Michael Ondaatje Katzentisch

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Inhaltsangabe zu „Katzentisch“ von Michael Ondaatje

Auf einem gewaltigen Dampfer reisen drei Jungen zu Beginn der 50er Jahre von Sri Lanka nach England. Für den elfjährigen Michael und seine Freunde wird die Überfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Immer auf der Suche nach Abenteuern treiben sich die drei herum, beobachten und spionieren - und werden Zeugen dramatischer Ereignisse. Im Rückblick erkennt Michael die lebensprägende Bedeutung der lang zurückliegenden Seereise und erinnert sich.

Sehr schön, aber man muss dranbleiben und genau zuhören!

— MissStrawberry

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  • Drei Wochen auf einem Dampfer

    Katzentisch

    MissStrawberry

    06. February 2017 um 20:50

    Michael, gerade elf Jahre alt, fährt mit dem Schiff von Ceylon nach Großbritannien zu seiner Mutter. Auf der Reise, die drei lange Wochen dauert, lernt er viele Menschen kennen: Gleichaltrige, aber auch Erwachsene. Einige davon spielen auch in seinem späteren Leben, zu dem immer wieder abgeschweift wird, eine Rolle. Die Reise prägt den Jungen für das ganze Leben. Michael sitzt am „Katzentisch“, dem unattraktivsten Tisch im Speisesaal, denn er ist kein Gast, der viel Geld bringt, sondern schon eher eine kleine Last. Schon erstaunlich, dass in den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts Kinder einfach ohne Begleitung eine solche Strecke allein fahren konnten und durften. Das ist heute unvorstellbar. Die Erlebnisse des Jungen sind nicht alle erfreulich und schön, aber jedes einzelne hat Auswirkungen auf seine weitere Entwicklung und sein späteres Leben. Das weiß er zu dem Zeitpunkt nicht, aber da Michael diese Story aus seiner Erinnerung heraus erzählt, weiß er es inzwischen und lässt es auch immer wieder durchblicken. Die unterschiedlichen Reisebegleiter, allesamt auf ihre Weise besonders, bringen die drei Kinder auf immer neue Ideen, die nicht immer mit den Ge- und Verboten übereinstimmen. So füllen sie die 21 Tage mit Erlebnissen, die andere in einem ganzen Leben nicht sammeln können. Die vielen Zeitsprünge vor und zurück und die große Zahl an Charakteren machten es mir zwischendurch etwas schwer, der Story zu folgen. Auch kam ich mit einigen Namen nicht so ganz klar. Johannes Steck erzählt (bzw. liest) das Buch sehr passend in einem ruhigen, nachdenklichen Ton. Diese Stimme ist super angenehm – aber sie verleitet auch zum Abdriften mit den Gedanken. Wirklich spannend ist das Hörbuch nicht, doch lauscht man dem Erzähler dennoch immer weiter. So ähnlich, wie man als Kind gern etwas vorgelesen bekam und sich dabei wohl, sicher und gut aufgehoben fühlte. Der Katzentisch wird zum interessantesten Platz auf dem Schiff. Als Zuhörer mag man von den „besseren“ Leuten gar nicht so viel wissen, da sie schnell verblassen im Vergleich mit der illustren Gesellschaft an diesem abseits stehenden Tisch. Die Abgeschlossenheit auf diesem Dampfer lässt die Ereignisse ganz anders auf die Personen wirken, besonders auf die Kinder, als es in einer Stadt gewesen wäre. Es gibt keine Möglichkeit, den Geschehnissen aus dem Weg zu gehen. Und auch in drei Wochen Fahrt kann niemand alle Geheimnisse dieser in sich geschlossenen Welt ganz enträtseln. Die Verbindungen, die teils über viele Jahre bestehen bleiben, haben ihren ganz eigenen Zauber und Reiz. Wer sich auf das Hörbuch einlässt und sich voll und ganz konzentriert, hat viel Freude damit. Insgesamt kann ich vier Sterne dafür geben.

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  • Turbulente Schiffsreise in ein neues Leben

    Katzentisch

    Ginevra

    Michael, genannt Mynah, ist ein 12-jähriger Ceylonese, dessen Eltern getrennt leben. Die Familie seines Vaters schickt ihn von Ceylon (heute Sri Lanka) nach England zu seiner Mutter, wo er eine höhere Schule besuchen soll. Die Überfahrt macht er auf dem Ozeanriesen „Oronsay“, wo er einen Sitzplatz am sogenannten „Katzentisch“ bekommt, wo die unbedeutendsten Passagiere sitzen – weit weg vom Kapitän. Doch dort findet er zwei gleichaltrige Freunde und lernt einige merkwürdige Personen kennen, die alles andere als unwichtig sind – wie sich im Verlauf der Geschichte herausstellt... Nach und nach kommt Michael mit seinen beiden Freunden Cassius und Ramadhin hinter die teils skurrilen, teils düsteren Geheimnisse der verschiedenen Passagiere an ihrem "Katzentisch". Ein angeblicher Baron spannt den mageren, geschickten Jungen für Einbrüche in Schiffskabinen ein. Der Landschaftsgärtner Daniels sammelt in aller Welt botanische Raritäten – vornehmlich Giftpflanzen. Ein tollwutkranker Millionär reist nach Europa, um geheilt zu werden – und wird von einem Straßenhund angefallen, der mit an Bord geschmuggelt wurde. Mynahs schöne Cousine Emiliy ist seine erste große Liebe, doch sie gerät in den Bann eines jungen Schaustellers. Dieser wiederum ist in ein Komplott zur Befreiung des gefährlichen Gefangenen Niemeyer verwickelt. In diese Befreiungsaktion sind noch weitere Personen verwickelt, die zunächst völlig unbeteiligt erschienen. Erst viele Jahre später erkennt der erwachsene Michael die ganzen Zusammenhänge, als er Emily wiedersieht. Auf dieser 3-wöchigen Reise lernt der junge Michael viel über die Erwachsenen, über ihre Geheimnisse, ihre Leidenschaften, ihre Abgründe – und auch über sich selbst. Michael Ondaatje, geb. 1943 in Colombo, Sri Lanka, ist ein Kosmopolit: in seiner Familie finden sich niederländisch-tamilisch-singhalesische Wurzeln, er lebt und schreibt in Kanada. Sein bekanntester Roman, „Der englische Patient“ (1992), wurde mit dem Booker-Preis ausgezeichnet, die Verfilmung mehrfach Oscar-prämiert. Mit „Katzentisch“ wurde Ondaatje sogar für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen – viele Kritiker meinen, dass er ihn längst verdient hätte. Übrigens wurde sogar ein Asteroid nach ihm benannt! Mich hat dieses wunderschön erzählte Buch von Anfang an fasziniert. Mehrere Handlungsstränge beginnen scheinbar ohne Zusammenhang parallel, doch nach und nach erkennt man die ganzen Zusammenhänge. Außerdem konnte ich sehr gut nachvollziehen, wie der junge Michael sich durch die Ereignisse auf dem Schiff immer mehr dazulernt und sich persönlich weiterentwickelt. Aus dem abenteuerlustigen, unbedarften Jungen wird ein Mensch, der hinter die Fassaden schaut und sich immer mehr Gedanken macht, die ihn später zum erfolgreichen Schriftsteller machen. Autobiographische Züge sind unverkennbar! Das Hörbuch, vorgelesen von Schauspieler Johannes Steck, ist sehr zu empfehlen. Steck, der auch Heine und Beckett gelesen hat, hat eine ruhigen, angenehme Stimme - er überzeugt sowohl als junger, begeisterungsfähiger Mynah wie auch als älterer, lebenserfahrener Michael. Das Lesetempo fand ich angenehm, eher etwas langsamer, dadurch konnte ich der Handlung immer gut folgen. Für mich ein richtig toller, vielfältiger, spannender und psychologisch durchdachter Roman, der in die Top Ten meiner Lieblingsbücher einzieht. Natürlich hat Michael Ondaatje dafür 5 von 5 Sternen verdient!

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  • 21 Tage auf der Oronsay in den 50er Jahren

    Katzentisch

    Armillee

    23. March 2015 um 10:38

    Ein Hörbuch mit 7 CD´s. Auf einem gewaltigen Dampfer reisen drei Jungen zu Beginn der 50-er Jahre von Sri Lanka nach England. Für den 11jährigen Michael und seine Freunde wird die Überfahrt zu einem unvergesslichem Erlebnis. Immer auf der Suche nach Abenteuern treiben sich die drei herum, beobachten und spionieren - und werden Zeugen dramatischer Ereignisse. Jahre später erinnert sich Michael an die 21-tätige Reise an Bord der Oronsay, die sein Leben geprägt hat. Er beginnt die Geschehnisse zu entschlüsseln. Mitte der dritten CD hatte ich genug. Ich fand alles langweilig. Keiner der handelnden Personen kam mir nahe. Aus dem Stehgreif könnte ich keinen genau beschreiben. Es blieb einfach kein Eindruck zurück.Wann Michael die wahnsinnig tollen Ereignisse entschlüsselt, habe ich somit nicht heraus gefunden.

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