Michael Scheffel

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Lebenslauf von Michael Scheffel

Michael Scheffel, geb. 1958; Studium generale am Leibniz Kolleg, Tübingen; Studium der Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Tübingen, Tours und Göttingen. Licence de lettres modernes, Tours 1981; 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien, Göttingen 1983; Dr. phil., Göttingen 1988 (Magischer Realismus. Die Geschichte eines Begriffes und ein Versuch seiner Bestimmung. Tübingen 1990); Habilitation, Göttingen 1995 (Formen selbstreflexiven Erzählens. Eine Typologie und sechs exemplarische Analysen. Tübingen 1997). Seit März 2002 Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal. Seit 2008 Prorektor für Forschung, Drittmittel und Graduiertenförderung an der Bergischen Universität Wuppertal. Forschungsschwerpunkte: Realismus und Frühe Moderne; Formen metafiktionaler Literatur; Narratologie und Fiktionalitätstheorie.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael Scheffel

Cover des Buches Einführung in die Erzähltheorie (ISBN: 9783406471308)

Einführung in die Erzähltheorie

 (26)
Erschienen am 12.10.2009
Cover des Buches Liebelei (ISBN: 9783150181577)

Liebelei

 (26)
Erschienen am 01.01.2001
Cover des Buches Der Amokläufer (ISBN: 9783150195567)

Der Amokläufer

 (4)
Erschienen am 28.09.2018
Cover des Buches Die großen Erzählungen (ISBN: 9783150202548)

Die großen Erzählungen

 (3)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches Die grossen Erzählungen (ISBN: 9783150500514)

Die grossen Erzählungen

 (1)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches Einführung in die Erzähltheorie (ISBN: 9783406699696)

Einführung in die Erzähltheorie

 (1)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches Anatol. Anatols Größenwahn (ISBN: 9783150193259)

Anatol. Anatols Größenwahn

 (0)
Erschienen am 14.07.2017
Cover des Buches Brennendes Geheimnis (ISBN: 9783150140208)

Brennendes Geheimnis

 (0)
Erschienen am 13.11.2020

Neue Rezensionen zu Michael Scheffel

Cover des Buches Reigen (ISBN: 9783150181584)A

Rezension zu "Reigen" von Arthur Schnitzler

Literarisch zu anspruchslos - sogar für Schnitzler
awogflivor einem Jahr

Schnitzler selbst wollte den Reigen ursprünglich nicht veröffentlichen, weil er ihn literarisch für zu wenig anspruchsvoll hielt. Dieser ersten und ursprünglichen Einschätzung des Autors muss ich bedauerlicherweise vollends zustimmen. Ich glaube, ich habe nur einen schlechteren Schnitzler als den Reigen gelesen, und ich hab sehr viele gelesen.

Wenn mal mal vom Skandal, den das Werk zu seiner Zeit verursacht hat, absieht und das Theaterstück im Lichte der heutigen Zeit betrachtet, dann bleiben nur noch extrem platte Dialoge übrig, die der Güte von Schnitzlers Fabuliertalent recht unwürdig sind.

Lediglich eine Geschichte fand ich von der Konstruktion her ansprechender: Die junge Frau und der Ehemann. Als der betrügende Ehemann von der Tugend von Frauen faselt, seine Frau sogar dazu anhält, dass sie sich sogar nicht mit Freundinnen abgeben soll, die ihrerseit ihre Ehemänner betrügen, nichts ahnend dass seine Frau ihm schon längst die Hörner aufgesetzt hat. Einerseits treibt er es selbst mit verheirateten Frauen, kommt aber nie auf die Idee, dass ein anderer Mann so etwas auch tun könnte. Wo sollen denn all diese untreuen Frauen sonst herkommen. Das ist irgendwie naiv und auch köstlich, denn er nimmt sich in der Ehe etwas heraus, was er bei seiner Frau nicht einmal zu denken wagt und bekommt hinterrücks die Rechnung präsentiert.

Ein zweiter innovativer Punkt des Dramas ist die Szenenanordnung. Wie ein Staffelholz der Liebelei oder wie eine Geschlechtskrankheit wird der sexuelle Akt von einem zum anderen weitergegeben - quer durch die Gesellschaftsschichten von Nutte auf Soldat auf Dienstmädchen auf feiner Herr auf feine verheiratete Dame auf Ehemann auf süßes Mädel ... bis wir am Ende wieder auf die Nutte der ersten Szene treffen. Das klingt nach einem seriellen Gang Bang in dem das Token (Ausdruck aus der IT) in einem Ring weitergegeben wird. Token-Ring war übrigens eine Form von Netzwerkstruktur, nicht mehr ganz aktuell aber so passend auf dieses Stück wie nur was.

Diese zwei positiven, beziehungsweise innovativen Aspekte, die ich hervorgehoben habe, sind auch der Grund, warum sich das Werk bei mir das zweite Sternderl verdient hat, ansonsten ist nix dran am Reigen. Nun werde ich mir den Reigen reloaded zu gemüte führen, der das Werk in die heutige Zeit versetzen will - ich bin schon gespannt ob der Remix von heute besser wird als das Original.

Fazit: Lest einen Schnitzler, aber einen anderen! Im Rahmen der Theaterstücke kann ich Das weite Land empfehlen bei Schnitzlers Novellen ist fast alles gut.

Kommentare: 10
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Cover des Buches Liebelei (ISBN: 9783150181577)B

Rezension zu "Liebelei" von Arthur Schnitzler

Classic Schnitzler
Birdy_vor 2 Jahren

Liebelei ist ein typisches Werk für Schnitzler, in dem die Handlung zwischen den Zeilen passiert. Die Konzeption der Figuren lässt sich schnell erfassen und ist einfach gehalten. In nur 3 Akten findet sich Freytags typischer Aufbau in seinen Grundzügen wieder, wobei für den Leser offen bleibt, ob das Werk in einer Lösung oder einer Katastrophe mündet.


Vor allem Leser, die sich langsam an Dramen rantasten möchten, kann man dieses Stück empfehlen. Die Sprache ist verständlich, Handlung und Anzahl der Personen sind überschaubar und qualifizieren Liebelei als Teil des Grundbestands zumindest meines Reclam-Regals.

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Cover des Buches Reigen (ISBN: 9783150181584)M

Rezension zu "Reigen" von Arthur Schnitzler

Rezension zu "Reigen" von Arthur Schnitzler
Marlischenvor 12 Jahren

SKANDAL! PORNOGRAPHIE! WAS FÜR EIN LUSTMOLCH! "Schreibens doch mal was gscheites" - mit diesen Worten wurde Schnitzlers "Liebesreigen" bei den deutschen Verlagen abgelehnt. In Österreich publiziert machte das Drama die Öffentlichkeit auf sich aufmerksam und wurde heftig debattiert. Bis 1982 wurde das Werk nach den ersten beiden Aufführungen nicht mehr auf der Bühne gezeigt, da die Gegenreaktionen zu groß waren.
Der Reigen beinhaltet 10 Szenen - jeweils zwei Personen. Im Mittelpunkt der Liebesakt. Nie wird dieser explizit erwähnt oder darüber gesprochen. Die Personen sprechen davor und danach miteinander. Jede Figur liebt zweimal. Und die letzte Szene endet mit ebendieser Dirne, die das Stück eröffnet - der Liebesreigen kann von neuem beginnen.

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