Michael Röder ES NERVT! 2.0 - Humor ist, wenn man's trotzdem macht

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Inhaltsangabe zu „ES NERVT! 2.0 - Humor ist, wenn man's trotzdem macht“ von Michael Röder

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  • Rezension zu "ES NERVT! 2.0 - Humor ist, wenn man's trotzdem macht" von Michael Röder

    ES NERVT! 2.0 - Humor ist, wenn man's trotzdem macht

    lizupi

    05. January 2012 um 18:35

    Was für eine Rumpelkammer. Wirklich, im Ernst, hier werden olle Kamellen entstaubt. Damit das keiner falsch versteht: Abstauben macht Spaß, jedenfalls so, wie es hier angegangen wird. In Zeiten, in denen "Entrümpelung bei Messies" den privaten Sendern Quote bringt, schildert das Buch lustvoll und mit Liebe zum (unerwarteten, weil längst vergessenen) Detail das Schicksal dessen, der (in seiner Rumpelkammer) die Nadel suchte und den Heuhaufen fand. Finden macht mehr Spaß als Suchen, auch beim Lesen. Ich als Rumpelkammer-Besitzer habe mich z.B. in dieser Geschichte selbst gefunden, ganz ohne zu suchen. Das zieht sich durch. Der Autor gibt sich nicht als die einzig wahre Stimme des gesunden Menschenverstandes aus, manchmal hört man eher, wie dieser zu ihm wie zu einem geliebten, aber leider zurückgebliebenen Kind spricht. Zu Anderen auch. Na gut, die scheint der Verstand nicht ganz so doll lieb zu haben. Es macht einfach Spaß zu lesen, wie der "Held" an scheinbar naturgegebenen Sinnlosigkeiten verzweifelt, nur eine Seite weiter aber mit Guerilla-Taktiken zurück schlägt. Die Aufhänger sind alltäglich, manchmal banal. Den Reiz macht aus, wie sie daher kommen. Wenn der eigene E-Mail-Account ins Visier von potentiellen "Geschäftspartnern" gerät, kann man "Scheiß-Spam" murmeln und das Zeug löschen. Oder seitenlang darauf eingehen, die rührenden "bankkonto-lockernden" Geschichten noch ausspinnen und solange nerven, bis es wieder komisch wird. Menno, komm' zum Punkt, dachte ich mehrfach. Und trotzdem hat das Weiterlesen Spaß gemacht. Angst vor Klischees gibt's nicht, schon weil der Autor bekennend so manches davon lebt, z.B. wenn er das Badezimmer seiner Frau betritt. Oder sich seiner Bundeswehr-Zeit erinnert. Angst braucht man dabei vor Mario-Barth-Humor auch keine zu haben, dafür hat er einen zu guten Blick fürs Detail, vor allem auch zu viel Sprachgewandtheit. Das Buch soll dabei keine große Literatur sein, es soll unterhalten, und das tut es, im Bus oder auf der Couch.

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