Michael Schmidt Zwielicht 3

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Inhaltsangabe zu „Zwielicht 3“ von Michael Schmidt

Das Horrormagazin Zwielicht erscheint in seiner dritten Ausgabe zum ersten Mal im Verlag Saphir im Stahl. Michael Schmidt als Herausgeber sammelte sechzehn Autorinnen und Autoren mit ihren Kurzgeschichten um den Lesern spannende Unterhaltung zu bieten. Gleichzeitig gibt er sechs Artikel heraus, die sich mit dem Phänomen Horror beschäftigt.

Eine tolle Sammlung toller Geschichten, die jedoch nicht alle zum Genre Horror gehören. Mir haben nur 4 von 16 Geschichten nicht gefallen.

— KiddoSeven
KiddoSeven

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    Zwielicht 3
    Tapsi0709

    Tapsi0709

    14. May 2017 um 18:42

    Ein sehr interessantes Buch/Magazin/Geschichtensammlung, mit verschiendenen Gesichtspunkten aus dem Bereich Horror. Die Kurzgeschichten waren zum größten Teil sehr unterhaltsam und spannend. Ich denke da ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei.Die Artikel sind mehr als Hintergrundwissen und für Menschen die sich für die Leute hinter den Büchern interessieren. Im großen und Ganzen auch sehr unterhaltsam.Besonders interessant fand ich die Laudatio auf Frank Festa, sie ist wirklich sehr gelungen und erzählt viel persönliches über ihn.

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  • Leserunde zu "Zwielicht 3" von Michael Schmidt

    Zwielicht 3
    MichaelSchmidt

    MichaelSchmidt

    Ich verlose wahlweise vier Taschenbücher bzw. E-Books von Zwielicht 3. Bitte kurz Bescheid geben, ob ein E-Book (Epub oder Mobi) oder das Taschenbuch gewünscht wird.

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  • Zwielicht 3

    Zwielicht 3
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    25. July 2014 um 15:19

    „Die Dunkelheit verbarg gnädigerweise die schlimmsten Szenen. Irgendwann wurde es zunehmend ruhiger, auch das Heulen erstarb. die unheimlichen Gestalten schienen sich zurückgezogen zuhaben. Schließlich Stille. Kurz darauf noch einmal ein … Kichern?” (Abel Inkun – Die Nacht im Schacht) Antje Ippensen – Tintige alte Welt Sies steht auf dem Mond, als das Füllfederraumschiff die All-Nacht teilt. Auch auf kann sie keinen klaren Gedanken fassen, beobachtet nur die Ereignisse und den gepanzerten Füllfederraumer am Himmel. Marcus Richter – rex nemorensis Der forensische Archäologe Jürgen Briel kommt in das abgelegene Dorf, um eine Moorleiche zu untersuchen. In der Nacht seiner Ankunft geschieht im Wald ein geheimnisvoller Mord an einem jungen Mädchen. Briel sieht ein narbenübersätes Wesen davonhuschen. Die vermeintlich alte Moorleiche erweist sich außerdem als weit jünger als vermutet. Ein Mädchen im gleichen Alter wie das nächtliche Opfer. Briel vermutet einen Zusammenhang und stößt unversehens auf einen grausamen Kult und den „König der Wälder“. Vincent Voss – Wünsch dir was! Jeden Tag huschen hunderte Menschen an dem Obdachlosen Fabian vorbei, einige trennen sich von ihrem Kleingeld, andere machen Tag für Tag Scherze auf seine Kosten. Eines Tages bemerkt Fabian, dass seine Wünsche ein gefährliches Eigenleben entwickeln. Abel Inkun – Die Nacht im Schacht Ausgerechnet in einer Kirche bläst Regisseur Butch zu einem künstlerischen Pornodreh. In Zeiten der Internet-Gratis-Pornografie muss man den Kunden schließlich etwas Neues bieten. Ausgerechnet von den Horizontal-Profis gibt es Vorbehalte gegen den Drehort, doch Butch weiß auch die letzten Bedenken seiner Crew auszuräumen. Immerhin handelt es sich um eine entweihte Kirche. Dominik Grittner – Der graue Raum Ein Vorteil, wenn man das Bett mit Magdeburgs angesagtestem Kleindealer teilt ist, dass man an das beste Zeug kommt. Nachdem Andrina die grüne Tic-Tac probiert hat, findet sie sich in ihrem Traum in einem grauen Raum wieder. Auch nachdem ihre Freundin Celina sie eindringlich vor dem Dealer gewarnt hat, zieht es Andrina zurück in den grauen Raum. Rainer Innreiter – Gestrandet! Nachdem die HMS Cygnet in einem Unwetter sinkt, gelingt es einem Matrosen und dem Smutje, sich auf eine winzige, unwirtliche Insel zu retten. Ausgehungert nehmen die beiden die Leiche, die plötzlich angespült wird, dankbar an und folgen der Logik des Überlebens. Doch der Tote hält nicht lange vor und überleben wollen beide. Torsten Scheib – Das Muschelmädchen Karsten glaubt seinen Augen und Ohren nicht zu trauen, als er in einer der Muscheln auf seinem Teller ein winziges Lebewesen erblickt, das ihn um Hilfe anfleht. Er soll sie zurück bringen ins Meer, zu ihrem Volk. Das ist die einzig logische Konsequenz. Jakob Schmidt – Der Wintermann Irgendwann kann sie es nicht mehr hören, das ständige „Ihr erbt ja.“ von Opa Heinz. Und bis es so weit ist, immer schön nicken und stillhalten. Bis sie ihm plötzlich den Schürhaken über den Kopf zieht. Doch Opa ist nicht tot und den Rest soll – mit Hilfe ihres Bruders – der „Wintermann“ erledigen. Christian Endres – Knochen erinnern sich Nachdem die Bisons nahezu ausgerottet sind, muss sich der gewissenlose Skinner Lee Craine von der Jagd auf das Sammeln der Knochen verlegen, die er anschließend verkaufen kann. Doch eines Nachts in der Stille der Prärie erheben sich die toten Tiere, um ihre Rechnung mit Craine zu begleichen. Michael Schmidt – Zwei Seelen in einer Brust Auf seiner einsamen Wanderung trifft Rudolf eine junge Frau, die ihm eine Unterkunft für die Nacht anbietet. Auch sie träumt davon, den ungastlichen Ort zu verlassen, an dem sie lebt. Sie beschließt, mit Rudolph ans Meer weiter zu ziehen, doch schon bald stellen sich den zwei Reisenden fünf Männer in den Weg und bedrohen das Paar. 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Michael Siefener – Im Schatten Gerade als der Meister seine Suche nach Gott als gescheitert abschließt, erscheint ihm ein junger Mann, der ihm die Augen für das Wirken Gottes öffnet. Die darauf folgende Zufriedenheit schwindet jedoch bald wieder und so erscheint der junge Mann erneut. Achim Hildebrand – Biedenbach Manche Arbeitskollegen können mit ihren Eigenheiten, ihren Körpergeräuschen und ständigen Gute-Laune-Bekundungen ihre Umwelt ungewollt nerven. So wie Biedenbach seinen introvertierten Kollegen Brosig. Der Hinweis auf homöopathische Krankheitsbekämpfung lässt den verzweifelten Brosig eine Experiment versuchen. Merlin Thomas – Jenseits der Tür In frühester Kindheit – in einem Moment ohnmächtiger Wut – erschien Teevke die Tür zum ersten Mal. Etwas kroch daraus hervor, in Teevke hinein und machte ihre Wut zur Tat. Algernon Blackwood – Das Tal der Tiere Eine Gruppe Jäger folgen den Spuren eines riesigen Elchs, bis der indianische Führer plötzlich seltsam still wird und nicht weitergehen möchte, denn im „Tal der Tiere“ steht der Elch unter dem Schutz der Götter. So folgt Grimwood dem Tier auf eigene Faust. „Seitdem geht dieser Alte im Wald um. Sein Gesicht und ein Teil von seinem langen Bart sind weiß, der Rest von ihm ist ganz rot und dampft. Das Blut, das an ihm haftet bleibt warm, weil er ja unsterblich ist und sowas färbt ab. Einige [...] meinen, dass die Opfer des Wintermanns nicht richtig sterben können, bis das Blut endlich erkaltet und er sich jemand Neues sucht. Das kann Monate dauern.“ (Jakob Schmidt – Der Wintermann) MEINUNG Nach einem länger währenden Verlagshopping – Eloy Edictions, wo ZWIELICHT 1 und 2 erschienen sind hat seine Pforten geschlossen und die geplante Veröffentlichung bei p.machinery kam nicht zustande – und der inzwischen vorgezogenen Publikation als ebook hat ZWIELICHT 3 schließlich bei Erik Schreibers „Saphir im Stahl“ eine neue Verlagsheimat gefunden. Die ausgezeichnete Reihe (VINCENT PREIS als Beste/s Anthologie) kann also glücklicherweise weiter gehen. Als kleine Entschädigung für die damit verbundene lange Wartezeit ist der Umfang von Ausgabe 3 mit über 400 Seiten für den angenehmen Preis von 9,95 EUR extra groß. An Stelle von Lothar Bauer hat nun Björn Ian Craig das Coverdesign übernommen und führt es auch mit Ausgabe 4 fort. Was den Geschichtenteil angeht, hat es Herausgeber Michael Schmidt wieder geschafft, die ausgetretenen Horror-Wege und die Pfade der Vorhersehbarkeit zu verlassen und eine abwechslungsreiche Storysammlung abzuliefern, die – zumindest weitestgehend – ohne Vampire, Zombies oder Post-Apokalypse auskommt. Zu zwei Händen voll AutorInnen, die dem Leser deutscher Phantastik bereits hinreichend bekannt sein dürften (z.B. Christian Endres, Michael Siefener, Torsten Scheib, Vincent Voss), gesellen sich mit Abel Inkun, Dominik Grittner und Merlin Thomas drei relativ unbeschriebene Newcomer, die sich hier gut einfügen. Mit Algernon Blackwoods DAS TAL DER TIERE ist erstmals eine (Neu-)Übersetzung (von Achim Hildebrand) in ZWIELICHT enthalten. Den Artikelteil eröffnet Oliver Kotowski mit einigen Beispielen zum Thema DER WALD ALS ORT DES BÖSEN IM HORRORFILM. Die Beispiele (u.a. TANZ DER TEUFEL, BLAIR WITCH, TWIN PEAKS, DIE SCHREIE DER VERLORENEN) erweisen sich als recht beliebig, der Artikel als etwas zusammenhanglos, so dass er allenfalls als oberflächlich zu bezeichnen ist. Mirko Stauch und Daniel Neugebauer räumen anhand von LOVECRAFTS REISETAGEBUCH mit dem Klischee des „Einsiedlers von Providence“ auf und zeigen, dass Lovecraft durchaus gerne reiste und dadurch neue Eindrücke sammelte – erkennbar u.a. an den detaillierten Beschreibungen, die er sich für seine Fantastieortschaften ausgeliehen hat. Oft stand ihm jedoch sein schmales Budget im Weg. Coverartist Björn Ian Craig geht in seinem Artikel über Karl Edward Wagner auf die Horrorwerke des „Kane“-Autors ein. STÖCKE und elf weitere Kurzgeschichten Wagners, die in Deutschland nur in diversen Anthologien verstreut erschienen sind, werden hier vorgestellt und machen Lust, diese Geschichten (neu) zu entdecken. Anhand von vier Storybeispielen legt Eric Hantsch gewissenhaft den immer noch gültigen Ausnahmestatus von Deutschlands ZÄRTLICHER STIMME DER DUNKELHEIT Eddie M. Angerhuber dar. Michael Schmidt & Elmar Huber liefern einen kurzen Abriss über die Gewinner des VINCENT PREIS 2010 und zum Anlass des Sonderpreisgewinns ergreift Frank Festas Weggefährte Malte S. Sembten das Wort zur kollegialen LAUDATIO AUF FRANK FESTA. Das Buch wirkt in dem relativ kleinen Taschenbuchformat 18×11 und mit seinen über 400 Seiten sehr kompakt. Schon alleine aufgrund des hervorragenden Covermotivs von Björn Ian Craig. Der Schweizer Grafiker hat damit Susanne Jaja abgelöst und führt das ZWIELICHT-Design auch mit Ausgabe 4 fort. Die Verarbeitung lässt jedoch keine Wünsche offen. ZWIELICHT 3 findet sich derzeit auf der Nominierungsliste für den VINCENT PREIS 2013 als „Beste Anthologie“, ebenso wie Antje Ippensens TINTIGE ALTE WELT und Marcus Richters REX NEMORENSIS als „Beste Kurzgeschichte“ und das Covermotiv von Björn Ian Craig als „Beste Horrorgrafik“. FAZIT Auch die dritte Runde der abwechslungsreichen ZWIELICHT-Sammlungen überzeugt mit frischen Geschichten und einer gediehenen Mischung aus bekannten Namen und Newcomern.

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