Michael Opoczynski

 3.5 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Schmerzensgeld, Krieg der Generationen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Schmerzensgeld

 (7)
Neu erschienen am 12.10.2018 als Hardcover bei Benevento.

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Schmerzensgeld

Schmerzensgeld

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Erschienen am 12.10.2018
Krieg der Generationen

Krieg der Generationen

 (3)
Erschienen am 19.03.2015
Aussortiert und abkassiert

Aussortiert und abkassiert

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Erschienen am 22.02.2016
WISO: Existenzgründung

WISO: Existenzgründung

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Erschienen am 01.09.2009
Wunderland ist abgebrannt

Wunderland ist abgebrannt

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Erschienen am 21.02.2007
Die Blutsauger der Nation

Die Blutsauger der Nation

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Erschienen am 19.08.2005
WISO: Erben und Vererben

WISO: Erben und Vererben

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Erschienen am 11.05.2009
WISO: Altersvorsorge-Berater

WISO: Altersvorsorge-Berater

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Erschienen am 01.08.2007

Neue Rezensionen zu Michael Opoczynski

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walli007s avatar

Rezension zu "Schmerzensgeld" von Michael Opoczynski

Unkonventionell
walli007vor 8 Tagen


Nach Jahren im Polizeidienst hat Silvio Cromm denselben verlassen. Nicht angewiesen auf das Geld teilt er seine Zeit zwischen der Geschäftsführung in einem der Restaurants der Familie und seiner Tätigkeit für die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen auf. Letzte wurde gegründet, um den kleinen Leuten zu ihrem Recht zu verhelfen. Der alten Dame, die durch einen gestellten Unfall viel Geld verloren hat, oder auch den Anlegern, die durch Bankberater zu riskanten Investitionen überredet wurden und bei den beginnenden Verlusten im Stich gelassen wurden. Inzwischen hat jedoch auch die Polizei Wind von den Machenschaften der Gesellschaft bekommen und bei dem dortigen Kommissar Dreier bestehen Zweifel an der Legalität der Aktivitäten von Cromm und seinen Mitgesellschaftern.


Ein durchaus frecher Ansatz für die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen. Irgendwie nehmen sie das Recht in die eigenen Hände, wobei die Rechtmäßigkeit der Aktionen durchaus manchmal bezweifelt werden kann. So wie dem Kommissar Dreier recht schnell der Gedanke an Selbstjustiz kommt, so schnell kann man sich des Gedankens nicht erwehren, dass es denen, auf die es die Gesellschaft abgesehen hat, einfach recht geschieht. Schließlich gibt es viele, die das System ausnutzen und damit durchkommen, während die eigentlich Geschädigten ziemlich dumm dastehen und vom sogenannten Rechtsstaat wenig Hilfe bekommen. Schön jedenfalls, dass man sich sowohl größerer als auch kleinerer Fälle annimmt. 


So ganz kann der Autor Michael Opoczynski seinen Hintergrund als Wirtschaftsjournalist nicht verleugnen. Als TV-Moderator wird er vielen Lesern wohlbekannt sein. Indem er seinen ersten Roman nicht unter einem anderen Pseudonym veröffentlicht hat, hat er sich eine eigene Messlatte gesetzt. Zum Glück kann man nach der Lektüre sagen, sie war nicht zu hoch und sie wurde auch nicht gerissen. Mit flinken Worten zeichnet der Autor seine unkonventionelle Gesellschaft, gewitzt hangeln sich die Gesellschafter am Rande der Legalität entlang und stellen die Täter bloß und verschaffen den Opfern wenigstens ein Gefühl von Gerechtigkeit. Man wünschte sich, in der Wirklichkeit möge es auch solche Helfer geben, doch man wird weiter auf das vorhandene Recht hoffen müssen. 


Ein gelungenes Debüt über eine zusammengewürfelte Gesellschaft der Aufrechten, die den Abgehängten zu Beachtung verhelfen.

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Flatters avatar

Rezension zu "Schmerzensgeld" von Michael Opoczynski

Umsetzung schwierig
Flattervor 2 Monaten

Über den Autor:

Michael Opoczynski war mehr als zwanzig Jahre lang Leiter und Moderator der ZDF-Sendung WISO, wo er sich um die Rechte der" kleinen Leute" kümmerte. (Quelle: Verlag)


Zum Inhalt: Klappentext

In Schmerzensgeld trifft ein Ermittlerteam mit äußert unkonventionellen Methoden auf Finanzhaie, die glauben, sich nicht an die Regeln halten zu müssen: Michael Opocynski rechnet mit seinem spannenden Wirtschaftsthriller mit der Banken- und Finanzwelt ab, über die er lange in der ZDF-Sendung WISO berichtet hat. Der erste Fall führt die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen auf die Fährte einer Privatbank, die jahrelang ihre Kunden geprellt hat. Nach allen Regeln der Kunst und gleichzeitig juristisch unangreifbar wurden tausende einfache Leute geschädigt. Sie haben alles verloren. Sie sind wütend, sie wollen Rache. Doch sie sind machtlos - bis sich die Gesellschaft der Sache annimmt. Ihr Ziel: Ungerechtigkeit aufdecken, die Täter fassen und sie in der Öffentlichkeit bloßstellen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht.


Meine Meinung:

Ein sehr brisanter Fall, der in jede Richtung Wellen nach sich zieht. Hier mußte sehr gut recherchiert werden. Was dem Autor auch toll gelungen ist. Er zeigt hier sein großes Fachwissen, das in alle Bereiche des Buches fließt. Die Hauptpersonen haben mir sehr gut gefallen. Jeder Charakter hat sein Aufgabengebiet, das er auch gewissenhaft erfüllt. Trotz der guten Vorarbeit konnte mich der Kriminalroman nicht richtig in seinen Bann ziehen. Die Handlung dümpelt oft etwas vor sich hin und die Spannung konnte nicht so wirklich aufgebaut werden. Manchen Szenen konnte mich mehr packen als andere, es war ein Auf und Ab. Für mich hat der Lesefluß, der mich fesselt, etwas gefehlt. Irgendwie habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas richtig Spannendes passiert. Für einen Kriminalroman fehlt mir hier der sich steigernde Spannungsbogen. Was mir aber gut gefallen hat, war der Beginn der Operation und wie hier Hand in Hand gearbeitet wird, dass alles funktioniert.


Cover:

Das Cover wirkt bedrohlich und ist sehr düster gehalten. Passt aber wiederum gut zur Geschichte.


Fazit:

Ganz tolle und ausführliche Recherche, gute Ansätze aber leider konnte mich der Krimi nicht so richtig in seinen Bann ziehen.

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marion_galluss avatar

Rezension zu "Schmerzensgeld" von Michael Opoczynski

Ein tolles Debüt!
marion_gallusvor 2 Monaten

Die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen? Was ist das? Wer ist das? Es ist eine Gruppe von Männern und einer Frau, ganz normale Leute in ganz normalen Jobs. Die einen haben mehr Geld, die anderen weniger. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Einen besonderen Sinn für die Gerechtigkeit. Und den setzen sie auch ein. Unauffällig „residieren“ sie in einem unscheinbaren Büro mitten in Berlin.

Wenn jemand sie aufsucht, der ihre Hilfe benötigt und die Gesellschaft der Meinung ist, dort ist Ungerechtigkeit aufzudecken, dann treten sie auf den Plan. Unsichtbar, unscheinbar, im Hintergrund, nicht nachzuverfolgen, aber perfekt organisiert und vorbereitet.

Dies ist ihr erster Fall: Über viele Jahre wurden unzählige einfache Leute durch eine Privatbank betrogen und um ihr Geld gebracht. Sichere Geldanlagen wurden versprochen, mit hohen Zinsen gelockt. Nicht einmal die Mitarbeiter wussten, dass sie Lügen verkaufen. Der ehemalige Oberste dieser Privatbank ruht sich auf seinem „erarbeiteten“ Vermögen aus und lebt einen gediegenen Lebensstil. Als er mal wieder in Deutschland verweilt, klingelt es an der Tür seines Luxusappartements. Er öffnet die Türe, nicht ahnend, dass er seine Entführer hereinbittet, die ihn für seine Schandtaten zur Rechenschaft ziehen werden ….

***

Michael Opoczynski, ein Gesicht, dass selbst ich noch aus meinen Fernsehzeiten kenne. Lange Jahre hat er das Wirtschaftsmagazin WISO moderiert und geleitet. Ein sympathischer Fernsehmensch, der gutes und solides Programm gemacht hat, sich mit aktuellen und brisanten Themen beschäftigte. Er schreibt schon länger, hat einige Sachbücher und Ratgeber veröffentlicht und liefert nun mit „Schmerzensgeld“ seinen ersten Roman ab. Einen Krimi um genau zu sein. Als ich die Inhaltsangabe las, dachte ich zuerst an einen Politthriller. Die mag ich ja nun eigentlich nicht, oder mochte sie nicht, bis mich Horst Eckert eines besseren belehrte. Dennoch bin ich bei solchen Themen skeptisch und misstrauisch.

Ich wurde hier sehr positiv überrascht. Michael Opoczynski hat einen wunderbaren ersten Fall um seine „Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen“ geliefert. Ich hatte großen Spaß bei meiner Lektüre und nicht nur einmal ein Schmunzeln auf den Lippen. Opoczynski hat hier so reale und sympathische Protagonisten erschaffen, die wunderbar normal und sehr liebenswert sind. Die aus den verschiedensten Schichten kommen und die unterschiedlichsten Jobs ausüben. Aber eben eines gemein haben: Ihren Sinn für Gerechtigkeit. Und wie sie planen, überlegen, ausfeilen, vorbereiten, dann ausführen, sich selbst motivieren und einfach Spaß haben, an dem was sie tun, ist einfach ganz toll zu lesen.

Wenn man in das seriöse Gesicht des Autors schaut, dann erwartet man doch irgendwie einen trockenen, eher einfallslosen, sachlichen Schreibstil. Weit gefehlt. Sein Schreibstil ist absolut hochwertig und sorgt dennoch für einen sehr angenehmen, gar nicht trockenen Lesefluss. Mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen und ich habe mich mit ihnen gefreut und gefiebert.

Opoczynski beschreibt den Hauptstrang sowie eine kleine Nebengeschichte, die auch die Gesellschaft beansprucht. Aber auch Einblicke in das Privatleben seiner Protagonisten liefert der Autor ausreichend.

Man liest wohl aus meinen Zeilen heraus, dass ich sehr begeistert bin von diesem Buch und viel mehr bekommen habe, als ich erwartet hatte.

Den Benevento Verlag kannte ich selbst vorher gar nicht. Er präsentiert den Erstling von Michael Opoczynski als schöne gebundene Ausgabe sogar mit einem Lesebändchen. Das Cover ist düster in grau, schwarz und ein bisschen weiß gehalten, spricht mich aber sehr an. Vor allem die offensichtliche Handschrift des Autorennamens finde ich auch sehr gelungen.


Fazit: Ein sprachlich sehr guter, rasanter und liebenswerter (Polit)Krimi, der eine besondere Gesellschaft vorstellt, die aus ganz großartigen Protagonisten besteht. Eine tolle Idee, eine genial überlegte Handlung mit Sinn, Verstand und ganz viel Gerechtigkeit. Ich freue mich schon sehr auf einen weiteren Fall der Gesellschaft.

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© Marion Brunner__Buchwelten 2018

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