Michael Schickenberg

 4 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Michael Schickenberg

Michael Schickenberg, geboren 1975, übersetzt Sachbücher und Romane aus dem Englischen und Norwegischen. Er studierte Anglistik/Amerikanistik, Germanistik und Skandinavistik in Greifswald, den USA, Norwegen und Spanien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael Schickenberg

Cover des Buches Flirting with Disaster (ISBN: 9783499272639)

Flirting with Disaster

 (8)
Erschienen am 21.10.2016
Cover des Buches Rote Vögel (ISBN: 9783455005165)

Rote Vögel

 (4)
Erschienen am 05.03.2019
Cover des Buches Rote Vögel (ISBN: 9783455005172)

Rote Vögel

 (0)
Erschienen am 05.03.2019

Neue Rezensionen zu Michael Schickenberg

Cover des Buches Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens (ISBN: 9783462053111)SharonBakers avatar

Rezension zu "Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens" von Tom Barbash

Hat meinen Nerv nicht getroffen ...
SharonBakervor einem Monat

Buddy Winter war der Late-Night-Show-Moderator schlechthin, eine Legende, über zehn Jahre unterhielt er die Zuschauer aufs Feinste, bis zu der Sendung, wo er einen Nervenzusammenbruch erlitt, die Show verließ und verschwand. Nun gibt es die Sendung nicht mehr, Buddy erholt sich noch und sein Sohn Anton kommt von seinem Freiwilligendienst aus Afrika zurück, im Gepäck eine Malariaerkrankung. Nun sind Vater und Sohn wieder vereint und an einen Neustart der Buddy Winter Show wird hingearbeitet. Freunde und Bekannte werden eingeweiht, auf Unterstützung wird gesetzt, sogar das ganze Haus im Berüchtigten New York, nämlich das Dakota Building, wird involviert. Wie gut das einer der Nachbarn John Lennon ist und er sich ein Comeback mit seiner alten Band, den Beatles vorstellen kann. Das wird die Show, das wird Einschaltquoten geben und Buddy Winter wieder an die Spitze bringen. Aber ist das wirklich, was Anton für seinen Vater will? Soll man alte Geschichten wirklich wieder aufwärmen? Und will er sein ganzen Leben an der Seite seines Vaters verbringen?


Dieses Buch wurde von vielen Seiten schon hochgelobt und gefeiert. Mir wurde es sogar in die Hand gedrückt, weil es genau meins sein könnte, nur leider ist dem doch nicht so. Ich fand den Inhalt vielversprechend und auch das Setting und doch blieb es bei mir auf der Strecke. Warum dem so ist und was mir nicht so gefallen hat, versuche ich nun in Worte zufassen. Auf geht es.

Die Familie Winter lebte von dem Showbusiness, vom Vater Buddy, einer Welt aus Glitter und Glamour, von Sehen und gesehen werden. Nun wird es eng, diesen Standard und auch die Wohnung in Dakota Building zu halten. Früher stand der Showmaster im Mittelpunkt, wurde von allen bewundert, heute sieht man ihn immer noch gern, aber der Beigeschmack seines Nervenzusammenbruches ist allgegenwärtig, das Tuscheln und das Bemitleidende. Wieder in sein Leben zu passen ist für alle nicht einfach und doch will Buddy zurückkehren und möchte das Anton unseren Protagonisten, ihn dabei hilft. Aber ist er nicht nach Afrika gegangen, um seinen Leben im Schatten seines Vaters zu entfliehen? Ist er nicht auf der Suche nach seinem eigenen Leben? Was will er für sich selbst? Das sind doch eigentlich wichtige Fragen, aber Anton geht dem allen aus dem Weg und verliert sich erst ins Nichtstun und dann in die Karriereplanung seines Vaters. Er versucht alles, um wieder ins alte Fahrwasser zu kommen und kommt dann doch noch zum Nachdenken, vor allem wenn er seinem Nachbarn John Lennon begegnet und seinen Lebensweisheiten.

Zuerst begeisterte mich diese Zeitreise ins New York des Jahres 1979, dem Flair, den Persönlichkeiten und der ganzen Atmosphäre. Allerdings verliert sich der Autor förmlich darin, detailverliebt und ausschweifend erzählt er jede Kleinigkeit und verliert für mich so den Kern der Geschichte. Somit hatte ich das Buch im September 2020 angefangen, beiseitegelegt und erst im April 2021 beendet. Warum nur, weil es so viele begeistere Stimmen gab, die ich aber im Nachhinein nicht verstehe. Es fehlte mir jegliches Interesse und von Spannung oder Aufbau der Geschichte fehlte jede Spur. Für mich plätscherte die Geschichte so dahin. Nett, aber ohne tieferen Sinn. Da hatte ich mir eigentlich von der Vater-Sohn-Beziehung mehr versprochen, aber diese beiden schwebten förmlich oberflächlich an mir vorbei, kein ernstes Wort, keine tieferen ernsteren Gespräche wie das Showbusiness an sich bunt nach vorne und blass im Kern. So blieben für mich die Figuren einfach simpel und blass. Der einzige Lichtblick blieb John Lennon, der richtig schön normal, ohne Allüren beschrieben wurde und ein bisschen der Handlung Schwung gab, ansonsten vergaß man die sonstigen Persönlichkeiten recht schnell, die durch das Buch zogen.

Tom Barbash schwelgte mir hier zu sehr in Nostalgie und verliert sich oft, und das sorgte bei mir für Leselangeweile und dem Drang, das Buch einfach beiseitezulegen. Vielleicht hatte ich mir auch zu viel versprochen und meine Erwartungen zu hoch geschraubt. Aber wie der Autor so erzählt, dass alles nur an Anton vorbeizieht, ohne wirklich Handlung zu tragen, ist einfach nicht mein Geschmack, man fühlt sich nicht mit dabei, sondern außen vor. Für mich ist es leider eine Geschichte, die schnell wieder in Vergessenheit gerät und keinen wirklichen Nachhall hat.

Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens konnte bei mir nicht landen. Mir fehlte da der Kern der Geschichte, die Tiefe und auch das Lesevergnügen.

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Cover des Buches Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens (ISBN: 9783462053111)Pappbechers avatar

Rezension zu "Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens" von Tom Barbash

Reise zurück
Pappbechervor 4 Monaten

  • Buchtitel: Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens
  • Autor: Tom Barash
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • ISBN: 9783462053111
  • Ausgabe: E-Book
  • Erscheinungsdatum: 02.08.2020


Inhalt:

"Dieser Roman ist eine Hommage an das New York der späten Siebzigerjahre: das Showbusiness boomt, die Hochzeit des Fernsehens ist angebrochen, die Kennedys kämpfen erneut um den Posten des Präsidenten der Vereinigten Staaten und Yoko Ono wird weiterhin für das Aus der Beatles verantwortlich gemacht. Mittendrin: Familie Winter. Wir schreiben das Jahr 1979 in New York City, als der 23-jährige Anton Winter zurück vom Freiwilligendienst in Afrika wieder nach Hause ins berüchtigte New Yorker Dakota Building zieht. Antons Vater ist der berühmte Late-Night-Show-Moderator Buddy Winter. Er hatte erst kürzlich einen Zusammenbruch live im Fernsehen erlitten, jetzt soll Anton seinem Vater wieder auf die Beine helfen, genauer gesagt: seiner Karriere. Eine Mission, bei der ihm solch illustre Persönlichkeiten wie Johnny Carson, Ted und Joan Kennedy – allesamt Bekannte der Winters – helfen könnten. Doch der größte Hoffnungsträger für Anton ist Nachbar und Freund John Lennon, denn mit einem Comeback der Beatles in Buddys neuer Show würden die Einschaltquoten durch die Decke gehen. Je mehr Anton jedoch in die berufliche und spirituelle Neuerfindung seines Vaters involviert wird, desto mehr stellt er seinen eigenen Weg infrage."

Meinung:
Zuerst möchte ich mich bei NetGalley, dem Verlag und bei dem Autor für dieses Rezensionsexemplar bedanken!

Das, was mich direkt neugierig gemacht hatte, war der Titel. Als großer Fan der Oldies in der Musik, musste ich einfach allein durch das Auftauchen des Namens John Lennon dieses Buch lesen. Aufgrund des Klappentextes hatte ich zwar etwas Anderes erwartet, jedoch hat mich das Buch trotzdem total überzeugt. Antons Sicht hat mich direkt gefesselt und nicht mehr losgelassen. Denn die Geschichten haben mir eine regelrechte Achterbahn der Gefühle beschert. Vom Schmunzeln bis hin zu einzelnen Tränen, die in meinen Augenwinkel standen, war alles dabei. Vor allem interessant waren die Einblicke in das generelle Leben der damaligen Zeit. Leider war das Buch an manchen Stellen etwas trocken und die Anzahl der vorkommenden Namen war ab einem gewissen Punkt fast unüberschaubar, weswegen ich einen Stern abziehen muss.

Die Protagonisten sind allesamt wirklich toll und vor allem so bildhaft beschrieben, dass ich sie regelrecht vor meinem inneren Auge sehen konnte, während ich Wort um Wort aufgesaugt habe.


Fazit:

Alles in allem ein absolut solides Buch, welches einen in der Vergangenheit schwelgen lässt. Deswegen gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

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Cover des Buches Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens (ISBN: 9783462053111)Karschtls avatar

Rezension zu "Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens" von Tom Barbash

New York vor 40 Jahren
Karschtlvor 8 Monaten

Ich fühlte mich in diesem Buch wirklich in das New York von 1980 versetzt und bin mit Anton und Buddy Winter die Straßen der Stadt rauf und runter spaziert und habe ihrem Mix aus Politik, Sport und Showbiz gebannt zugehört. (Die fiktive!) Familie Winter war Teil der New Yorker Upper Class, wohnte im berühmten und exklusiven Dakota-Building (das ebenfalls ausführlich beschrieben wird) und hatte ein florierendes gesellschaftliches Leben, das Buch ist voll von namedropping berühmter (realer!) Personen und Anekdoten über Geschehnisse dieser Zeit.


Tom Barbash hat sehr viel Recherchearbeit in seinen Roman fließen lassen, ständig musste ich Namen und Ereignisse googeln (und habe auch einen kleinen Fehler entdeckt - nicht Yoko und Sean haben am selben Tag Geburtstag sondern John und Sean). Obwohl John Lennon im Titel so prominent genannt wird, dreht es sich keineswegs nur um ihn und seine Bekanntschaft mit Familie Winter. Aber er kommt oft genug vor, dass der Buchtitel gerechtfertigt ist. Ob das Jahr 1980 allerdings tatsächlich das "beste Jahr unseres Leben" (also von Anton und seinem Vater Buddy) war, bin ich mir nicht so sicher. So wirklich viel passiert bei den beiden ja nun auch nicht, es geht meist um andere Leute. Aber gut, der Titel stammt auch nicht vom Autor selbst sondern ist nur in der deutschen Übersetzung so.


Ein sehr unterhaltsamer Streifzug durch die Geschichte, der mir an einigen wenigen Stellen (zum Beispiel nach dem Segeltrip auf die Bermudas) etwas langatmig wurde aber ansonsten ein schönes Leseerlebnis war. Unvorstellbar eigentlich, dass das ganze vor 40 Jahren spielt! 

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