Michael Schickenberg

 3 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Michael Schickenberg

Neue Rezensionen zu Michael Schickenberg

Neu

Rezension zu "Perfektion. Die Wissenschaft des guten Kochens. Gemüse" von Michael Schickenberg

Die Chemie dahinter
leucoryxvor 2 Jahren

Im zweiten Teil der Reihe liegt der Fokus auf Gemüse, aber auch Käse, Gewürze und Eiergerichte werden unter die Lupe genommen. In zahlreichen Experimenten werden gängige Techniken untersucht und Tipps gegeben. In über 100 Rezepten werden die Testergebnisse umgesetzt. Welche chemischen Prozesse laufen ab und und wie können diese zu unserem Gunsten beeinflusst werden?

Der zweite Teil beginnt mit der gleichen Einleitung wie der erste Teil. Auch der Aufbau ist wieder gleich, nur das diesmal der Schwerpunkt auf dem Gemüse liegt. Dennoch ist das Buch nicht auf vegetarische Rezepte beschränkt. Außerdem werden Eier, Käse, Kräuter und Gewürze behandelt. Die zahlreiche Tipps fand ich wie bereits im ersten Teil sehr hilfreich. Die Erklärungen zu den chemischen Vorgängen und warum manche Dinge funktionieren sind wieder sehr spannend. Die Autoren versuchten immer die perfekten Rezepte zu kreieren und halten beispielsweise für die perfekten Pommes Frites gleich zwei Vorgehensweisen parat: eine aufwendige und eine schnellere. dennoch empfinde ich die wenigstens Rezepte als alltagstauglich. Ich habe selten Zeit etwas zunächst 24 h einwirken zu lassen, um es dann auf dem Herd anzubratn und schließlich eine Stunde im Ofen zu garen, nur um dann ledeglich das perfekte Gemüse oder Beilage zu haben. Kalorienangaben sucht man auch vergebens und die meisten Gerichte kann man kaum als gesund bezeichnen bei den ganzen Zucker- und Fettzugaben. Die Schwarz-Weiß-Abbildungen und Tabellen fallen eher klein aus, was ihre Aussagekraft schmälert. Es ist sehr viel Wissen in dem Buch enthalten und ich konnte mir nicht alles merken. Ich habe hier und da ein paar wertvolle und umsetzbare Tipps herausgepickt beispielsweise zur Lagerung von manchen Gemüsesorten. Als reines Kochbuch würde ich es mir dennoch nicht ins Regal stellen.

Definitiv lesenswert, aber als Rezeptesammlung weniger geeignet.  Es gibt viele, nützliche Tipps und zeigt wie man mit teilweise recht großem Aufwand das perfekte Essen zaubert.


Kommentare: 1
4
Teilen

Rezension zu "Perfektion. Die Wissenschaft des guten Kochens. Fleisch" von Michael Schickenberg

Warum manche Kochtricks funktionieren
leucoryxvor 2 Jahren

In dem ersten Band der Reihe wird sich dem Thema Fleisch gewidmet. Es werden bekannte und weniger bekannte Rezepte überarbeitet und perfektioniert. Dafür wurden verschiedene Zuebreitungsmöglichkeiten in einer Experimentierküche ausgetestet und das beste Ergebnis wissenschaftlich begründet. Von Biologie über Chemie und Physik bis hin zu Warenkunde wird alles beleuchtet.

Als Naturwissenschaftlerin find ich die Grundidee des Buches sehr spannend. Allzu oft fragt man sich warum ein Gericht nciht gelungen ist oder bei jemand anderem etwas besser schmeckt. Zufall? Bessere Lebensmittel? Oder eine andere Reihenfolge bei den Zubereitungsschritten? In diesem Buch wird ins Detail gegangen und anschand von Schautafeln und Fotos der Testergebnisse genau erklärt wie man ein Fleisch am besten saftig, zart und knusprig bekommt. Oder wie die perfekte Panierung auszusehen hat. Selbst schienbar einfache Zubereitungen wie beispielsweise Eier hart kochen werden plötzlich genralüberholt und man sieht vieles in einem neuen Licht. Manches machte man schon instinktiv richtig oder gängige Rezepte beinhalten schon die richtige Vorgehensweise, aber hier und da vermag das Buch doch zu überraschen. Viele, kleine Tipps kann man gut in den (Koch)alltag übernehmen und besonders die EInleitung und der Schlussteil fand ich sehr informativ. Leider stammt das Buch aus den USA und obwohl die Übersetzer versuchten es an den deutschen Verbraucher anzupassen, ist dies nicht immer gelungen. Manche Fleischstücke sind bei uns so gar nicht zu erwerben, da in Deutschland Tiere anders zerlegt werden. Die englischen Bezeichnungen sind auch nur unzureichend übersetzt worden. Außerdem fehlte mir die Alltagstauglichkeit, denn ein Großteil der Gerichte war für den (Holz-)Grill ausgelegt oder mit sehr großen Braten. Das mag für Feiern ganz praktisch sein, aber auch dann würde ich lieber auf Zubereitungsdauer von mehreren Stunden bis Tagen absehenw ollen. Ich persönlich hatte auch große Probleme mit den Zutaten. Von den geannten großen Fleischstücken einmal abgesehen, verwende ich keinen Alkohol und nur im geringen Maße Fertigsoßen. Ich würde auch nur ungern Zucker an mein Fleisch geben nur damit es mehr Röstaromen produziert. Von gesunder Küche ist das Buch sehr weit etnfernt und enthielt daher für mich kaum verwertbare Rezepte.

Für jeden (Hobby-)Koch sicherlich ein Blick wert. Es enhält viele nützliche Tipps. Leider waren der Großteil der Rezepte für mich wertlos. Ich sehe es daher eher als ein wissenschaftliches Sachbuch als ein Kochbuch an. Ich hoffe auf alltagstauglichere Rezepte im zweiten Band "Gemüse".

Kommentare: 2
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 1 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks