Michael Robert Evans The Fast Runner

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Inhaltsangabe zu „The Fast Runner“ von Michael Robert Evans

Offers an introduction to and analysis of the popular Inuit movie, "The Fast Runner".
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  • Rezension zu "The Fast Runner: Filming the Legend of Atanarjuat (Indigenous Films)" von Michael Robert Evans

    The Fast Runner
    Rainbow

    Rainbow

    28. September 2012 um 21:54

    “Atanarjuat: The Fast Runner” ist der erste Spielfilm von Igloolik Isuma Productions, welcher weltweit für Aufsehen sorgte. Mit einer Länge von fast 3 Stunden, in Inuktitut und lediglich mit Untertiteln versehen, erzählt er die Legende von Atanarjuat, ein junger Mann, der vor den Mördern seines Bruders nackt über das Eis flieht. In seinem Buch “Filming the Legend of Atanarjuat” gibt Michael Evans nun Hintergrundinformationen zu Isuma Productions, dem traditionellen Lebensstil der Inuit zu Atanarjuats Zeit und dem Leben in Igloolik heute, wo er 9 Monate zugebracht hat. Dabei lässt er durch viele Zitate die Produzenten des Filmes zu Wort kommen, gibt aber auch einen Überblick über die Reaktionen des Publikums auf diesen ungewöhnlichen Film. Evans' Buch bietet eine gute Basis, auf der man sich näher mit „Atanarjuat“ auseinander setzen kann. Dabei lässt sich zwar über die Reihenfolge streiten, in der diese Informationen präsentiert werden (zum Beispiel wäre es für mich als Laien logischer gewesen, nicht mit der Gründung von Isuma zu beginnen sondern vielmehr mit den Hintergrundinformationen zum Leben der Inuit damals und heute), am Ende ist man als Leser jedoch weitesgehend informiert. Irreführend ist der Titel „Filming the Legend of Atanarjuat“ allerdings schon. Anfangs behandelt Evans recht ausführlich die Situation, in welcher der Film gedreht wurde – das 'Wie' bleibt aber irgendwann auf der Strecke. Gerade aufgrund der ungewöhnlichen Bedingungen hätte ich mir dazu mehr gewünscht. Stattdessen greift er unterschiedliche Themenfelder auf und geht sehr intensiv auf die Reaktion von Kritikern auf „Atanarjuat“ ein. Das mag auch interessant sein, entsprach aber nicht meinen Erwartungen. Sehr schön fand ich dagegen die Karten und Stammbäume am Anfang, die es leichter machen, die unterschiedlichen Personen und Orte zu unterscheiden. Viele Elemente, die im Film vorkommen, erklärt Evans sehr gut, sodass das Buch wirklich hilfreich sein kann, diese für uns vermutlich sehr fremde Welt und Zeit besser zu verstehen. Auffällig ist jedoch, dass manche Szenen, die er beschreibt, gar nicht im Film, wie er bei uns erhältlich ist, vorkommen oder abgeändert wurden. Seine Beschreibungen füllen dabei einige Leerstellen, irritieren an anderen Stellen aber auch – besonders, da sie die Frage aufwerfen, warum es zwei verschiedene Varianten des Filmes gibt, so es sich nicht um Fehler oder um ein älteres Skript als Basis handelt. Die Informationen werden auf angenehme Weise präsentiert und lesen sich für ein Sachbuch sehr gut. Fachbegriffe werden erklärt und auch in die unterschiedlichen Inuit-Bezeichnungen und Namen, die verwendet werden, findet man sich mit der Zeit ein. An einigen Stellen wiederholt sich Evans mehrfach oder scheint etwas vom Thema abzuschweifen. Leser, die sich vorrangig für die heutige Realität der Inuit in Igloolik und Umgebung interessieren, wird das jedoch kaum stören. „The Fast Runner: Filming the Legend of Atanarjuat“ bietet so für den interessierten Zuschauer eine gute Möglichkeit, einzelne Kapitel im Entstehungsprozess des Filmes nachzuvollziehen und sich mit Lebensbereichen und Themen wie Schamanismus, Jagd und anderen auseinander zu setzen. Das Buch bildet eine gute Basis, um sich weiter mit den Inuit heute auseinander zu setzen, ist durch seine Kürze (nur etwa 120 Seiten) jedoch keine umfassende Analyse.

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