Der Totgeglaubte

von Michael Punke 
4,3 Sterne bei20 Bewertungen
Der Totgeglaubte
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Das Buch "Der Totgeglaubte" überzeugt durch die klare und schnörkellose Beobachtung der Geschehnisse.

KokosnussLyriks avatar

es war ein sehr gutes Buch auch wenn ich vom Ende ein bisschen mehr erwartet habe

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Inhaltsangabe zu "Der Totgeglaubte"

South Dakota, zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Der Pelztierjäger Hugh Glass wird am Grand River von einem Grizzly angefallen und lebensgefährlich verletzt. Seine beiden Begleiter geben dem Mann keine großen Überlebenschancen. Als sie Indianer in der Nähe ihres Lagers sichten, nehmen sie dem Schwerverwundeten Gewehr, Messer und den Rest seiner Ausrüstung ab und lassen ihn neben einem bereits ausgehobenen Grab zurück. Doch wie durch ein Wunder überlebt Glass – und schwört Rache. Mit einem gebrochenen Bein schleppt er sich durch die endlos weite Prärie auf der Suche nach denen, die ihn so schändlich im Stich gelassen haben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783890297682
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:MALIK
Erscheinungsdatum:10.08.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.08.2015 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Wanjavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch "Der Totgeglaubte" überzeugt durch die klare und schnörkellose Beobachtung der Geschehnisse.
    So war es wirklich im Wilden Westen

    Nicht alles war einfach im Wilden Westen. Diese Idee von endlosen Weiten, ruhiges Cowboyleben am Lagerfeuer und vielleicht sogar etwas Gold werden in diesem Buch von vorne herein zerstört. South Dakota war zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht friedlich. Die Indianer waren untereinander schon immer im Krieg, und nun mischte auch noch der weiße Mann mit und brachte Gewehre und Alkohol ins Spiel.  Sie ließen sich keine Einschränkungen vorschreiben und überfielen die Lager der Weißen, wo sie nur konnten. Das wiederum konnten die Weißen nicht auf sich sitzen lassen und so griffen sie ihrerseits Indianer an bzw. unterstützten mit Waffen befreundete Indianerstämme.

    Mit dieser unsteten Situation beginnt der Roman. Der Pelztierjäger Hugh Glass ist gerade unterwegs mit einer Truppe Weißer, um Felle zu einem Fort zu bringen bzw. um neue Wege für Handelsposten zu ergründen, als er von einem Grizzly schwer verletzt wird. Seine Begleiter nehmen sich zunächst seiner an, schließlich kennt er den Weg am besten, aber der Winter naht und er wird zu einer Last für die Gemeinschaft. Seine schweren Wunden wollen nicht wirklich heilen und so wird er mit zwei Begleitern zurück gelassen, die ihm in den letzten Tagen beistehen und sich um ein Begräbnis kümmern sollen.

    Als sie Indianer in der Nähe sichten flüchten sie, nehmen Glass aber alle Waffen und seine Ausrüstung ab. Wie durch ein Wunder bleibt er jedoch unbemerkt und kann sich retten. Befreundete Indianer pflegen ihn gesund, doch sein Geist sinnt auf Rache. Er verfolgt seine ehemaligen Begleiter, die ihn lebendig aber hilflos zurück gelassen haben und Glass gerät erneut zwischen die Fronten der rivalisierenden Indianer.

    Der Roman ist stellenweise sehr schonungslos, wenn von dem harten Umgang der Weißen mit den Indianern aber auch anders herum berichtet wird. Aber die Art zu Schreiben von Michael Punke lässt auch die Schönheit der Natur und der Landschaft im Kopf entstehen, so dass es ein ständiges auf und ab ist. Irgendwie stören die Menschen in dieser einfachen und kargen Landschaft.

    Was  mich ja echt beeindruckt war, dass Glass trotz der stetigen Hindernisse und Schicksalsschläge nicht aufgab und stur weiter gemacht hat und sich an das Leben klammerte.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil hat mich überzeugt und das Buch ließ sich schnell lesen.

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    KokosnussLyriks avatar
    KokosnussLyrikvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: es war ein sehr gutes Buch auch wenn ich vom Ende ein bisschen mehr erwartet habe
    Sehr anschaulich beschrieben..

    Inhalt:
    South Dakota, zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Der Pelztierjäger Hugh Glass wird am Grand River von einem Grizzly angefallen und lebensgefährlich verletzt. Seine beiden Begleiter geben dem Mann keine großen Überlebenschancen. Als sie Indianer in der Nähe ihres Lagers sichten, nehmen sie dem Schwerverwundeten Gewehr, Messer und den Rest seiner Ausrüstung ab und lassen ihn neben einem bereits ausgehobenen Grab zurück. Doch wie durch ein Wunder überlebt Glass – und schwört Rache. Mit einem gebrochenen Bein schleppt er sich durch die endlos weite Prärie auf der Suche nach denen, die ihn so schändlich im Stich gelassen haben.


    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich bin ja sowieso schon ein Fan von Büchern die vom Reisen handeln oder vom Kampf ums Überleben in der Wildnis. Und da ist dieses Buch genau das richtige. Vorallem hat es mir gefallen wir die Gegend und die Situationen beschrieben wurden. Es war alles total anschaulich und man hat ständig beim lesen das Gesicht verzogen weil manche Stellen einfach total gut ekelig beschrieben wurden. Ich muss sagen das es an manchen Stellen schon etwas langatmig war und ich mir vom Ende einfach mehr erhofft habe. Deswegen sind es auch "nur" 4 Sterne geworden. Trotzdem muss ich sagen das dieses Buch echt richtig gut war und ich das auf jeden fall empfehlen kann vorallem für die, die so wie ich gerne diese Art von Büchern lesen. Außerdem finde ich auch das die Charaktere sehr gut beschrieben sind und man sich so richtig in sie hineinversetzen kann.

    Was das beste aber am Buch ist, ist das es eine wahre Geschichte ist. So was liebe ich einfach immer ! :D

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    KiraNears avatar
    KiraNearvor 2 Jahren
    [Rezension] Der Totgeglaubte von Michael Punke

    Name: Der Totgeglaubte - Eine wahre Geschichte
    Autor: Michael Punke
    Genre: Western, Abenteuer, Drama
    Preis: 20,00€ [D] | 20,60€ [A]
    Seiten: 312
    Sprache: Deutsch

    Rückentext:
    Er ist dem Tod geweiht - und schlägt sich 3000 Meilen durch die Wildnis. Eine wahre Geschichte über bitteren Verrat, den Kampf ums Überleben und den Rachefeldzug eines Mannes. Spannend wie ein Thriller.


    Meinung (Achtung! eventuell Spoiler!):
    Dieses Buch habe ich als Buchblinddate vor ein paar Wochen (genauer gesagt am Gratiscomictag) gekauft. Falls ihr nicht wisst, was ein Buchblinddate ist: Das sind Bücher, die in Geschenkpapier (oder anders) verpackt sind und man sieht weder den Titel, noch den Namen des Autors. Man sieht nur eine kleine Beschreibung und wenn die einen anspricht, dann kauft man sich das Buch. Das war mein erstes Buchblinddate und ich wurde nicht enttäuscht, würde ich mal behaupten :-)

    Aber gut, nun zurück zum Buch. Wie schon der knappe Rückentext erzählt (der Text auf der Innenseite des Schutzumschlages verrät da deutlich mehr) verspricht nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Das Buch steigt direkt in das Geschehen, in den Moment ein, in welchem der Hauptcharakter Hugh Class verraten wird. Schließlich wandert der Blickwinkel der Erzählung zuerst in die Vergangenheit und anschließend zurück in die Gegenwart. Man fiebert schon ein wenig mit, leidert mit, als Hugh von dem Bären angegriffen wird und fragt sich: Wie zum Henker konnte er das nur überleben? Auch wird sein und das Leben einzelner Kameraden näher beleuchtet. Ebenso erfährt man auch ein wenig der damaligen Lebenszeit bzw wie es damals zu der Zeit zuging. Und auch wie schön es ist in der heutigen Zeit zu leben.

    Das Buch war spannend beschrieben und auch wenn es nicht so ganz endet, wie man es sich als Leser erhofft/denkt, so hatte ich dennoch nicht das Gefühl, vom Ende total enttäuscht zu sein. Auch ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen, man muss nicht der größte Westernfan sein, um es genießen zu können (ich kann z.B. mit den meisten Hardcore-Westerngeschichten nichts anfangen).
    Zwar ist es nicht perfekt, nein, dazu hat mir das eine oder andere gefehlt (auch wenn ich im Moment nicht greifen kann), aber ich denke mal, wenn jemand interessiert ist, dann kann man gerne mal zugreifen^^
    Was auch toll ist: Vorne ist eine kleine Karte drin, die genau den Weg des Hauptcharakters und auch den Weg anderer Charaktere zeigt.


    Leseprobe (die ersten 5 Sätze):
    Sie würde ihn im Stich lassen. Der Verletzte wusste es, als er den Jungen ansah, der den Blick senkte, dann wegschaute, um ihm nicht länger in die Augen sehen zu müssen.
    Tagelang hatten der Junge und der Mann mit der Wolfsfellmütze gestritten. Waren wirklich Tage vergangen? Der Verletzte hatte gegen Fieber und Schmerzen gekämpft, ohne genau zu wissen, ob Gespräche, die er hörte, Wirklichkeit waren oder bloß Hirngespinste im Delirium.


    Fazit:
    Es würde zwar nie mein Lieblingsbuch werden, aber es war trotzdem sehr spanned und schön zu lesen. Auch möchte ich es derzeit eher behalten, kann aber nicht ausschließen, dass ich es irgendwann doch mal aussortieren werde. Allerdings nicht an dem heutigen Tage. Und auch nicht morgen oder übermorgen.

    Insgesamt gebe ich dem Buch 4 von 5 Rubys.
    Rubys, da ich damals mal einen Empfehlungsblogeintrag für andere Weblogeinträge hatte (das war, bevor es den Empfehlknopf gab) und das waren damals meine Rubine. Nun, das möchte ich für meine Rezensionen wiederverwenden :-)

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    Biankas_Buecherkistes avatar
    Biankas_Buecherkistevor 3 Jahren
    eine wahre geschichte

    Der Hauptprotagonist hat wirklich gelebt, dies zeugt auch von der Tatsache, dass dies eine wahre Geschichte ist. Er wurde von einem Grizzlybär verletzt und machte sich dennoch auf eine lebensgefährliche Reise quer durch die Wildnis von Nordamerika. Eine packende Geschichte, die von Anfang bis Ende gefesselt hat. Durch den leichten Schreibstil war ein schnelles voran kommen in der Story gewährleistet. Die Schauplätze bzw. die Landschaften waren anschaulich beschrieben, so, dass man sich leicht hineinversetzen konnte. Dem Autor ist es gut gelungen immer die momentane Atmosphäre einzufangen. Die Charaktere waren vorstellbar und man konnte sich mit ihnen identifizieren. Ein wichtiger Aspekt bei solch einer wahren Geschichte.
    Das Ende ist passend zur Story geschrieben. Ich war überrascht, dass das Buch schon zu Ende ist. Auch wenn die Geschichte etwas vorhersehbar ist.
    Ich habe mich allerdings schwer getan am Anfang, mit diesem Buch. Solche Geschichte mit Indianern und sowas gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern und auch schreie ich nicht unbedingt darüber. Aber dennoch habe ich dem Buch eine Chance gegeben was vollkommen erfüllt wurde.
    Man wurde mitgerissen auf das Abenteuer von Hugh. Es war fesselnd und spannend zugleich. Das Cover zeigt eine ferne Landschaft die so schön zum Träumen einlädt, dass man am liebsten dort gewesen wäre.

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    YvisLeseeckes avatar
    YvisLeseeckevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gute Story mit ein paar langatmigen Stellen, dennoch gelungen.
    Sehr gute Story mit ein paar langatmigen Stellen, dennoch gelungen.

    Auch bei diesem Buch habe ich wieder sehr zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt. Habe mich dann doch für 3 Sterne entschieden, weil ich einige Kritikpunkte habe.

    Der Schreibstil war einfach Klasse Michael Punke schafft es genau die richtige Mischung bei den Beschreibungen der Landschaft zu finden, so dass man sich direkt hineinversetzen kann.

    Landschaftliche Dinge die beschrieben werden, spielen meist auch eine wichtige Rolle in den darauffolgenden Szenen.

     

    Der Autor verwendet hier einfache Sprache, was ich auch immer mag, es gab also keine langen Schachtelsätze.

     

    Die Hauptcharaktere hatten sehr viel Tiefe und man konnte so einiges nachempfinden.

    Grundsächlich ist die Story sehr spannend und unterhaltsam und ich kann nachvollziehen wieso es verfilmt wurde. Dennoch gibt es einige sehr langatmige Passagen im Buch. Bei mir lag es teilweise daran, dass hier so unwahrscheinlich viele Namen und Personen auftreten so dass ich leicht den Überblick verlor. Als sich die Story dann aber wieder auf Hugh Glass bezog, war die Spannung sofort wieder da, aber es schwankte halt sehr im Buch.

     

    Das andere war die historische Seite, auch hier fehlte mir einfach das Wissen um die Zusammenhänge zu verstehen. Vlt wäre hier eine kleine historische Einleitung gut gewesen. Ich fühlte mich so rein geschmissen und wurde mit Indianerstämmen konfrontiert, die ich noch nie gehört habe. Dadurch habe ich nicht verstanden, warum die einen Indianer die Feinde sind die anderen wieder nicht und warum es überhaupt so viele verschiedene gibt. 

     

    Ich habe beim Lesen diese Nebensachen dann einfach mehr oder weniger ignoriert und mich auf die Story um Hugh Glass konzentriert. Diese war wirklich grass, sehr spannend und ich konnte super mit fiebern. 

     

    Was man aber mal noch sagen muss, das Buch basiert zwar auf wahren Begebenheiten ist aber ein Roman. Das merkt man auch an der Geschichte denn. Die Geschichte wurde deutlich ausgeschmückt, eben um eine Gewisse Spannung auf zu bauen. Für aber absolut akzeptabel und hat die Geschichte interessanter gemacht.

     

    Fazit: Sehr gute Story mit ein paar langatmigen Stellen, dennoch gelungen.

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    Mira20s avatar
    Mira20vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Roman, eindrückliche Beschreibungen einer wilden Landschaft und eines Mannes, der überleben wollte
    Wilde Landschaften und eine fast unglaubliche Geschichte

    Seit ich als Jugendliche die Bücher von Winnetou und Old Shatterhand verschlungen habe, liebe ich die Bücher aus dem Wilden Westen. Natürlich habe ich mein historisches Wissen erweitert, aber die Faszination ist geblieben.

    Als Hugh Glass sich als Pelztierjäger bei der Rocky Mountain Company anheuert, ist ihm durchaus bewusst wie gefährlich diese Reise durch das Land der Arikara werden kann. Überfälle der Indianer, aber auch Unfälle und die harte Natur lassen manchen Trapper jung sterben. Als Hugh von einem Grizzlyweibchen angegriffen und schwer verletzt wird, glaubt niemand an sein Überleben. Aus Respekt vor seiner Person bleiben 2 Männer beim Sterbenden zurück um ihn nach seinem Ableben würdevoll zu begraben. Statt sich aber um ihn zu kümmern, fliehen sie vor herannahenden Indianer und nehmen die gesamte Ausrüstung des Sterbenden mit. Nicht einmal ein Messer lassen sie zurück. Ein unglaublicher Überlebenswille macht sich in Hugh breit. Er schwört sich an den beiden Männer zu rächen.

    Fazit
    Das Buch hat mich sprachlich aber auch inhaltlich überzeugt. Der Autor hat eine gute Mischung zwischen Heroischem und Realistischem gefunden. Hart wird das Leben der Trapper beschrieben. Voller Entbehrungen lebten sie in einer unwirtlichen Welt. Die Handlung beginnt im September 1823 und endet im Mai 1824. Grosse Teile spielen sich in den kalten Wintermonaten November- Januar ab. Man taucht mit allen Sinnen ein, friert und hungert mit Hugh, erlebt Höhen und Tiefen mit ihm. Die Begegnungen mit den Indianern sind nicht wertend. Mal bedrohen sie sein Leben, mal retten sie es.
    Zu Beginn hatte ich etwas Mühe mit den vom Autor beschriebenen Details, die kaum historisch belegt werden können. Aber irgendwann hat mich der Sog der Geschichte ergriffen und mir war es egal, ob nun Hugh wirklich alles so erleiden und erdulden musste. Schliesslich soll und darf auch ein historisches Buch spannend sein. Am Ende des Buches sind die historischen Facts sehr übersichtlich zusammengefasst.
    Unnötiges und Langatmiges haben keinen Platz. Deshalb liest sich das Buch sehr flüssig.

    Von mir eine unbedingte Leseempfehlung!

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    SchulzeGronovers avatar
    SchulzeGronovervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolles Buch, spannend geschrieben. Und mit einer ungewöhnlichen Ausgangssituation.
    Wenn man tief in der Wildnis schon verdammtes Pech hat, braucht man etwas Glück dabei.

    Die Geschichte eines Trappers, der von einer Grizzlymama in der Wildnis schlimm verletzt wird und von seinen Begleitern schutzlos zurückgelassen wird, da diese aus Angst vor Indianern fliehen. Man wird mitgerissen in den Überlebenskampf des Mannes, der auf Rache sinnt und wirklich jede Möglichkeit nutzt, um wieder zu Kräften zu kommen, Er isst Mäuse, Schlangen und Wurzeln. Er trotzt der Kälte, dem Hunger und den Schmerzen.  Die Sprache reißt den Leser mit, entführt ihn tief in den Wilden Westen der 1920iger Jahre, lässt ihn bangen und hoffen. Der Totgeglaubte ist ein wunderbarer Abenteuerroman, in dem auch der Perspektivwechsel zwischendurch eher bereichernd, als störend eingesetzt wird. Wirklich spannungsvoll erfährt man eine Menge vom Pelzhandel und der Erforschung des Westens zu einer Zeit, als definitiv noch die Wildnis und die Indianerstämme dort das Sagen hatten.

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 3 Jahren
    "Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr."

    Diese alttestamentarische Forderung steht dem Buch voran. Vielleicht ist das Alte Testament nicht immer wirklich weise, doch an dieser Stelle kann man es nur preisen, wenn es empfiehlt, die Rache höheren Mächten zu überlassen. Der Wunsch nach Rache und Vergeltung führt schließlich nicht selten zu noch mehr Unglück. Hugh Glass ist das jedoch egal. Zwei Kameraden ließen den Todgeweihten mit schweren Verletzungen in der Wildnis zurück. Sie warteten nicht wie befohlen sein Tod ab, sondern ließen ihn einfach liegen und beraubten ihn auch noch seiner Waffen und Ausrüstung, denn schließlich würde ein bald Sterbender davon nichts mehr brauchen.

    Aber Glass stirbt nicht. Trotz seiner unfassbaren Wunden und ohne Waffen schleppt er sich zunächst meilenweit durch die Wildnis. Zufälle kommen ihm zu Hilfe, sodass er es bis in ein Fort schafft, wo er sich neu ausrüsten kann. Dann beginnt die Suche nach den Verrätern ...

    Die Handlung spielte sich so ähnlich wohl tatsächlich vor fast 200 Jahren ab. Dass sie nicht zum ersten Mal die Basis für eine Geschichte oder ein Sachbuch liefert, kann man dem Quellenverzeichnis dieses Buches entnehmen. Den historischen Hintergrund bilden die Versuche, um 1823 Gesellschaften für den Handel mit Pelzen in Indianergebieten aufzubauen. Glass arbeitete als Trapper, Kundschafter und Jäger im Dienste der Rocky Mountain Fur Company als er von einem Grizzly angegriffen und schwer verwundet wurde.

    Michael Punke gelingt es in seinem Roman sehr gut, seine Leser in die damalige Zeit mitzunehmen. Besonders im ersten Teil, der mit der Rettung des eigentlich todgeweihten Glass abschließt, schafft er es, den Fokus auf dessen Überlebenskampf zu konzentrieren. Es geht in diesem Roman nicht um eine Beschreibung der Weiten des Wilden Westens und der Zeit als solcher, sondern im ganz engen Sinne um einen durchaus nachvollziehbaren Wunsch nach Rache vor diesem historischen Hintergrund.

    Dass man dabei auch etwas über diese Zeit erfährt und Dinge liest, die man sich aufgrund heute fehlender Erfahrungen gar nicht mehr vorstellen kann, versteht sich von selbst. Hughs Suche nach Rache liest sich dann im zweiten Teil nicht mehr ganz so fesselnd. Vielleicht hat ihm seine Wut, so erbärmlich verraten worden zu sein, das Leben gerettet. Sein Rachebedürfnis hätte es ihm dagegen fast wieder genommen.

    Ein guter, leicht lesbarer und sprachlich hervorragender Roman über einen Kampf, der sich so ähnlich tatsächlich abgespielt haben soll.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Diese Geschichte hat mich bereits nach wenigen Seiten gefangen genommen.
    Der Totgeglaubte - Michael Punke

    Inhalt

    Hugh Glass ist ein Mann, der das Abenteuer sucht. Und so heuert er bei der Rocky Mountain Fur Company an und zieht als Pelztierjäger durch die schier endlose Weite der amerikanischen Prärie. Durch ein Land, das im frühen 19. Jahrhundert noch dem Stamm der Arikara-Indianer gehört und fern jeder Zivilisation ist. Doch Gefahr droht plötzlich von einem ganz anderen Gegner: Bei einem Wachgang am Grand River wird Glass von einem Grizzly angefallen und lebensgefährlich verletzt. Seine beiden Begleiter geben dem Mann keine großen Überlebenschancen. Sie heben ein Grab für den Schwerverwundeten aus und warten auf seinen Tod. Als Indianer in der Nähe des Lagers gesichtet werden, zögern sie nicht lange: Sie nehmen dem Hilflosen Gewehr, Messer und den Rest seiner Ausrüstung ab und lassen ihn in der Wildnis zurück.

    Doch wie durch ein Wunder überlebt Glass – und schwört Rache. Mit einem gebrochenen Bein schleppt er sich Tausende von Meilen durch die einsame Prärie auf der Suche nach denen, die ihn so schändlich im Stich gelassen haben.

    Meine Meinung

    Wahrscheinlich hätte ich dieses Buch nicht gekauft, wenn die liebe Iris (@DieLeserin) bei Thalia nicht dabei gewesen wäre. Auch Nina (Frau Hauptsachebunt) hat dieses Buch empfohlen. Eigentlich ist es gar nicht mein Genre, der Wilde Westen und Indianer Geschichten. Zumindest geht es nicht um Cowboys, sondern um Pelztierjäger. Es ist eine wahre Geschichte, auch wenn Michael Punke sich literarische und historische Freiheiten erlaubt, hält er sich so weit wie möglich an die bekannten Fakten.

    Im ersten Kapitel wird ein bisschen vorgegriffen und geschildert, was am 1. September 1823 passiert. Die eigentliche Geschichte fängt am 21. August 1823 an als William H. Ashley, von der »Rocky Mountain Fur Company«, in Fort Brazeau sitzt und auf Vorräte aus St. Louis wartet für eine Expedition. Captain Andrew Henry leitet die Expedition, die dem Grand River flussaufwärts folgen soll. Unter den Männern ist Hugh Glass, ein erfahrener Fährtenleser und Jäger. Die dringlichste Aufgabe war die tägliche Beschaffung von Nahrung. Am 24. August war Glass auf der Jagd und folgt der Spur einer Hirschkuh. Ein grollendes Knurren und eine riesige Grizzly Bärin stürzt über eine Lichtung auf ihn zu. Glass kann zwar einen Schuss abgeben, aber die Bärin greift ihn noch an und verletzt ihn schwer, bevor sie stirbt. Eigentlich können die anderen Männer nicht viel für ihn tun. Seine Kopfhaut war auf eine Seite geklappt, die Bärenkralle hat drei tiefe Furchen über Schulter und Hals gerissen, sodass die Speiseröhre frei lag und die Luftröhre verletzt war. Dazu kommen tiefe Bisswunden am Hals und Schulter und fünf tiefe Furchen über den gesamten Rücken. Bei der Schilderung dieser entsetzlichen Verletzungen ist es kaum zu glauben, dass dieser Mann noch lebt. Sie nähen und verbinden seine Wunden so gut es eben geht. Nach ein paar Tagen in dem man ihn auf ihren weiteren Weg trägt, wird Glass mit zwei anderen Männern zurückgelassen. Sie sollen auf seinen Tod warten, ihn begraben und nachkommen. Doch sie lassen ihn nach drei Tagen in Stich. Nicht nur das, sie bestehlen ihn auch noch. Sie nehmen Gewehr, Jagdmesser, Beil, Feuerstein, Stahl und Pulverhorn, alles, was man zum Überleben in dieser Wildnis braucht, und lassen ihn hilflos und wehrlos liegen, um zu sterben. Doch Glass stirbt nicht.

    Michael Punke hat nicht nur die Atmosphäre sehr gekonnt vermittelt, sodass man sich dort wähnt, sondern auch die Charaktere. Hugh Glass hat einen Überlebenswillen, der einfach unglaublich ist. Jeder andere wäre wahrscheinlich längst gestorben, doch Glass kriecht mehr tot als lebendig den Fluss entlang zurück, nach Fort Brazeau. Er hat 350 Meilen vor sich und er hat nur zwei Ziele; Überleben und Rache nehmen. Wir erfahren so einiges aus seinem Leben vor dieser Expedition, sodass der Charakter mehr Profil bekommt. Nichts an seinem Leben war gewöhnlich. Ich denke, wir können es uns nicht wirklich vorstellen, wie das Leben damals war. Die Männer, die sich Expeditionen anschlossen, um neue Jagdgebiete zu finden, standen immer in Gefahr von Indianern verschiedener Stämme angegriffen und getötet zu werden. Solche Geschichten wecken sehr gemischte Gefühle in mir, weil die Europäer in meinen Augen den größten Völkermord an Ureinwohner aller Zeiten begangen haben, aber das ist eine andere Geschichte. Punke gelingt es, den Leser voll und ganz in diese Zeit zu versetzten und die natürliche, wilde aber auch gefährliche Schönheit des Landes zu vermitteln.

    Diese Geschichte hat mich bereits nach wenigen Seiten gefangen genommen. Hugh Glass, angetrieben von Zorn und mit purer Willenskraft, geht stoisch seinen Weg, verfolgt sein Ziel und überlebt. Oft denkt man, dieser Mann ist so gelassen und selbst ist man innerlich aufgekratzt, wartet auf das nächste Unglück. Der Leser wird mitgerissen, befindet sich mitten in der Wildnis und ständig in Gefahr. Man  spürt den Wind, den Regen und die Kälte und fiebert mit auf den hunderten von Meilen, die Hugh Glass geht, reitet, paddelt und schwimmt, um die Männer zu finden, die ihn so schändlich bestohlen und in Stich gelassen hatten. Ein Buch, das ich jeden empfehlen kann, egal welches Genre ihr bevorzugt. Absolut lesenswert!

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    robbylesegernvor 3 Jahren
    Über Jäger, Trapper und Indianer

    " Der Totgeglaubte ", eine Geschichte ,der wahre Begebenheiten zu Grunde liegen und ist ein Buch das mich überrascht hat und mir spannende Lesestunden beschehrt hat. Schon jetzt freue ich mich auf die Verfilmung dieses Buches, die mit Di Caprio sicherlich ein genauso großes Abenteuer wird, wie dieses Buch.

    Als ich das Buch zu Anfang in den Händen hielt, habe ich nicht damit gerechnet, dass es ein so großes Lesevergnügen für mich wird.Indianerbücher gehören für mich wirklich nicht zu den " must have Büchern " , aber ich bin froh, dass ich einen Ausflug in dieses Genre gewagt habe.

    Hugh Glass, ein alter Seebär, hat sich nachdem seine Familie verstorben ist ,seiner großen Leidenschaft hingegeben ,unerforschtes Gebiet zu entdecken. Er schließt sich einer Gruppe Pelztierjäger an, um für sie die Fleischvorräte zu sichern. Als er auf der Jagd von einem Grizzli lebensgefährlich verletzt wird , nimmt die Gruppe ihn zu Anfang noch mit, um ihn nach seinem Tode zu begraben, denn das er stirbt, ist für jeden sicher. Doch als sie durch ihn immer mehr Zeit verlieren, werden zwei Männer mit Geld geködert und abgestellt so lange bei ihm zu bleiben,bis er stirbt . Doch die beiden fliehen bei einer nahenden Gefahr und lassen Hugh allein zurück, nicht ohne ihm vorher alle Waffen zu stehlen. Der schwerverletzte Hugh mobilisiert seine letzen Kräfte und robbt sich durch das unwägsame Gelände, getrieben durch seinen Hass auf die beiden Männer , an denen er sich rächen will.

    Nach nur kurzer Zeit des Lesens war ich in der Geschichte drin, die angefangen mit dem Bärenangriff, über die Zeit in der sich Hugh mit den primitivsten Mitteln am Leben hält , meine Neugierde immer mehr anstachelte und ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte. Der Kampf ums Überleben wird in diesem Buch sehr eindrucksvoll beschrieben. Der Kampf um ein Bisonjunges, hat mir genauso gut gefallen, wie die Begegnungen mit den verschiedenen Indianerstämmen. Zwischendruch gewährt einem der Autor auch Rückblicke in Hughs früheres Leben, was ich auch sehr interessant fand.

    Ich bin der Geschichte mit teilweise angehaltenem Atem gefolgt und kann dieses Buch nur als gelungenes Leseerlebnis bezeichnen, was ich so nicht erwartet habe.

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