Michael Peinkofer Tote Helden

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(5)
(7)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tote Helden“ von Michael Peinkofer

Für die einen waren sie Helden. Für andere Legenden. Für wiederum andere waren sie nur dämliche Arschlöcher. Doch niemand ahnt, dass sie wieder zurück sind … Im Jahr 37 nach dem Fall des tyrannischen Kaiserreichs sind die Helden von einst vergessen. Der Abyss, ein tiefer Abgrund, durchzieht den Kontinent Astray seit jener letzten erbitterten Schlacht und hat die Völker gespalten. Könige, Herzöge und fanatische Sektierer ringen um die Macht. Nur der Sänger Rayan erhält die Erinnerung an die Legenden der Vergangenheit am Leben – denn seine Visionen sagen ihm, dass in den Tiefen des Abyss eine Bedrohung lauert. Und dass nur die alten Legenden ihr die Stirn bieten können …

Nach einem sehr zähen ersten Teil, wurde ich mit fesselnder Spannung belohnt und würde jetzt am liebsten direkt in Band 2 weiterlesen.

— Fantasie_und_Träumerei

Ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen 😃

— vorleser

Vielversprechender Auftakt einer neuen Reihe

— fuxli

Spannende Story, grandiose Umsetzung!

— Marada-Kamui

Solide High Fantasy, die allerdings das Rad nicht neu erfindet

— Bücherkrähe

Unglaublich - Faszinierend - WOW!

— Dominique_Stalder

Stöbern in Fantasy

Lord of Shadows - Die dunklen Mächte

Die Charaktere erhalten mehr Tiefe, werden emotionaler und man kann als Leser noch besser hinter die ein oder andere Gefühlsregung blicken.

HappySteffi

Das Lied der Krähen

"Großartig" trifft es nicht mal ansatzweise!

Frau-Aragorn

Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weißen Wälder

Sehr schönes buch!

Glitterfairy44

Animant Crumbs Staubchronik

Stellt euch Elizabeth Bennett und Mr. Darcy in einer Bibliothek vor. Traumhaft schön und romantisch! 😍

Smilla507

Arakkur - Das ferne Land

Spannend wie der erste Band liest sich die Fortsetzung,

GabiR

Rosen & Knochen

Düstere Story, aber unheimlich gefühlvoll und spannend. Eine schöne Mischung :)

HelenaRebecca

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Tote Helden

    Tote Helden

    Fantasie_und_Träumerei

    11. November 2017 um 20:54

    Man sollte eines vorweg wissen: man braucht ein wenig Durchhaltevermögen für dieses Buch. Aber man wird dafür definitiv belohnt. Die erste Hälfte des Buches hat sich schon ziemlich in die Länge gezogen. Erst ab Teil zwei hat die Geschichte tatsächlich an Fahrt aufgenommen. Nach einem etwas langwierigen Einblick haben wir das Gefühl die Helden der Geschichte nun zu kennen.Denkste! Wir wissen gar nichts über sie. Sie alle haben ihre dunklen Geheimnisse, verstecken ihre Vergangenheit, versuchen zu vergessen. Doch das drohende Unheil gönnt ihnen keinen Frieden.Erzählt wird auf verschiedenen Ebenen. Die ProtagonistInnen sind sehr unterschiedlich, ja sogar Facettenreich. Am spannendsten ist für mich Rayan, der Sänger, der die Gabe des Sehens hat. Was er sieht ist ziemlich kryptisch. Ist es die Zukunft? Ist es die Vergangenheit? Ist es ein dystopisches Leben, das noch in der Schwebe steht, weil noch nicht alle Faktoren, die dies beeinflussen in Kraft getreten sind? Egal was es ist - es ist unglaublich spannend und zieht mich magisch an.Anfangs bin ich etwas genervt vom Narr des Königs. Der kleinwüchsige Mann mit dem seltsamen Namen, der nicht so recht in die Reihe seiner Mitmenschen passt. Doch dann wagt er einen Schritt, der die Politik Astrays beeinflusst. Doch warum macht er das? Möchte er wirklich helfen oder ist er sich selbst der Nächste? Nach und nach lerne ich ihn besser kennen und stelle fest: er trägt ein Geheimnis mit sich, das fast ebenso düster ist, wie der Abgrund. Was kann es nur sein, das er nur vergessen kann, wenn er sich bewusstlos säuft?Desweiteren stehen einige starke Frauen im Mittelpunkt. Darüber freue ich mich sehr, denn die gibt es nicht nur in der phantastischen Literatur zu wenig. Auch sie entwickeln sich nach und nach (dazu möchte ich aber nicht mehr verraten) und es werden Andeutungen gemacht, dass sie in Folgebänden eine wichtige Rolle einnehmen werden. Natürlich geht es nicht nur um oberflächliche Streitigkeiten, sondern um politische Machtspielchen, Habgier und Hass auf Fremdes / Unbekanntes und wie sehr dies unser Weltgefüge aus der Balance bringen kann. Themen, die mühelos in der realen Welt angesiedelt werden könnten, dort aber ganz sicher nicht so spannend umschrieben werden würden, wie es Michael Peinkofer gelingt.Das sehr komplexe und tiefgründige Ende dieses ersten Bandes der Astray Saga, hat mich so sehr mitgerissen, dass ich am liebsten sofort in Band zwei weitergelesen hätte. Der erscheint glücklicherweise schon im März 2018 unter dem Titel "Tiefer Zorn" und ich bin mir sicher, dass der Name Programm sein wird.

    Mehr
  • Vielversprechender Auftakt einer neuen Reihe

    Tote Helden

    fuxli

    20. July 2017 um 11:03

    Eine neue Reihe von Michael Peinkofer. Vorab sei gleich gesagt, dass alle, die den Stil und den Humor der Ork-Reihe erwarten, wahrscheinlich ein wenig enttäuscht sein werden. Womit nicht gesagt ist, dass diese Reihe schlechter sein wird. Im Gegenteil, dieser erste Band ist sehr vielversprechend. Nur eben etwas völlig anderes. Der Autor zeigt hier, dass er mehr als einen Stil kann, dass er eine derart große Fantasie hat, dass sie für mehr als nur eine Welt reicht. Sie erinnert mich ein wenig an die Drachenreiter von Pern-Serie von Anne McCaffrey. Auch hier beginnt alles damit, dass man sich zwar noch an große Schlechte erinnert, die vor langer Zeit von großen Helden geschlagen wurden. Doch es ist so lange her, dass eigentlich keiner mehr so richtig glaubt, dass die Geschichten von damals einen sonderlich großen Wahrheitsgehalt haben. Sie sind längst ins Reich der Mythen abgedriftet und überhaupt. Alles ist friedlich, alles ist gut. Wozu sich darüber Gedanken machen? Doch wie so oft ist der gegenwärtige Friede sehr zerbrechlich. Gier nach Macht und nach Einfluss gärt im Hintergrund. Und als es dann zu ersten Unruhen kommt, droht alles schnell zu einer Katastrophe auszuarten. Und plötzlich scheinen die legendären und längst totgeglaubten Helden die einzigen zu sein, die die aufkommenden Machtkämpfe in Astray wieder in den Griff bekommen können. Ob sie Aussicht auf Erfolg haben, kommt in diesem ersten Band, obwohl er ja mit 528 Seiten nicht gerade dünn ist, nicht heraus. Es endet auf die übliche Art bei solchen Reihen, mit einem Cliffhanger. Der Leser soll/muss eben auch die anderen Bände noch lesen. So etwas finde ich immer schade. Aber mal abgesehen davon ist dieses Buch absolut lesenswert.

    Mehr
  • Wann erscheint Teil 2?

    Tote Helden

    antjemue

    10. May 2017 um 21:14

    Obwohl ich ein großer Fan des Fantasy-Genres bin und mir der Name Michael Peinkofer bereits bekannt war – immerhin habe ich vor Jahren meinem jüngerer Sohn die ersten Teile seiner Orks Reihe gekauft und der hat diese Reihe auch mit großer Begeisterung „verschlungen“ – hatte ich selbst bislang noch nichts von ihm gelesen. Irgendwie kamen immer andere Bücher dazwischen. Als mir jedoch mit „Tote Helden“ kürzlich bei Amazon Vine der Auftakt seiner neuen High-Fantasy-Saga „Die Legenden von Astray“ als Rezensionsexemplar angeboten wurde, dachte ich mir, jetzt oder nie! Tote Helden Vor 37 Jahren gab es eine Katastrophe, die den Kontinent Astray spaltete. Auf beiden Seiten werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Jegliche Art von Magie wird von den Obrigkeiten verleugnet und sollte sich dennoch jemand damit befassen, egal ob gewollt oder ungewollt, so wird er verfolgt und vernichtet. Das gemeine Volk, das zumeist aus Diebesbanden besteht, lebt von der Hand in den Mund und wird durch Furcht und Hoffnungslosigkeit klein gehalten. Doch eines Tages erscheint ein Sänger auf der Bildfläche, der von der Bande der Krähen aufgenommen wird und einen Funken entfacht. Allerdings bemerken diesen auch Andere, die damit nicht unbedingt glücklich sind… Nach mehr als 500 Seiten weiß ich noch nicht wohin die Geschichte führen wird Von Anfang an verstand es der Autor, mich an seine erschaffene Welt zu fesseln. Dabei führt er in diesem ersten Band über das Reich Astray in verschiedenen Handlungssträngen, jeweils in der dritten Person und aus den Perspektiven verschiedener handelnder Figuren erzählt, diese eigentlich erst einmal lediglich ein und macht dabei auch nur häppchenweise Andeutungen über das was vor langer Zeit geschehen ist. Trotzdem erreichte er mit dem flüssigen Schreibstil und den exakt gesetzten Szenenwechseln, das ich von Anfang bis Ende keinerlei Längen verspürte und immer wissen wollte, wie es in dem jeweiligen Handlungsstrang weiter geht. Bei den Protagonisten schafft er neben reinen Sympathieträgern und offensichtlichen Feinden, auch Charaktere bei denen ich auch Ende des Buches noch nicht weiß, was ich wirklich von ihnen halten soll und nur eine leise Ahnung davon verspüre in welche Richtung es gehen könnte. Begann die Handlung, nach einem etwas mysteriösen Prolog, doch eher gemächlich, steigerte sich das Tempo allmählich und wurde zum Ende hin richtig aufregend. Trotz unzähliger ungeklärter Fragen schafft es der Autor im letzten Kapitel auch erst mal einen mehr oder weniger beruhigenden Schlusspunkt zu setzten. Allerdings nur, um den ebenfalls sehr mysteriösen Epilog mit einem Cliffhanger zu beenden. Nun bin ich tatsächlich richtig angefixt und würde am liebsten sofort weiterlesen. Allerdings gibt es noch keinen weiteren Teil, denn laut Information des Autors auf seiner Website, wird dieser gerade erst geschrieben und das bedeutet wahrscheinlich eine längere Wartezeit. Brauchte ich das sich am Anfang des Buches befindliche Personenregister zum Zurechtfinden in diesem ersten Teil nicht, da ich mich wirklich immer gut zurechtfand und mir die handelnden Protagonisten gut merken konnte, wird mir dieses allerdings im zweiten Teil, den ich unbedingt lesen möchte, nach der Wartezeit auf diesen wahrscheinlich noch mal eine Hilfe sein, um wieder in die Geschichte reinzukommen. Auf jeden Fall hat mir dieser Serienauftakt richtig gut gefallen und ich bin mir sicher, dass die Astray-Reihe nicht mein einziger Lesekontakt mit Michael Peinkofer bleiben wird. Werke aus seiner Feder gibt es inzwischen ja genug. Vorerst werde ich mich da allerdings an Reihen halten, bei denen ich gleich weiterlesen kann und dazu wahrscheinlich erst mal ins Bücherregal meines Sohnes greifen.

    Mehr
  • Spannende Story, grandiose Umsetzung!

    Tote Helden

    Marada-Kamui

    09. May 2017 um 21:18

    Tote Helden ist der Auftaktband zu einer mehrteiligen, neuen Reihe von Michael Peinkofer. Hier geht es um das Leben nach dem Abenteuer, das Leben von Helden, die etwas erreicht haben. Die Welt von Astray ist eine echte Fantasywelt mit allen möglichen Wesen und ans Mittelalter angelehnt. Zudem gibt es auf der Front- und Rückseite des Taschenbuchs auch noch Kartenausschnitte, die einem die Orientierung etwas erleichtern.Man wird sofort mit einem Lied und dem ersten Eindruck dieser Welt abgeholt und startet die Reise mit dem Sänger Rayan, der einen in die Welt von Astray führt. Nach und nach werden mehr Charaktere vorgestellt, mehr Geheimnisse aufgedeckt und mehr Fragen aufgeworfen. Bis zum Schluss dieses 1. Bandes werden nicht alle diese Fragen geklärt, aber dennoch bleibt es ein spannendes Leseerlebnis. Es gibt unvorhergesehene Wendungen, spannende Charaktere und blutige Kämpfe. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und kann es bereits kaum erwarten bis der 2. Band erscheint. Die Reise durch die Welt von Astray geht weiter und wird uns sicher noch viele weitere Überraschungen bereithalten.Daher gebe ich 5 von 5 Sternen und spreche hier meine Empfehlung für all jene aus, die sich gerne in mittelalterlich angehauchte Fantasywelten begeben möchten. Eine weitere Empfehlung spreche ich auch für Rollenspieler aus, die hinter die Welt der Abenteuer blicken möchten. Auch wer bereits andere Werke von Michael Peinkofer kennt, wird hier nicht enttäuscht werden.

    Mehr
  • Die Legenden von Astray Band 1

    Tote Helden

    odenwaldcollies

    23. April 2017 um 21:17

    Seit einer erbitterten Schlacht vor 37 Jahren wird der Kontinent Astray durch den Abyss, einem tiefen Abgrund, geteilt – niemand weiß, ob und was in seinen Tiefen lauert. Rayan, ein fahrender Sänger, hat jedoch immer wieder Visionen von schrecklichen Ereignissen in der Zukunft, die mit der Schlacht von damals in Verbindung zu stehen scheinen. Ebenso wird Lorymar Thinkling, der Hofnarr des Königs von Altashar von Alpträumen aus seiner Vergangenheit heimgesucht. Er macht sich auf den Weg in seine alte Heimat, obwohl er nie wieder dorthin zurückkehren wollte. Und an der Grenzfestung über dem Abyss ereignen sich seltsame Vorfälle, die dem Hauptmann Gunryk Rätsel aufgeben. „Für die einen waren sie Helden. Für andere Legenden. Für wiederum andere waren sie nur dämliche Arschlöcher. Doch niemand ahnt, dass sie wieder zurück sind … „ Diese Sätze haben meine Neugier auf mein erstes Buch des Autors angefacht: um was für Helden handelt es sich und wie können tote Helden wieder zurück sein? Was haben sie damals getan, um entweder als Helden, Legenden oder Arschlöcher zu gelten? Warum kam es damals zu der Schlacht und warum tat sich der Abyss auf? Viele Fragen, auf die dieses Buch nur zum Teil Antworten gibt, da es sich um einen Mehrteiler handelt. Das Buch besteht aus mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen, die westlich und östlich des Abyss sowie direkt am Abgrund spielen. Der Wechsel der Erzählstränge fand ich gelungen, da all diese Dinge miteinander in Verbindung zu stehen scheinen. Außerdem wird dadurch die Spannung hochgehalten. Über das Personenverzeichnis und die wunderschön gestalteten Karten habe ich mich gefreut, das finde ich immer sehr hilfreich. Schade ist nur, dass die beiden Karten nicht direkt zueinanderpassen, so dass teilweise das Orientieren doch etwas schwierig war bzw. einer der angesprochenen Handlungsorte nicht zu finden war. Das könnte man noch etwas optimieren. Die Bewohner des Kontinents Astray sind seit der großen Schlacht gespalten, wobei der Osten ein Gewinner, der Westen dagegen Verlierer dieses Zustands ist. Hinter den Herrschern stehen Glaubensrichtungen und Sektierer, die um die Macht in den Ländern ringen. Der fahrende Sänger Rayan mit seinen Visionen verfolgt ein bestimmtes Ziel, aus diesem Grund geht er nach Skaradag, weil er sich dort Hilfe für seine Aufgabe erhofft. Rayan hat mir gut gefallen und mich manches Mal verblüfft, außerdem war ich gespannt, wie zuverlässig seine Visionen sind. Auch Lorymar Thinkling hat mir gut gefallen, der als Halbling und Hofnarr eine besondere Stellung am königlichen Hof einnimmt: oftmals unterschätzt und übersehen, bekommt er so einiges mit, was eigentlich nicht für fremde Ohren bestimmt ist. Rayan und Lorymar sind sich ähnlich, was das Erreichen ihrer Ziele angeht: beide benötigen Hilfe von außen, um sie zu erreichen. Jedoch unterscheiden sie sich darin, wie sie sich diese Hilfe verschaffen. Sehr gut gefallen haben mir die Charaktere, die weder einseitig noch vorhersehbar beschrieben sind, dadurch bleibt ihre Entwicklung spannend und überraschend. Und ich musste meinen ersten Eindruck der einen oder anderen Figur während des Lesens wieder revidieren. Erwähnen möchte ich noch, dass Michael Peinkofer stellenweise nicht zimperlich mit seinen Figuren umgeht. Im Gegensatz dazu war ein Teil der Handlung eher vorhersehbar, was mein Lesevergnügen aber nicht geschmälert hat. Über den Kontinent Astray und seine Bewohner erhält der Leser Stück für Stück Informationen und nicht alle sind angenehm. Mir hat es vor allem der Abyss angetan, warum er damals entstanden ist und was in seinen Tiefen lauert. Ein Teil der Handlungsstränge endet relativ in sich abgeschlossen, aber ein fieser Cliffhanger gibt es trotzdem. Nun heißt es ein Jahr warten, bis der zweite Teil erscheint, auf den ich sehr gespannt bin.

    Mehr
  • Spannender Auftakt

    Tote Helden

    Heimfinderin

    21. April 2017 um 17:32

    InhaltAstray ist gespalten, im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein tiefer unheimlicher Abgrund zerteilt seit 37 Jahren das Land. Seit der damaligen großen Schlacht sind auch die Helden der Zeit verschwunden und mehr und mehr vergessen. Nur ein paar alte Lieder singen von ihnen und lassen sie zu Legenden werden. Der Sänger Rayan jedoch glaubt an ihre Existenz und er bekommt regelmäßig Visionen, die ihm schreckliche Dinge voraussagen. So macht er sich auf die Suche nach dem Stein, den ihm eine dieser Visionen gezeigt hat. Dabei bringt er sich und andere in große Gefahr, denn Magie wird von den Großexekutoren gnadenlos verfolgt und verurteilt.Gleichzeitig wird auf der anderen Seite des Landes der Halbling Lorymar, Narr am dortigen Königshof, von heftigen Kopfschmerzen und Alpträumen geplagt und sieht keinen anderen Weg mehr, als sich auf den Weg in die Heimat zu machen und sich der Vergangenheit zu stellen. Dazu nutzt er die Notlage der jungen Prinzessin aus und bringt diese dabei in große Gefahr. Wird Rayan mehr über die Toten Helden herausfinden und die Visionen, die ihn belasten und eine große Gefahr für die Menschheit voraussagen? Was lauert im tiefen Abgrund, das Angst und Schrecken verbreitet? Wird die Prinzessin sich retten können? ...Meine MeinungMir hat dieser Trilogie-Auftakt gut gefallen. Mehrere Handlungsstränge boten unterschiedliche Einblicke in die gespaltene Welt. Der Sänger Rayan, der von Visionen getrieben wurde, die ihm die Zukunft zeigten, litt darunter, dass er die Menschen vor kommendem Unheil nicht bewahren kann. Denn Magie wird verfolgt und nichts anderes sehen die Menschen darin, wenn ihnen jemand Vorhersagen macht: Zauberei. So hielt er sich schweren Herzens meistens bedeckt und wenn er doch eine Warnung aussprach, glaubte man ihm oft nicht. Dies belastete ihn und das konnte ich gleich spüren. Mir war er von Anfang an sehr sympathisch und ich konnte sehr gut mit ihm mitfühlen und hatte gleich große Angst um ihn. Bei dem Narr Lorymar dagegen wusste ich nicht, woran ich bei ihm war. Er hatte eine von Selbstmitleid behaftete und etwas rücksichtslose Art, die ihn mir unsympathisch machte. Gleichzeitig merkte ich aber auch, dass er ein wichtiges Geheimnis mit sich trug und eine Verbindung zur Vergangenheit besaß. Ich konnte ihm jedoch nie trauen und das machte die Abschnitte mit ihm spannend. Sympathisch wiederum war mir gleich die Prinzessin, die auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen naiv in das Abenteuer schlitterte, sich aber nicht unterkriegen ließ und zu einer meiner Lieblingsfiguren wurde. Von ihr erwarte ich noch einiges. Ein Bösewicht durfte natürlich auch nicht fehlen und in Form des Großexekutors, der mit seinen Opfern nicht zimperlich umging, war er eine Figur, die man fürchten konnte.Die Figuren, natürlich noch viele weitere spannende Charaktere und auch grausige Wesen wie die Morwölfe, waren für mich alle sehr lebendig beschrieben und es machte mir sehr viel Spaß, von ihnen zu lesen. Die Welt fand ich interessant und bildreich dargestellt, die beschriebenen Orte waren spannend und besonders der unheimliche Abgrund, der das Land teilte, war ein beeindruckendes Bild. Kurze Kapitel und Perspektivwechsel brachten Tempo in die Geschichte ließen mich gut am Buch dranbleiben.Der Beginn einer Trilogie bedeutet natürlich, dass Fragen offenbleiben, so auch hier. Aber mich stört so etwas normalerweise nicht, denn ich sehe Trilogien (oder Reihen) immer als EIN Buch und dieses ist eben erst zum Teil gelesen. Einzig die Verteilung der offenen Fragen finde ich hier für meinen Geschmack nicht ganz so gut. Einzelne offene Rätsel oder ungewisse Schicksale sind spannend und warten darauf, im Verlauf der Reihe gelöst zu werden, so etwas mag ich. Aber was ich nicht so gut finde ist, dass wir nach dem ersten Buch noch so gar nichts über die Vergangenheit wissen. Das ist für mich hier die Grundlage der Geschichte, die ich am Ende des ersten Buches gerne erfahren hätte, um zu wissen, worum es geht, wofür die Figuren nun schon ein Buch lang gelitten haben und die nächsten Bücher leiden werden. Einzelschicksale können für mich lange offen bleiben, aber der Hintergrund wäre mir nach einem Drittel der Geschichte gerne wenigstens etwas bekannt für die weitere Reise mit den Figuren, vor allem dann, wenn es Protagonisten gibt, die die Gründe kennen, aber nur nicht laut aussprechen.Nach einem spannenden Auftakt mit einem dramatischen Ende heißt es nun also warten auf Teil zwei. Ich bin gespannt!

    Mehr
  • Fesselnder Auftakt zu einer neuen Fantasyserie.

    Tote Helden

    dodo78

    15. April 2017 um 18:02

    Was passiert mit den Helden, wenn ihre Aufgabe erledigt und die Welt gerettet ist?  Werden sie gefeiert und leben von dann glücklich und zufrieden an ihr Lebensende oder sinken sie zur Bedeutungslosigkeit herab und werden bestenfalls in fernen Zeiten liegenden Legenden gewürdigt? Dieser spannenden Frage geht Michael Peinkofer in seinem neuen Fantasyzyklus „Die Legenden von Astray“ nach. „Tote Helden“ ist der Auftakt der Reihe. Der Kontinent Astray wird seit 37 Jahren von einem gewaltigen Abgrund, genannt der Abyss, getrennt. Entstanden beim Sturz eines Tyrannen, der die Völker in seiner Umklammerung hielt, führt er nicht nur zu einer geografischen Trennung, sondern auch zu einer tiefen kulturen und sozialen Kluft zwischen den beiden Hälften. Auf der einen Seite gibt es die fanatische Sekte des Feuerkults, die jeden Andersgläubigen sofort in Flammen aufgehen lässt. Auf der  anderen Seite sind die nicht minder gefährlichen Exekutoren unterwegs, die unbarmherzig jeglichen Glauben an Magie beziehungsweise Aberglauben ausmerzen. In dieser explosiven Grundstimmung machen sich aus unterschiedlichen Gründen die verschiedenen Dramatis Personae auf den Weg. Da gibt es den Halbling Lorymar, der von Albträumen gequält wird und sich von einer geheimnisvollen „Sie“ Hilfe erhofft. Den Sänger Rayan zieht es ebenfalls zu einem bestimmten Ziel. Er ist der einzige, der die alten Legenden noch kennt und die Erinnerung an sie am Leben erhält. Ihm ist der Exekutor  Thorgon-Syn auf den Fersen, der ihn für den Mord an einem Ordensangehörigen zur Rechenschafft ziehen möchte und auch aus anderen Gründen eine große Gefahr in Rayan sieht. In kurzen Kapiteln werden die einzelnen Handlungsstränge aufgenommen. Sie machen neugierig und verführen zum Weiterlesen. Manche Wendungen lassen sich erahnen, andere kommen völlig überraschend. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben viele Facetten. Auf Schwarz-Weiß-Malerei wird verzichtet, es finden sich im Gegenteil viele Grauschattierungen. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten, die Taten der Protagonisten sind stringent und erklären sich sowohl aus ihrer Persönlichkeitsstruktur als auch aus ihrer Geschichte. Manche Elemente mögen an bekannte Fantasy-Serien erinnern. Parallelen zu ziehen oder den Vorwurf des Plagiats zu erheben, ist aber zu kurz gegriffen. Die einen wollen im Halbling Lorymar eventuell Tyrion Lancaster erkennen. Andere empfinden seine Erscheinung und Teile seines Charakters als Hommage an Wilhelm Hauffs „Der kleine Muck“. Wer genau hinsieht, kann Dickenssche Elemente erkennen. Fakt ist, dass es in der Literatur in jedem Genre Werke gibt, an denen sich nachfolgende Bücher messen (lassen) müssen und niemand das Rad neu erfinden kann. Wichtig ist, was daraus gemacht wird. Peinkofer gelingt definitiv eine eigenständige Welt, die gut ausgearbeitet und fesselnd ist. Wie bei jedem Auftakt werden viele Fragen aufgeworfen und nicht alle beantwortet. So manchem mag dabei zu viel offen bleiben, andere werden durch den ordentlichen Cliffhanger erst so richtig angefixt.  

    Mehr
  • Peinkofer - Tote Helden. Die Legenden von Astray

    Tote Helden

    Bücherkrähe

    07. April 2017 um 14:25

    Worum geht’s? Vor Jahrzehnten war Astray bedroht, doch sieben Helden opferten sich und retteten die Welt. Es kam zum Weltenbruch, einem gähnenden Abgrund, der sich quer durch Astray zieht. Während das Ostreich vereint blieb und inzwischen vom jähzornigen König Astyragis regiert wird, zerfiel das Westreich nach kleineren und größeren Kämpfen. Das Leben ging weiter, die Vergangenheit interessiert keinen mehr, und so bekommt kaum einer mit, dass sich im Abyss was tut. Nur Rayan, ein fahrender Sänger, der von den Helden der alten Zeit singt und Visionen der Zukunft hat. Er macht sich auf den Weg nach Skaradag, der Stadt des Salzes im Norden. Er hatte es lange aufgegeben, die Geschehnisse zu beeinflussen, aber die Zukunft, die ihm erschienen ist, kann er nicht hinnehmen. Wie war’s? Peinkofer hat eine große Welt mit komplexen Strukturen. Während im Osten des Kontinents einigermaßen Stabilität herrscht, ist der Westen zersplittert und lebt in der Angst vor den Großexekutoren, eines Ordens, der alles Magische und Übernatürliche ausrotten will. Mitten durch den Kontinent zieht sich der Abyss, ein gähnender Abgrund, bei dem keiner wirklich wissen will, was eigentlich drin ist. Die Charaktere sind vielfältig und glücklicherweise nicht ausnahmslos männlich. Es gibt starke und schwache Frauen, welche, die gerade in einer Entwicklungsphase stecken und welche, die eher unscheinbar im Hintergrund bleiben. Vor allem Prinzessin Nyasha und Bordellbesitzerin Jennara sind spannende Charaktere, die auf vielversprechende Handlungsstränge im Folgeband hinweisen. Interessanterweise fallen manche der männlichen Charaktere dagegen recht fahl aus. Lorymar Thinkling, ein Halbling, ist zwar gewitzt und ein amüsanter Charakter, erinnert aber dermaßen an Thyrion Lannister aus A Song of Ice and Fire, dass er gegen diese Vorlage verblasst. Auch andere Figuren erinnern stark an G.R.R. Martins Epos. So gibt es am Hofe des Ostreiches einen mächtigen Eunuchen, und die Gruppe der Unsichtbaren, die sich selbst allesamt „Niemand“ nennen, erinnern an die Männer ohne Gesicht, die jegliche Identität ablegen. Bei so einem Buch ist es klar, dass auf den ersten hundert Seiten erst die Grundlagen der Story gelegt werden müssen. Dennoch braucht „Tote Helden“ ziemlich Anlaufzeit, und bei manchen Charakteren sind die Verbindung sehr viel früher schreiend klar als sie tatsächlich aufgeklärt werden. Insgesamt ist Tote Helden solide Fantasy, allerdings wird das Rad nicht neu erfunden und manche Aspekte erinnern schlichtweg zu deutlich an andere große Werke wie A Song of Ice and Fire oder auch Der Herr der Ringe.

    Mehr
  • Mein zweites Buch von Michael Peinkofer und was für eines!

    Tote Helden

    Dominique_Stalder

    02. April 2017 um 18:39

    Im Auftakt der Reihe begleiten wir den Sänger Rayan und weitere auf ihrer Reise. Wir tauchen ein, in eine Welt und ihre Reihe, die gezeichnet ist von einem Ereignis, welches "Divergenz" genannt wird. Ein tiefer Riss zieht sich zudem durch das Land. Exekutoren jagen alles, was mit Magie zu tun hat und im Südosten bauen sich Konflikte auf, die durch eine Heirat gelöst werden sollen. Viele Brennpunkte und viel Potential für eine spannende Geschichte! Dazu dann eine Gruppe von legendären Helden, die allesamt ein Geheimnis wahren. Die Frage ist für mich neu in einem Buch. Wie leben Helden nach ihrer Heldentat weiter - Top! Peinkofer schafft es mit einer ungemeinem Wortgewalt uns diese Welt näher zu bringen. Es ist ein Genuss zu lesen. Die Bilder, die Dialoge, einfach alles am Stil begegnet dem Leser mit einer Schönheit im Worte, die man einfach mögen muss. Es ist eine Achterbahnfahrt mit Wendungen, mit Überraschungen und einem natürlich offenem Ende. Mich persönlich hat das nicht gestört - im Gegenteil. Bei mir ist das Gefühl genau das passende nach einem solchen Auftakt. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und so unterschiedlich wie die Farben im Regenbogen. Für jedermann (jederfrau) ist jemand dabei, mit dem man mitfiebern oder den man hassen kann. Rayan gehörte hier ganz klar meine Zuneigung. Nach all dem Lob, muss natürlich auch ein wenig Kritik erlaubt sein. Zu Beginn gibt es die ein oder andere Stelle, die mich störte. Ich möchte das auch nicht genauer ausführen, aber es fallen punktuelle Gemeinsamkeiten mit einem anderen Buch auf, die aber absolut nicht entscheidend sind und teilweise der Natur der Sache entstammen. Dennoch glaube ich, dass Peinkofer an diesen Stellen bessere Lösungen hätte finden können. Das Finale hinkt ein wenig. Mir ist es zu dialoglastig. Spannend zwar, aber es fühlt sich nicht wirklich rund an. Zum Beispiel taucht ein Gegenstand auf einmal wieder auf. Ich bin ein Fan von furiosen Finals. Da muss ein Feuerwerk abgefackelt werden. Natürlich ist es unsinnig zu Beginn einer Reihe das Feuerwerk gleich zu Beginn abzufackeln, aber ein wenig mehr hätte ich mir gewünscht. Dann sind da noch die Unsichtbaren, die zu Beginn auftauchen. Im gesamten ersten Band tauchen sie weder direkt noch indirekt erneut auf. Das finde ich schade. Sie kommen wir verheitzt vor, auch wenn ich mir sicher bin, dass wir von diesen noch mehr hören werden.Ansonsten haben wir hier eine absolut stimmige Welt mit Religionen, Reichen und Konflikten. Wir haben Monster (Morwölfe) und fantastische Orte. Ich bin immer noch auf Wolke 7 bei der Sprache. Meinen allergrößten Respekt! Trotz der wirklich kleinen Schwächen, kann ich nicht anders, als hier 5 Sterne geben. Das Buch hat mir so viel besser gefallen, als "Kampf der Könige", dass sich dies auch in der Bewertung niederschlagen muss!Ich warte gespannt auf Band 2!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks