Michael Obert Chatwins Guru und ich

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Inhaltsangabe zu „Chatwins Guru und ich“ von Michael Obert

Generationen von Reisenden verehren ihn, für Bruce Chatwin war er der »letzte Guru«, und auch Michael Obert bewegt sich in der Tradition des ältesten schreibenden Vagabunden: Patrick Leigh Fermor. 1933 wanderte der Engländer zu Fuß von Rotterdam nach Istanbul; für Obert steht er am Anfang seines eigenen Umherschweifens. Als er erfährt, dass Fermor noch leben soll, macht er sich auf die Suche nach dem fast Hundertjährigen. Es ist eine Pilgerfahrt mit ungewissem Ausgang. Obert reist von Berlin über Wien nach Pressburg, durch Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Albanien bis auf den südlichen Peloponnes. Dabei erkundet er einen ihm fremden Teil der Welt. Seine Begegnungen münden in ein ebenso persönliches wie poetisches Porträt Osteuropas. Wird der Reisende am Ende seinen Mentor finden?

Epigonal. Aber da wir dem Meister noch einmal begegnen können - Patrick Leigh Fermor - ein Gewinn!

— Beust
Beust
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  • Rezension zu "Chatwins Guru und ich" von Michael Obert

    Chatwins Guru und ich
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. March 2010 um 19:27

    Der deutsche Reiseschriftsteller Michael Obert bricht am Ostermontag 2007 Hals über Kopf auf. Er will seinen englischen Berufskollegen Sir Patrick Leigh Fermor treffen. Fermor, über neunzig Jahre alt, soll zurückgezogen im Süden des Peloponnes leben. Er, der für viele Reiseschriftsteller zum Vorbild wurde, wanderte in den 1930er-Jahren als Achtzehnjähriger von Holland nach Konstantinopel. Über diese Reise hat er Jahrzehnte später zwei Bücher verfasst, die Klassiker der Reiseliteratur geworden sind. Sie spielen im Leben Oberts eine wichtige Rolle. Auf Fermors Spuren unternimmt Obert eine Reise, die auch zu einem inneren Abenteuer wird. Michael Obert folgt den Spuren Fermors, aber auch Chatwins. Und er will unbedingt Fermor kennen lernen, bevor es zu spät ist. Denn Fermor ist ein alter Mann, der in Griechenland lebt, irgendwo in Mani. Michael Obert hat seine Reise auf dem Landweg nach Griechenland sehr eindrücklich beschrieben. Er macht auch (einige wenige) Rückblenden zu einer vorangegangenen Reise nach Südamerika, wo er vorübergehend in einer Höhle verschüttet war und seither einige Probleme hat. Je weiter die Reise geht, um so weniger Beschwerden hat er. In Wien hat er einige Visionen, die sich auf seiner Reise nach Griechenland auflösen. Er versteht es, die Landschaft, die Menschen und Tiere sehr detailliert zu beschreiben. Ich hatte das Gefühl, an seiner Seite durch die Länder "am Rande Europas" zu reisen. Ich habe richtig mit ihm mitgefiebert, ob er herausfindet, wo der Autor, der ein grosses Vorbild vieler Reiseschriftsteller wurde, wohnt. Und ob und wie er ihn getroffen hat. Das Buch ist "ruhig" geschrieben, und doch ist es nie langweilig. Gegen Ende des Buches nimmt die Spannung zu und das Gefühl, dass es nun eilt, überträgt sich auf den Leser - zumindest mir ist es so ergangen. Als ich das Buch ausgelesen habe, musste ich erst wieder auf den Boden zurückkommen. Ich konnte auch nicht sofort/am nächsten Tag, ein anderes Buch beginnen. Zu stark waren die Eindrücke für mich. Das Buch habe ich per Zufall - wenn man es denn so nennen will - entdeckt. Ich war unterwegs mit dem Auto und hörte im Radio eine Buchbesprechung. Michael Obert war zu Gast und erzählte über das Buch, über seine Tätigkeit als Reiseschriftsteller. Dabei wurde die alte Theresa erwähnt, welche den Reisenden beherbergte und erklärte, ihr Vater habe seinerzeit Fermor ein Stück weit begleitet. Sie meinte zwar, es sei ein Holländer gewesen, kein Engländer. Die Verwirrung entstand wohl, weil Fermor in Rotterdam zu Fuss nach Konstantinopel aufgebrochen war. Ausserdem wird sich die Erzählung und Erinnerung der Familie im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben. Ich konnte kaum erwarten zu erfahren, ob die alte Theresa nun recht hatte oder nicht. Ob sie hatte, das erfährt man natürlich im Buch. :-) Ich weiss nicht, ob ich Links einsetzen darf. Sonst einfach entfernen: http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/wortort/125062.sh10111863.html Das ist die Radiosendung, die ich gehört habe.

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