem Highway Nr. 6. Auf Spurensuche, das weite Land des Subkontinents und das Milliardenvolk zu enträtseln, fuhr er im Laster (Tata) von Sitaram, von Kalkutta nach Mumbai. Von Ost nach West, auf einem angeschweißten Campingstuhl durch ein Land, wo ein Verkehrsinfarkt zum Alltag gehört und wo Karma wichtiger ist, als Sicherheitsabstand. 1600 Kilometer in sieben Tagen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h.

Michael Obert erhält an Sitarams Seite tiefe Einblicke in das Leben des Lastwagenfahrers, der nur einmal im Jahr zuhause ist, mit einem Einkommen von umgerechnet 100 Euro zurechtkommen muss und der täglich mehr als 14 Stunden am Steuer sitzt. Die Fahrer, die alltäglich auf den abstrus chaotischen Straßen Indiens unterwegs sind, haben kaum Berührungspunkte zur Normalbevölkerung, so dass sich ihr Leben wie in einer Parallelwelt abspielt. Michael Obert erzählt von Begegnungen mit Wasserbüffeln, die die Straße kreuzen, von stigmatisierten Fahrern, die mutwillig das HIV-Virus übertragen sollen und von Kondomen, mit denen sie Kühlerschläuche reparieren.

Tagebuchähnlich schildert er die Eindrücke seiner Reise und untermauert diese, mit schwarzweißen Fotografien. Er erzählt von den Sitten, Gebräuchen und vom Glauben der Lastwagenfahrer, die ihre Tatas mit Hindu-Aufklebern verschönern und ihre Trucks unterwegs von Hindu-Priestern segnen lassen. Karma ist ihnen das wichtigste und sie vertrauen ihren Göttern.

Michael Obert füllt das viel zu kleine Büchlein in einem flüssigen Stil und in einer angenehmen Sprache. Als Leser erhält man einen wirklich guten Eindruck, von den Gegebenheiten in Indien, die uns so fremd sind und so unwirklich erscheinen. Manches Mal muss man über Dialoge schmunzeln, obwohl sie aus Sicht der Lastwagenfahrer, alles andere als lustig sind.

Als Michael Obert seine beindruckende Reise beendet, ist er ausgebrannt und dankbar angekommen zu sein.

Fazit und Bewertung:

Dieses einundsiebzig Seiten starke Büchlein ist eine wundervolle Reportage, über eine Reise im Lastwagen, quer durch Indien. Für jeden, der sich für den bevölkerungsreichen Subkontinent interessiert, ist Karma Highway ein „nice to have“.

©nisnis-buecherliebe

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "18 Tage im Sinai (DuMont True Tales)" von Michael Obert

‚Keine Arbeit, kein Geld, keine Zukunft‘ (Seite 31)
sabatayn76vor 10 Monaten

Der 28-jährige Selomon ist aus seiner Heimat Eritrea in den benachbarten Sudan geflohen, wurde in Ostsudan gekidnappt, an ein internationales Menschenhändlernetzwerk verkauft und schließlich in ein Foltercamp auf der Sinai-Halbinsel verschleppt. Hier wurde er so lange gefoltert, bis seine Familie ein exorbitant hohes Lösegeld gezahlt und ihm somit die Freiheit erkauft hat.

Anhand der Geschichte Selomons erzählt Michael Obert von den Foltercamps, von Islamismus, von Menschen- und Organhandel.

Ich habe schon sehr viel von Obert gelesen und bin immer begeistert von seiner Fähigkeit, den Leser mit vor Ort zu nehmen, ihn das von ihm Erlebte vom heimischen Sofa aus sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen zu lassen.

Auf wenigen Seiten gelingt es Obert auch in ‚18 Tage im Sinai‘, eine dicht geschriebene Geschichte zu entwerfen, die ebenso atmosphärisch wie informativ ist. Dabei habe ich mir beim Lesen bisweilen gewünscht, Obert könnte mich nicht auf so überzeugende Weise mit auf die Sinai-Halbinsel nehmen, denn seine Schilderungen sind grausam und zudem detailreich, bilden die Zustände in der Region aber auf sehr realistische Weise ab und vermitteln viel Wissen, das mir vor der Lektüre nicht geläufig war.

Wohin mich Obert diesmal mitgenommen hat, ist kein schöner Ort, obwohl er auch in Büchern wie ‚Regenzauber‘, ‚Die Enden der Welt‘ oder ‚Karma Highway‘ keine heile Welt zeigt, sondern oft Missstände aufzeigt. ‚18 Tage im Sinai‘ ist eher eine Art Höllenfahrt an einen Ort, von dem man eigentlich gar nicht hören oder lesen will, von dessen Existenz man nicht einmal wissen möchte. Das macht das Buch aber auch zu etwas sehr Wertvollem und Bereicherndem, denn durch Obert erhält man wahrhaft einzigartige Einblicke in die Zustände auf der Sinai-Halbinsel.

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abuelitas avatar

Rezension zu "Balkanbeat" von Michael Obert

schade
abuelitavor einem Jahr

Aber leider konnte ich mit diesem Buch so gar nichts anfangen. Das mag durchaus auch an mir liegen, aber mich konnte an diesem Reisebericht wirklich nichts fesseln.

Ich kenne die Bücher von Patrick Leigh Fermor nicht – vielleicht liegt es daran. Die Kurzbeschreibung:

1933 wanderte ein Engländer zu Fuß von Rotterdam nach Istanbul. Sein Name: Patrick Leigh Fermor. Für den leidenschaftlichen Reisenden Michael Obert steht Fermor am Anfang seines eigenen Umherschweifens. Als er eines Tages durch Zufall erfährt, dass sein Vorbild noch lebt, begibt er sich auf die Suche nach dem fast 100-Jährigen. Von Berlin über Wien nach Pressburg, durch Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und Albanien bis auf den südlichen Peloponnes. Oberts Begegnung mit diesem für ihn fremden Teil der Welt mündet in ein ebenso persönliches wie poetisches Porträt Osteuropas und des ureigenen Lebensrhythmus seiner Bewohner.(amazon)

Ich fand schon den Anfang recht ulkig „eigentlich kann ich mir nicht mal die Fahrt mit der S-Bahn leisten“ – schön und gut, mit der Kreditkarte aber auf jeden Fall und die wird auch im weiteren Verlauf der Reise tüchtig eingesetzt. Da komme ich mir als Leser etwas veräppelt vor…

Auch den mystischen Erlebnissen des Autors konnte ich sehr wenig abgewinnen – und das, wo ich doch dafür imgrunde sehr empfänglich bin. An was liegt es also? Unter anderem sicher auch am Schreibstil, den ich ebenfalls nicht mochte. Keine Ahnung, aber Fakt ist: das war vergeudete Zeit für mich .

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