Michael Schmidt Zwielicht 3

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Inhaltsangabe zu „Zwielicht 3“ von Michael Schmidt

Das Horrormagazin Zwielicht erscheint in seiner dritten Ausgabe zum ersten Mal im Verlag Saphir im Stahl. Michael Schmidt als Herausgeber sammelte sechzehn Autorinnen und Autoren mit ihren Kurzgeschichten um den Lesern spannende Unterhaltung zu bieten. Gleichzeitig gibt er sechs Artikel heraus, die sich mit dem Phänomen Horror beschäftigt.

Liebhaber des Genres Horror und Phantastik kommen bei Zwielicht 3 wieder einmal auf ihre Kosten

— rewareni

Eine tolle Sammlung toller Geschichten, die jedoch nicht alle zum Genre Horror gehören. Mir haben nur 4 von 16 Geschichten nicht gefallen.

— KiddoSeven

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  • Zwi3licht - Tolle Sammlung toller Kurzgeschichten

    Zwielicht 3

    KiddoSeven

    06. July 2017 um 19:53

    Die Rezension findet ihr auch auf meinem Blog :)Zum Inhalt Bei "Zwielicht 3" handelt es sich um die dritte Ausgabe des Horromagazins von Michael Schmidt. Es sind 16 ausgewählte Kurzgeschichten und 6 zusätzliche Artikel enthalten. Das Grundthema in diesem Magazin ist Horror, jedoch kann man einige Kurzgeschichten auch in andere Genre-Schubladen stecken. Folgende Kurzgeschichten sind in dieser Ausgabe enthalten: "Tintige alte Welt" von Antje Ippensen "rex nemorensis" von Marcus Richter "Wünsch dir was!" von Vincent Voss "Die Nacht im Schacht" von Abel Inkun "Der graue Raum" von Dominik Grittner "Gestrandet!" von Rainer Innreiter "Das Muschelmädchen" von Torsten Scheib "Der Wintermann" von Jakob Schmidt "Knochen erinnern sich" von Christian Endres "Zwei Seelen in meiner Brust" von Michael Schmidt "Edward" von Lothar Nietsch "Bruder Lazarus" von Christian Weis "Im Schatten" von Michael Siefener "Biedenbach" von Achim Hildebrand "Jenseits der Tür" von Merlin Thomas "Das Tal der Tiere" von Algernon Blackwood Folgende Artikel sind in dieser Ausgabe enthalten: "Der Wald als Ort des Bösen" von Oliver Kotowski "Lovecrafts Reisetagebuch" von Mirko Stauch und Daniel Neugebauer "Wenn einem der Atem "stockt"!" von Björn Ian Craig "Die zärtliche Stimme der Dunkelheit" von Eric Hantsch "Vincent Preis 2010" von Michael Schmidt und Elmar Huber "Laudatio auf Frank Festa" von Malte S. Sembten Meine Meinung Mir hat das Buch gut gefallen. Von ganzen 16 Kurzgeschichten haben mir nur 4 nicht gefallen, was im Schnitt wirklich toll ist. Die Artikel fand ich sehr interessant, dennoch lag mein Fokus auf den Kurzgeschichten. Das Titelbild finde ich klasse! Es ist sehr dunkel gehalten, wirkt düster und durch die riesigen Motten sehr mysteriös. Eine tolle Idee einen Leuchtturm mit riesigen Motten zu schmücken, die auf diesem Bild tatsächlich bedrohlich wirken. Finde es toll, dass die Zahl immer in das Wort "Zwielicht" einbezogen wird, echt klasse. Was mir weniger gefällt ist die Auflösung des gesamten Designs. Fällt beim Titelbild vielleicht nicht so auf, jedoch stark an der Schrift, sowie auf der Rückseite. Dieses Problem gibt es allerdings nur bei Zwielicht 3 + 4, bei 5-8 ist die Auflösung laut Michael Schmidt wieder super. Das Cover bleibt dennoch klasse, da es wie erwähnt nur an der Schrift auffällt. Da ich dieses Buch zusammen mit anderen Lesern in einer Leserunde besprochen habe, werde ich zu jeder Geschichte meine gepostete Meinung dazu schreiben, so könnt ihr besser nachvollziehen, welche Geschichte ich gut fand und wieso. Die Leserunde hat auf "lovelybooks.de" statt gefunden ❤ "Tintige alte Welt" von Antje Ippensen "Okay, das war wirklich eine etwas andere Geschichte. Bin immer noch am grübeln, was mir da entgangen sein könnte. Ein wirkliches "Horror"-Gefühl hatte ich bei der Geschichte jetzt nicht. Sie war aber interessant geschrieben und hat mich zum nachdenken angeregt, das gefällt mir! Man entdeckt auch immer mehr, je öfter man einen Absatz liest. Am Besten hat mir das "Dorf" "Ein" gefallen. Beschreibt die Realität mit einer tollen Übertreibung. Bin gespannt, was die anderen Leser schreiben, da manche Teile doch recht schwer einzuordnen sind." "rex nemorensis" von Marcus Richter "Nach der ersten Geschichte war das ein richtig kleiner Schocker! Richtig toll geschrieben, schwarzer Humor war auch dabei und ein überraschendes Ende! Konnte nicht mit dem Lesen aufhören. Die Geschichte hat mich überzeug! Konnte mir alles sehr gut vorstellen..leider :D Wirklich gut! " "Wünsch dir was!" von Vincent Voss  "Die Geschichte hat mir gut gefallen! Sie regt sehr zum nachdenken an und zeigt, dass man sich gegenseitig respektieren und das Schicksal anderer nicht mit Füßen treten sollte. Als der Mann sich selber ficken wollte, war ich kurz verwirrt und wusste nicht, was jetzt los ist. Dann der AHH-Moment, "Fick dich selbst" , das hat doch der Obdachlose gesagt... echt toll gemacht. Fand die Szene auch sehr brutal und anschaulich... Den Schluss fand ich dann auch sehr verstörend... Man denkt über alles weiter nach, da man mit diesem offenen Ende abschließt. Hat mir gut gefallen." "Die Nacht im Schacht" von Abel Inkun "Diese Geschichte hat mir jetzt nicht so gut gefallen. Ich fand sie zu plump und vom Schreibstil habe ich mich nicht in die Geschichte gezogen gefühlt. Die Idee fand ich auch eher schlecht und wie Tapsi0709 schon gesagt hat, man braucht schon sehr viel Vorstellungskraft und muss sich die Geschichte leider zu 80% selber ausmalen." "Der graue Raum" von Dominik Grittner "DIese Geschichte war ja super! Nicht nur allein, weil Lord Voldemort erwähnt wird.. Spaß. Nein sie hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil war super und ich hab richtig mitgefiebert als das T-Shirt aus dem Schrank gefallen ist... Das Ende war auch anders als erwartet, eine sehr überraschende Geschichte!! Kopfkino war bei mir hier einprogrammiert. Bin begeistert!" "Gestrandet!" von Rainer Innreiter "Wow... Diese Geschichte war toll geschrieben. Der Wahnsinn was so ein Schicksalsschlag und die Einsamkeit mit einem anstellen kann.. überzeugend geschrieben und ein Ende, das mich geschockt zurück gelassen hat. Diese Geschichte ging wirklich tief." "Das Muschelmädchen" von Torsten Scheib "Die Geschichte beginnt mit einem Bild, das ich wirklich gut finde. Es hat einen tollen Ausdruck und einen abstrakten Charakter, der viel zur Spekulation offen lässt, da man je nach SIchtweise verschiedene darin erkennen oder verbinden kann. Die Geschichte hat mir dafür nicht so gut gefallen. War eine nette Idee, aber leider zu wenig Inhalt und zu wenig Horror."   "Der Wintermann" von Jakob Schmidt "Eine kurze Geschichte, die jedoch stark mit der Fantasie spielt und einen am Ende über weitere Folgen und weitere Handlungsmöglichkeiten nachdenken lässt. Die Kurzgeschichte und ihr Schreibstil haben mir gut gefallen. Der Wintermann war super beschrieben, das Bild am Anfang hat mir jetzt nicht sonderlich gut gefallen, aber es ist in Ordnung (Liegt auch mehr am Stil und dem Kontrast). Wüsste wirklich gern, was es mit der Schwester auf sich hat und was alles vor dem Brief passiert ist und auch danach. Wirklich schade, dass die Geschichte nur so kurz war!" "Knochen erinnern sich" von Christian Endres "Bei dieser Geschichte hat mir der Gruselfaktor gefehlt. Ich fand, dass die Geschichte ganz gut geschrieben wurde, jedoch bin ich genau wie Tapsi kein Westernfan und fand die Handlung leider etwas langweilig." "Zwei Seelen in meiner Brust" von Michael Schmidt "Tolle Geschichte! Schade, dass Naomi kein gutes Händchen bei der Männerwahl hat. ;) Ich finde die Geschichte sehr tiefgründig und fastzinierend. Mich hätte noch genau interessiert, wie es zu diesem zweiten Ich gekommen, oder ob der Wolf einfach angeboren ist. Wer weiß ob Rudolf nicht auch einen von Naomis Männern gerissen hat, der wurde schließlich von einem Wolf getötet...Fand ich eine schöne Verbindung, so wurde Naomi zwei mal von einem Wolf gerettet :) Dieses offene Ende fand ich super klasse! Für mich eine der besten Geschichten bis jetzt." "Edward" von Lothar Nietsch "Das war wieder eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Als traurig empfand ich sie jetzt nicht und mein Mitleid hält sich auch in Grenzen... Mir stellen sich nur wieder weitere Fragen, wie kam es denn zu diesem Koma? Kann sowas durch starke Schuldgefühle und als Fluchtmechanismus in Gang gesetzt werden? Edward bestraft sich ja in gewisser Weise selber... oder kam es durch andere Umstände dazu und er wird jetzt bewusst bestraft? Hat mir gut gefallen :)!" "Bruder Lazarus" von Christian Weis "Eine tolle Geschichte mit etwas "Fantasy". Hat mir wirklich gut gefallen. Der Schreibstil war toll zum lesen und ich habe mich teilweise wirklich unwohl gefühlt. Hätte am Ende nur noch gerne gewusst, was mit dem Apotheker passiert ist." "Im Schatten" von Michael Siefener "Diese Geschichte verstehe ich auch nicht so ganz... bin total verwirrt, vorallem vom Ende. Was ist denn mit ihm passiert, dass Theophilus kein vernünftiges Wort mehr heraus brachte??? Ich gehe mal davon aus, dass der Spiegel einem einfach nur sich selbst zeigen sollte, damit man bewusst das wahr nimmt, was man schon hat und was das Glück mit sich bringt. Anfangs war er dann ja Glücklich, aber er wollte immer mehr... Seltsame Geschichte, aber irgendwie auch gut." "Biedenbach" von Achim Hildebrand "Diese Geschichte fand ich auch super! Ich kann Brosig total verstehen, ich bin auch sehr empfindlich im Bezug auf Geräusche...haha Ich fand sie sehr unterhaltsam, wenn auch einiges für mich zum schmunzeln war." "Jenseits der Tür" von Merlin Thomas "Tolle Geschichte! Der Hamster am Anfang war für mich auch das Schlimmste ;( Fand es super, dass sehr viel ungesagt geblieben ist, man weiß zB. erst nicht, ob jetzt wirklich was mit der Schwester passiert ist und wenn ja, was es für Folgen hatte... Am Schluss taucht sie dann noch einmal im dunklen Raum auf.. wirklich toll gemacht." "Das Tal der Tiere" von Algernon Blackwood "Meine Liebste Geschichte bis jetzt, auch wenn hier nichts gruselig war, hat man dennoch eine kleine Gänsehaut. Die Geschichte ist sehr tiefsinnig und schön geschrieben. Ich musste die ganze Zeit an "Prinzessin Mononoke" denken, mein Lieblingsanime.." Fazit Eine wirklich tolle Lektüre, die man am Besten in die Hand nimmt, bevor man Schlafen geht. Durch die einzelnen Kurzgeschichten lässt es sich super einteilen.

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  • Horrormäßiger Lesespaß

    Zwielicht 3

    rewareni

    10. June 2017 um 16:44

    ,,Zwielicht 3´´ herausgegeben vom Autor Michael Schmidt, beinhaltet 16 gruselige, geheimnisvolle und spannende Kurzgeschichten diverser Autoren.   Jede Geschichte bietet einen anderen Ansatz an das Thema Horror. Findet man in der Story von Marcus Richter – ,,Rex nemorensis´´, eine gruselige Herangehensweise an die Geschichte, wo man sich bildhaft die düsternen Szenen vorstellen kann so findet man bei Vincent Voss – ,,Wünsch dir was!´´ eine sehr eigenwillige und brutale Geschichte wieder, die mit Bildern arbeitet, die man sich nicht unbedingt vorstellen möchte. In der Geschichte ,,Gestrandet´´ von Rainer Innreiter begibt man sich auf einen blutigen Kampf ums Überleben. Hingegen erwartet den Leser in der Story von Michael Schmidt ,,Zwei Seelen in einer Brust´´ eine tragische Liebesgeschichte, wo man hofft, dass die Bestie nicht der Sieger sein wird. Es gibt viele Geschichten, die unter die Haut gehen, weil man nicht weiß, ob man Mitleid mit dem Protagonisten haben soll oder ob man sein Leiden, als gerechte Strafe für sein Verbrechen ansehen soll. So geschehen in den beiden Geschichten ,, Edward´´ von Lothar Nietsch oder ,, Bruder Lazarus´´ von Christian Weis. Wer es gerne blutig mag, kommt auf seine Kosten bei der Geschichte von Merlin Thomas ,,Jenseits der Tür´´. Hingegen findet man bei Algernon Blackwood in seiner Geschichte ,,Das Tal der Tiere´´ eine sehr bildhafte und fast schon poetische Erzählung. Am Ende findet man einige Artikel, die sich mit diversen Autoren und ihren Bezug zum Thema Horror befassen und die Gewinner des Vincent Preis 2010. ,,Zwielicht 3´´ - Kurzgeschichten aus dem Reich des Horrors und der Phantastik. Von blutig und brutal bis zu tragisch, emotional und geheimnisvoll. Für Freunde dieses Genres ist das Buch mit 422 Seiten sicher ein Lesegenuss.

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  • Leserunde zu "Zwielicht 3" von Michael Schmidt

    Zwielicht 3

    MichaelSchmidt

    Ich verlose wahlweise vier Taschenbücher bzw. E-Books von Zwielicht 3. Bitte kurz Bescheid geben, ob ein E-Book (Epub oder Mobi) oder das Taschenbuch gewünscht wird.

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  • „Zwi3licht“ – unheimlich, gruselig, fantastisch, aber auch zeitweise zum Nachdenken

    Zwielicht 3

    grit0707

    30. May 2017 um 10:58

    Klappentext:Zwielicht ist eine Horrormagazin, das neben Kurzgeschichten auch Artikel aus dem Genre Horror und Unheimliche Phantastik bringt. Zwielicht gewann zweimal in Folge den Vincent Preis. Meine Meinung:Als ich das Cover des Buches gesehen habe, war ich sofort interessiert. Dass es sich bei dem Buch um Kurzgeschichten handelt, war für mich vollkommen in Ordnung. Die Erzählungen stammen aus den verschiedensten Bereichen. So sind z.B. Tote wieder auferstanden, Muscheln rufen um Hilft, ein Opa soll mit Hilfe eines Fluches umgebracht werden usw. Jeder Geschichte hat ihren eigenen Stil, aber alle sind gut lesbar und bei einigen habe ich mir im Nachgang so meine Gedanken gemacht. Die Artikel über die Autoren im Anschluss an die Geschichten fand ich interessant, da man hier so einiges über die Hintergründe der Buchschreiber erfährt. Allerdings waren es mir fast zu viele Artikel. Ebenso interessant fand ich die Laudatio auf Frank Festa.Mein Fazit:Da diese Sammlung an Kurzgeschichten an verschiedene Genres anknüpft, kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Horror-, Fantasiegeschichten und Thriller liest.

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  • Zwi3licht

    Zwielicht 3

    Tapsi0709

    14. May 2017 um 18:42

    Ein sehr interessantes Buch/Magazin/Geschichtensammlung, mit verschiendenen Gesichtspunkten aus dem Bereich Horror. Die Kurzgeschichten waren zum größten Teil sehr unterhaltsam und spannend. Ich denke da ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei.Die Artikel sind mehr als Hintergrundwissen und für Menschen die sich für die Leute hinter den Büchern interessieren. Im großen und Ganzen auch sehr unterhaltsam.Besonders interessant fand ich die Laudatio auf Frank Festa, sie ist wirklich sehr gelungen und erzählt viel persönliches über ihn.

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  • Zwielicht 3

    Zwielicht 3

    Elmar Huber

    25. July 2014 um 15:19

    „Die Dunkelheit verbarg gnädigerweise die schlimmsten Szenen. Irgendwann wurde es zunehmend ruhiger, auch das Heulen erstarb. die unheimlichen Gestalten schienen sich zurückgezogen zuhaben. Schließlich Stille. Kurz darauf noch einmal ein … Kichern?” (Abel Inkun – Die Nacht im Schacht) Antje Ippensen – Tintige alte Welt Sies steht auf dem Mond, als das Füllfederraumschiff die All-Nacht teilt. Auch auf kann sie keinen klaren Gedanken fassen, beobachtet nur die Ereignisse und den gepanzerten Füllfederraumer am Himmel. Marcus Richter – rex nemorensis Der forensische Archäologe Jürgen Briel kommt in das abgelegene Dorf, um eine Moorleiche zu untersuchen. In der Nacht seiner Ankunft geschieht im Wald ein geheimnisvoller Mord an einem jungen Mädchen. Briel sieht ein narbenübersätes Wesen davonhuschen. Die vermeintlich alte Moorleiche erweist sich außerdem als weit jünger als vermutet. Ein Mädchen im gleichen Alter wie das nächtliche Opfer. Briel vermutet einen Zusammenhang und stößt unversehens auf einen grausamen Kult und den „König der Wälder“. Vincent Voss – Wünsch dir was! Jeden Tag huschen hunderte Menschen an dem Obdachlosen Fabian vorbei, einige trennen sich von ihrem Kleingeld, andere machen Tag für Tag Scherze auf seine Kosten. Eines Tages bemerkt Fabian, dass seine Wünsche ein gefährliches Eigenleben entwickeln. Abel Inkun – Die Nacht im Schacht Ausgerechnet in einer Kirche bläst Regisseur Butch zu einem künstlerischen Pornodreh. In Zeiten der Internet-Gratis-Pornografie muss man den Kunden schließlich etwas Neues bieten. Ausgerechnet von den Horizontal-Profis gibt es Vorbehalte gegen den Drehort, doch Butch weiß auch die letzten Bedenken seiner Crew auszuräumen. Immerhin handelt es sich um eine entweihte Kirche. Dominik Grittner – Der graue Raum Ein Vorteil, wenn man das Bett mit Magdeburgs angesagtestem Kleindealer teilt ist, dass man an das beste Zeug kommt. Nachdem Andrina die grüne Tic-Tac probiert hat, findet sie sich in ihrem Traum in einem grauen Raum wieder. Auch nachdem ihre Freundin Celina sie eindringlich vor dem Dealer gewarnt hat, zieht es Andrina zurück in den grauen Raum. Rainer Innreiter – Gestrandet! Nachdem die HMS Cygnet in einem Unwetter sinkt, gelingt es einem Matrosen und dem Smutje, sich auf eine winzige, unwirtliche Insel zu retten. Ausgehungert nehmen die beiden die Leiche, die plötzlich angespült wird, dankbar an und folgen der Logik des Überlebens. Doch der Tote hält nicht lange vor und überleben wollen beide. Torsten Scheib – Das Muschelmädchen Karsten glaubt seinen Augen und Ohren nicht zu trauen, als er in einer der Muscheln auf seinem Teller ein winziges Lebewesen erblickt, das ihn um Hilfe anfleht. Er soll sie zurück bringen ins Meer, zu ihrem Volk. Das ist die einzig logische Konsequenz. Jakob Schmidt – Der Wintermann Irgendwann kann sie es nicht mehr hören, das ständige „Ihr erbt ja.“ von Opa Heinz. 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Und die Bestie, die Rudolph vor seiner Begleiterin verbergen wollte, bricht hervor. Lothar Nietsch – Edward Tages- und Jahreszeiten wechseln sich plötzlich in rascher Folge ab. Und ist es tatsächlich Michael Landons “Kleine Farm”, auf der Edward plötzlich von monströsen Wesen angegriffen wird, die ihm “seine Liebe” wiedergeben wollen und ihm anschließend mit ihren Klauen den Bauch aufreißen? Christian Weis – Bruder Lazarus Unvermittelt erwacht Boris ohne Erinnerung an die jüngste Vergangenheit im Leichenschauhaus. Dafür kann er nun wieder laufen. Die lähmenden Folgen eines Unfalls vor einem Jahr scheinen weggewischt zu sein. Endlich zuhause angekommen überrascht er seine Frau und ihren Arzt bei einem eindeutigen Stelldichein und er ahnt, dass sein Tod und seine Wiederauferstehung keinesfalls ein Unfall waren. 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Das kann Monate dauern.“ (Jakob Schmidt – Der Wintermann) MEINUNG Nach einem länger währenden Verlagshopping – Eloy Edictions, wo ZWIELICHT 1 und 2 erschienen sind hat seine Pforten geschlossen und die geplante Veröffentlichung bei p.machinery kam nicht zustande – und der inzwischen vorgezogenen Publikation als ebook hat ZWIELICHT 3 schließlich bei Erik Schreibers „Saphir im Stahl“ eine neue Verlagsheimat gefunden. Die ausgezeichnete Reihe (VINCENT PREIS als Beste/s Anthologie) kann also glücklicherweise weiter gehen. Als kleine Entschädigung für die damit verbundene lange Wartezeit ist der Umfang von Ausgabe 3 mit über 400 Seiten für den angenehmen Preis von 9,95 EUR extra groß. An Stelle von Lothar Bauer hat nun Björn Ian Craig das Coverdesign übernommen und führt es auch mit Ausgabe 4 fort. Was den Geschichtenteil angeht, hat es Herausgeber Michael Schmidt wieder geschafft, die ausgetretenen Horror-Wege und die Pfade der Vorhersehbarkeit zu verlassen und eine abwechslungsreiche Storysammlung abzuliefern, die – zumindest weitestgehend – ohne Vampire, Zombies oder Post-Apokalypse auskommt. Zu zwei Händen voll AutorInnen, die dem Leser deutscher Phantastik bereits hinreichend bekannt sein dürften (z.B. Christian Endres, Michael Siefener, Torsten Scheib, Vincent Voss), gesellen sich mit Abel Inkun, Dominik Grittner und Merlin Thomas drei relativ unbeschriebene Newcomer, die sich hier gut einfügen. Mit Algernon Blackwoods DAS TAL DER TIERE ist erstmals eine (Neu-)Übersetzung (von Achim Hildebrand) in ZWIELICHT enthalten. Den Artikelteil eröffnet Oliver Kotowski mit einigen Beispielen zum Thema DER WALD ALS ORT DES BÖSEN IM HORRORFILM. Die Beispiele (u.a. TANZ DER TEUFEL, BLAIR WITCH, TWIN PEAKS, DIE SCHREIE DER VERLORENEN) erweisen sich als recht beliebig, der Artikel als etwas zusammenhanglos, so dass er allenfalls als oberflächlich zu bezeichnen ist. Mirko Stauch und Daniel Neugebauer räumen anhand von LOVECRAFTS REISETAGEBUCH mit dem Klischee des „Einsiedlers von Providence“ auf und zeigen, dass Lovecraft durchaus gerne reiste und dadurch neue Eindrücke sammelte – erkennbar u.a. an den detaillierten Beschreibungen, die er sich für seine Fantastieortschaften ausgeliehen hat. Oft stand ihm jedoch sein schmales Budget im Weg. Coverartist Björn Ian Craig geht in seinem Artikel über Karl Edward Wagner auf die Horrorwerke des „Kane“-Autors ein. STÖCKE und elf weitere Kurzgeschichten Wagners, die in Deutschland nur in diversen Anthologien verstreut erschienen sind, werden hier vorgestellt und machen Lust, diese Geschichten (neu) zu entdecken. Anhand von vier Storybeispielen legt Eric Hantsch gewissenhaft den immer noch gültigen Ausnahmestatus von Deutschlands ZÄRTLICHER STIMME DER DUNKELHEIT Eddie M. Angerhuber dar. Michael Schmidt & Elmar Huber liefern einen kurzen Abriss über die Gewinner des VINCENT PREIS 2010 und zum Anlass des Sonderpreisgewinns ergreift Frank Festas Weggefährte Malte S. Sembten das Wort zur kollegialen LAUDATIO AUF FRANK FESTA. Das Buch wirkt in dem relativ kleinen Taschenbuchformat 18×11 und mit seinen über 400 Seiten sehr kompakt. Schon alleine aufgrund des hervorragenden Covermotivs von Björn Ian Craig. Der Schweizer Grafiker hat damit Susanne Jaja abgelöst und führt das ZWIELICHT-Design auch mit Ausgabe 4 fort. Die Verarbeitung lässt jedoch keine Wünsche offen. ZWIELICHT 3 findet sich derzeit auf der Nominierungsliste für den VINCENT PREIS 2013 als „Beste Anthologie“, ebenso wie Antje Ippensens TINTIGE ALTE WELT und Marcus Richters REX NEMORENSIS als „Beste Kurzgeschichte“ und das Covermotiv von Björn Ian Craig als „Beste Horrorgrafik“. FAZIT Auch die dritte Runde der abwechslungsreichen ZWIELICHT-Sammlungen überzeugt mit frischen Geschichten und einer gediehenen Mischung aus bekannten Namen und Newcomern.

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