Karma Highway (DuMont True Tales)

von Michael Obert 
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Karma Highway (DuMont True Tales)
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Quer durch Indien. Eine eindrückliche Reportage.

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Eindrucksvoll!

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Inhaltsangabe zu "Karma Highway (DuMont True Tales)"

Eine 2000 Kilometer lange Reise mit dem Lastwagen von Kalkutta nach Mumbai, mitten hinein in ein Universum, in dem Karma wichtiger ist als intakte Bremsen und Millimeter über Leben und Tod entscheiden. Kann man Indien verstehen? Michael Obert ist bereit, alles dafür zu riskieren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783770169702
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:DuMont Reiseverlag
Erscheinungsdatum:05.04.2017

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    Nisniss avatar
    Nisnisvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Quer durch Indien. Eine eindrückliche Reportage.
    Quer durch Indien. Eine eindrückliche Reportage.

    Grammatik des Highway 6 - Quer durch Indien. Eine eindrückliche Reportage.

    Eine 2000 Kilometer lange Reise mit dem Lastwagen von Kalkutta nach Mumbai, mitten hinein in ein Universum, in dem Karma wichtiger ist als intakte Bremsen und Millimeter über Leben und Tod entscheiden. Kann man Indien verstehen? Michael Obert ist bereit, alles dafür zu riskieren.

    Michael Obert ließ mit 27 Jahren auf dem Amazonas seine Karriere als Manager hinter sich und wurde zum Reisenden. Heute gehört er zu den bekanntesten Reportern im deutschsprachigen Raum, u.a. ausgezeichnet mit dem Deutschen Reporterpreis und dem Otto Brenner Preis. Sein Regiedebüt, der Kinofilm »Song from the Forest«, wurde mit mehreren internationalen Dokumentarfilmpreisen prämiert und schaffte es 2016 in die Vorauswahl für die Oscars. (Quelle: Dumont)

    Der Autor:

    Michael Obert studierte Betriebswirtschaft und machte Karriere als Jungmanager, bis er kündigte und zu einer zweijährigen Reise durch Lateinamerika aufbrach.
    Anschließend begann er ein neues Leben als Buchautor und Journalist und berichtet seither vor allem aus Afrika und dem Nahen Osten.

    Seine Reportagen erscheinen unter anderem in Süddeutsche Zeitung Magazin, DIE ZEIT und ZEIT Magazin, GEO, National Geographic und Greenpeace Magazin sowie in internationalen Medien wie Sunday Times Magazine (London), The Journal (New York), Das Magazin (Zürich), GQ France, Courrier International (Paris), Dagens Næringsliv (Oslo) und Himal Southasian (Katmandu).

    Sein Regiedebüt Song from the Forest wurde mit mehreren internationalen Dokumentarfilmpreisen ausgezeichnet und schaffte es 2016 in die Vorauswahl für die Oscars.

    Als Afrika-Experte, interkultureller Trainer und Coach berät Michael Obert weltweit Politik, Wirtschaft und Organisationen und verleiht dem afrikanischen Kontinent in deutschen Medien eine Stimme.

    2017 gründete Michael Obert die Reporter-Akademie Berlin. (Quelle: www.obert.de)

    Reflektionen:

    Michael Obert ist von Westbengalen, quer durch Indien gereist. Er reiste in einem Lastwagen, einem von 6 Millionen in Indien, die dreiviertel des Warenverkehrs ausmachen, auf dem Highway Nr. 6. Auf Spurensuche, das weite Land des Subkontinents und das Milliardenvolk zu enträtseln, fuhr er im Laster (Tata) von Sitaram, von Kalkutta nach Mumbai. Von Ost nach West, auf einem angeschweißten Campingstuhl durch ein Land, wo ein Verkehrsinfarkt zum Alltag gehört und wo Karma wichtiger ist, als Sicherheitsabstand. 1600 Kilometer in sieben Tagen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h.

    Michael Obert erhält an Sitarams Seite tiefe Einblicke in das Leben des Lastwagenfahrers, der nur einmal im Jahr zuhause ist, mit einem Einkommen von umgerechnet 100 Euro zurechtkommen muss und der täglich mehr als 14 Stunden am Steuer sitzt. Die Fahrer, die alltäglich auf den abstrus chaotischen Straßen Indiens unterwegs sind, haben kaum Berührungspunkte zur Normalbevölkerung, so dass sich ihr Leben wie in einer Parallelwelt abspielt. Michael Obert erzählt von Begegnungen mit Wasserbüffeln, die die Straße kreuzen, von stigmatisierten Fahrern, die mutwillig das HIV-Virus übertragen sollen und von Kondomen, mit denen sie Kühlerschläuche reparieren.

    Tagebuchähnlich schildert er die Eindrücke seiner Reise und untermauert diese, mit schwarzweißen Fotografien. Er erzählt von den Sitten, Gebräuchen und vom Glauben der Lastwagenfahrer, die ihre Tatas mit Hindu-Aufklebern verschönern und ihre Trucks unterwegs von Hindu-Priestern segnen lassen. Karma ist ihnen das wichtigste und sie vertrauen ihren Göttern.

    Michael Obert füllt das viel zu kleine Büchlein in einem flüssigen Stil und in einer angenehmen Sprache. Als Leser erhält man einen wirklich guten Eindruck, von den Gegebenheiten in Indien, die uns so fremd sind und so unwirklich erscheinen. Manches Mal muss man über Dialoge schmunzeln, obwohl sie aus Sicht der Lastwagenfahrer, alles andere als lustig sind.

    Als Michael Obert seine beindruckende Reise beendet, ist er ausgebrannt und dankbar angekommen zu sein.

    Fazit und Bewertung:

    Dieses einundsiebzig Seiten starke Büchlein ist eine wundervolle Reportage, über eine Reise im Lastwagen, quer durch Indien. Für jeden, der sich für den bevölkerungsreichen Subkontinent interessiert, ist Karma Highway ein „nice to have“.

    ©nisnis-buecherliebe

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor einem Jahr
    ‚Sitaram bremst nicht gern. Bremsbelege sind teuer. Er bevorzugt Hupe und Gaspedal.‘

    Michael Obert ist in Indien unterwegs und weiß: ‚Wer das Wesen einer Nation ergründen wolle, [...] brauche sich nur anzusehen, wie sich die Leute im Straßenverkehr verhielten‘.

    Und so macht er sich auf die Suche nach einem LKW-Fahrer, der ihn mit auf die Reise vom Osten in den Westen des Subkontinents nimmt. Er findet diesen in Sitaram Roy, mit dem er die 2000 Kilometer zwischen Kalkutta und Mumbai in einem Lastwagen und bei durchschnittlich 10 km/h bezwingt.

    Unterwegs beginnt er, Indien, seine Bewohner und deren Beweggründe besser zu verstehen, und er erzählt dem Leser nicht nur von seiner Reise, den Stationen seiner Subkontinentdurchquerung, den unterwegs getroffenen Menschen, sondern vermittelt zudem Informationen über Unfalltote, Kastenwesen, Religion, Armut, Prostitution und Gewalt. All dies gelingt Obert auf weniger als 70 Seiten, die zudem Fotografien enthalten. Selbstverständlich könnte man meinen, dass das Buch damit zu knapp und der Preis zu hoch sei, aber ich finde es eher bemerkenswert, mit wie wenig Platz Obert ausgekommen ist, um eine stimmungsvolle Geschichte mit zahlreichen Fakten und szenischen Elementen zu erzählen. Zwar kann man das Buch in weniger als einer Stunde auslesen, aber nach der Lektüre bleibt etwas zurück, an dem man sich noch lange nähren kann.

    Von Obert habe ich bereits ‚Regenzauber‘ und ‚Die Ränder der Welt‘ gelesen und kann diese Bücher jedem Leser, der sich für besondere Reisen und ausgezeichnete Reiseberichte interessiert, nur ans Herz legen. Für einen Einstieg ist ‚Karma Highway‘ perfekt geeignet und macht Lust auf die anderen Bücher des Autors.

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    LillySjvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eindrucksvoll!
    Bewegender Eindruck in eine völlige fremde Kultur.

    Inhalt:
    Der Reisereporter Michael Obert will Indien verstehen, in dem er auf einer Fernstraße von Ost nach West reist und bei einem Trucker mitfährt. In einem Land, auf dessen Straßen alle 5 Minuten ein Mensch stirbt. Wo nur die Stärksten auf der Straße überleben.

    Ein 24 jähriger Truckerfahrer nimmt ihn von Kalkutta bis Munbai mit.
    Dem Fahrer sein Truckersitz, ist ein Campingstuhl, der auf dem Boden fest geschweißt ist. Die Mitfahrer haben nur ein Brett zum Sitzen.

    „Nie zuvor habe ich so viel über den Tod nachgedacht, wie in dieser ersten Nacht.“

    Die Inder halten die Truckerfahrer als Verbrecher, die HIV übertragen, „wie die Mücken Moskito“.
    Doch Sitaram, der Fahrer, hat nicht viel zu verlieren. Aus der Gegend, aus der er kommt, werden eh alle wie Aussätzige behandelt.
    Sein Monatsgehalt ist so gering, dass er „mit korrupten Beamten um jede Rupie feilscht, weniger isst und lieber ohne Licht und ohne [intakte] Bremsen fährt, als den Truck auf eigene Kosten reparieren zu lassen.“

    Meine Meinung:
    Ich war mir erst sehr unsicher, da ich finde, dass es etwas reißerisch aufgemacht ist und anfängt. Der Untertitel schon: „Eine Höllenfahrt in die Seele Indiens.“
    Doch nach wenigen Seiten ändert sich das und man ist schnell in der Geschichte drinnen. Staunt nur, wie anders doch dort alles ist. Wie man scheinbar auch Leben kann – muss. Dinge, die für uns ganz unvorstellbar wären.

    Weniger gefallen hat mir, dass er manches am Anfang nicht erklärt hat. Z.B. warum Sitaram ohne Licht fährt. Im Laufe des Buches verändert sich das zum Positiven.
    Schade ist auch, dass das Buch eigentlich ein Büchelchen ist (Din A 6 Format). Ich hätte das Ganze wirklich gerne viel ausführlicher gelesen.

    Doch alles in allem: Ein bewegender Eindruck in eine völlig fremde Kultur, in völlig andere Lebensarten. Diesen Leseeindruck kann ich nur empfehlen.

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