Michael S. Aßländer Handbuch Wirtschaftsethik

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Inhaltsangabe zu „Handbuch Wirtschaftsethik“ von Michael S. Aßländer

In Zeiten der Globalisierung wichtiger denn je: eine Debatte über wirtschaftsethische Standards. Von Aristoteles bis zur experimentellen Ökonomik bietet das Handbuch einen umfassenden Überblick über die philosophischen und theoriegeschichtlichen Hintergründe der Wirtschafts- und Unternehmensethik. Es stellt die zentralen Probleme und Ansätze vor und beleuchtet mögliche Instrumente wie Ethikkodizes, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sozialstandards. Grundlegende Begriffe erschließt der Schlussteil des Bandes.

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  • Rezension zu "Handbuch Wirtschaftsethik" von Michael S. Aßländer

    Handbuch Wirtschaftsethik

    michael_lehmann-pape

    15. November 2011 um 14:04

    Interdisziplinärer Überblick Das die Ethik abhanden gekommen ist (so sie in Breite überhaupt wirtschaftlich vorhanden war), dass man sich nach dem „rheinischen Kapitalismus“ zurücksehnt, nach der „Deutschland AG“ trotz allen Filzes und aller Festgefahrenheit der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, spricht natürlich Bände über den (praktischen) Zustand der Wirtschaftsethik dieser Tage. Somit ist das vorliegende Handbuch durchaus ein thematisch hoch aktuelles. Im Buch allerdings liegt kein einfaches „Programm für Ethik“ vor, keine populistischen „einfachen Regeln“ und kein vordergründiges (und eher einfaches) Werturteil über die gegenwärtige ethische Grundhaltung des Wirtschaftens und der daran beteiligten Akteure. In interdisziplinärer Breite, klaren Rahmungen und notwendiger Tiefe legt Michael S. Aßländer als Herausgeber einen umfassenden Blick auf das Fach aus wissenschaftlicher Perspektive vor, in welchem die Wirtschaftsethik in ihrer Begriffs- und Entwicklungsgeschichte ebenso gewürdigt wird, wie Grundprobleme, Instrumente und Konzepte wirtschaftsethischen Denkens und Handeln ausführlich vorgestellt werden. Eine umfassende Betrachtung, die natürlich auch die gegenwärtigen Fragen und Problematiken aufnimmt und diese als Ansatzpunkt des Themas gestaltet. In der Einleitung bereits rekurriert Aßländer auf diese „Aktualität“ des Themas und verknüpft diese mit der grundlegend bedeutsamen Frage der „Beurteilung unternehmerischer Aktivitäten im Rahmen von Fragen der moralischen (und ethischen) Integrität“. Von öffentlicher Seite her, aber auch von Unternehmensseite selbst sieht Aßländer diese Aufmerksamkeit auf das Thema zunehmen. Im Aufbau des Buches nun legt Aßländer strukturiert nacheinander den Schwerpunkt zunächst die philosophischen Grundlagen (Wirtschaftsethik als Teil der Philosophie) und die theoriegeschichtlichen Hintergründe der Wirtschafts- und Unternehmensethik. Vor allem die sorgfältige Darstellung der wichtigsten theoriegeschichtlichen Entwürfe (die soziale Marktwirtschaft, die katholische Soziallehre, die evangelische Sozialethik, die integrative Wirtschaftsethik als „große“ Konzepte , aber auch der republikanische, der ordnungstheoretische und der geouvernancethische Ansatz) liegen hier in fundierter Darstellung vor. Im weiteren wendet sich das Buch zentralen wirtschafts- unternehmensethischen Ansätzen zu und zieht vor allem einen (wichtigen) angemessen dargestellten Vergleich zwischen der Entwicklung der deutschsprachigen Wirtschaft und der angloamerikanischen Wirtschaft im Blick auf die (doch durchaus verschieden) vorliegenden und weiter sich entwickelnden ethischen Grundlagen des Wirtschaftens. Die theoretische Diskussion des Themas erfolgt in Kapitel V, vor allem unter Berücksichtigung jenes „Spannungsschwerpunktes“, an dem es zu Reibungen zwischen einerseits ethischen Erkenntnissen und ethischen Handlungsweisen und ökonomischen Anforderungen kommt. Dass diese Spannungen nichtunaufgelöst im Raum verbleiben müssen, das weist Aßländer nachvollziehbar und fundiert in den nächsten Kapiteln nach. Instrumente der Wirtschaftsethik (Wertemanagement, Sozialstandards, Ethics Officer u.a.) werden dargestellt, deren Zielrichtung eine „Integration der gesellschaftlichen Verantwortung in das Alltagshandeln der Unternehmens zum Ziel haben, innerhalb derer auch die unternehmerische Verantwortung zur „Annehme einer ethischen Implementierung“ dargelegt wird. Im Folgenden differenziert das Buch den allgemeinen Begriff „Wirtschaftsethik“ in „Bereichsethiken“ hinein auf. Marketing, Management, Unternehmensführung, Unternehmensorganisation, Investment, Teilbereich, die mit ihrer je eigenen Zielrichtung und ihrem je eigenen Stellenwert im Unternehmen auch eigenen Regeln zum Teil folgen und im buch in diesem Stellenwert aus ethischer Sicht betrachtet werden. Im letzten Teil des Buches schließt Aßländer den Kreis zum Anfang, noch einmal rückt die aktuelle Diskussion konzentriert in den blick und zukünftige Herausforderungen der Wirtschaftsethik werden auf diesem Status quo benannt, wie auch die Wechselwirkung der aktuellen Weltlage im Zuge der Globalisierung ebenfalls Einfluss nehmen wird auf Fragestellungen der Wirtschaftsethik. In teils hochkomplexer Form legt Michael S. Aßländer eine umfassende Darstellung und Untersuchung der Entwicklung, der Geschichte und der aktuell möglichen Anwendungsbereiche und Instrumente der Wirtschafts- und Unternehmensethik vor. Als wissenschaftliches Buch in erster Linie zur Beförderung der wissenschaftlichen Diskussion gedacht, bedarf es einer hohen Konzentration, sich in das Buch und die einzelnen Themenfelder einzuarbeiten. Eine Konzentration, die sich allerdings überaus lohnt, denn in wenigen anderen Darstellungen liegt eine solch umfassende und, in Teilen, auch praxisorientierte Darstellung des Themas vor.

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