Michael Römling Schattenspieler

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Inhaltsangabe zu „Schattenspieler“ von Michael Römling

April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Kriegszeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger Wehrmachts-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt.

Spannender Roman, der in Berlin zum Ende des zweiten Weltkrieges spielt.

— Maus71

Ein starkes Kinder-/Jugendbuch, welches das Ende der Nazizeit thematisiert, das Schachern um die Siegerbeute und das Herauswinden der Täter.

— elane_eodain

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  • Lange habe ich mich nicht drangetraut, jetzt bin ich ziemlich begeistert

    Schattenspieler

    Wildcat

    21. November 2015 um 20:07

    Rückentext: April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Nazizeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger SS-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald stoßen die Freunde auf eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt. Cover: Das Cover finde ich gesamt gesehen sehr einfallsreich. Der Buchdeckel selbst zeigt den Stadtplan von Berlin, darüber ein milchiger Schutzumschlag mit dem Bild eines jungen der "Schattenspiele" macht. Dahinter scheint der Stadtplan durch. Dieses Cover ist wirklich etwas besonderes und macht das Buch interessant. Meine Meinung zum Inhalt: Das Buch fängt spannend an, der Schreibstil ist einfach und flüssig. Man lernt gleich den Jungen Leo kennen und mögen. Die Geschichte an sich ist sehr interessant geschrieben mit vielen Erzählungen aus dem Krieg bzw. der Zeit direkt nach dem Krieg. Der Erzählstrang selbst ist natürlich erfunden, die Erzählungen/Beobachtungen aus dem Krieg selbst nicht. Diese sind sehr gut recherchiert und wunderbar rübergebracht. Man kann sich durch die Erzählung von Herrn Römling wunderbar in die Szenerien reinversetzen was mir sonst eigentlich recht schwer fällt. Lediglich ein wenig mehr Spannung hätte ich mir gewünscht. Fazit: Eine gute, faszinierende Geschichte.

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  • Buchverlosung zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    Splitterherz

    Hallo meine lieben Bücherhasen, ih wollte euch noch auf mein Ostergewinnspiel auf meinem Blog aufmerksam machen. Ihr könnt eines der angehängten drei Bücher gewinnen und müsst dafür lediglich an meiner "verrückten Büchersuche" teilnehmen und mir die richtige Antwort per Mail zukommen lassen. Alle Infos findet ihr hier: http://scherbenmond.blogspot.de/2015/04/gewinnspiel-verruckte-buchersuche.html Vielleicht habt ihr ja Lust mitzumachen und eines dieser Schätze zu gewinnen... Viel Glück! :)

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    • 3

    Areti

    09. April 2015 um 10:18
  • Leserunde zu "Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

    Daniliesing

    In dieser Woche haben wir einen ganz besonderen Roman-Tipp für euch! "Alles Licht, das wir nicht sehen" ist in den USA bereits ein Bestseller und die Leser dort lieben Anthony Doerrs großartigen Roman! Hier in Deutschland ist das Buch noch ein absoluter Geheimtipp, den wir euch nun nicht länger vorenthalten möchten. Deshalb gibt es passend zum Erscheinen der neuen Sonderausgabe des Romans bei C.H.Beck eine Leserunde hier auf LovelyBooks. Mehr zum Buch: Saint-Malo 1944: Die erblindete Marie-Laure flieht mit ihrem Vater, einem Angestellten des „Muséum National d’Histoire Naturelle“, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer. Verborgen in ihrem Gepäck führen sie den wahrscheinlich kostbarsten Schatz des Museums mit sich. Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert und landet auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, der die Résistance mit Daten versorgt … Gleich reinlesen! Erste begeisterte Stimmen von Lesern, die Anthony Doerrs Meisterwerk schon entdeckt haben, möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten: Ein wundervoll geschriebener, spanndender Roman, der einen gefangen nimmt und lange nachhallt. — orchidee25 Alles hat ein Ende, leider auch dieses Buch. Aber mit dessen Zuklappen ist die Lektüre für mich noch nicht vorüber. Immer wieder sinniere ich über besonders tiefe Textstellen, halte mir das Verhalten und die Entwicklung der vielen gut ausgearbeiteten und glaubhaften Protagonisten vor Augen und empfinde tiefen Schmerz über dieses dunkelste Tal der deutschen Geschichte. — Irve Es ist schon einige Tage her, dass ich das Buch beendet habe und es läßt mich einfach nicht los! Auf jeden Fall lesen! — hexhex Ihr liebt es, wahre Diamanten unter all den Neuerscheinungen zu entdecken und euch so richtig in einen Roman zu vertiefen, der mit großen Können geschrieben wurde? Dann könnt ihr euch ab sofort als Testleser bewerben* und eins von 50 Exemplaren unserers Geheimtipps für die Teilnahme an der Leserunde gewinnen. Verratet uns für die Chance auf eines der Bücher bitte, was euch ganz besonders an diesem Roman und seinem Inhalt interessiert! Unter allen Teilnehmern der Leserunde, die ihre Rezension innerhalb eines Monats neben LovelyBooks auch auf Amazon und anderen Portalen teilen, wird ein schönes Buchpaket mit 5 Titeln aus dem Verlag C.H.Beck verlost. Bitte gebt die Links hierzu im Unterthema für die Rezensionen mit an. * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 1188
  • Leserunde zu "Seitenwechsel" von Michael Römling

    Seitenwechsel

    Daniliesing

    Endlich ist er da, der neue Jugendroman von Michael Römling, der uns bereits mit seinem Buch "Schattenspieler" völlig begeistern und berühren konnte. Mit "Seitenwechsel" hat der Autor nun einen spannenden Spionagekrimi vor der Kulisse Berlins des Jahres 1961 geschrieben. Der Autor wird die Leserunde begleiten und ihr könnt ihm gern im Unterthema "Fragen an den Autor" eure Fragen stellen. Mehr zum Inhalt: Zwei Brüder zwischen den Fronten der Geheimdienste, von der Stasi erpresst, gefangen in Ostberlin. Berlin im Sommer 1961: Die Brüder Bernhard und Julius teilen sich eine Wohnung im Osten der Stadt. Während Julius mit seinem amerikanischen Freund Jack durch die Westberliner Jazzkeller tingelt, beobachtet Bernhard in einem brandenburgischen Wald sowjetische Soldaten bei einer mysteriösen Verladeaktion. Am nächsten Morgen findet er seinen Vater erhängt auf. War es wirklich Selbstmord, wie die Stasi behauptet? Bernhard und Julius beginnen, heimlich Nachforschungen anzustellen und geraten dabei zwischen die Fronten der Geheimdienste. Von der Stasi erpresst, beschließen sie, sich in den Westen abzusetzen. Doch in der Nacht ihrer Flucht versperren Stacheldraht und Wachposten ihnen den Weg: Von einem Tag auf den anderen ist Ostberlin zu einem Gefängnis geworden, in dem die Brüder keine ruhige Minute mehr haben. >> Leseprobe Möchtet ihr euch in unsere nahe Vergangenheit zurückbegeben und euch mit den Brüdern Julius und Bernhard auf fesselnde Nachforschungen rund um den scheinbaren Selbstmord ihres Vaters begeben? Dann könnt ihr euch ab sofort als Testleser für eines von 25 Büchern aus den Coppenrath Verlag bewerben.* Beantwortet dafür nur noch die folgende Frage bis zum 6. Juli 2014: Wofür habt ihr schon mal intensive Nachforschungen betrieben und warum habt ihr euch gerade dafür so viel Mühe gemacht? * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde und zum Schreiben einer abschließenden Rezension.

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    • 438
  • Buchverlosung zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    mithrandir

    Langsam kommen wir in den Endspurt der Verlosungswoche; heute könnt ihr folgende Bücher gewinnen:

    - "Please identify" von Thomas Kastura
    - "Nilowsky" von Torsten Schulz
    - "Schattenspieler" von Michael Römling

    http://books-are-fantastic.blogspot.de/2014/06/bloggeburtstag-verlosung-tag-6.html

    • 70
  • Zwischen Verse

    Schattenspieler

    Vogelgrippe

    Den Inhalt könnt ihr ja oben nachlesen, also muss ich ihn nicht erst noch erklären.


    • 2
  • Leserunde zu "Mgdalena Himmelstürmerin" von Rudolf Herfurtner

    Magdalena Himmelstürmerin

    Gerstenberg Verlag

    Passend zum Reformationstag am 31.10.2013 möchten wir mit euch einen Roman lesen, der in der Lutherzeit spielt. Es handelt sich hierbei um einen Jugendroman für Leser ab 12 Jahren.  Zum Buch: Jüterbog, 1517. Magdalenas kleine, überschaubare Welt gerät aus den Fugen, als der Vater und auch ihr zärtlich geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksunglück ums Leben kommen: Statt für einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld für Ablassbriefe aus. Als die Mutter die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. In Wittenberg trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sondern hört auch einen gewissen Doktor Luder predigen, bei dem Veit Theologie studiert. Die Tür zu einer neuen Welt öffnet sich Magdalena. Begierig nimmt sie Luthers Gedanken in sich auf. Sein Aufbruch ermutigt Magdalena, ihr Leben in die Hand zu nehmen - und dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in große Gefahr. (Gerstenberg Verlag) Eine Leseprobe findet ihr hier: http://catalog.gerstenberg.com/bk/gerstenberg-verlag/bib/online/9783836957076/blaetterkatalog/   Über den Autor: Rudolf Herfurtner, geb. 1947 in Wasserburg am Inn, studierte Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaften in München, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Für seine Kinder- und Jugendbücher, Hörspiele, Drehbücher und Theaterstücke wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Preis der Volkacher Akademie für Kinderliteratur und 2012 mit dem Goldenen Spatz für das beste Drehbuch (Tom und Hacke).   Haben wir euer Interesse geweckt? Dann bewerbt euch bis zum 24.10.2013 für eines von 15 Exemplaren und beantwortet uns diese Frage:   Welche historischen Kinder - /Jugendbücher habt ihr bereits gelesen?   Unter allen Bewerbern werden dann am 25.10.2013 die 15 Gewinner ausgelost.   Wir freuen uns auf das gemeinsame Lesen mit euch!     **Für die Bewerbung wird ein zeitnahes Lesen und Rezensieren vorausgesetzt. Für die Post übernehmen wir keine Haftung.**

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    • 350
  • Wer gerne beim lesen etwas über die deutsche Geschichte lernen will...

    Schattenspieler

    Loveitforever

    13. May 2013 um 10:10

    ...der sollte sich das Buch unbedingt kaufen!!! Eigentlich ist es nämlich ganz interessant ,manchmal war mir beim lesen zwar etwas langweilig,aber im guten und ganzen hat es mir am Ende dennoch gefallen!! Was dem Autor meiner Meinung besonders gut gelungen ist,ist d andauernde Perspektiven Wechsel und dennoch deutlich zu machen das die Hauptperson in dem Buch der junge Leo ist.

  • Rezension zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    Leseratte87

    Wir schreiben das Jahr 1945, Berlin wird bombadiert und die rote Armee rückt immer näher. Immer noch verstecken sich in den Ruinen der Häuser viele Juden, unter Anderem auch Leo, ein Jugendlicher, der in den Kriegswirren seine Familie verloren hat. Er lebte längere Zeit mit einem Deutschen namens Wilhelm zusammen, der dem Jungen das Leben gerettet hat. Doch dann wird das Haus, in dem sie wohnen, bombardiert und danach ist Wilhelm verschwunden. Alles was bleibt, sind seltsame Unterlagen aus höheren Ämtern der Nsdap. Und sie zeigen den Weg zu einem wertvollen Schatz. Kann es Leo gelingen, diesen zu finden, bevor es seine Gegner schaffen? Ich hatte schon gehört, dass die Lektüre dieses Buches nicht so einfach ist. Die Thematik ist ja nicht so einfach, aber Michael Römlings neues Buch wird zumindest als "spannend und brillant recherchiert" beworben. Letzteres will ich dem Autoren auch nicht absprechen. Doch einen Pageturner würde ich das Buch von meiner Sicht aus nicht nennen. Mir fiel es von Anfang an sehr schwer, in die Geschichte rein zu kommen. Irgendwie fand ich zu den Figuren keinen Zugang. Und gleich zu Beginn störten mich ein paar Dinge. Leo, der mit Wilhelm zusammen lebt, weiß augenscheinlich nur sehr wenig über diesen, obwohl sie Tag und Nacht zusammen sind. Als dann ein neuer Bombenanschlag über Berlin hereinbricht, wollen die beiden in den Keller flüchten. Schon auf dem Weg nach unten merken sie, dass sie nicht weiter können, weil zwei SS-Männer im Haus sind. Also gehen sie stattdessen auf den Dachboden. Die Bomben fallen, das ach wird zerstört und Wilhelm ist weg. Leo ist nur noch alleine, geht in Wilhelms Arbeitszimmer, und findet plötzlich ganz zufällig Unterlagen auf dessen Schreibtisch die das Zeichen der Geheimen Staatspolizei tragen. Dann ist schon der Beginn der Handlung verworren. Römling wechselt von Leo und seinem Leben in Berlin zu einem Oberst Sirinow, der mit seinen Kameraden ein deutsches Bauernhaus erreicht. Dann geht es zu Friedrich, dessen Vater ein hohes Amt bei den Nazis bekleidet, aber mittlerweile wohl gefallen ist. Also, mir ist das alles zu unübersichtlich. Auch später, als Leo aus Berlin flüchtet un zufälligerweise den Russen in die Arme läuft, die ihn erst für einen Spion halten und ihn dann schützen. Alles gut und schön, aber mir hat die gesamte Geschichte nicht gefallen. Das Buch ist zwar ab 12 Jahren freigegeben, allerdings glaube ich kaum, dass es einem Jugendlichen in diesem Alter gelingen wird, herauszufinden, warum das Buch nun Schattenspieler heißt, die eigentliche Problematik dahinter bleibt doch eher im dunkeln.

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    • 4
  • Rezension zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    sabrinacremer

    14. March 2013 um 14:14

    Zum Inhalt: “>>Er ist nach vier Wochen geflohen und hat sich nach Hause durchgeschlagen. Sein Dorf gab es nicht mehr. Ein Dreivierteljahr zuvor war die SS durchgezogen, hatte alle Leute in die Kirche gejagt und das Gebäude angesteckt. Seine Frau und seine Tochter sind mit den anderen verbrannt. Das nannte man Partisanenbekämpfung. Seine Tochter war fünf Jahre alt.<< >>Mein Gott<<, murmelte Leo. >>Meiner nicht<<, sagte Sirinow.” (Seite 106/107) 1945 in Berlin. Alles ist zerstört und zerbombt. Berlin existiert fast nicht mehr. Leo Goldstein, ein jüdischer Junge, schafft es mit Hilfe von Wilhelm, sich in Berlins Untergrund versteckt zu halten. Doch plötzlich verschwindet sein Helfer, über den er auch sehr wenig weiß, da dieser kaum etwas von sich Preis gibt. Leo findet in Wilhelms Wohnung Hinweise darauf, dass er möglicherweise ein Spitzel ist. Doch bevor er sich genauer damit befassen kann, wird er von russischen Soldaten aufgegriffen und mitgenommen. Erstaunlicherweise passiert ihm nichts. Im Gegenteil, sie umsorgen ihn erst einmal. Und schließlich nehmen sie ihn mit ins Westend. Hier kommt er bei Friedrich und seiner Familie unter. Friedrichs Vater ist vor einiger Zeit verschwunden. Und in ihrem Haus leben die russischen Soldaten und seine Familie scheinbar ganz gut zusammen. Der Krieg ist vorbei. Die Jungen suchen in den Resten Berlins nach Wilhelm. Sie finden Hinweise darauf, dass dieser etwas mit Friedrichs Vater zu tun hatte. Scheinbar waren die Herren in Kunstraub verwickelt. Schließlich taucht Wilhelm wieder auf. Gemeinsam machen die drei sich auf die Suche nach Hauptsturmführer Albrecht Sommerbier, der sich unter einer falschen Identität mit sehr wertvollen Schätzen auf und davon gemacht hat… Meine Meinung: “Hier und da waren verblasste Werbesprüche zu sehen. Ein aufgeklebtes Plakat forderte zum Volksopfer auf. Was für ein Scheiß, dachte Sommerbier.” (Seite 93) Es ist schon länger her, dass ich ein Buch gelesen habe, dass zu Kriegszeiten in Deutschland spielt. Diese Kriegsszenarien sind vom Autor sehr gut beschrieben. Immer wieder war ich etwas schockiert, weil ich auch sofort Bilder vor meinem geistigen Auge hatte. Erschreckend und schlimm, was die Leute damals alles durchmachen mussten! Die Geschichte spielt erst einmal in drei verschiedenen Handlungssträngen: Leo, Friedrich, Albrecht Sommerbier. Bis diese schließlich nach und nach zusammenführen. Ich konnte mich schnell in der Story zurecht finden und empfand die Schilderungen als recht intensiv. Alles ist so beschrieben, dass man es wunderbar lesen kann und in einer Sprache, die einem das volle Elend, das damals herrschte, sehr nahe bringt. Die Stimmung, die damals herrschte, kommt gut rüber. Leute hatten den Gedanken, sich zu wehren, aber sie konnten es nicht – denn was ihnen dann gedroht hätte, wissen wir alle. “>>Nein. Nur das eine Wort. Und weißt du, was das Grandiose dabei ist?<< Leo ahnte, worauf Wilhelm hinauswollte, aber er ließ ihn weiterreden. Wilhelm konnte die Dinge besser auf den Punkt bringen. >>Dieses Nein ist für sie viel schlimmer als >Nieder mit Hitler!Die Kommune lebt!<. Das sind Parolen. Dieses Nein ist eine Haltung.<< Leo verstand. >>Und eine Einladung zum Selberdenken<<, sagte er. Wilhelm nickte. >>Falls dazu noch jemand fähig ist hierzulande.>>” (Seite 9) Was die Leute so alles veranstaltet haben, um zu überleben?! Man log, betrog und bestach, plünderte Tote aus, stahl Identitäten, und so weiter. Noch schlimmer, dass das auch heute noch so ist, und wir einige Kriegs- und Krisengebiete in nicht allzu großer Entfernung haben. Die Aufmachung des Buches gefällt mir außerordentlich gut! Das Cover ziert komplett eine Karte von Berlin. Der Schutzumschlag ist transparent, sodass die Karte immer durchschimmert. Das ist sehr schön. Auf den ersten und letzten Umschlaginnenseiten gibt es Bilder aus damaligen Zeiten: das zerstörte Berlin, Panzer, und so weiter. Das alles ist stimmig und rundet den guten Eindruck des Buches ab. Für alle, die den Autor nicht kennen, hier eine kurze Information von der Coppenrath Website: Dr. Michael Römling, geboren 1973 in Soest, studierte Geschichte in Göttingen, Besancon und Rom. Nach einem Stipendium am dortigen Deutschen Historischen Institut promovierte er mit einer Arbeit über spanische Soldaten in Italien im 16. Jahrhundert. Er lebt inzwischen als freier Autor in Münster. Bei Coppenrath erschien von ihm noch das Buch “Signum – die verratenen Adler“. Die deutsche Geschichte ist nicht schön. Wir können es nicht ändern. Wir dürfen es aber auch nicht vergessen! Und gegen das Vergessen helfen solch tolle Bücher! ”Es war ein merkwürdiges Gefühl gewesen, in der britischen Uniform durch die Stadt zu laufen. Die meisten Leute hatten ihm verstohlen hinterhergeblickt. Er war auf die Gewinnerseite gewechselt. Aber hatte er jemals woanders gestanden als auf der Gewinnerseite?<< (Seite 192/193) bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    Natalie77

    15. December 2012 um 12:36

    Inhalt: Es ist gegen Ende des Krieges, April 1945. Berlin ist zerbombt und die Russen stehen schon vor den Toren der Stadt. Zu der Zeit treffen sich Leo und Friedrich durch Zufall. Friedrich der Junge der seinen Vater verloren hat, der wohl in zwielichtige GEschäfte verwickelt war und Leo, der jüdische Junge der sich die letzten Jahre bei Wilhelm versteckt gehalten hat um nicht den Nazis in die Hände zu fallen. Beide vereint das selebe Ziel. Die Jagd nach einem Schatz der in Berlin sein soll. Doch sie sind nicht die Einzigen die diesen Schatz haben wollen und so müssen sie vorsichtig und schnell sein. Meine Meinung: Schattenspieler ist ein durchaus gut recherchiertes und sehr interessantes Buch. Wir lernen Leo kennen, für mich ein sehr sympathischer junger Mann der das Glück hatte von Wilhelm versteckt worden zu sein bevor die Nazis seine Eltern deportieren wollten. Leo sehr übervorsichtig, aber auch mutig wird zum Maskottchen der Russen und genießt dort ein besonderes Ansehen was ihm viele Türen öffnet. Michael Römling hat ihm ein wenig Jugendlichkeit erhalten, aber auch die Angst des Krieges in diese Figur fließen lassen. Friedrich hatte da mehr Glück, er ist so unbeschwert wie es im Krieg möglich war aufgewachsen, selbst zum Militär musste er dank eines besorgten Attestes nicht. Nach dem Krieg merkt er eigentlich erst wie gut er es hatte auch durch Leo. Die Szenerie ist sehr anschaulich dargestellt. Ich konnte mir nicht nur durch Bilder die ich in TV und Fernsehen, sondern auch durch die Beschreibungen vom Autor ein Bild von dem Berlin am Ende des Krieges machen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es ist eine recht große Schrift und ließ sich recht schnell lesen. Allerdings gab es hier und da für mich längen, die durch ausführliche Beschreibungen entstanden. Da darf man dann nicht vergessen das dieses Buch für Jugendliche geschrieben wurde. Mein Fazit: Ein Buch das Jugendliche fesseln wird und Erwachsene gut unterhält

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  • Rezension zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    myrainbowbubble

    05. December 2012 um 16:25

    Zitate: »Dieses Nein ist für sie viel schlimmer als "Nieder mit Hitler!" oder "Die Kommune lebt!". Das sind Parolen. Dieses Nein ist eine Haltung." Leo verstand: "Und eine Einladung zum Selberdenken!"« Inhalt: April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Nazizeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger SS-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt. Gestaltung: Die Gestaltung ist wundervoll geworden! Besonders der Berlin-Stadtplan unter dem halb-durchsichtigen Buchumschlag hat mich begeistert. Ich hab mir gleich mal von meiner Schwester zeigen lassen, wo sie wohnt :D Inwiefern der Titel mit dem Buch zusammenhängt, habe ich nicht ganz verstanden, aber ich mag ihn trotzdem. Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch ging sehr leicht, was zum großen Teil an dem sehr angenehm zu lesendem Schreibstil von Michael Römling. Die Charaktere fand ich alle interessant ausgearbeitet, Leo und Friedrich waren mir von Anfang an sympathisch und man hat ihre unterschiedliche Herkunft kaum beachtet während des Lesens. Allerdings waren weder Leo noch Friedrich meine Lieblingscharaktere, sondern ein scheinbar unwichtiger Nebencharakter, nämlich Friedrichs Schwester Marlene. Die Szenen, in denen sie mitspielt, waren die, die mich im Buch am meisten begeistern konnten, da sie so viel tiefsinniges innehaben. Auch die anderen Nebencharaktere waren schön ausgearbeitet. Einige von ihnen herzlich und sympathisch, sodass man gleich an Weltfrieden glauben möchte, andere so, dass man es doch lieber lässt. Es wurde nicht nur eine Seite der Geschichte gezeigt, sondern auch mal andere Seiten, die zeigen, dass auch die "Guten" nicht fehlerlos sind. Trotz des geschichtlichen Hintergrunds hat das Lesen Spaß gemacht und erinnert in keinster Weise an die zum Teil unmöglichen Texte in den Geschichtsbüchern meiner Schule. Wenn man das Buch liest, wäre ein wenig Wissen über die Zeit natürlich hilfreich, aber man versteht die Geschichte auch so. Was mir beim Lesen gefehlt hat, war die Spannung. Die versprochene Schatzsuche ist leider eher in den Hintergrund gerückt, und obwohl man oft das Gefühl hatte, es würde sich Spannung aufbauen, geschah dies in Wirklichkeit vergleichsweise selten. Das und meine extreme Leseflaute hat dafür gesorgt, dass das Lesen sehr schleppend voranging und ich zeitweise sogar den Faden verlor. Insgesamt fand ich die Geschichte gut aufgebaut, hätte mir aber aufgrund der Inhaltsangabe doch eher etwas anderes vorgestellt. Fazit: Ein Stück Geschichte in ein interessantes Buch verpackt. Zeitweise hätte ich mir mehr Schatzsuche gewünscht. Gestaltung: ♥♥♥♥♥ (5/5) Inhalt: ♥♥♥♥ (3,5/5) Über den Autor:

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  • Rezension zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    Koriko

    05. December 2012 um 07:15

    1945: Die letzten Kriegstage erschüttern Berlin. Während die Rote Armee von Osten her in die Stadt einfällt und auch die Amerikaner näher rücken, bringen einige deutsche Offiziere seltene Kunstschätze und begehrte Kriegsbeute in Sicherheit. Leo, ein jüdischer Junge, der die sich letzten Jahren bei seinem Freund Wilhelm versteckt gehalten hat, flieht nach einem Bombenangriff aus Berlin. Ohne zu wissen, ob sein Freund die schreckliche Nacht überlebt hat, entkommt er aus der belagerten Stadt und wird während seiner Flucht unfreiwillig Zeuge eines Mordes: Der hochrangige SS-Offizier Sommerbier, der 28 Kisten in Sicherheit bringen will, entledigt sich eines Mitwissers und eines Verfolgers. Da er Leo nicht bemerkt, entkommt dieser abermals und läuft einem russischen Trupp in die Arme, der von dem gewitzten Oberst Sirinov angeführt wird. Nachdem er bewiesen hat, dass er ein Jude ist, nimmt man ihn freundlich auf und mit zurück nach Berlin. Dort kommen Sirinows Männer und Leo im Haus der Familie Häck unter und Leo freundet sich mit dem gleichaltrigen Friedrich und seiner blinden Schwester Marlene an. Als die beiden Jungen Nachforschungen über Friedrichs Vater Gustav Häck anstellen, der Teil einer Gruppe war, die Kriegsbeute beiseite schaffte, machen sich die beiden Freunde auf die Suche nach dem Schatz, den Sommerbier versteckt hat. Schon bald stoßen sie auf eine heiße Spur, doch in den Wirren der letzten Tage fällt es ihnen immer schwerer, herauszufinden wer Freund und wer Feind ist – insbesondere wenn ihr Gegner alle paar Tage seinen Namen wechselt … „Schattenspieler“ ist das zweite Jugendbuch des Autors Michael Römling und zur Zeit des zweiten Weltkrieges angesiedelt. Die Geschichte um die beiden Freunde Leo und Friedrich und ihre Jagd nach dem geheimnisvollen, gestohlenen Kunstschatz ist spannend, temporeich und weiß von der ersten Seite an zu fesseln. Die ganze Handlung ist sehr logisch und in sich nachvollziehbar aufgebaut, auch geschichtlich gibt es nichts zu bemängeln, da „Schattenspieler“ ein sehr gut recherchiertes Buch ist. Hin und wieder zwar kommen Szenen vor, die ein wneig aufgesetzt wirken oder eingflochten wurden, um die Handlung voran zu treiben, doch das fällt kaum ins Gewicht. Neben der gut strukturierten Handlung sind die vielen unterschiedlichen und sehr lebendigen Charaktere ein großer Pluspunkt. Leo ist sehr sympathisch und passt gut an Friedrichs Seite, der im Vergleich mit seinem Freund wesentlich offener, forscher und neugieriger ist. Die blinde Marlene hat ebenfalls ihre ganz besonderen Auftritte und ist ein sehr angenehmer Charakter und auch Oberst Sirinov weiß zu begeistern. Jeder Charakter ist sehr genau ausgearbeitet und sorgen dafür, dass der Leser die Rahmenhandlung sehr aktiv und lebendig wahrnimmt. Stilistisch ist „Schattenspieler“ sehr gut gelungen. Michael Römling hat einen angenehmen, fesselnden und ausschweifenden Stil. Er beschreibt das zerstörte Berlin, ohne zu sehr ins Detail zu gehen und nimmt sich für jeden Charakter Zeit. Da die Perspektive immer wechselt und der Leser auch einige Passagen aus Sommerbiers Sicht erlebt, wirkt der Roman dreidimensional und plastisch. Der Gegner, gegen den Leo und Friedrich bestehen müssen, ist nicht nur ein grauer Schatten im Hintergrund, sondern sehr farbig und gut nachvollziehbar. Dennoch birgt die Wahl der unterschiedlichen Perspektiven auch die Gefahr, dass zum Ende hin einige Dinge leicht vorhersehbar sind, denn als Michael Römling auf Sommerbiers Perspektive zu verzichten beginnt, ahnt der Leser bereits Leo und Friedrich ihn bereits kennengelernt haben. Dieser Punkt nimmt leider ein wenig Fahrt aus den letzten Seiten, doch dank eines schönen Twists am Ende, bleibt „Schattenspieler“ bis zur letzten Seite spannend. Insgesamgt ist „Schattenspieler“ ein wundervoller und gut recherchierter Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Dank der liebenswerten Charaktere und des angenehmen Schreibstils macht es Spaß die Nachforschungen von Leo und Friedrich mitzuverfolgen und selbst mitzurätseln. Sehr zu empfehlen …

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  • Rezension zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    R-E-R

    25. November 2012 um 13:39

    “Zufall, dass du bei uns gelandet bist. Zufall, dass mein Vater auf Wilhelms Liste steht. Zufall, dass uns dieser Brief hier in die Hände fällt. Und Zufall, dass dieser Sommerbier dir mit genau achtundzwanzig Kisten fast über die Füße gefahren wäre?” “Leo hatte immer noch Zweifel, obwohl auch er von der Vorstellung elektrisiert war, dass sie vielleicht einem der größten Schätze auf der Spur waren, die während des Krieges abhandengekommen waren.” Zwei junge Burschen inmitten des vom zweiten Weltkrieg zerstörten Berlin. Der Jude Leo hat die letzten Kriegsjahre versteckt bei seinem Freund Wilhelm als sogenanntes “U-Boot” verbracht. Friedrich musste so tun, als sei er taub um nicht als Soldat rekrutiert zu werden. Leo flieht aus der Stadt, als Wilhelm bei einem der letzten Bombenangriffe spurlos verschwindet. Dabei wird er Zeuge eines Verbrechens, bei dem geheimnisvolle Kisten eine Rolle spielen und zwei Soldaten ermordet werden. Als Leo von den siegreichen Russen aufgelesen und nach Berlin zurückgebracht wird, will es der Zufall, dass man ihn Haus von Friedrich einquartiert. Die beiden freunden sich an und kommen, zufällig, dem Geheimnis der verschwundenen Kisten auf die Spur. Was für ein gefährlichen Gegner sie damit gegen sich aufbringen, merken sie beinahe zu spät. Michael Römling ist ein eleganter Erzähler, mit lyrischen Zügen: “Der ganze Straßenzug war bis auf wenige Ausnahmen ein seelenloses Gerippe. Die Brände hatten schwarze Schleier über den klaffenden Fenstern hinterlassen, Schutthaufen lagen wie Schneelawinen zwischen den noch stehenden Häusern”. Die eingestreuten Sequenzen in denen der russische Oberst oder Leo klassische Musik hören, sind ebenfalls sehr poetisch: “Der Oberst schloss die Augen, als die ersten Töne des Klaviers durch den Raum tänzelten. Die Holzbläser folgten schüchtern. Die Streicher wurden mit einem Wink zum Thema gebracht. Das Klavier trabte kurz mit, ließ die Streicher dann stehen und fegte eine Weile virtuos allein über die Bühne.” So beschreibt der Autor Beethovens drittes Klavierkonzert, das der russische Oberst in einem verlassenen Bauernhaus findet. “Hinter der Tür hing ein Hitlerbild an der Wand. Sirinow starrte einen Augenblick ungläubig auf das Portrait”. Und staunt dann über die Absurdität: “Hitler und Beethoven in einem Haus.” “Schattenspieler” ist eine jugendliche Abenteuergeschichte (Altersempfehlung des Verlages 14 bis 17 Jahre). Zwei halbwüchsige Jungen kommen einem Kunstraub auf die Spur und wollen diesen auf eigene Faust aufklären. Alles fügt sich bestens für Friedrich und Leo. Das Haus indem sie mit Friedrichs Mutter und der kleinen Schwester Marlene leben, steht unter besonderem Schutz der Russen. Für Lebensmittel wird ebenfalls reichlich gesorgt. Das Haus gilt in der Nachbarschaft als eine “Insel der Sicherheit” inmitten der vor gewalttätigen Übergriffen leidenden Stadt. Es sind eine Menge glücklicher Zufälle die sich hier häufen. Die Suche nach dem Schatz ist also nicht nur der Neugier geschuldet sondern auch der Langeweile der beiden Jungen, die keinen Überlebenskampf mehr führen müssen. Mir hat das Buch gefallen und ich habe es schnell und mit Interesse gelesen. Allerdings gehöre ich nicht zur anvisierten Zielgruppe. Meinen vierzehnjährigen Sohn könnte ich für die Lektüre wohl nicht begeistern und ich würde es auch nicht versuchen. Not, Hunger, Entbehrungen und Gewalt finden (bis auf wenige Ausnahmen) nicht oder anderswo statt. Die Szenarien des Entsetzens wirken in dem Kontext der gefälligen Handlung irgendwie fehl am Patz. Römling beschreibt, eine “zivilisierte Form der Barbarei”. Es entsteht der Eindruck, dass der spezielle zeithistorische Hintergrund nur schmückendes Beiwerk ist, um die Geschichte interessant zu machen. Ohne Frage unterhaltsam. Aber, für mein Empfinden, dennoch eine Geschichte ohne Belang, die keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

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  • Rezension zu "Schattenspieler" von Michael Römling

    Schattenspieler

    Penelope1

    20. November 2012 um 19:59

    Im April des letzten Kriegsjahres lernen sich in Berlin der jüdische Jugendliche Leo und Friedrich kennen. Bald schon sind sie wie Freunde, ja sogar fast wie Brüder. Geheimnisse gibt es in diesen Tagen mehr als genug, jeder versucht scheint irgendwie etwas zu verbergen, während Leo und Friedrich sich daran machen, zumindest ein paar Geheimnisse zu lösen: um was genau geht es bei dem Schatz, der spurlos verschwunden ist? Was hat Friedrich's Vater damit zu tun und was Wilhelm - der Freund Leo's ? Das Rätsel, das die beiden zu lösen haben, ist alles andere als einfach - und dabei noch äußerst gefährlich. Ist der Schatz das Risiko wert? *** Michael Römling hat einen Jugendroman geschaffen, der packend, mitreißend und dabei gleichzeitig sehr beeindruckend die letzten Tage des 2. Weltkrieges in Berlin beschreibt. Anhand des jugendlichen Juden Leo, der sich bisher versteckt gehalten hat und glücklicherweise der SS entkommen konnte, wird dem Leser der Schrecken des Krieges verständlich gemacht. Man erlebt die Bombenangriffe förmlich mit, sieht die zerstörte Stadt vor seinem inneren Auge und kann sich das gesamte Szenario sehr gut vorstellen. Dann lernt Leo Friedrich kennen, dessen Haus und Familie den Krieg nahezu unversehrt überstanden haben. Die Freundschaft der beiden ist innig und es ist schön zu beobachten, wie schnell sich das ungleiche Paar anfreundet. Sie begeben sich gemeinsam auf eine ungewöhnliche Suche und die Gefahr, in die sich die beiden begeben, wird durch den lebendigen Schreibstil deutlich spürbar. Fazit: Dieser Roman ist eine hervorragende Darstellung und Beschreibung der Lebensumstände in Berlin um die Zeit des Kriegsendes, als nicht nur diese Stadt in Schutt und Asche liegt. Gut nachvollziehbar, unterhaltsam eingepackt in eine spannende,geheimnisvolle Geschichte und für alle interessant, die daran interessiert sind, sich mit dem Thema 2. Weltkrieg auseinanderzusetzen.

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