Michael Robotham Todeskampf

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Inhaltsangabe zu „Todeskampf“ von Michael Robotham

Detective Constable Alisha Barba ist zutiefst beunruhigt, als sie ihrer Freundin Cate nach Jahren wiederbegegnet. Die hochschwangere Cate ist davon überzeugt, dass jemand hinter ihrem ungeborenen Baby her ist. Alisha will ihrer verzweifelten Freundin helfen, doch nur wenig später liegt Cate im Koma – sie wurde von einem Auto angefahren. Nachdem die Polizei das Ereignis als Unfall abgehakt hat, beginnt Alisha, auf eigene Faust zu ermitteln, und gerät in einen Sumpf aus Sex und Gewalt ...

Habe ich (der Reihenfolge und Vollständigkeit halber) auch gelesen. Die anderen Teile der Reihe waren besser, dieses hatte teilweise Längen.

— JessM
JessM

Ganz guter Thriller mit einigen Längen. Mir hat nur leider Joe sehr gefehlt.

— JosefineS
JosefineS

Solide, aber es hätte durchaus noch etwas mehr Spannung sein können. Hier geht es schließlich um ein Thema, das nicht zu verachten ist.

— tomatenjohnny91
tomatenjohnny91

Auf jeden Fall besser als die Vorgänger. Bin auf die weiteren Bücher gespannt!

— xLifewithbooks
xLifewithbooks

Ich habe es nach 200 Seiten abgebrochen...

— len_i
len_i

Grausamkeiten, die an verzweifelten Leuten passieren und eine taffe Frau, die versucht die Welt zu retten - spannend

— miissbuch
miissbuch

Spannender, komplexer Thriller, etwas zäh im Mittelteil aber mit exzellent gezeichneten Figuren.

— plin
plin

Flüchtlinge und Babyhsandel, ein sehr brisantes Thema, diesmal allerdings ohne Joe O´Loughlin...

— Virginy
Virginy

Aufgrund der Thematik "Flüchtlinge und ihre Schicksale" ein sehr aktuelles Buch - und erschreckend authentisch!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Spannend wie immer.... Mit neuem straken Charakter...klasse!

— susymah
susymah

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  • Todeskampf. Michael Robotham (3)

    Todeskampf
    miissbuch

    miissbuch

    18. October 2016 um 10:58

    Eine Freundschaft die immer hält? Bei der nach Jahren der Kontaktlosigkeit immer noch alles so ist, wie es vorher einmal war? Diesen Wunsch hat Alisha Barba, als sie sich zu ihrem Klassentreffen aufmacht und sich dort mit ihrer damaligen besten Freundin verabredet hat. Jahrelang hatten die beiden Frauen keinen Kontakt und Ali hofft, dass alles so ist, wie es früher war, dass sie ihren Siamesischen Zwilling wieder gefunden hat. Denn Alis Freundin hat Probleme und ist der festen Überzeugung, dass nur Ali ihr dabei helfen kann. Doch noch bevor sie davon erzählen kann, werden sie und ihr Mann Opfer eines Verkehrsunfalls und Ali macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis, dass ihrer Freundin so am Herzen lag… Nicht nur die Geschichte klingt spannend, sie ist es auch. Ich fand Alisha total sympathisch und ihre Art mit Ruiz umzugehen und das Vertrauen, dass die beiden in den jeweils anderen haben finde ich wirklich bemerkenswert. Es ist ein Buch, dass dir zeigt, dass du nicht immer das machen solltest, was richtig ist, sondern man auhc mal gegen den Strom schwimmen kann, ein super Job-Angebot ausschlagen kann und noch vieles mehr. Für mich persönlich war das Buch auf jeden Fall super spannend und hat mir eindeutig besser als Amnesie gefallen. Ich fand die Kapitellänge in Ordnung und auch die Struktur des Buches war gut aufgebaut. Die Kapitel ergaben Sinn und haben Spannung erzeugen können. Obwohl das Buch wirklich spannend war, haben mir ein paar Thriller-Elemente gefehlt. Es war nicht unbedingt so, dass ich mich geekelt habe oder dachte „das gibt’s doch gar nicht“. Neben der Spannung und den vielen Erleuchtungen fand ich, dass Robotham wirklich wichtige und schwierige Themen wunderbar in die Story mit eingebettet hat. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er auf die Missstände der Welt aufmerksam machen wollte, aber er hat es torztdem getan – zumindest für einen kleinen Teil. Des weiteren hat mir die Vielschichtigkeit der Handlungorte sehr gut gefallen, sowie die Einblicke in die Privatleben der Ermittler. Schade fand ich dabei aber, dass der Ort nicht genannt war. Hatte man das Buch eine Zeit an der Seite liegen musste man sich erst wieder reinfinden um zu wissen, an welchem Ort das Buch gerade spielt. Das ist aber wirklich nicht so schlimm. Was ich persönlich, aber etwas schade fand war, das Joe O’Loughlin diesmal nicht dabei war. So standen zwar Alisha und Ruiz im Vordergrund, aber ein paar schräge Gedanken von Joe, hätten den beiden sicher auch geholfen. Alles in allem fand ich das Buch aber total gelungen und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.

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  • Todeskampf

    Todeskampf
    Virginy

    Virginy

    13. March 2016 um 00:09

    ..."Es hätte der Sommer sein sollen, in dem wir unser Examen machten; der Sommer, in dem wir als Rucksacktouristen durch Europa reisten; der Sommer, in dem ich meine Unschuld an Brian Rusconi und nicht an Cates Vater verlor. Stattdessen war es der Sommer, in dem sie fortging und ich zu Hause auszog - ein Sommer, der nicht groß genug war für das alles, was damals geschah. Jetzt will sie mich wiedersehen. Manchmal spürt man den Moment, wenn eine Geschichte anfängt..."Cate und Alisha waren einmal beste Freundinnen, bis zu jenem Vorfall.Das alles liegt jetzt acht Jahre zurück und Alisha hat seitdem nichts mehr von ihrer Freundin gehört, bis sie plötzlich eine Karte erhält, in der sie Ali darum bittet, zum Ehemaligentreffen zu kommen.Das Treffen ist nur kurz, zu Alis Überraschung ist Cate hochschwanger, erwähnt etwas davon, dass man ihr ihr Kind wegnehmen will und bittet Alisha um etwas Geduld, damit die beiden allein reden können, dazu kommt es aber nicht mehr, denn zusammen mit ihrem Mann wird sie vor der Tür von einem Taxi überfahren.Während ihr Mann sofort tot ist, ruft man für Cate noch einen Krankenwagen und die Sanitäter stellen fest, dass sie einen falschen Babybauch trägt, sie war also nie schwanger. Nach ein paar Tagen stirbt auch Cate und Ali will unbedingt herausfinden, warum ihre Freundin alle angelogen hat, ihr Job als Polizistin kommt ihr dabei sehr gelegen.Sie stößt auf Fruchtbarkeitskliniken und Adoptionszentren, eine Spur führt nach Amsterdam.Hat Cate etwa eine Leihmutter für ihr "Kind" gekauft und wenn ja, wo ist diese jetzt?Auch wenn Joe O´Loughlin das Ermitteln Detective Constable Alisha Barba überläßt und selbst nicht auftaucht, weiß das Buch dennoch zu gefallen.Ali ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin und Ruiz ist wieder mit von der Partie.Michael Robotham widmet sich im dritten Teil seiner Reihe mehreren sehr aktuellem Themen, Flüchtlingen, Leihmutterschaft und Babyhandel, dafür gibts von mir 4 von 5 Sternen...

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  • Erschreckend authentisch!

    Todeskampf
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    14. September 2015 um 13:59

    Die Geschichte: In Band 3 der Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz – Reihe übernimmt die Hauptrolle die 29-jährige DI Alisha Barba. O´Loughlin taucht in diesem Buch gar nicht auf, aber Vincent Ruiz steht Alisha in weiten Teilen zur Seite und unterstützt sie bei der Aufklärung eines sehr komplexen Falles. Alles beginnt damit, dass sich nach ganz langer Zeit Alishas Jugendfreundin Cate wieder bei ihr meldet. Sie verabreden sich auf einem Ehemaligentreffen ihrer Schule und dort kommt es zu einem schrecklichen Unfall: Cate und ihr Ehemann Felix werden von einem Taxi überfahren. Während ihr Mann sofort tot ist, liegt die hochschwangere Cate schwerstverletzt im Koma. Bevor es zu dem tragischen Unglück kam, konnte sie Alisha gerade noch mitteilen, dass jemand hinter ihr her ist und ihr ihr Baby wegnehmen will. Diese Aussage erscheint umso seltsamer, als sich im Krankenhaus herausstellt, dass Cate gar nicht wirklich schwanger war, sondern dies nur vorgetäuscht hat. Alisha steht vor einem großen Rätsel und bei dem Versuch, es zu lösen, gerät sie selbst in allergrößte Gefahr … Meine Meinung: Dieser Thriller wurde zwar schon vor einigen Jahren geschrieben, aber gerade jetzt ist dessen Thematik auch für uns in Deutschland brandaktuell: es geht nämlich um Flüchtlingsschicksale. Michael Robotham schildert sehr eindrücklich, welche Verbrechen im Zusammenhang mit Flüchtlingen begangen werden: von Menschenschmuggel über Menschenhandel bis hin zu Zwangsarbeit, Prostitution, etc. Auch hier in diesem Thriller ersticken Menschen qualvoll im LKW einer Schlepperbande, genau wie es bei uns gerade traurigste Realität geworden ist. Die Thematik an sich fand ich also sehr interessant, aber am Anfang waren mir einige Exkursionen in die Vergangenheit einen Tick zu ausführlich. Es kam dabei zwar noch keine Langeweile auf, aber richtig spannend wurde das Buch erst später. Dann geht es aber sehr actionreich zur Sache und man konnte sehr gut mitfiebern mit den Protagonisten. Alisha war mir als Hauptperson zwar ganz sympathisch, aber Ruiz hat die Sache schon noch ein bisschen aufgelockert und für einige humorvolle Szenen gesorgt. Sie ist eher eine etwas verbissene, ernste Figur, was sich aber vielleicht durch ihre schwierige Vergangenheit erklären lässt: sie hat eine extrem schwere Verletzung überlebt. Unter den weiteren Personen finden sich einige sehr sympathische Charaktere, die der Autor ebenso wie seine Hauptfigur sehr lebendig und authentisch dargestellt hat. Die Auflösung des Ganzen war sehr interessant und wahrscheinlich näher an der Realität als wir uns wünschen würden. Ein stimmiges Ende rundet die ganze Geschichte prima ab – und ich freu mich schon auf den nächsten Teil der Reihe. Fazit: Aufgrund des Themas “Flüchtlinge und ihre Schicksale” ist dieser Thriller gerade wieder brandaktuell. Spannend, gut durchdacht und leider nur allzu authentisch … ein fesselndes Buch!

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  • Todeskampf, der 3. Teil der Reihe

    Todeskampf
    Seehase1977

    Seehase1977

    16. March 2015 um 10:30

    Klappentext: Detective Constable Alisha Barba ist zutiefst beunruhigt, als sie ihrer Freundin Cate nach Jahren wiederbegegnet. Die hochschwangere Cate ist davon überzeugt, dass jemand hinter ihrem ungeborenen Baby her ist. Alisha will ihrer verzweifelten Freundin helfen, doch nur wenig später liegt Cate im Koma – sie wurde von einem Auto angefahren. Nachdem die Polizei das Ereignis als Unfall abgehakt hat, beginnt Alisha, auf eigene Faust zu ermitteln, und gerät in einen Sumpf aus Sex und Gewalt ... Anlässlich eines Klassentreffens trifft Detective Constable Alisha Barba ihre ehemals beste Freundin Cate wieder. Das erste Mal seit vielen Jahren, nachdem ein Streit die beiden entzweit hatte. Cate ist hochschwanger und bittet verzweifelt um Alis Hilfe. Sie ist fest davon überzeugt, dass jemand ihr Baby wegnehmen möchte. Barba will die Hintergründe für Cates Vermutung erfahren doch ihre Freundin kann sich nicht mehr erklären, denn nach dem Klassentreffen werden sie und ihr Mann von einem Auto überfahren, Felix ist sofort tot, Cate stirbt wenige Zeit später im Krankenhaus wo sich herausstellt, dass Cate die Schwangerschaft nur vorgetäuscht hat. Diese Tatsache und die Äußerungen die Cate gegenüber Alisha hat fallen lassen, lassen Ali nicht zur Ruhe kommen. Zusammen mit dem pensionierten DI Vincent Ruiz begibt sie sich auf eigene Faust auf Spurensuche und gerät in ein Komplott aus Gewalt, Korruption und Menschenhandel… „Todeskampf“ ist der dritte Teil der Joe O´Louglin-Reihe. Seltsam nur, dass der Professor in diesem Roman kein einziges Mal erwähnt wird. Gewohnt spannend und sehr komplex lässt Michael Robotham die Story dieses Mal aus der Sicht von Detective Constable Alisha Barba erzählen. Den Leser erwartet harte Kost, diesmal nicht nur in England sondern auch in Amsterdam, wo Robotham seinen Lesern Einblicke in die Machenschaften skrupelloser Geschäftsleute gewährt, bei denen es unter anderen um illegale Adoptionen und Menschenhandel geht. Gut gefallen hat mir, dass die Protagonistin Alisha näher vorgestellt wird. Die harte Zeit nach ihren schweren Verletzungen, der Kampf zurück ins Leben und der Alltag mit ihrer indischen Familie werden geschickt in die eigentliche Geschichte eingeflochten. Alles in allem ist Robotham mit „Todeskampf“ wieder ein spannender, solider Krimi mit viel Tiefgang und Atmosphäre gelungen, der auch ganz ohne viel Blutvergießen und reißerische Actionszenen auskommt. Mir hat jedoch Professor O´Loughlin ein bisschen gefehlt...

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  • Wiederbegegnung mit Folgen

    Todeskampf
    Bellexr

    Bellexr

    16. March 2015 um 09:25

      Sie haben sich im Streit getrennt und seit Jahren nicht mehr gesehen. Nun trifft Detective Constable Alisha Barba bei einem Jahrgangstreffen auf ihre ehemals beste Freundin Cate. Diese ist hochschwanger und fleht Ali um Hilfe an, da sie davon überzeugt ist, dass jemand ihr ungeborenes Baby stehlen will. Ali mag dies kaum glauben, doch bevor sie Cate näher befragen kann, wird die Hochschwangere von einem Auto angefahren und fällt ins Koma. Alisha lassen die wenigen Äußerungen von Cate keine Ruhe und zusammen mit dem pensionierten DI Vincent Ruiz begibt sie sich auf Spurensuche. Dabei gerät sie immer tiefer in einen Sumpf aus Gewalt und Lügen.   Es sind keine einfachen Themen, welche Michael Robotham in seinem dritten Band aufgreift. Es geht um Menschenschmuggel, illegale Adoptionen und Prostitution. Immer tiefer dringt Alisha zusammen mit Vincent Ruiz in das Leben von Cate Beaumont ein, entwirrt deren ausgetüfteltes, bis ins kleinste Detail geplantes Lügengeflecht und setzt durch ihr eigenwilliges Verhalten ihre Karriere bei der Polizei aufs Spiel. Doch dies ist Alisha egal, sie will um jeden Preis die Schuldigen finden und deren illegalen Machenschaften aufdecken, auch wenn sie hierfür ihr Leben aufs Spiel setzen muss.   Wie man es bereits von den beiden vorherigen Bänden gewohnt ist, lässt Michael Robotham seine Protagonisten selbst ihre Geschichte erzählen und nachdem der Leser nun den Psychologen Joe O’Loughlin und DI Vincent Ruiz näher kennenlerne konnte, ermittelt nun die couragierte, eigensinnige DC Alisha Barba im aktuellen Fall. Dieser führt sie zusammen mit Ruiz und ihrem Kollegen und Freund „New Boy“ Dave King von Großbritannien in die Niederlande.     Die Geschichte entwickelt sich von Anfang an hochspannend und rätselhaft. Dabei geht Michael Robotham auch wieder detailliert und einfühlsam auf die Beweggründe der einzelnen Mitwirkenden ein und schafft damit ein absolutes rundes Bild. So findet man sich nicht nur in einer dramatischen, rasant erzählten Geschichte wieder, sondern kann die Handlungen von Ali, Cate und später auch Samira wunderbar nachvollziehen.   Die Story entwickelt sich sehr komplex, wirkt durchweg bedrückend und ist eher düster angelegt und wird vom Autor mit einer Intensität wiedergegeben, die einen durchweg sehr nachdenklich stimmt. Geschuldet ist dies nicht nur durch die eindringliche Schreibweise des Autors, sondern auch schlichtweg durch die Themen, welche Michael Robotham behandelt. Der Autor schönt dabei nichts und gerade hierdurch wird der Psychothriller sehr realistisch vermittelt.   Fazit: Ein intensiver, nachdenklicher, hervorragend recherchierter und hochspannender Psychothriller.

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  • Eine Fähre in die Nacht

    Todeskampf
    Stefan83

    Stefan83

    „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ So würde vielleicht auch Michael Robotham denken, wenn er sich näher mit den äußerst frei interpretierten Übersetzungen seiner Titel ins Deutsche beschäftigen würde, für die der Goldmann Verlag in schöner Regelmäßigkeit verantwortlich zeichnet. Und das nicht nur bei ihm: Ob Mark Billingham, Ian Rankin oder Stuart MacBride – der sinnfreien Übertragung in unsere Muttersprache sind anscheinend keinerlei Grenzen gesetzt, wobei mich persönlich im Falle Robotham auch dann noch die Covergestaltung stört, die zwar eines Fitzek oder McFadyen durchaus würdig wäre, zu dem australischen Schriftsteller allerdings überhaupt nicht passt. Das sei von mir deshalb erwähnt, da durchaus auch anderen Krimi-Freunden die Aufmachung – welche uns einen weiteren blutigen und auf Mainstream gebügelten „Thriller“ suggeriert – wenig zusagen und in manchen Fällen vielleicht sogar deshalb einen Kauf verhindern dürfte. Und das wäre schade, da Robotham zu den talentiertesten Spannungsautoren der neuen Generation gehört und in jedem seiner Romane das Genre auch neu interpretiert, die Handlung aus einer anderen Sichtweise und Perspektive beleuchtet. Während im Debütroman „Adrenalin“ noch der Psychotherapeut Joe O'Loughlin im Mittelpunkt der Geschichte stand und im Nachfolger „Amnesie“ Inspektor Ruiz diese Rolle ausfüllte, nimmt letzterer in „Todeskampf (im Original „The Night Ferry“ – sollten sie einen Zusammenhang der Titel suchen, geben sie auf – es gibt keinen) nun einen Platz als Assistent/Side-Kick ein. Wie auch sein südafrikanischer Kollege Deon Meyer, so legt auch Robotham großen Wert darauf, seine Figuren in unterschiedlichen Konstellationen auftreten zu lassen, wodurch das Gesamtwerk einen authentischeren Anstrich bekommt. „Todeskampf“, im Jahr 2007 erschienen, profitiert bereits in hohem Maße von den beiden Vorgängern (die man nicht unbedingt gelesen haben muss, auch wenn ich dazu raten würde), da altvertraute Bekannte es der neuen Protagonistin, der jungen Londoner Polizistin Detective Constable Alisha Barba, leicht machen, als vollwertiger Charakter ernst genommen zu werden. Interessant dabei ist, dass Robotham nicht nur in Punkto Personal, sondern auch hinsichtlich des Stils Vielseitigkeit demonstriert, schmeckt doch sein dritter Roman mehr nach „Noir“, als die beiden Vorgänger, welche das „Police-Proceudal“-Genre („Amnesie“) und den Psychothriller („Adrenalin“) bedienten. Grund dafür ist der Plot, der sich auf äußerst eindringliche Art und Weise aktuellen Themen widmet, welche selten in diesem komplexen Umfang ihren Weg in einen Krimi finden. Zum besseren Verständnis sei die Handlung kurz angerissen: Als sich Detective Constable Alisha Barba auf den Weg zum Ehemaligen-Treffen ihrer Schule in London aufmacht, kann sie noch nicht ahnen, dass der Abend mit alten Freunden einige Überraschungen für sie bereithält. Ihre ehemalige Freundin Cate, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt hat, nutzt das freudige Wiedersehen, um Alisha verzweifelt um Hilfe zu bitten, da sie um das Leben ihres ungeborenen Babys fürchtet. Die junge Polizistin versucht zu beschwichtigen, kann das Flehen von Cate, die in der Vergangenheit nicht immer einfach war, nur schwer einordnen. Nur wenige Stunden später wird diese gemeinsam mit ihrem Ehemann Felix von einem PKW überrollt. Beide erliegen noch in derselben Nacht ihren Verletzungen. Ein Unfall, so das Urteil der Polizei, doch Alishas Misstrauen ist geweckt, als bei der Obduktion herausgefunden wird, dass Cate ihre Schwangerschaft nur vorgetäuscht hatte. Hatte sie vielleicht geplant, ein Kind illegal zu adoptieren? Die Suche nach Antworten führt sie, gegen den Willen ihrer Vorgesetzten, bis nach Amsterdam, einer Hochburg der Prostitution, wo sie gemeinsam mit dem inzwischen pensionierten Detective Inspector Vincent Ruiz auf ein gefährliches Netz des Menschenhandels stößt, dessen Fäden bis in die entlegensten Winkel Europas reichen. Als beide erkennen, mit wem sie es zu tun haben, ist es fast zu spät … „Todeskampf“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht immer schubkarrenweise Leichen oder eines soziopathischen Serienkillers bedarf, um beim Leser ein Gefühl des Unbehagens und des Ekels zu erzeugen – die Realität selbst übertrifft hier alle Fiktion. Und Robotham nimmt sich der vorliegenden Thematik nicht nur mit viel Sorgfalt und Vorsicht an, er widersteht auch der Versuchung diese mit kunstvollen Effekten zu würzen. Als Folge davon vergisst man zwischenzeitlich gar, dass man einen Spannungsroman zwischen den Fingern hat, liest sich doch „Todeskampf“ in vielen Elementen eher wie eine Milieustudie, welche insbesondere im berüchtigten Rotlichtviertel von Amsterdam nichts beschönigt und die dunklen Seiten der holländischen Stadt auf Pfählen betont. Alishas Ermittlungen in den düsteren Gassen sind stimmungsvoll und erdrückend zugleich, da es dem Autor hervorragend gelingt, die hoffnungslose Atmosphäre des Schauplatzes einzufangen und damit auch dem Schicksal der dort zum Verkauf stehenden Frau gerecht zu werden. Erschreckend die Hilflosigkeit der Polizei angesichts der vor ihren Augen verübten Verbrechen. Unbehagen, ob der weiterführenden Gedanken, die ich mir als frisch gewordener Vater einer Tochter während der Lektüre gemacht habe. Michael Robotham gelingt, woran sich viele Krimi-Schreiber heutzutage verheben. Eine stimmige, handwerklich anspruchsvolle Handlung auf Papier zu bringen, in der auch die kleinsten Nebenfiguren mit Sorgfalt gezeichnet werden und die Chemie zwischen Protagonist und Assistent einfach passt. Vincent Ruiz, in „Adrenalin“ noch eher ungeliebter Jäger des eigentlichen Helden, erweist sich nun, um einige Jahre gealtert, als hilfreicher Unterstützer der vom Instinkt getriebenen Polizistin, der auch am Rande des Gesetzes entschlossen bleibt, ihre gemeinsame Mission zu ihrem Ende zu bringen. Notfalls sogar unter Riskierung des eigenen Lebens. Und Alisha Barba selbst hebt sich erfrischend von den vielen FBI-Schönheiten der Genre-Konkurrenz ab, die noch im Kugelhagel Leichen sezieren und nach einem harten Tag im Büro mit ihrem ebenso wohlgeformten Kollegen unter die Bettdecke hüpfen. Robotham nimmt sich, auch auf Kosten des Tempos, Zeit, seine Figuren zu skizzieren, ihnen Schärfe und Kontur zu verleihen. Im Falle Alishas geht er dabei näher auf ihre indische Herkunft ein, welche sie zwar nicht verleugnet, die aber oft ihren Erlebnissen im Beruf diametral gegenüber steht. Es ist hier nicht ohne einen gewissen Humor, wie sie versucht, diesen Spagat innerhalb der Familie zu vollziehen, ihre Verwandtschaft nicht zu brüskieren. Sicherlich – es wird gewisse Leser geben, die dies als Verschleppung des Plots empfinden, für die diese genaue Ausarbeitung ein unnötiges Hindernis darstellt, welches den Spannungsbogen gefährdet. Und wenn wir ehrlich sind: Ja, „Todeskampf“ fehlt, besonders zur Mitte, diese durchgehende Suspense, was meines Erachtens aber eben gerade durch obige Punkte kompensiert wird. Die Schrecknisse des organisierten Verbrechens, das kriminelle, menschenverachtende Treiben der Schlepperbanden, die kommerzielle Leihmutterschaft – all das beschäftigt, macht nachdenklich und hebt den Roman letztlich auf eine gänzlich andere Ebene. Wer sich darauf einlässt, wird in hohem Maße und nachwirkend davon profitieren. Freunde des „Page-Turners“ dürften daran wahrscheinlich weniger Freude haben, auch weil Robotham den Fehler macht, den unheimlich stimmungsvollen Showdown auf einer Fähre bei ihrer nächtlichen Überfahrt, noch durch einen (zumindest aus meiner Sicht) unnötig kitschigen „Wurmfortsatz“ zu verlängern, den ein guter Lektor vielleicht auch besser vor Veröffentlichung entfernt hätte. Ein Lapsus, den man Robotham rückblickend gerne verzeiht, der mir auch mit „Todeskampf“ wieder Lust auf mehr aus seiner Feder gemacht hat.

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    • 2
  • Menschenhandel und Leihmutterschaft

    Todeskampf
    Thommy28

    Thommy28

    Einen Einblick in die Handlung gibt recht gut schon die Information hier auf der Buchseite - ich erspare mir deshalb eine weitere Inhaltsangabe. Hier meine persönliche Meinung: Das Buch gehört zwar nicht direkt in die Reihe um den Psychologen Joe O´Loughlin und Ex-Detective Vincent Ruiz; trotzdem kommen Figuren vor, die auch dort zu finden sind. Haupt-Protagonistin ist in diesem Buch Detektive Constable Alisha "Ali" Kaur Barba, die auch schon im Band "Amnesie" der Reihe O´Loughlin/Ruiz eine Rolle gespielt hat und deren Schicksal hier weitergeführt wird. Der Schreibstil ist wie immer sehr gut, gefühlvoll und mit tollen Formulierungen. Er spielt gekonnt mit schönen Metaphern. Das Buch kann sehr gut unterhalten, wenn auch die Spannung nun nicht gerade "überbordet". Manchmal erinnert es mehr an einen Krimi, denn an einen Thriller. Trotzdem ein sehr schönes, empfehlenswertes Buch über berührende Schicksale im Umkreis von erzwungener Leihmutterschaft und menschenverachtendem Menschenhandel.

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    • 2
  • London und Amsterdam, erschreckend aktuell !!!

    Todeskampf
    Birkhenne

    Birkhenne

    25. April 2014 um 15:10

    Nachdem ich von Michael Robotham bereits "ADRENALIN" und "AMNESIE" gelesen habe ist dies nun der dritte Band einer Thrillerreihe, um den "besten Psychologen Londons" Joe O'Loughlin, Detective Inspektor Vincent Ruiz und Detective Constable Alisha Barba. Ich würde diese drei Bücher nicht unbedingt als Psychothriller einordnen, obwohl sie spannend sind ohne Frage. Richtige Thrillerfreunde werden hier wohl eher enttäuscht, denn es geht in diesen Büchern weder um einen Serienkiller, noch um irgendein blutiges Gemetzel sondern alle drei Bücher schildern mit einer Liebe zum Detail die erschreckende Realität mit seinen Auswüchsen in der heutigen Gesellschaft wieder. In Band 1 "ADRENALIN" wird die Geschichte aus der Sicht Joe O'Loughlin, dem "besten Psychologen Londons" erzählt. Selbst an Parkinson erkrankt versucht er täglich in seinem Job trotzdem sein Bestes zu geben. In Band 2 "AMNESIE" wird die Handlung aus der Sicht des Detective Inspektor Vincent Ruiz, der in dieser Geschichte gleich zu Beginn aus der Themse geborgen wird und tagelang im Koma liegt. In diesem zweiten Band lernen wir schon DC Alisha Baba kennen, die wie man schon an ihrem Namen erkennen kann, indischer Herkunft ist und noch dazu aus einer Sikh-Familie kommt. In Band 3 "TODESKAMPF" ist Alisha Barba an der Reihe, den spannungsgeladenen Plot aus ihrer Sicht zu erzählen. Sie gerät bei ihren Ermittlungen in einen Strudel aus Menschenhandel, Prostitution, erzwungene Leihmutterschaft und Adoptionsverkäufen, wie man es sich krasser kaum vorzustellen vermag. Das Thema dieses dritten Bandes fand ich besonders, weil man zwar in den täglichen Nachrichtensendungen einiges über solche Machenschaften hört aber wenn man es so "hautnah", wie bei Michael Robotham liest, mit seinem für mich hervorragenden Schreibstil, ging mir das Thema besonders nahe. Ein "normaler" Psychothriller hat für mich oft nur einen Unterhaltungswert. Die Bücher von Michael Robotham sind für mich etwas Besonderes und ich freue mich schon auf Band 4 "DEIN WILLE GESCHEHE". Der Schreibstil des Autors erinnert mich ein wenig an Harlan Coben. Übrigens muss man die Bücher nicht unbedingt in der Reihenfolge lesen, da sie in sich abgeschlossen sind.

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  • Todeskampf

    Todeskampf
    maxibiene

    maxibiene

    14. June 2013 um 20:12

    Eigentlich hatte Alisha gar nicht vor gehabt, zu diesem Klassentreffen zu gehen. Doch die verzweifelte Bitte ihrer alten Freundin Cate zu kommen, macht es ihr unmöglich nicht zu erscheinen. Obwohl Cate und Alisha seit Jahren kein Wort mehr miteinander gewechselt hatten, tritt die hochschwangere Cate fast völlig losgelöst Alisha gegenüber. Aber der Schein trübt. Cate glaubt, dass jemand hinter ihrem Baby her ist. Bevor sie sich Alisha ganz anvertrauen kann, werden Cate und ihr Mann in einen Unfall verwickelt. Cate überlebt zunächst schwer verletzt. Während ihrer Wiederbelebungsversuche stellen die Ärzte jedoch eine vorgetäuschte Schwangerschaft fest. Alisha, die es kaum glauben kann, beginnt auf einige Faust zu recherchieren, da ihr von der Polizei keine Hilfe zu Teil wird. Michael Robotham hat einen Thriller präsentiert, in dem Detective Inspector Vincent Ruiz eher nur eine kleine Nebenrolle als pensionierter Polizist zugedacht worden ist. Die Hauptfigur in der 3. Folge der Ruiz-Serie hat dieses Mal die Polizistin, Detective Constable Alisha Barba mit Migrantenhintergrund inne. Aus ihrer Sicht lässt der Autor den Hauptteil der Story in der Ich-Perspektive erzählen, was eigentlich schon etwas irritierend ist, da inzwischen in jeder Folge ein anderer Protagonist die Ich-Erzählversion „verpasst“ bekommen hat. Alisha ist auch dieses Mal die Heldin dieser Folge, die nach ihrer schweren Verletzung den Polizeidienst wieder aufgenommen hat. Sie versucht nun auf eigene Faust hinter das Geheimnis ihrer Freundin Cate zu kommen, die ihre Schwangerschaft vorgetäuscht hat. Dass sie dann auf einen Wulst von Intrigen und Machenschaften stößt, ist schnell überschaubar. Dass ihre Ermittlungen sie schließlich in die Niederlande führen, bei die sie zu einem Kinderhändlerring führt, damit hat selbst Alisha nicht gerechnet. Der Autor hat eine sehr komplexe und vielschichtige Story erzählt, die zudem viel Interessantes über die Gepflogenheiten einer indischen Familie schildert. Auch wenn die Erzählweise mitunter sehr gewöhnungsbedürftig ist, lässt sich die Geschichte schön in einem Zug lesen. Der Schreibstil ist zwar, aufgrund der kurzen Sätze, teilweise sehr holprig, was vielleicht auch an der Übersetzung liegen kann, aber ansonsten sehr spannend. Allerdings finde ich, dass er an sein Erstlingswerk noch lange nicht wieder heran gereicht hat.

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  • Rezension zu "Todeskampf" von Michael Robotham

    Todeskampf
    LindyBooks

    LindyBooks

    17. March 2013 um 22:55

    Detective Constable Alisha Barba ist zutiefst beunruhigt, als sie ihrer Freundin Cate nach Jahren wiederbegegnet. Die hochschwangere Cate ist davon überzeugt, dass jemand hinter ihrem ungeborenen Baby her ist. Alisha will ihrer verzweifelten Freundin helfen, doch nur wenig später liegt Cate im Koma – sie wurde von einem Auto angefahren. Nachdem die Polizei das Ereignis als Unfall abgehakt hat, beginnt Alisha, auf eigene Faust zu ermitteln, und gerät in einen Sumpf aus Sex und Gewalt ... * "Todeskampf" ist der dritte Teil der sogenannten "Joe O'Loughlin-Serie", allerdings kommt der Psychologe Joe O'Loughlin diesmal überhaupt nicht vor. Der mittlerweile pensionierte Detective Inspector Vincent Ruiz dagegen schon, aber die Protagonistin ist Detective Constable Alisha Barba, die man zuvor, im zweiten Teil "Amnesie", kennen gelernt hat. Und da sie mir da schon sympatisch wirkte, hat mir dieses Buch mit ihr als Protagonistin gefallen. Es hatte mich also nicht gestört, dass es nicht, wie gewohnt, um Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz ging. Das Thema fand ich auch sehr interessant, ich kann aber dazu nichts sagen, ohne dass ich zu viel verrate. Außerdem, zumindest ging es mir so, ist einem früh klar, was passieren wird und wie es ausgehen wird und welche Rolle gewisse Personen in dieser Geschichte spielen. Aber das hat mich auch nicht gestört und ich wurde gut unterhalten. Aber die Bücher von Michael Robotham sind, meiner Meinung nach, keine Psychothriller. Es sind eher Kriminalromane, in denen ab und zu auch mal ein paar Thrillerelemente zu finden sind. Nun bin ich auf den vierten Teil "Dein Wille geschehe" gespannt, wieder mit Joe O'Loughlin als Protagonisten.

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  • Rezension zu "Todeskampf" von Michael Robotham

    Todeskampf
    Desire

    Desire

    04. October 2012 um 10:34

    Eine bewegende Story, sehr gut geschrieben.