Michael Punke The Revenant: A Novel of Revenge

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Inhaltsangabe zu „The Revenant: A Novel of Revenge“ von Michael Punke

[ The Revenant: A Novel of Revenge Punke, Michael ( Author ) ] { Hardcover } 2015
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    The Revenant: A Novel of Revenge

    TheRavenking

    1823 wird der Trapper Hugh Glass in der Wildnis der Rocky Mountains von einem Grizzlybären angefallen und lebensgefährlich verletzt. Die Grizzlymutter griff an, weil sie ihre Jungen bedroht fühlte. Sie wird zwar vom Trapper erlegt, fügt diesem allerdings so schwere Wunden zu, dass es ein Wunder ist, dass er überlebt. Glass wird vom Bären geradezu skalpiert, sein Rücken und seine Brust werden von den Klauen des Tieres tief aufgeschlitzt. Sein Hals ist eine einzige klaffende Wunde, er wird vermutlich nie wieder richtig sprechen können. Seine Kameraden rechnen mit seinem baldigen Tod. Tage vergehen, aber Hugh Glass klammert sich immer noch ans Leben. Mangels medizinischer Kenntnisse und passender Ausrüstung schafft man es nur provisorisch seine Wunden zu versorgen. Schließlich wird eine Trage gebaut, mit der der Mann zur nächsten menschlichen Siedlung transportiert werden soll. Das Problem: Indem sie den Verletzten mit sich führen muss, kommt die Truppe nur arg langsam voran, und in der Nähe lauern feindliche Indianer. Weil man es sich nicht leisten kann weitere kostbare Zeit zu verlieren, werden zwei Männer abgestellt, die mit dem Verletzten zurückbleiben und ihm nach seinem Tod ein anständiges Begräbnis bereiten sollen. Die beiden melden sich als Freiwillige, denn ihnen winkt eine Prämie von jeweils 70 Dollar für ihre Mühe. Während der eine John Fitzgerald ein streitsüchtiger Schläger ist, der bereits in seiner Heimat in den Südstaaten wegen Betrug und Mordes gesucht wird, ist der andere Jim Bridger fast noch ein Junge. Bridger ist es auch, der versucht den Kranken zu pflegen, er sammelt Heilkräuter und fertigt eine Salbe an. Doch die Zeit arbeitet gegen sie. Denn mit jedem Tag, den sie verbringen wird die Gefahr größer von den Indianern entdeckt zu werden. Glass weigert sich nach wie vor hartnäckig zu sterben. Also fasst Fitzgerald einen Entschluss. Es gelingt ihm Bridger zu überzeugen, Glass sterbend zurückzulassen. Seine Besitztümer will man unter sich aufteilen. Fitzgerald nimmt sein Anstadt-Gewehr zu sich, für die damalige Zeit eine teure Hochpräzisionswaffe, während Bridger immerhin das Messer des Verletzten bekommt. Während der Junge von schweren Gewissensbissen geplagt wird, ist Fitzgeralds Einstellung wesentlich opportunistischer. Viel länger wird Glass es ohnehin nicht mehr schaffen. Was sie nicht ahnen können: Glass befindet sich tatsächlich trotz seines furchtbaren Zustandes auf dem Weg der Besserung. Voller Entsetzen muss er bei seinem Erwachen feststellen, dass er ohne alles dasteht. Keine Nahrung, keine Waffen, ja nicht einmal die Utensilien zum anzünden eines Feuers besitzt er noch. Alles hat man ihm genommen. Doch in seinem Innern brennt ein unauslöschbarer Lebenswille. Und so macht er sich trotz seines zerschundenen Körpers auf, um das nächstgelegene Fort zu erreichen und sich an denen zu rächen, die ihn seines Besitzes beraubt und dem Tod überlassen haben. Zu diesem Zeitpunkt hat Hugh Glass bereits ein abenteuerliches Leben hinter sich. Er ist mit Piraten in der Karibik gesegelt und verbrachte Jahre unter Indianern. Die amerikanischen Ureinwohner haben ihn gelehrt in der Wildnis zu überleben. Doch Glass ist immer noch mehr tot als lebendig. Er hat ein lahmes Bein und einen zertrümmerten Arm. Nur mit unsäglicher Anstrengung gelingt es ihm sich langsam vorwärts zu schleppen. Und die Zivilisation ist weit entfernt. Ich wurde durch die kommende Verfilmung mit Leonardo Di Caprio und Tom Hardy auf dieses Buch aufmerksam. Es gibt eine Szene, bei der ich mir sicher bin, dass sie es auch in den Film geschafft hat, da muss Hugh Glass ein Wolfsrudel vertreiben, dass ein Büffeljunges gerissen hat. Glass braucht dieses Fleisch, sein Körper ist so geschwächt, dass er auf diese Nahrung angewiesen ist. Mit Mühe und Not versucht er also ein Feuer zu entfachen, um die Raubtiere zu vertreiben. Die Uhr tickt, mit jeder Minute haben die Wölfe einen größeren Teil der Beute verschlungen. Also wagt er sich mit einigen brennenden Ästen in der Hand in deren Nähe. Kaum in der Lage sich zu bewegen humpelt er den gefährlichen Räubern entgegen. Als ob seine Situation nicht schon schlimm genug wäre zieht just in diesem Augenblick ein Gewitter herauf. Jeden Moment könnte es anfangen zu regnen. Glass muss den Angriff wagen. Ein stark geschwächter Mann gegen vier Wölfe. Ein schier aussichtsloses Unterfangen. Eine Szene wie sie sich kaum ein Drehbuchautor spannender hätte ausdenken können. Hugh Glass gab es wirklich, wie auch die anderen Charaktere des Buches, zwar sind nicht alle ihre Handlungen verbürgt, manchmal musste der Autor seiner Phantasie freien Lauf lassen um gewisse Lücken in der Handlung zu füllen, aber im Großen und Ganzen kann sich alles tatsächlich so zugetragen haben, wie hier beschrieben. Zehn Jahre später wurde Hugh Glass übrigens, der seinem „Beruf“ weiterhin treu blieb, von Indianern getötet. Jim Bridger war maßgeblich an der Erschließung des amerikanischen Westens beteiligt und erlangte in Laufe seines Lebens große Berühmtheit. The Revenant ist eine fesselnde Geschichte über den eisernen Willen eines Mannes, dem es gelingt trotz aller Widerstände am Leben zu bleiben. Interessant und solide erzählt, aber sicher nicht mit den Meisterwerken eines Cormac McCarthy oder auch nur den Westernromanen Robert Olmstead‘s zu vergleichen, denn diese bewegen sich dann doch auf einem wesentlich höheren literarischen Niveau.

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