Michael Schmidt-Salomon

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Jenseits von Gut und Böse

Jenseits von Gut und Böse

 (23)
Erschienen am 01.04.2012
Manifest des evolutionären Humanismus

Manifest des evolutionären Humanismus

 (18)
Erschienen am 01.06.2006
Leibniz war kein Butterkeks

Leibniz war kein Butterkeks

 (16)
Erschienen am 01.05.2012
Keine Macht den Doofen

Keine Macht den Doofen

 (15)
Erschienen am 13.02.2012
Stollbergs Inferno

Stollbergs Inferno

 (6)
Erschienen am 01.06.2007
Hoffnung Mensch

Hoffnung Mensch

 (5)
Erschienen am 10.03.2014
Die Geschichte vom frechen Hund

Die Geschichte vom frechen Hund

 (2)
Erschienen am 15.10.2008

Neue Rezensionen zu Michael Schmidt-Salomon

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tob82s avatar

Rezension zu "Jenseits von Gut und Böse" von Michael Schmidt-Salomon

Intelligentes Lesevergnügen, wenn es kritisch gelesen wird
tob82vor 3 Jahren

Ich habe beschlossen, es jetzt doch mal mit einer Rezension des Buches zu versuchen. Ich bin vorsichtig damit, weil ich, je mehr ich mich mit dem Inhalt und der Rezeption des Buches beschäftige, immer unsicherer werde, wie man das Buch "fair" bewerten soll. Also: als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, war ich absolut begeistert. Der Stil ist ansprechend und flüssig und das Thema und die Argumentation werden auf interessante und oft sogar spannende Weise dargestellt. Außerdem gewinnt man schnell den Eindruck, dass der Autor wirklich einen tiefen Einblick in das Themengebiet besitzt.
Auf den Inhalt möchte ich nicht mehr im Detail eingehen. Ich denke, dass das andere Rezensenten schon sehr ausführlich getan haben. Nur soviel: der Autor zeigt auf angenehm rationale Weise, dass wir selbst in unserer "modernen" Gesellschaft immer noch der religiösen Weltsicht von "Gut und Böse" anhängen. Diese Sichtweise basiere auf der Annahme, dass der Mensch einen freien Willen besitzt. Mit Hilfe der Evolutionsbiologie und der modernen Neurowissenschaften kommt er zu dem Schluss, dass dem nicht so sei und entwickelt daraufhin eine Ethik, die frei von Schuld und Sühne zu einem weitaus rationaleren Umgang mit dem Fehlverhalten von Menschen führt. Auch zeigt er auf, dass ein Abschied von der Willensfreiheit keineswegs zu Nihilismus oder ethischem Relativismus führt.
Die scheinbar undogmatische und logische Argumentation hat - obwohl ich mich zwischendurch immer wieder mal gefragt habe, ob die wissenschaftliche Basis, v.a. die Ablehnung der Willensfreiheit durch die Hirnforschung, auch korrekt ist - dazu geführt, dass ich das Buch nahezu in den Himmel gehoben habe. Ich war vom Inhalt überzeugt und fragte mich mal wieder, ob der Naturalismus/Materialismus nicht doch eine ausreichende Erklärung der Welt liefere. Erst als wir in einer Philosophiegruppe über das Buch diskutierten und ich mich anschließend mit anderen Rezensionen des Buches befasste wurde mir klar, dass ich das Buch zu unkritisch beurteilt hatte. Streng genommen ist die zentrale Prämisse des Buches, nämlich das Nichtvorhandensein von Willensfreiheit, wissenschaftlich nicht haltbar. Selbst renommierte Hirnforscher wie z.B. Wolf Singer halten die Frage nach wie vor für offen (s. z.B. seinen Vortrag "Philosophische Implikationen der Hirnforschung", Leipzig 2007). Zwar halte ich die Unterscheidung des Autors zwischen Willens- und Handlungsfreiheit für interessant, aber leider lässt er viele Details (z.B. warum ausgerechnet das "Prinzip Eigennutz" den Determinismus der menschlichen (Un-)Freiheit aufhebt) im Dunkeln. Dogmatisch könnte man jetzt behaupten, dass seine komplette Argumentation damit in sich zusammenfällt. Soweit möchte ich aber sicherlich nicht gehen. Ich halte das Buch auch weiterhin für sehr lesenswert. Es ist ein Buch, das zum philosophischen Nachsinnen einlädt und viele interessante Fragen aufwirft. Wichtig ist wie gesagt nur, dass man sich nicht zu sehr in der Argumentation des Autors verliert und seine Argumente kritisch für sich überprüft. Dann steht einem intelligenten Lesevergnügen nicht mehr im Wege.

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Rezension zu "Wo bitte geht’s zu Gott, fragte das kleine Ferkel" von Michael Schmidt-Salomon

Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Das Ferkelbuch ist vor allem ein Kinderbuch für all diejenigen Eltern und Kinder, die mit keinem Gott, egal welcher Religion er entstammt, etwas am Hut haben, bzw. haben wollen. Leicht verständlich und ohne Religion oder Glauben im Allgemeinen abzuwerten, erklärt das Buch Kindern, wie Religionen funktionieren und dass man auch ohne Götter leben kann.

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ralluss avatar

Rezension zu "Keine Macht den Doofen" von Michael Schmidt-Salomon

Homo Demenz
rallusvor 5 Jahren

"Keine Macht den Doofen" ist eine sehr gelungene Streitschrift.
Auf 123 Seiten wird so alles zusammengetragen was unsere Gesellschaft so verrückt und den Homo Sapiens an den Rande des Abgrundes bringt.


Treffen sich zwei Planeten. "Du mir gehts sehr schlecht, ich habe Homo Sapiens" "Das hatte ich auch letztens, das geht schnell vorbei".


In rasantem Tempo wird uns von Michael Schmidt-Salomon klar gemacht wie winzig und unbedeutend wir doch sind bis hin zu der Krankheit unserer Zeit.
Dabei wird der Homo Sapiens zum Homo Demenz und von der Religiotie, Ökonomotie, Ökologiotie und natürlich Poltiotie wird er befallen.
Der Homo Demenz ausgestattet mit einem 'Hirnwurm' begeht so manche Dummheiten, die hier wunderbar verdichtet auf einem Platz kumuliert sind.
Natürlich kann er nicht in die Tiefe gehen, bietet aber z.B. am Bildungssystem einfache Vorschläge zur Behebung der Missstände an.
Dabei gelingen ihm schöne Vergleiche, wie die Wissensbulimie, Daten rein, Wissen raus und Note in der Hand; aber alles vergessen.


Wichtig ist, sein Resümee, nicht aufzuhören quer zu schiessen, und Dinge nicht widerspruchlos hinzunehmen, auch wenn damit der eigene Abstieg zum Homo Demenz verbaut wird, entlohnt wird es mit freiem Denken und ungestörtem Blick auf die Narretei.
Unbedingt Lesen!

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