Michael Petery Michelangelo- Frömmigkeit und Ironie

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Inhaltsangabe zu „Michelangelo- Frömmigkeit und Ironie“ von Michael Petery

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  • Rezension zu "Michelangelo- Frömmigkeit und Ironie" von Michael Petery

    Michelangelo- Frömmigkeit und Ironie
    BTOYA

    BTOYA

    28. September 2009 um 21:42

    Bei "Michelangelo - Frömmigkeit und Ironie" handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie um das Leben und Schaffen des italienischer Malers, Bildhauers, Architekten und Dichters Michelangelo Buonarroti (1475-1564). Der Autor Michael Petery hat diese Trilogie als Romanbiografie angelegt und mit dem 1. Band begibt sich der Leser in den Zeitabschnitt 1490 bis 1508 und begleitet Michelangelo vom Knabenalter / seiner Ausbildungszeit in Florenz bis ins 33. Lebensjahr / der Vollendung der Bronzeskulptur Papst Julius II in Bologna. »... Neben dem Menschen, von dem erzählt wird, und dem Erzähler sei bei einem so konzipierten Buch der Leser idealerweise im Bunde der dritte. Wenn es gelingt, dass er bei der Lektüre selbst in den Bann des Geschehens so weit hineingenommen ist, dass er eigene Gefühle wie Spannung, Mitgefühl, vielleicht auch Ärger über bestimmte Handlungsweisen des Helden entwickelt, dann ist das Ziel des Unternehmens erreicht. Das Buch soll gewissermaßen Gelegenheit geben, über Raum und Zeit hinweg mit dem Michelangelo des Erzählers in ein Gespräch zu treten, in dem der Leser sagen kann: Ich verstehe jetzt, warum Michelangelo dieses oder jenes getan hat. Ich kann nachvollziehen, wie es ihm in dieser oder jener Lebenssituation gegangen sein mag. ...« (Aus dem Nachwort des Autors: "Was heißt und zu welchem Ende schreibt man einen Michelangelo-Roman?") Für mich ist es Michael Petery uneingeschränkt gelungen sein Ziel umzusetzen: auf der Basis sorgfältiger Recherche ist ein Roman entstanden der lebendig, spannend, unterhaltsam, intelligent und in wirklich schöner Sprache - einem Leser mit oder ohne Vorkenntnissen - wahren Lesegenuss bereitet. »... Ein Werk wie die Pietà oder der David geschehen aber nicht einfach so, als das Ergebnis eines Auftrags, den Michelangelo nach den Vorgaben des Auftraggebers abgearbeitet hat, sondern sie sind eingeflochten in ein ganzes System innerer Bilder, Gefühle, Entwicklungen, die sich schon sehr viel früher ankündigen und weit über das fertige Werk hinauswirken. Diesen Linien nachzuspüren, die mehr im Unbewussten als im Bewusstsein verankert sind, ist ein Hauptanliegen eines begleitenden Erzählers. ... « (Aus dem Nachwort) Und so wird hier auch nicht einfach chronologisch die Entstehung der Werke des Künstlers nach und nach abgehandelt sondern der Leser begleitet den Menschen Michelangelo bei seiner Entscheidungsfindung und auch seiner Ohnmacht gegenüber seinem inneren Drang (der etwas anderes als eigentlich vom Auftraggeber gefordert vor seinem inneren Auge entstehen und ihn erschaffen lässt). Dieses Buch bereitet gleich mehrfach Freude: auf der einen Seite versinkt der Leser so in der Geschichte, dass er mehr als einmal dem vorlauten Knaben Michelangelo spontan eine Kopfnuss und dem erwachsenen Künstler kopfschüttelnd den Rat "Wie kannst Du diesen Auftrag nur ablehnen. Du brauchst dringend Geld um zu essen und zu überleben .." zurufen möchte. Und auf der anderen Seite begleitet er einen Schaffensprozess, der nicht einfach nur durch Können oder Genie bestimmt ist - sondern immer wieder auch von inneren Kämpfen, von Ängsten und Enttäuschungen begleitet wird. Dies alles fügt sich in diesem Buch scheinbar einfach und flüssig zu einem wunderschönen historischen Roman den ich als absolut lesenswert weiterempfehlen kann. Band 2/3: "Der Zorn des Schöpfers" (& "Grabeskunst und Größe").

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