Star Wars - Darth Maul

von Michael Reaves 
3,6 Sterne bei34 Bewertungen
Star Wars - Darth Maul
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Inhaltsangabe zu "Star Wars - Darth Maul"

Der ruchlose Darth Sidious bereitet einen Schlag gegen die Republik vor, der sie ins Verderben reißen soll. Als seine Pläne verraten werden, will er die Mitwisser sterben lassen. Er schickt seinen besten Schüler aus: Darth Maul, den Schattenjäger...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442243150
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:285 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:01.03.2005

Rezensionen und Bewertungen

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    In den Gassen von Coruscant

    "Darth Maul - Der Schattenjäger" ist nicht nur Michael Reaves' Debüt als Autor im Star Wars Universum, sondern für viele Fans mittlerweile auch die unverzichtbare Vorgeschichte zu den Geschehnissen von Episode I. Nur wenige Tage vor der Blockade von Naboo angesiedelt, knüpft der Roman unmittelbar an den Darth-Maul Comic an und verknüpft dessen lose Fäden nun zu einem äußerst intelligent konstruierten Ende. Wer zum Beispiel immer schon wissen wollte, was mit dem Fondorianer Oolth passiert ist, der als Einziger das vom dunklen Lord angerichtete Massaker an der Führungsriege der Schwarzen Sonne überlebt hat, der findet hier die Antwort. Und gleichzeitig leitet Reaves mit seiner Geschichte eine ganze Reihe von Ereignissen ein, welche letztendlich im Fall der Alten Republik und der fast vollständigen Zerstörung des Jedi-Ordens münden werden. Die Rahmenhandlung sei deshalb kurz angerissen:

    Es herrscht große Nervosität im inneren Zirkel der Handelsföderation. Einer der ihren, der stellvertretende Vizekönig Hath Monchar, ist vom Frachter Saak'ak geflohen. In seinem Besitz ein Sith-Holocron, welches Informationen über die geplante Blockade von Naboo und die Beteiligung des Sith-Lords Darth Sidious daran enthält. Sollte dieses Versagen zu letzterem durchdringen, wäre das Ende der Partnerschaft noch die geringste aller Strafen. In der Hoffnung die Abwesenheit Monchars vertuschen und ihre eigenen Köpfe retten zu können, wird die Kopfgeldjägerin Mahwi Lihnn beauftragt, den Verräter zu eliminieren. Doch Darth Sidious hat längst Wind von der Sache bekommen und seinerseits jemanden beauftragt sich des flüchtigen Neimodianers anzunehmen: Darth Maul, der Schattenjäger. Auf Coruscant treffen Jäger und Gejagte schlließlich zusammen, wobei der Informationsbroker Lorn Pavan und sein treuer Droidenpartner I-Fünf ins Kreuzfeuer beider Parteien geraten. Von nun an sind sie auf der Flucht vor einem Gegner, der keine Gnade kennt und alles daran setzt auch die letzten Mitwisser zum Schweigen zu bringen. Hilfe wird ihnen nur durch die Jedi-Anwärterin Darsha Assant zuteil, welche kurz zuvor ihre Aufnahmeprüfung zum Jedi-Ritter verpatzt und den Informanten, eben jenen oben genannten Oolth, im Kampf mit einer Straßenbande verloren hat. Gemeinsam hetzen sie durch die tiefen Schluchten Coruscants, mit dem Ziel die Information den Jedi im Tempel überbringen zu können...

    Es steht wohl außer Frage, dass "Darth Maul - Der Schattenjäger" zu den spannendsten Vertretern im mittlerweile sehr großen EU (Expanded Universe) gehört. Reaves hält sich nicht allzu lang mit einer Einführung auf, sondern katapultiert den Leser mit Hyperraumgeschwindigkeit in eine fesselnde Geschichte, welche einer einzigen Flucht ums Überleben gleicht. Immer wieder geraten die Gejagten vom Regen in die Traufe, wird ihnen vom listigen Lord eine Falle gestellt. Diejenigen Fans, die einen Sith mal in der Ausübung all seiner Fähigkeiten erleben wollen, kommen hier endlich voll auf ihre Kosten. Gleichzeitig ist das Buch auch eine der wenigen Gelegenheiten etwas mehr über die Person Darth Maul, seine Ausbildung und seine Gedanken, zu erfahren. Reaves verrät einige neue Details aus dem Leben des Sith-Lords, ohne dabei die mysteriöse Aura der Figur zu zerstören, was man ihm im nachhinein auch hoch anrechnen muss. Bei knapp 290 Seiten bleibt allerdings ohnehin nicht viel Zeit für eine genaue Innendarstellung, zumal sich der dunkle Jäger schier erbarmungslos durch die untersten Ebenen Coruscants kämpft und sich dieses rastlose Tempo letztendlich auch auf den Leser überträgt. Das eine gelungene Flucht der Verfolgten von vornherein aufgrund der Ereignisse in Episode I außer Frage steht, stört dabei kein wenig.

    Stattdessen erfreut man sich an Reaves' kahler, prägnanter Sprache, die sicherlich keinen Pulitzer abstauben wird, aber bestens zum Plot und den darin handelnden Personen passt. Diese sind äußerst liebevoll skizziert, weshalb es wenig verwundert, dass wir ein paar davon in späteren Abenteuern (z.B. in der auch von Michael Reaves geschriebenen "Coruscant Nights"-Trilogie) wieder begegnen werden. Den glorreichen Helden im Stile Luke Skywalkers sucht man jedoch vergeblich. Vielmehr hat Michael Reaves Figuren gewählt, die aus sehr Ich-bezogenen Gründen handeln und gerade deshalb so nachvollziehbar sind. Bestes Beispiel ist da Lorn Pavan, ein grundsätzlich moralischer Mann, der seinen Sohn Jax an die Jedi verloren hat und darüber zunehmend mehr verbittert ist. Das dieser nun gemeinsam an der Seite einer Jedi kämpfen muss, ist nicht nur äußerst ironisch, sondern führt gleichzeitig zu einigen herrlich amüsanten Dialogen, welche die im Grunde äußerst düstere und drastische Story aufhellen. Das Ende der 48-stündigen Hetzjagd ist schlichtweg genial und sorgt garantiert (!) für Gänsehaut. Es setzt das I-Tüpfelchen auf ein Star Wars Buch, das zu den Lieblingen in meiner stets größer werdenden Sammlung zählt.

    Insgesamt ist "Darth Maul - Der Schattenjäger" ein extrem dichter, atemloser Pageturner mit "Blade-Runner"-Anleihen, der all denjenigen ans Herz gelegt werden kann, für die Star Wars mehr als Raumschlachten, Heldentum und epische Machtkämpfe ist. Perfekt geeignet für Neueinsteiger ins EU.

    Kleine Anmerkung am Schluss: Wer von Darth Maul nicht genug bekommen kann, sollte zum US-amerikanischen Original greifen, das neben dem eigentlichen Roman noch zusätzlich das eBook "Darth Maul: Saboteur" enthält.

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    dasHinchens avatar
    dasHinchenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Star Wars - Darth Maul" von Michael Reaves

    Die Geschichte fängt eigentlich gut an. Sehr gut. Ein Neimoidianer und Geschäftspartner von Darth Sidious taucht unter, und Darth Maul wird darauf angesetzt ihn zu finden und zu verhindern, dass dieser wichtige Informationen weitergibt. Die Suche treibt ihn in ein heruntergekommenes Viertel von Coruscant, wo der Anti-held und Informationshänler Lorn Pawan und sein Protokolldroide I-fünf ungewollt zwischen die Fronten geraten. Wie sie tut das auch eine Junge Padawan namens Darsha Assant. Von den anderen Neimoidianern wird eine Kopfgeldjägerin angeheuert, die den Verschollenen ebenfalls sucht.
    Hier haben wir also eine Interessante Charakterkonstellation und spannend-pulsierende Location im der Star Wars-Universum, wo alles möglich ist. Das übliche Repertoire an Verfolgungsjagten und Lichtschwertkämpfen wird spannend, dramatisch und in schillernd bunten Farben erzählt, was das lesen zum erlebnis werden lässt. Und Darth Maul ist so hart und tödlich wie wir ihn kennen und mögen.
    Gegen Mitte flacht die Geschichte zum ersten mal ab. Immer öfters tritt der Hä?-Effekt ein. Der Autor lässt die Protagonisten untypische, lächerliche Fehler machen um seine Geschichte zu erklären. Ein Beispiel wäre, dass Darth Maul des Holocron einfach liegen lässt, nachdem er mehrere Leute getötet hat, eben weil diese mit den Informationen auf eben diesem Holocron vertraut waren. Und dann vergisst er es einfach aufzuhenben? Und es fällt ihm, einem auf absolute Präzision ausgebildeten Sith-Lord, erst ein als der Imperator ihn darauf anspricht? ...Leidet er an Alzheimer?
    Nachdem die Protagonisten in den Untergrund absteigen, wird die Geschichte langgezogen und ereignislos, und jeder Kampf scheint in einer Explosion zu enden. Die Geschichte um Lorn Pawan wird weiter ausgeführt, während sämtliche Informationen über Darth Maul ausbleiben. Den erhofften Einblick in seinen Charakter, der im Film verwehrt bleibt, kommt auch im Buch nicht zum Vorschein, auch wenn sein Name auf dem Cover steht. Zu gerne würde man mehr über ihn erfahren, seine Herkunft, seine Ausbildung, seine tieferen Gedankengänge, Hinweise über die Tattowierung seines Körpers- wird aber mit oberflächlichen Informationen abgespeist. Das ist sehr Schade, hätte man doch in eben diesem Buch die Chance gehabt, diesem vernachlässigten Charakter (mit dessen Design Ilian McCraig sich selbst übertroffen hat) eine Geschichte zu geben.
    Ich könnte noch viele Szenen aufzählen, deren fehlende Logik mich die Hand vors Gesicht schlagen liess. Stattdessen führe ich nur der Teil des Buches weiter aus, der mich am meisten enttäuscht hat: Das Ende.
    Also, nicht weiterlesen wenn ihr keine Spoiler lesen wollt.
    .........
    ...Jadda Jadda. Lorn Entscheidet sich, Rache am Tod von Darsha zu üben und schleicht sich mit hilfe einer Schuppe des Macht-absorbierenden Tauzins an Darth Maul heran. Dies Geschieht in der Schwerelosigkeit eines Raumschiffs. Hier reihen sich die Unlogischen Ereignisse regelrecht anneinander. Lorn stellt den Blaster auf „Stun“ ein und schiesst Maul zwei mal in den Rücken, was den Sith kurz das Bewusstsein verlieren lässt. Lorn entschliesst, ihn mit deinem eigenen Lichtschwert zu töten, doch als er die Möglichkeit hat, eben dieses zu greifen, entscheidet er sich zuerst, das Holocron aus Mauls Gürteltasche zu grübeln... Ist er Lebensmüde? Wieso in Gottes Namen hat er das nicht gemacht, nachdem er ihn getötet hatte?
    Maul wacht natürlich auf, als Lorn immer noch an seinem Gürtel herumfingert. Trotzdem schafft er es seinem Jäger zu entkommen. Dazu muss ich noch sagen, dass er im Gefecht die Hand verliert... Wunderbar von den Filmen kopiert. Aber vergessen wir das. Seltsam ist nur, das Lorn im Vergleich zu Darth Maul wenig Übung hatte, sich in der Schwerelosigkeit zu bewegen (geschweige denn in fremder Umgebung), nur noch eine Hand hat und nicht über die Macht verfügen kann, um sich zu navigieren. Trotzdem entkommt er Maul... Ein versteckter Jetpack? Einige versteckte Ersatzhände? Ein plötzlicher Schub Superkraft und eine Portion geistige Behinderung für Darth Maul? Wer weiss.
    Schliesslich rennt Lorn Senator Palpatine in die Arme. Seufz.
    Dann kommt der Teil, der allem die Krone aufsetzt:
    Lorn wird in ein Hotelzimmer verfrachtet, wo er seelenruhig ausschläft. Er zieht frische Kleider an, trinkt ein Käffchen, das Leben ist schön... Und als er die Türe seines Zimmers aufmacht steht Darth Maul vor ihm, der ihn – endlich- tötet... Hat Maul die ganze Zeit zwischen den hoteleigenen Topfpflanzen gesessen, gekichert und auf seinen dramatischen Auftritt gewartet? Hat er nichts Besseres zu tun?
    Und was geschah weiter? Hat Paplatine Maul für seinen Beinahe-Misserfolg bestraft? Wer zum Geier ist dieser Darth Maul überhaupt? Die Sith wussten nicht was aus dem Protokoll-Droiden wurde, wie sollten sie wissen, das dieser die Informationen nicht weitergeben konnte? Was wurde aus Den Ermittlungen von Obi-Wan Kenobi? Liess er es einfach bei „Keine Ahnung, wird wohl Black Sun gewesen sein“ bewenden? Was ist mit den Leichen, Die Maul hinterliess? Sogar Lorn wusste sofort, dass es sich um ein Lichtschwert-und einen Sith handeln musste. Und was wurde eigentlich aus Jax?
    ......
    Der interessierte Leser wird mit wühlenden Fragen im Bauch zurückgelassen. Es ist im höchsten Masse frustrierend.
    Alles in einem ist das Buch erträglich- für Leser die sich durch fehlendes logisches Handeln der Protagonisten nicht stören lassen. Mich stört es gewaltig. Die Pluspunkte hat sich das Buch durch die attraktive Schreibweise und die netten Ansätze verdient.
    Fazit..........Vielleicht ist mir Star Wars zu wichtig- Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet- aber dieses Buch fand ich weitgehend enttäuschend.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Rezension zu "Star Wars - Darth Maul" von Michael Reaves

    In diesem Buch wird Darth Mauls Sichtweise gegenüber den Jedi sehr schön dargestellt und man lernt den dunklen Lord endlich einmal besser kennen.
    Wer (so wie ich) immer kurz vor Mauls Tod den Film ausmacht, ist mit diesem Buch gut beraten. Viel Spaß beim Lesen!

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