Michael Schewe

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Rezension zu "Europa, wir kommen! Und wir werden immer mehr." von Michael Schewe

Nicht die Form Sachbuch die ich erwartet habe...
Buechergartenvor 3 Jahren

INHALT:

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht davon aus, dass im Jahr 2015 mehr als 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind. Sie fliehen vor Krieg, Fanatismus und Armut. Viele Vertriebene hoffen, der Hölle auf Erden entkommen zu können, indem sie sich auf den Weg nach Europa machen. Wer die gefahrvolle Odyssee ins vermeintliche Paradies Deutschland unbeschadet übersteht, erlebt eine böse Überraschung.

Während die einen den erschöpften Ankömmlingen begeistert applaudieren, werden sie von anderen beschimpft und mit Steinen beworfen. Die Gesellschaft spaltet sich und man scheint nur die Wahl zwischen Tugendterror und Wutbürgertum zu haben. Alles wird medienwirksam inszeniert und langsam aber sicher wird klar, dass die Realität nicht ganz nach Drehbuch verläuft. Ohnmächtige Entwicklungshelfer stehen politischem Kalkül gegenüber, aber die Ursache der Krise wird trotz allem Einsatz nicht bekämpft, sondern nur die Folgen. Derweilen bleibt die Flüchtlingskatastrophe ein Milliardengeschäft für Schlepper und Menschenhändler und die Unterkünfte werden zu sozialen Brennpunkten mitten in Deutschland. Diese Art der planlosen Multikulti-Politik hat ihre Wurzeln in der hierzulande omnipräsenten Vergangenheitsbewältigung und lenkt das Bild von möglichen Gefahren, wie der Entstehung von Parallelgesellschaften oder einer unkontrollierten Unterwanderung unseres Rechts- und Wertesystems ab. Wenn sich die Verantwortlichen auch weiterhin weigern, die Ursachen der Krise zu bekämpfen, wird der Flüchtlingsstrom unvermindert anhalten. Und keiner kann sagen, wie lange Deutschland diesem Druck dann noch standhalten wird.

 

EIGENE MEINUNG:

Gerade bei einem solch schwierigen Thema hat mich hier das Cover auf seine ganz eigene Art angesprochen. Ich fand es wirkt objektiv und gerecht. Die in die Höhe gestreckten Hände könnten den Schrei nach Hilfe ebenso wie eine Meldung bedeuten. Die Farbgestaltung fand ich auch sehr ansprechend und gab mir das Gefühl ein Sachbuch in Händen zu halten das auch den Titel sehr weise und vorsichtig gewählt hat. Wie bei allen Sachbüchern die ich rezensiere gibt es auch hier wieder „nur“ den tatsächlichen Klappentext – man soll ja bekommen was dieser einem verspricht oder suggeriert.

Genau dies war bei mir leider weniger der Fall. Das Buch ist von zwei Autoren geschrieben und teilt sich für mich etwas in zwei Bereiche. Erst liest man in 17. Kapiteln über verschiedene Themen, im Anschluss daran erwarten den Leser die angesprochenen Interviews und Hintergründe. Danach folgt ein Quellen- bzw. Literaturverzeichnis. Bei diesem muss ich sagen hätte ich mir an manchen Stellen Fußnoten gewünscht, das es doch teils etwas anstrengend war immer am Ende des Buches mit einer Zahl nachblättern zu müssen. An sich ist das Buch hochwertig gestaltet, hat angenehm feste Seiten und eine gute Schriftgröße. Wie gesagt ist es in mehrere kurze Kapitel unterteilt – vorangesetzt ist ein kleines Vorwort:

1.    Das Boot ist voll

2.    Die unsichtbare Bedrohung

3.    Islamischer Terror in Süd- und Südostasien

4.    Afghanistan

5.    Syrien

6.    Irak

7.    Wer manipuliert wen?

Terrorgruppen und westliche Geheimdienste

8.    Der Iran und die Rivalität zwischen Schiiten und Sunniten

9.    Vom Jemen bis Afrika –

Gotteskrieger auf dem Vormarsch

10.  Milliardengeschäft Menschenschmuggel

11.  Unterwegs nach Deutschland –

Fünf Flüchtlinge berichten

12.  Willkommenskultur in Deutschland:

Wunsch und Wirklichkeit

13.  Flüchtlingsunterkünfte als soziale Brennpunkte

14.  Noch besorgt oder schon wütend?

Bürgerlicher Protest

15.  Knallharte kriminelle Strukturen –

Parallelgesellschaften in Deutschland

16.  Wollen wir das überhaupt? Integration von Muslimen

17.  Der „amerikanisierte“ homo oeconomicus

im entfesselten Kampf der Kulturen

 

Einige Themen haben mich aus diesem Kapiteln besonders interessiert, z. B. der Terror in Süd- und Südostasien von dem ich bisher noch gar nicht so viel gehört hatte. Auch insgesamt konnte ich aus dem Buch einige neue Erkenntnisse ziehen und es gab interessante Fakten und Denkanstöße. Gefehlt hat mir dabei etwas eine Karte um eine genauere räumliche Vorstellung vom Geschriebenen zu erhalten. Was mich sehr gestört hat war, dass die Kapitel nicht mit einer Einleitung oder Hinführung zum neuen Kontext gestartet haben, sondern wie am Ende des letzten Kapitels einfach weiter geschrieben gewirkt haben. So konnte ich für mich persönlich schlecht an einem Kapitelende aufhören und nach einiger Zeit das neue beginnen. Ich müsste immer erst das Ende nochmals lesen um den Zusammenhang und roten Faden wieder zu finden. Was für mich jedoch das größte Problem war, ist dass ich die Objektivität die ich aufgrund des Klappentextes erwartet hatte im Buch nicht gefunden habe. Ich hatte es wirklich als Information gesehen, als Anregung und Denkanstoß und nicht aus einer bereits vorgefestigten Überzeugung heraus die ich wieder lesen wollte. Aber je weiter ich im Buch kam, desto widerwillige wurde ich selbst dagegen. Explodiert ist das Ganze schließlich als in einem Absatz beschrieben wurde wie ein Flüchtling davon erzählt, dass einer Krankenschwester wegen einer zu langen Wartezeit ein Becher voll Urin ins Gesicht geschüttet wurde und dass einige dies sehr amüsant fanden. Als Ereignis kann ich dies jederzeit so stehen lassen. Es in diesem Buch unkommentiert vorzufinden hat mich jedoch fast zur Weißglut getrieben. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits das Gefühl, dass das an einigen Stellen fast hetzerisch (z. B. gegen Akademiker etc.), unobjektiv und einseitig geschrieben war – mir kam es doch vor wie Meinungsmache. Mir hat der Schreibstil absolut nicht gefallen, sogar regelrecht aufgestoßen. In vielen Sätzen war dies für mich dann kein Sachbuch mehr, sondern ich las die persönliche und vor allem wertende, Meinung des Autors. Es tut mir leid dies sagen zu müssen, denn es waren durchaus gute und informative Ansätze zu erkennen, aber schlussendlich hat mich die Art und Weise des Buches komplett gegen sich aufgebracht und ich bin froh, dass es zumindest in Ansätzen noch einigen Mitlesern in der gemeinsamen Leserunde ähnlich erging.

 

FAZIT:

Ein Buch mit vielen guten und informativen Ansätzen – für mich jedoch unobjektiv, teils hetzerisch, einseitig und vor allem wertend und somit als Sachbuch nicht zu empfehlen.

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tweedledees avatar

Rezension zu "Europa, wir kommen! Und wir werden immer mehr." von Michael Schewe

Hintergründe zur aktuellen Flüchtlingskrise
tweedledeevor 3 Jahren

"Europa wir kommen und wir werden immer mehr" von den  Autoren Michael Schewe  und Artem Tschuwin ist ein informatives Buch, das die Hintergründe der aktuellen Flüchtlingskrise beleuchtet.

Das Buch ist in viele kurze Kapitel gegliedert, was sinnvoll ist, denn aufgrund der vielen Informationen ist es gut wenn man Kapitel für Kapitel liest und die Informationen erst einmal verarbeiteen und sacken lassen kann.

Die aktuelle Lage, die Spaltung der Gesellschaft in "Tugendterror und Wutbürgertum" wird aufgezeigt, genauso wie das Versagen der  Politik. 

Die politische Situation und Geschichte in Afghanistan, Syrien und dem Irak wird auch für den Laien verständlich erklärt, so dass man in der Lage ist die Zusammenhänge zu verstehen. Auch zu den verschiedenen Terrorgruppen, ihre Entwicklung sowie die Rolle der Geheimdienste gibt es interessante Informationen.  Der Autor zeigt auf, welche mafiösen Strukturen an der Flüchtlingskrise verdienen, ob Schlepper oder Menschenhändler.

Am interessantesten waren für mich die politischen Hintergründe zu den jeweiligen Ländern: Afghanistan, Syrien und Irak sowie die Rolle der USA und der westlichen Welt. Wie durch das Eingreifen des Westens bislang funktionierende Staaten in Chaos und Krieg gestürzt werden und immer wieder dieselben Fehler gemacht werden indem versucht wird, den Ländern eine neue Gesellschaftsordnung aufzudrücken, ohne sich zu fragen, ob dies von den Menschen gewollt bzw. überhaupt möglich ist. Beängstigend sind die Informationen zu IS oder Boko Haram und die Vielzahl der Krisenherde auf der Welt.

Der letzte Teil des Buchs gibt Interviews mit Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern wider, beschreibt wie deren Weg nach Deutschland verlief. Das Buch war für mich informativ, es setzt sich kritisch mit der aktuellen Thematik auseinander.

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Diana182s avatar

Rezension zu "Europa, wir kommen! Und wir werden immer mehr." von Michael Schewe

Eine sachliche Darstellung der aktuellen Flüchtlingskriese
Diana182vor 3 Jahren

Das Cover zeigt die europäische Flage und viele Hände, die danach greifen! Der Titel ist passend gewählt und macht deutlich, worin das Thema dieses Sachbuches liegt: die aktuelle Flüchtlingskriese!

Aber erst einmal kurz zum Inhalt - der Klappentext:
Ein Land in Ohnmacht: Tugendterror gegen Wutbürgertum und keiner, der die Ursachen anpackt! Ein kluges Buch mit Fakten, Hintergründen und Schicksalen der aktuellen Flüchtlingskrise. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht davon aus, dass im Jahr 2015 mehr als 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind. Sie fliehen vor Krieg, Fanatismus und Armut. Viele Vertriebene hoffen, der Hölle auf Erden entkommen zu können, indem sie sich auf den Weg nach Europa machen. Wer die gefahrvolle Odyssee ins vermeintliche Paradies Deutschland unbeschadet übersteht, erlebt eine böse Überraschung. Während die einen den erschöpften Ankömmlingen begeistert applaudieren, werden sie von anderen beschimpft und mit Steinen beworfen. Die Gesellschaft spaltet sich und man scheint nur die Wahl zwischen Tugendterror und Wutbürgertum zu haben. Alles wird medienwirksam inszeniert und langsam aber sicher wird klar, dass die Realität nicht ganz nach Drehbuch verläuft. Ohnmächtige Entwicklungshelfer stehen politischem Kalkül gegenüber, aber die Ursache der Krise wird trotz allem Einsatz nicht bekämpft, sondern nur die Folgen. Derweilen bleibt die Flüchtlingskatastrophe ein Milliardengeschäft für Schlepper und Menschenhändler und die Unterkünfte werden zu sozialen Brennpunkten mitten in Deutschland. Diese Art der planlosen Multikulti-Politik hat ihre Wurzeln in der hierzulande omnipräsenten Vergangenheitsbewältigung und lenkt das Bild von möglichen Gefahren, wie der Entstehung von Parallelgesellschaften oder einer unkontrollierten Unterwanderung unseres Rechts- und Wertesystems ab. Wenn sich die Verantwortlichen auch weiterhin weigern, die Ursachen der Krise zu bekämpfen, wird der Flüchtlingsstrom unvermindert anhalten. Und keiner kann sagen, wie lange Deutschland diesem Druck dann noch standhalten wird.



Nun zu meiner Meinung:
Viele Leser sind vorsichtig beim Griff zur Literatur, welche sich diesem aktuellen Thema widmet. man fragt sich gleich: Welche Richtung schlägt das Buch ein? Welche Schiene wird gefahren? Auch ich war skeptisch! Mich interessiert dieses aktuelle Thema sehr. Ich möchte aber weder etwas über rechte Hasspropaganda lesen, noch mir linke  Anekdoten anhören. Ich bin die Mitte, die einfach gerne erfahren möchte, welche Thematik sich da aktuell in der Welt abspielt! Den die eigentlichen Hintergründe blieben mir bisher unklar!

Dieses Buch richtet sich meiner Meinung nach genau an diese neutrale Schicht der  Bevölkerung, zu der auch ich mich zähle. Sachlich schildert der Autor seine Erfahrungen und erläutert für jedermann verständliche Hintergründe und Zusammenhänge.
Er nimmt uns mit in die betroffenen Länder und schildert die Probleme, welche schon Jahrzehnte zurück liegen, aber einen wichtigen Punkt in der heutigen Situation spielen. Viele geschichtliche Ereignisse waren mir bisher unbekannt.

Aber auch die aktuelle Politik Deutschlands wird aufgegriffen und thematisiert. 

Am Ende des Buches werden Flüchtlinge aus den Kriesenländern befragt und schildern ihre  traumatischen Erlebnisse.

In diesem Buch wird nichts schön aber auch nicht schlecht geredet. Alle Fakten werden mittels Quellen- und Literaturverzeichnis  zusätzlich untermauert.

Dieses Werk hat viele meiner Wissenslücken schließen können. Durch die leicht verständliche Schreibweise habe  ich die einzelnen Hintergründe verstehen können und hatte viele "aha-Momente".


Mein Fazit:
Allen neutralen Interessierten kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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Gespräche aus der Community

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Liebe Lovelybooks-Freunde,

wer hat Lust bei einer Leserunde zu " Europa, wir kommen", dem Buch von Michael Schewe und Artem Tschuwin zur aktuellen Flüchtlingskrise, teilzunehmen und Rezensionen zu schreiben?

Inhalt des Buches: Seit längerer Zeit beschäftigt sich der Ethnologe Michael Schewe mit Entwicklungshilfe und Interkultureller Kommunikation. In den letzten Monaten erforschte er die Hintergründe der aktuellen Flüchtlingskrise. Schewe deckte dabei erschreckende politische und wirtschaftliche Verknüpfungen auf. In dem Buch werden die Rechercheergebnisse öffentlich gemacht und mit Interviews untermauert, die der Journalist Artem Tschuwin mit Flüchtlingen geführt hat.

Wir stellen 20 Exemplare (gebundene Ausgaben oder E-Books) von "Europa, wir kommen" zur Verfügung. Mitarbeiter unseres Verlages werden an der Leserunde teilnehmen, mit euch diskutieren und Fragen beantworten.

Wer sich für das Buch interessiert, sollte sich bis 24. Januar melden und darf gerne die folgende Frage beantworten:

Was würdest du tun, wenn du aus deinem Heimatland fliehen müsstest?

Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Leserunde!

Euer CBX Verlag
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