Michael Peinkofer Das Buch von Ascalon

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 39 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(8)
(6)
(6)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Buch von Ascalon“ von Michael Peinkofer

1096: Die Welt des jungen Diebes Conn gerät aus den Fugen, als seine Geliebte Nia brutal ermordet wird. Kaum begibt er sich auf die Spur des Mörders, wird er zum Mitwisser einer tödlichen Verschwörung gegen den englischen Thron - und damit selbst zum Gejagten. Auf der Flucht schließt Conn sich dem Kreuzfahrerheer an, das gen Jerusalem zieht. Dort begegnet er dem jüdischen Kaufmann Isaac und seiner Tochter Chaya. Sie hüten eine alte Schrift von unermesslichem Wert: das Buch von Ascalon. Hinter diesem ist auch Nias Mörder her.

authentisch durch die düstere zeit der kreuzzüge, hat mich sehr berührt. vor allem weil die menschen nichts dazu lernen. traurig aber wahr

— eulenmama
eulenmama

Spannender Roman über einen Kreuzzug nach Jerusalem, der einfühlsam auf die verschiedenen Religionen und die Grauen des Krieges eingeht.

— myrielmondkraut
myrielmondkraut

Verliert sich zu sehr in unspektakulären Details und nimmt damit dem ganzen leider die Spannung

— Aleshanee
Aleshanee

Es gibt zwar überraschende Details und spannende Augenblicke, aber es reißt mich einfach nicht mit. Too much.

— Elfenblume
Elfenblume

Bildgewaltig und äußerst spannend erzählt der Autor vom ersten Kreuzzug. Das ist Historie..:-)

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

Stöbern in Historische Romane

Der englische Botaniker

Hier ist Abenteuer und Exotik, aber gleichzeitig auch Wissenschaft in faszinierenden Eindrücken umgesetzt.

baronessa

Nachtblau

Der Weg einer mutigen jungen Frau in kein selbstbestimmtes Leben

Buecherfreundinimnorden

Sommer in Edenbrooke

Romantisches Buch, das mich sofort gepackt hat. Obwohl der Verlauf der Geschichte absehbar ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Jinscha

Die Farbe von Milch

Die Sprache verzaubert und hat einen wundervollen Klang. Der Inhalt macht wütend und traurig. Die Geschichte zieht einen in den Bann.

BarbaraWuest

Marlenes Geheimnis

Frauenroman mit einem fesselnden historischen Hintergrund, den ich kaum aus der Hand legen mochte.

Bibliomarie

Fortunas Rache

Ein sehr guter und spannender historischer Roman, der neugierig auf Band 2 macht.

Corpus

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Spannend, einfühlsam und bildgewaltig!

    Das Buch von Ascalon
    myrielmondkraut

    myrielmondkraut

    28. October 2016 um 21:05

    Dieser Roman beschreibt einen Kreuzzug nach Jerusalem, der die Protagonisten mit unterschiedlichen Religionen, nämlich Juden, Moslems und Christen auf dem Weg dorthin begleitet. Es werden einfühlsam die Widernisse dieser Reise, wie z. B. die Landschaft, das Wetter, die kriegerischen Auseinandersetzungen usw,, beschrieben, man fühlt sich in diese Zeit und an diese Orte versetzt. Der Roman zeigt, dass es nicht auf die Art der Religion ankommt, sondern nur auf den Glauben! Ich fand diesen Roman sehr berührend und aufwühlend - hoffe, dass viele ihn lesen!

    Mehr
  • spannender und fesselnder histrorischer Roman

    Das Buch von Ascalon
    tobias_liebert

    tobias_liebert

    08. May 2016 um 18:22

    Nach dem Mia, die Freundin des jungen Conwulf ermordet wurde, will dieser sich am Täter rächen. Der Täter, ein junger Adliger, befindet sich in der nahegelegen Burg. Er schleicht sich in die Burg und macht sich auf die Suche. In der Kapelle kann er ihn aufspüren. Aber da der Adelssohn nicht alleine ist, versteckt er sich in der Kapelle. Beim Warten kann er das Gespräch der Anderen belauschen und erfährt etwas ungeheuerliches: der König will seinen Bruder während des Kreuzzugs ermorden lassen. Conwulf verrät sich durch ein Geräusch und muss fliehen. Bei der Flucht wird er schwer verletzt. Der Normanne Baldric findet den Jungen, pflegt ihn gesund und macht ihn zu seinen Knappen. Gemeinsam begeben sie sich auf den Kreuzzug. Köln, zur gleichen Zeit. Isaac Ben Salomon und seine Tochter Chaya bekommen den Antisemitismus zu spüren. Beide machen sich auf den Beschwerlichen Weg in die Heimat von Isaac. der jüdische Kaufmann ist Träger eines geheimnisvollen Artefakt, das er in Sicherheit bringen will. Auf der langen und gefährlichen Reise treffen sich bei beide Gruppen und helfen sich gegenseitig immer wieder aus lebensgefährlichen Situationen. Dabei kommen sich Conwulf und Chaya näher und verlieben sich in einander. Eines Tages erzählt Chaya Conwulf von dem Buch. Ihr Gespräch wird aber von einem Mönch belauscht, der alles daran setzt das Buch in seine Hände zu bekommen. Das Buch von Ascalon ist ein spannendes und fesselndes Buch. Nur den Anfang fand ich etwas komisch und zäh. Die Ortswechsel waren etwas verwirrend. Ich hatte Mühe Fuß zu fassen und hätte das Buch fast wieder aus der Hand gelegt. Aber zum Glück nur fast. Mit Conwulf, der Hauptperson der Geschichte hat sich Autor viel Mühe gegeben. Der junge Mann ist sympathisch und kommt natürlich rüber. Im Laufe der Erzählung kann man seine Entwicklung von einem hitzköpfigen Jungen, der nur seine Rache will, zu einem ruhigeren Mensch mit erleben. Seine Rachegelüste sind zwar immer noch vorhanden, spielen aber nicht mehr so eine große Rolle. Der Roman ist aus zwei Handlungssträngen aufgebaut, die sich zur Mitte des Geschehens ab und zu kreuzen, bis sie sich am Ende zu einem Strang vereinen. Die Thematik "Religion" spielt nur eine Nebenrolle, Haupthemen sind Freundschaft, Ehre und Liebe.

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Kampf der Könige" von Michael Peinkofer

    Kampf der Könige
    DieSchwarzeKathatze

    DieSchwarzeKathatze

    Die Bestseller-Saga um die "Die Könige" geht weiter! Wer wird siegreich sein? Menschen, Zwerge ... oder Orks? Mit den "Königen" hat Michael Peinkofer ein ganz neues Kapitel in der Geschichte Erdwelts geöffnet. Nach seinem grandiosen Auftakt "Die Könige" um den Zwergenkönig Winmar folgt nun der zweite Teil "Kampf der Könige". Das Muss für alle Fantasy-Fans! Mehr zum Buch: Mit "Die Könige" führte Michael Peinkofer seine Leser in die düstere Ära der Geschichte des Kontinents Erdwelt. Nun kehren die Helden um den Krieger Dag und seine Gefährtin Aryanwen zurück, um die nächste Schlacht zu schlagen: Das Reich ist zersplittert. Alchemisten betreiben dunkle Magie, und die Stadt Tirgas Winmar erzittert unter der Schreckensherrschaft des Dunklen Königs. Dag und Aryanwen ziehen durch das Land auf der Suche nach ihrem Kind, das sie einst den Orks Balbok und Rammar anvertrauten. Doch vor ihnen liegt nicht nur ein gefahrvoller Weg, sondern auch das finsterste Geheimnis Erdwelts... Hier geht's zur Leseprobe! Mehr zum Autor: Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift "Moviestar". Mit seiner Serie um die "Orks" wurde er zu einem der erfolgreichsten Fantasy-Autoren Deutschlands. Seine Romane um "Die Zauberer" wurden ebenso zu Bestsellern wie seine neue Trilogie um "Die Könige". Gemeinsam mit dem Piper Verlag verlosen wir insgesamt elf Bücher, aber aufgepasst: es gibt fünf Exemplare vom "Kampf der Könige" sowie drei Kombipäckchen bestehend aus dem ersten und zweiten Band "Die Könige" und "Kampf der Könige" zu gewinnen! Wenn ihr teilnehmen möchtet, beantwortet hier einfach folgende Frage: Wenn ihr für einen Tag ein Ork sein könntet, was würdet ihr dann anstellen? Bewerbt euch jetzt bis zum 21. September 2014!

    Mehr
    • 203
  • Authentischer Einblick in die Kreuzzüge, verliert sich aber zu sehr in unrelevanten Details

    Das Buch von Ascalon
    Aleshanee

    Aleshanee

    19. June 2014 um 09:32

    "Ein jeder der vier Gefährten, die an jenem Morgen im Jahr des Herrn 1099 den Weg zum Tempelberg beschritten, fühlte, dass noch ungleich mehr auf dem Spiel stand als das Schicksal einer einzelnen Stadt. Denn während auf den Zinnen und Wehrgängen der Kampf um Jerusalem die entscheidende Wendung genommen hatte, war ein anderer Konflikt, dess Ursprung weit in die Vergangenheit reichte, bis an den Anbeginn der Zeit, noch längst nicht entschieden." S. 14 Zum Inhalt Kreuzzüge - 1096 bis 1099 a.d. London: Der Tagedieb Conwulf fiebert einer Zukunft mit seiner Geliebten Nia entgegen. Alles, was er der reichen Londoner Gesellschaft aus den Taschen zieht, spart er, um Nia freizukaufen, denn sie ist eine Sklavin am Hofe König Williams. Die beiden träumen von einer gemeinsamen Zukunft in Freiheit. Während dieser Zeit kommen Gäste an den Königshof: der Baron de Rein nebst seiner Gemahlin und ihrem Sohn Guillaume. Der König hat diesen einen sehr heiklen Auftrag zu unterbreiten, der die Zukunft von England beeinflussen soll. Die Ankunft Guillaumes hat aber auch noch ein Nachspiel für Conn, dessen weitreichende Folgen niemand ahnen kann ... Köln: Auch hier werden Vorbereitungen getroffen. Truppen werden hier zusammen gezogen, um einen Krieg gegen die Ungläubigen im Heiligen Land zu führen: die Juden sollen aus Jerusalem im Namen der Kirche vertrieben werden. Der erfolgreiche, jüdische Kaufmann Isaac Ben Salomon befürchtet das Schlimmste, denn auch wenn die Juden in Köln als Handelspartner geschätzt werden, ereignen sich immer öfter Überfälle durch übermütige, christliche Glaubensanhänger. Isaac fürchtet um seine Tochter Chaya, aber auch um sein Geheimnis, dass er am Sterbebett seines Vaters schwor, mit seinem Leben zu hüten. Das Schicksal dieser Menschen wird sich auf verschlungenen Pfaden verbinden und sie auf einem grausamen Weg begleiten - zwischen Krieg, Glauben und Vertrauen. Meine Meinung Als erstes muss ich (mal wieder) darauf hinweisen, dass mir der Klappentext zu viel verrät - deshalb hab ich euch auch oben meine eigene Inhaltsangabe wiedergegeben. Michael Peinkofers Geschichte über die Kreuzzüge wird aus den Blickwinkeln der verschiedenen Protagonisten und ihrer Situation beschrieben und gibt so einen guten Eindruck ihrer Entwicklung. Die Charaktere sind sehr authentisch - sehr typisch für diese Zeit und nicht wirklich überraschend. Der Schreibstil passt perfekt in diese Epoche, wirkt für mich manchmal zu überladen. Die ganze Handlung wird sehr ausschweifend erzählt und für mich hätte man die erste Hälfte des Buches um 50% kürzen können. Das ganze wird sehr anschaulich erzählt und vermittelt so ein sehr eindrucksvolles Bild der Ereignisse - wirkt aber oft recht langatmig. Der Weg der Kreuzritter wird sehr gründlich aufgezeigt, erzeugte bei mir aber eher das Gefühl einer trockenen Geschichtsstunde und nicht einer abenteuerlichen Reise. Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Handlung an Fahrt auf und hier konnten mich die Geschehnisse eher fesseln, wenn sie auch nicht wirklich überraschend waren. Obwohl es nicht viele Figuren sind, die im Mittelpunkt stehen, sind sie mir in dem ganzen Drumherum etwas untergegangen. Ich konnte mich schon in jeden von ihnen einfühlen und ihr Handeln war auf jeden Fall nachvollziehbar, trotzdem sind sie mir nicht wirklich nahe gekommen. Der Bezug zu den unfassbaren Schlachten zwischen Christen und Juden, Seldschuken und Osmanen "im Namen Gottes" ist ein sehr interessantes Thema aus der Vergangenheit, das immer noch zu viele Parallelen in die Gegenwart aufweist. Hier sollte man sich wirklich ein Beispiel dafür nehmen, wie gedankenlos und tumb diese Sicht der Dinge ist und dass der Unterschied zwischen damals und heute gar nicht so groß ist, wie wir alle zu glauben hoffen. Fazit Ein eindrucksvolles Bild des Glaubenskrieges der Kreuzritter im 11. Jahrhundert. Das Schicksal der Protagonisten schickt sie auf eine weite Reise, an deren Ende nicht jeder sein Ziel erreichen wird. Sehr geschichtsträchtig mit interessanten Charakteren, die mir über die ausgedehnten Teilstücke hinweggeholfen haben. © Aleshanee

    Mehr
  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 3 austauschen!

    • 71
    LadySamira091062

    LadySamira091062

    12. January 2014 um 12:09
  • Der erste Kreuzzug

    Das Buch von Ascalon
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    23. June 2013 um 12:36

    Das Buch von Ascalon – Michael Peinkofer   1096: Die Welt des jungen Diebes Conn gerät aus den Fugen, als seine Geliebte Nia brutal ermordet wird. Kaum begibt er sich auf die Spur des Mörders, wird er zum Mitwisser einer tödlichen Verschwörung gegen den englischen Thron – und damit selbst zum Gejagten. Auf der Flucht schließt Conn sich dem Kreuzfahrerheer an, das gen Jerusalem zieht. Dort begegnet er dem jüdischen Kaufmann Isaac und seiner Tochter Chaya. Sie hüten eine alte Schrift von unermesslichem Wert: das Buch von Ascalon. Hinter diesem ist auch Nias Mörder her...(Verlagsinfo)   Kritik   Als die Kirche laut: „Deus lo vult – Gott will es“ ausrief damit quasi zur Befreiung Jerusalems die Menge animierte das Kreuz zu nehmen, um die Heiligen Stätte aus den Händen der Ungläubigen zu befreien, so kann man nun Jahrhunderte später sagen: „Denn sie wissen nicht, was sie tun“.   Der erste Kreuzzug, natürlich auch die anderen waren kein gerechter Krieg. Es war der Aufruf zu einem unbeschreiblichen Massenmord, der auch die Zivilisten nicht verschonte. Die Aussicht sich mit der Teilnahme von allen Sünden reinzuwaschen, animierte Tausende Menschen aus ganz Europa sich den großen, meist adeligen Heerführen anzuschließen ins Gelobte Land einzufallen.   Es waren auch Menschen dabei die nichts zu verlieren hatten und die Aussicht vielleicht im Leben nach dem Tod ins Paradies einzuziehen, ließ alle Gefahren vergessen.    Im vorliegenden historischen Roman: „Das Buch von Ascalson“ spielt die Handlung direkt in der Zeit des ersten Kreuzzuges. Sehr realistisch beschreibt der Autor in verschiedenen Handlungssträngen nicht nur recht genau den Verlauf des Kreuzzuges, sondern auch die brutalen Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung in den größeren deutschen Städten.   Der Hauptprotagonist, der junge angelsächsischer Dieb Conn, dessen Geliebte grausam geschändet und ermordet wurde, schwört sich zu rächen und damit beginnt die eigentliche Geschichte, die komplex und ausführlich auf über 850 Seiten erzählt wird. Es viele Gefahren, Kämpfe und Intrigen in dieser Geschichte. Nicht nur die Konfrontation zwischen Christen und Moslems wird hierbei erzählt, auch die Spannungen zwischen Angelsachsen und Normannen auf der britischen Insel werden thematisiert. Ebenso schildert der Autor sehr genau, welchen sozialen Stellenwert, die jüdische Bevölkerung hatte, leider keinen.   In einem historischen Roman ist die erzählerische Rezeptur oftmals immer wieder die gleiche: Rache, Hass, Angst, Flucht, Vergebung, Liebe und Hoffnung. In „Das Buch von Ascalon“ wird der Leser alle diese aufgezählten Gefühle wiederfinden. Doch Michael Peinkofer implementierte diese in einer richtig spannenden und atmosphärischen Handlung. In der Geschichte geht es um das Buch von Ascalon und langsam und stetig um das Geheimnis, was sich dahinter verbirgt. Als Dreh- und Angelpunkt baut er um diesen Hauptpart interessante Handlungen und Personen ein.   Verräterische Priester, intrigante und machtvolle Personen aus adeligen Baronaten, die nach Macht und Reichtum streben. Arme Ritter, die nach Vergebung suchen und religiösen Eiferer die begreifen müssen, dass nicht die Religion schlecht ist, sondern die Menschen, die sich mit ihren Taten dahinter verstecken. Alle diese Charaktere machen das Buch zu einem außergewöhnlich guten historischen Roman.   Unser Hauptcharakter Conn lernt und leidet in den Jahren des Kreuzzuges und nicht nur einmal verflucht dieser diesen wahnsinnigen Kampf um das Heilige Grab. Der Autor lässt den jungen Helden so manches Mal über sich hinaus wachsen, dabei hat er auch manchmal mehr Glück als Verstand. Ob das nun realistisch sein mag oder nicht, in jedem Fall wird der Leser hier großartig unterhalten, auch wenn es der Autor manchmal etwas übertreibt.   Sehr gelungen ist dagegen die Vater-Sohn-Beziehung in der Conn natürlich eine wesentliche Rolle spielt. Die starken Dialoge und feinfühlige Art auch kritische Momente dieser Beziehung zu erzählen gehören mit zu den stärksten Ebenen in „Das Buch von Ascalon“. Auch die Liebe darf natürlich nicht vergessen werden, und so verliebt sich natürlich auch Conn, doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern. Eine schöne Jüdin und ein durch Rache motivierter Dieb auf einem Kreuzzug – eine Kombination, die nur lauthals nach Ärger schreien kann.   Michael Peinkofer hält sich recht gut an historischen Fakten und Ereignissen. Sicherlich gibt er sich auch die schriftstellerische Freiheit seine eigene Interpretation einzubauen, aber das macht er ungemein unterhaltsam und spannend.   Fazit   „Das Buch von Ascalon“ gehört zu den stärksten Romanen des deutschen Autors. Und liest man andere Werke, so kann man sagen, dass der Autor sich gerade im historischen Genre sich sehr gut zum positiven entwickelt hat. Weder gibt es noch unrealistische Elemente oder Übertreibungen, noch unmenschliche Höchstleistungen, oder Klischees die aufgegriffen werden.   „Das Buch von Ascalon“ besitzt eine so atmosphärische Dichte wie viele andere, große Romane aus dem historischen Genre. Vielseitige Handlungsstränge, gut konzipierte Charaktere und spannende Erlebnisse und fertig ist ein wunderbarer und sehr empfehlenswerter historischer Roman.   Ein Bravurstück Herr Peinkofer – spannend, tragisch, sensibel und abwechslungsreich. So muss „historische“ Unterhaltung sein.   Michael Sterzik        

    Mehr
  • Rezension zu "Das Buch von Ascalon" von Michael Peinkofer

    Das Buch von Ascalon
    Lene1277

    Lene1277

    31. December 2011 um 15:58

    London 1096: das Leben des jungen Diebs Conn ändert sich schlagartig, als seine Geliebte Nia brutal ermordet wird und er auf der Jagd nach Ihrem Mörder noch Augenzeuge eines Mordkomplotts wird. Auf der Flucht schliesst er sich Kreuzfahrern an, die gen Jerusalem ziehen um das geheiligte Land von den Heiden zu befreien. Getrieben von Rache an dem Mann, der seine Nia auf dem Gewissen hat, begibt sich Conn auf die große Reise. Zur gleichen Zeit brechen in Köln ein jüdischer Kaufmann und seine Tochter ins geheiligte Land auf. Sie sind Träger einer alten Schrift, die den Weg zum größten Geheimnis der Christenheit aufweist: das Buch von Ascalon. Noch ahnen sie nicht, dass ihrer aller Schicksal miteinander verbunden sind, denn auf das Buch hat es auch Guillaume de Rein abgesehen, Nias Mörder... Mein Eindruck: Die Geschichte ist spannend vom Anfang bis zum Ende. Man hat es hier anfangs mit unterschiedlichen Erzählsträngen zu tun, die im Laufe des Buches sich immer weiter annähern und am Ende zusammen laufen. Da ist auf der einen Seite der Protagonist Conwulf, genannt Conn - ein einfacher Dieb aus London. Der brutale Mord an seiner Geliebten reist ihn aus seinem bisherigen Leben raus und danach zählt nur noch eines für ihn: Rache. In seiner blinden Wut und auf der Verfolgung des Mörders, wird er dann unfreiwillig Zeuge eines Mordkomplotts - und wird dadurch vom Jäger zum Gejagten. Doch er hat Glück im Unglück und wird von einem normannischen Ritter gerettet und von ihm vor die Wahl stellt: entweder er schliesst sich den Kreuzrittern an oder er liefert ihn seinen Verfolgern aus. Fortan reist er also als Diener mit den Herrscharen in den heiligen Krieg. Im Laufe des Buchs erlebt man die Wandlung des jungen Diebs mit: er wird von seinem Herrn ausgebildet im Schwertkampf, lernt Lesen und er wird immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt. Aber mit dem Herz am rechten Fleck, mit seiner Taperkeit und Wachsamkeit schafft er es jedes Mal mehr oder weniger unbeschadet davon zu kommen. Das Buch schildet die ganzen drei Jahre, die man brauchte, um vor den Toren Jerusalems zu stehen und zeigt eindrucksvoll auf, wie die Menschen sich in der Zeit verändert haben: von der anfänglichen Euphorie, den kräftezehrenden Märschen, den langen Wartezeiten in großen Lagern, Kälte und Hitze, über unzählige Tote durch Kämpfe oder einfach nur durch Erschöpfung oder Hunger. Der eigentliche Grund der Reise tritt irgendwann im Laufe der Zeit in den Hintergrund und es entwickelt sich eine mordlustige, aufgehetzte Meute. ...Mögen jene Angreifer sich auch Christen nennen - in Wirklichkeit verraten sie alles, was der Herr sie gelehrt hat, und sind nichts weiter als ungebildete Barbaren, deren einzigstes Ansinnen die Zerstörung ist... Ein weiterer Handlungsstrang ist der des Guillaume de Rein - der Mörder Nias und der Sohn des Baron de Rein. Seine Mutter Eleanor ist machtversessen und versucht mit allen Mitteln ihrem Sohn dem, ihrer Meinung nach, vorgesehenen Platz zu verschaffen. Unter den Adligen, die sich dem Kreuzzug angeschlossen haben, herrschen Misstrauen, Neid und es geht um Macht. Intrigen sind an der Tagesordnung und es wird auch nicht davor zurückgeschreckt sich der Kirche und des Glaubens zu bedienen, um gewisse Ziele zu erreichen. Der dritte Handlungsstrang ist der des jüdischen Kaufmanns Isaac und seiner Tochter Chaya. Aufgrund der Entwicklungen in Europa und dem Beginn der Kreuzzüge, startet auch eine Art Hetzjagd auf die jüdischen Gemeinden. Dies ist der Anlass für Isaac sein vor Jahren gemachtes Versprechen gegenüber seinem Volk einzulösen: er ist ein Träger. Derjenige, der das Buch von Ascalon in die alte Heimat bringen muss. Eigentlich wollte er diese Aufgabe alleine bewältigen, doch hatte er nicht mit dem Dickschädel seiner Tochter gerechnet. So kommt es, dass sie die beschwerliche Reise zu zweit antreten. Als Leser wird man lange im Unklaren gelassen, was genau es mit dem Buch auf sich hat und warum es so wichtig ist, dass dieses unbeschadet nach Jerusalem gelangt. Das Rätsel als solches wird nur häppchenweise und ziemlich am Ende gelöst. Was die Spannung hierbei stets oben hält. Auf der anderen Seite gibt es die Figur des Conn, dessen Entwicklung man als Leser sehr gut mitverfolgen kann. Und dann gibt es noch Chaya, die Jüdin. Die Wege von Beiden kreuzen sich und sie verlieben sich. Allen Unwegsamkeiten zum Trotz - ein Christ und eine Jüdin. Es geht also um ein geheimnissvolles Pergament, um eine verbotene Liebe, um Verrat, Intrigen, Rache und letztlich um den Glauben. Und zum Ende hin fügt sich alles zusammen und es kommt die Erkenntnis, dass es letztlich egal ist, welchen Glauben ein Mensch hat - was zählt sind andere Dinge: ...Kein Sarazene, sondern ein Christ ist es gewesen, der mich gefoltert hat, und eine Jüdin hat dir das Leben gerettet. Wofür also kämpfen wir? Warum suchen wir Jerusalem zu erobern, wenn Freund und Feind nicht einmal mehr zu unterscheiden sind?... Ich persönlich finde, dass es dem Autor gelungen ist eine sehr spannende Geschichte zu erzählen. Die Charaktere sind sehr gut gelungen und man kann gar nicht aufhören zu lesen, weil man wissen will, wie es weiter geht. Außerdem finde ich, dass es doch auch erschreckend ist, wie aktuell dieses Thema doch auch heute noch ist. Kriege und Krisen aufgrund religiöser Beweggründe - das findet man auch heute... Ich komme also nicht drum herum, das Buch mit 5 Sternen zu bewerten. Obwohl das Buch 844 Seiten dick ist, war ich so gefesselt, dass ich nur 2 Tage gebraucht habe, um es komplett zu lesen.

    Mehr