Michael Ridder Wie wollen wir sterben?

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(3)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wie wollen wir sterben?“ von Michael Ridder

Sterben dürfen – die Streitschrift eines Arztes
Die Würde des Menschen muss auch bei unheilbar kranken und alten Menschen respektiert werden. Viel zu oft allerdings setzen sich Ärzte über den Willen ihrer Patienten hinweg, tun alles, was medizinisch und technisch möglich ist, und tragen so eher zur qualvollen Sterbeverzögerung als zur sinnvollen Lebensverlängerung bei. Aber Lebensverlängerung, so Michael de Ridder, darf nicht zum Selbstzweck werden. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende.
Der medizinische Fortschritt der letzten Jahrzehnte hilft zahllosen Patienten, verschafft Heilung oder zumindest Linderung, rettet und verlängert Leben. Gleichzeitig hat die Hochleistungsmedizin, wie sie in unseren Krankenhäusern praktiziert wird, aber auch ihre Schattenseiten. Michael de Ridder, seit über dreißig Jahren an verschiedenen Kliniken als Internist, Rettungs- und Intensivmediziner tätig, plädiert dafür, Sterben wieder als Teil des Lebens wahrzunehmen und anzuerkennen. Er richtet sich damit nicht zuletzt an die eigene Zunft. Vielfach verstehen sich Ärzte in einer medizinisch-technischen Krankenhauswelt, in der alles möglich scheint, ausschließlich als Heilende. Was aber, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist? Wenn ein Patient »austherapiert« ist, wie es im Fachjargon heißt? Statt Todkranke um jeden Preis am Leben zu erhalten, müssen Mediziner lernen, in aussichtslosen Situationen ein friedliches Sterben zu ermöglichen. Gerade hier, so de Ridder, sind Ärzte gefragt, als Begleiter und Fürsorger.

Gutes Buch, das zum Nachdenken anregt sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzten

— Nanni87

Stöbern in Sachbuch

Was das Herz begehrt

Ein sehr tiefgreifendes Buch, welches viele Aspekte gründlich beleuchtet. Leider hat es mich ab und an verloren.

Siraelia

Das geflügelte Nilpferd

Mal ein Ratgeber, der auch wirklich einer ist und somit was "bewirken" kann.

Thrillerlady

Manchmal ist es federleicht

Schön geschrieben über schwere und leichte Abschiede, aber in erster Linie wohl eher etwas für Fans von Zimmer frei

JuliB

Atlas Obscura

Ein wunderschöner Bildband

Amber144

Ohne Wenn und Abfall

Ein TOP Buch von einer wahnsinnig beeindruckenden Person!

ohnekrimigehtisabellanieinsbett

Das Sizilien-Kochbuch

Ein leidenschaftliches und sehnsuchtsvolles Buch an die Küche und die Kultur Siziliens

Hexchen123

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Wie wollen wir sterben?" von Michael de Ridder

    Wie wollen wir sterben?

    abuelita

    20. May 2012 um 14:25

    Der Autor plädiert dafür, Sterben als Teil des Lebens wahrzunehmen und anzuerkennen. Nichts neues imgrunde – ungewöhnlich aber, dass er, Internist, Rettungs-und Intensivmediziner, sich auch an die eigene Zunft wendet. Denn ist es sinnvoll, Todkranke ,Austherapierte, Menschen in so einer aussichtslosen Situation um jeden Preis am Leben zu erhalten? Nicht falsch verstehen: Michael de Ridder will hier keine Lanze für eine aktive Sterbehilfe brechen, aber dafür sorgen, dass auch Mediziner lernen, ein friedliches Sterben zu ermöglichen. Denn der Radius dessen, was heute machbar ist, wird immer grösser – bleiben dabei Patientenwohl, Mitgefühl, Menschlichkeit auf der Strecke? Der Grat ist schmal…qualvolle Sterbeverzögerung oder sinnvolle Lebensverlängerung…. Mich hat das Buch sehr berührt und beindruckt. Die Beispiele, die Dr. de Ridder in seinem Buch bringt, sind sachlich und nachvollziehbar dargestellt und sein Schreibstil ist so, dass „jedermann“ ihn verstehen kann. Das wichtigste dabei – er wendet sich nicht gegen seine Kollegen, sondern zeigt auch hier sensibel und genau auf, wie und warum manche Ärzte so hoffnungslos überfordert sind gerade dann, wenn einer ihrer Patienten im Sterben liegt. Er möchte vermitteln – das ist vielleicht der beste Ausdruck – zwischen Patient, Angehörigen und Ärzten. Eine neue „Sterbekultur“ in Zeiten der Hochleistungsmedizin – Untertitel des Buches – dafür plädiert er und es ihm gelungen. Nicht zuletzt wirft einen das Buch auf sich selbst zurück: das Thema betrifft uns ALLE, mehr oder weniger, früher oder später. Und wir wollen es alle nicht wahrhaben…schieben es weg, setzen uns damit wenig bis gar nicht auseinander – solange, bis es – vielleicht- zu spät ist.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks