Michael Schmieder , Uschi Entenmann Dement, aber nicht bescheuert - Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken

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Inhaltsangabe zu „Dement, aber nicht bescheuert - Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken“ von Michael Schmieder

Demenzkranke wollen als Menschen wahrgenommen werden. Doch wir „Gesunden“ können nicht ertragen, einen geliebten Angehörigen ins Vergessen gleiten zu sehen – wir therapieren, beschäftigen und medikamentieren ihn, damit wir uns nicht hilflos fühlen. Aber hilft das den Dementen? Nein, im Gegenteil. Die Kranken möchten in ihrem Sosein angenommen werden. Dafür plädiert Michael Schmieder, und dieses Konzept praktiziert er im Pflegeheim Sonnweid – mit beeindruckendem Erfolg.

Wer Denkanstöße für einen anderen/besseren Umgang mit Demenzkranken sucht, der ist hier richtig

— Ichbinswieder
Ichbinswieder

Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken (Buchuntertitel).

— kvel
kvel

Ein wertvolles Buch von besonderem Wert und interessanter Erkenntnis! Aus erster Hand berichtet.

— Floh
Floh

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  • Dem Altenkrimi fehlt es an Schwung...

    Wir fangen gerade erst an
    parden

    parden

    DEM ALTENKRIMI FEHLT ES AN SCHWUNG...Dem Leben im Alter sehen viele von uns mit gemischten Gefühlen entgegen - der Umzug in ein Altersheim erscheint für die meisten wenig verlockend. Die Erfahrungen, die die fünf Hauptcharaktere des Buches mit ihrem Wohnsitz machen, sind nun auch nicht dazu geeignet, die Bedenken hinsichtlich dieser Wohnform zu zerstreuen.Dabei sind Märtha (79), Snille (78), Anna-Greta (81), Stina (77) und Kratze (84) noch recht rüstig für ihr Alter. Doch 'Sparen' heißt die Devise der neuen Geschäftsführung des Seniorenheims 'Diamant', und so gibt es immer mehr Einschränkungen, die die alten Leute über sich ergehen lassen müssen, und kaum noch Entscheidungen, die sie selber treffen dürfen. Was zu viel ist, ist zu viel - und so beginnt allmählich ein Plan zu reifen.Eine TV-Dokumentation über die Situation in Schwedens Gefängnissen zeigt den Alten, dass es um die Versorgung der Verbrecher besser gestellt ist als um ihre eigene - und da muss Abhilfe geschaffen werden. Und so fliehen die fünf aus dem Altersheim und beginnen ihre Verbrecherkarriere mit dem Ziel, den Rest ihres Lebens letztlich gut versorgt hinter Gittern zu verbringen. Doch aller Anfang ist schwer, zumal hinter der Seniorengang mit ihren Rollatoren niemand etwas Gesetzwidriges vermutet - erst recht nicht die Polizei. Da ist viel Einfallsreichtum gefragt...Leider hielt das Buch nicht ganz, was ich mir davon versprach. Erwartet hatte ich ein unterhaltsames Buch mit viel Seniorenpower, mit Charme und Witz, schwungvoll und bissig und mit dem Esprit der Geschichten eines Jonas Jonasson oder dem Wohlfühlcharakter der Romane eines Fredrik Backman. Doch dem Roman merkte man das Alter seiner Charaktere an: Unterhaltung mit Längen, teilweise eher lahme Dialoge, eine von zu vielen Zufällen geprägte Handlung und alles in allem eine zu bemüht und konstruiert wirkende Erzählung. Die Charaktere selbst sind recht klischeehaft gestrickt und wirken durch den fehlenden Hintergrund wenig greifbar. Trotz meiner Enttäuschung fand ich die Idee hinter der Geschichte gut, wenn auch die Umsetzung mehr Potential gehabt hätte. Ebenfalls gefallen hat mir die durchgehend geäußerte Kritik am Umgang der Gesellschaft mit den Alten - an dieser Stelle würde ich mich der Seniorengang gerne anschließen. Insgesamt eher Mittelmaß - da ist noch deutlich Luft nach oben. Ob Band zwei 'Jetzt kriegt jeder was ab' da eine Steigerung ist? Keine Ahnung. Noch nicht jedenfalls. Aber erst einmal reicht es mir mit den fünf Senioren...© Parden

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  • Plädoyer für ein menschenwürdiges Altern und ein Umdenken in der Pflege/Betreuung

    Dement, aber nicht bescheuert - Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    26. March 2016 um 18:44

    Ich arbeite selber im Bereich der Betreuung demenzkranker Bewohner, daher bin ich immer an neuen Sichtweisen interessiert, die mich mein Denken und Handeln anders sehen und bewerten, sowie ggf. umstrukturieren lassen. Mit diesem Buch ist das durchaus gelungen, denn es ist ein Plädoyer für ein menschenwürdiges Altern und ein Umdenken in der Pflege/Betreuung. Vieles ist nicht nur für den beruflichen Bereich geschrieben, auch wenn es zum Teil um die Alzheimerforschung und ihre Entwicklung, sowie um die Arbeit des Pflegepersonals geht. Es thematisiert ebenso Probleme, die die Angehörigen betreffen. Sie haben auf Grund der veränderten Lebensumstände oft eine große Last zu tragen, müssen viel Verständnis zeigen und den einst vertrauten Angehörigen neu kennen- und annehmen lernen, was durchaus zur Mammutaufgabe werden kann. „Wenn es um Nächstenliebe geht, braucht es kein Diplom, keinen Master in Soziologie oder gar Theologie.Der Wille, sein Herz in die Wagschale zu werfen, genügt.“ (S. 220) Hr. Schmieder übernahm 1985 das Haus Sonnweid in der Schweiz, und schreibt über die Veränderungen, die er im Laufe der Zeit dort durchgesetzt hat. Was anfangs etwas nach Selbstbeweihräucherung aussieht, ist in Wirklichkeit die überaus plausible Konsequenz, einer bis dato schlechten Pflege/Betreuung mit Abschiebemanier entgegen zu wirken. Die Arbeit in Sonnweid wird im Folgenden anhand von Fallbeispielen sehr anschaulich beschrieben. Dabei wird immer wieder Wert darauf gelegt, dass hier das Individualkonzept greift und nicht nach allgemein verfassten Richtlinien gehandelt wird. Es war wirklich interessant zu lesen, wie die Lösungsstrategien erarbeitet und umgesetzt wurden. Immer unter ethischen Gesichtspunkten, immer menschlich und ausnahmslos bewohnerorientiert, ohne dabei die Bedürfnisse der Angestellten aus dem Auge zu verlieren. Vorbildhaft… Auch wenn man manchmal den Eindruck haben könnte, dass andere Einrichtungen der Altenpflege hier abgekanzelt werden, so ist der erhobene Zeigefinger eher eine Seltenheit. Vorherrschender ist die leichte Resignation, dass manches in Deutschland nicht oder nur schlecht umsetzbar ist. Das dürfte zum Teil an den Richtlinien des MDK liegen, die in diesem Buch nur als Randerscheinung erwähnt wurden, ebenso aber auch an Hygienerichtlinien und anderen Barrieren. Hinzu kommt aber entscheidend das, was im letzten Kapitel angesprochen wurde: Profitorientierung. Zu viele Heime werden von privaten Investoren geführt. Die Autoren sprachen mir mit vielen Sätzen aus der Seele. Nicht nur, aber auch was die Pflege betrifft. Es geht z.B. um Ruhe im Umgang untereinander, das richtige Maß an Anregung für die Bewohner und den Stellenschlüssel in Deutschland. Besonders letzterer ist es, der gute Pflege und Betreuung oft verhindert. Unzureichend angesprochen wurde die Finanzierung. Eine Einrichtung wie Sonnweid ist teurer als andere Pflegeeinrichtungen, wenn man die Leistungen in vollem Maße in Anspruch nehmen möchte. Das erklärt sich allerdings nahezu von selbst, und es bleibt die Frage, was uns ein menschenwürdiges Altern wert ist bzw. wert sein sollte, und ob hier ein grundlegendes Umdenken, auch von Seiten der Politik, notwendig wäre. Dieses Buch zeigt am Beispiel der Demenzeinrichtung Sonnweid auf, wie ein menschenwürdiges Altern gestaltet werden kann. Stärken stärken, Schwächen schwächen und den Menschen so annehmen wie er ist. Ein Vorbild, dem man nacheifern sollte.

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  • Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken (Buchuntertitel).

    Dement, aber nicht bescheuert - Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken
    kvel

    kvel

    26. November 2015 um 23:22

    Inhalt und meine Meinung: Michael Schmieder berichtet aus seinem beruflichen Alltag, denn er ist der Leiter des Schweizer Heimes Sonnweid, einem Pflegeheim, das sich auf demenzkranke Patienten spezialisiert hat. Er erzählt aus seiner Anfangszeit als er das Heim als Leiter übernommen hat und welche Änderungen zum Wohle seiner Patienten er durchgesetzt habe. Und er weiß von vielen Situationen und Diskussionen innerhalb seines Teams aus Pflegern und allen, die an den Patienten arbeiten, zu berichten. Herr Schmieder ist als Heimleiter kein Bürokrat, sondern er kommt vom Fach: Als Pfleger begann er seinen Berufseinstieg, arbeitete in der Notaufnahme und das Wichtigste: Die Würde des Menschen und damit die Ethik steht für ihn an erster Stelle. Dies zeigt sich in seinen Schilderungen. Wenn er bspw. beschreibt, dass er bei der Aufnahme eines Neupatienten vorher keine Arztberichte erhalten möchte, sondern dass das Erstgespräch mit den Angehörigen ihm den ersten Eindruck für den neuen Patienten vermitteln solle: „Eine Demenz werde vor allem am Vergessen gemessen, viel weniger an den oft deutlich sichtbaren Verhaltensstörungen.“ (S. 26) Ich habe mich für dieses Sachbuch ganz allgemein interessiert; also ohne konkreten persönlichen oder beruflichen Hintergrund. Dieses Sachbuch ist so verständlich formuliert ist, dass selbst Laien wie ich problemlos folgen können. Der Autor erzählt von den Auswirkungen seiner an Demenz erkrankten Patienten, die immer im Hier und Jetzt leben, und im Laufe der Zeit das Sprechen und Kommunizieren einstellen, und wie sich dies im Alltag äußert und wie er und das Team seiner Mitarbeiter versuchen damit umzugehen. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung wie die Betreuungsstandards und der Pflegealltag in deutschen Pflegeheimen aussieht, oder was der State of the Art der psychologischen Ansätze bei Demenzkranken ist, deshalb kann ich nicht wirklich beurteilen, inwiefern seine Ideen, sich (noch) nicht woanders durchgesetzt hätten, aber das, was er beschreibt hat in meiner Vorstellung Hand und Fuß. Über die Missstände in deutschen Pflegeheimen schreibt er auf Seite 211, dass es am Geld alleine nicht liegen könnte, sondern dass es für menschenwürdige Zustände vielmehr auf die einfühlsame Haltung der Betreuenden, seien sie Heimleiter oder Reinigungskraft, Lehrling oder Arzt, Koch oder Gärtner, ankomme: „Ein Land wie Deutschland, das die besten Autos und Maschinen der Welt baut, müsste doch in der Lage sein, ein anständiges Pflegekonzept zu entwickeln! Doch statt es zu versuchen, übertrug der Staat Mitte der neunziger Jahre die Verantwortung für seine Altenheime der freien Marktwirtschaft.“ Als Leser bekommt man auch Einblicke in das Seelenleben der Demenzkranken; man kann sich vorstellen, wie sich ein Patient bei der psychologischen Testung fühlt, wenn er eine Uhr zeichnen soll und er eigentlich gar nicht mehr weiß, wo genau welche Ziffer stehen soll; dabei weiß der Patient sehr wohl um sein Unvermögen, denn er ist „dement, aber nicht bescheuert“. Fazit: Lesenswert.

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  • Der Titel gibt dem Buch Recht!

    Dement, aber nicht bescheuert - Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken
    Floh

    Floh

    Das Thema Pflege, Demenz, Alzheimer, Pflegeheim, Altern, Sterben... gerne verschließen wir uns davor, doch hier sprechen nicht nur zwei Experten, die ihr Fach verstanden haben, nein, hier sprechen wahre Geschichten, aktuelle Forschung, Beobachtung und Erfahrung. Und diese einfühlsamen Erlebnisse und Erzählungen öffnen die Augen, bieten einen Blickwinkel und regen zum Umdenken an. Autor und ambitionierter Pfleger Michael Schmieder hat sich in "Dement, aber nicht bescheuert" mit seinen gesammelten Eindrücken, Erfahrungen und Berichten, gerade auch aus dem Pflegeheimalltag und seinem erfolgreichen Konzept im Pflegeheim Sonnweid zur Aufgabe gemacht zu informieren und aufzuklären. Zusammen mit der Co Autorin Uschi Entenmann ist dieses wirklich fundierte und sehr wichtige Buch entstanden. Ein lohnendes Buch, welches mit Wissen, Hintergründen, Offenheit und Wahrheit trumpft! Erschienen im Ullstein Verlag (http://www.ullsteinbuchverlage.de/ Inhalt / Beschreibung: "Worum geht es? Demenzkranke wollen als Menschen wahrgenommen werden. Aber wir "Gesunden" können nicht ertragen, einen geliebten Angehörigen ins Vergessen gleiten zu sehen - wir therapieren, beschäftigen und medikamentieren, damit wir uns nicht hilflos fühlen. Doch hilft das den Dementen? Nein, im Gegenteil. Die Kranken möchten in ihrem So-Sein angenommen werden. Dafür plädiert Michael Schmieder, und dieses Konzept praktiziert er im Pflegeheim Sonnweid - mit beeindruckendem Erfolg. Was ist besonders? Michael Schmieder ist ein Mann der Praxis: Er lebt das, was er schreibt. Er nimmt die Demenzkranken und ihre Bedürfnisse ernst und behandelt jeden Kranken als Individuum. Die Dementen bestimmen die Bedingungen, unter denen sie leben möchten. Wenn das bedeutet, dass eine Patientin nur noch Torte isst und ein anderer am besten im Flur schläft, so ist das in Ordnung. Hauptsache, es geht den Patienten gut. Und das tut es: Sonnweid gilt als eines der besten Pflegeheime für Demenzkranke. Wer liest? - Angehörige von Demenzkranken - alle, die mit Demenzkranken arbeiten - alle, die sich mit dem Thema beschäftigen." Meinung: Dieses Buch zeigt uns schonungslos den Ist-Zustand unserer Ressourcen und die Schwierigkeiten mit dem Umgang des Sterbens und Alterns. Hier berichtet der Autor von seinen Erfahrungen und Kenntnissen, aber er berichtet nicht allein, denn Autor Michael Schmieder lässt die Betroffenen und seine Erfahrung als Pfleger sprechen. Zusammen mit der Autorin Uschi Entenmann hat er ein Buch erschaffen, welches aufklären soll, und welches sein Konzept und seine Erfahrungen und seine Einstellung zum Thema missionieren soll. Dem Autor liegt sehr viel an seiner Arbeit. Das spürt und liest man und es kommt an! Sehr sehr bewegende und auch mutmachende Geschichten, Anekdoten, Fallbeispiele, Erfahrungen und Fortschritte werden hier verarbeitet, die aus dem wahren Leben stammen und die den Umgang mit dem Vergessen und das Leben mit der Krankheit und dem Verfall in einem Pflegeheim darstellen, sich aber auch auf den Alltag daheim adaptieren lassen. Das Gelesene geht nahe, bewegt und informiert. Offen, ehrlich und schonungslos erläutert der Autor hier die Fakten, den Ist-Zustand, die Moral und die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, Versäumnisse und Tücken der Regierung, der Gesellschaft und der Lobby. Der Autor durchkämmt das gesamte Spektrum, welches das Thema mit sich bringt und zeigt Erfahrung und Wissen. Der Leser hat die Möglichkeit zu verstehen, und seinen Blickwinkel zu verstellen. Pluspunkt ist, dass der Autor nicht in üblicher Sachbuchmanier informiert, sondern überwiegend die Menschen sprechen lässt. Somit erreicht er den Leser und weckt eine Spirale aus Gedanken und Hoffnung und Tatendrang. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, auf welchem innerlichen Widerstand der Autor wohl gestoßen sein mag, als er die Realität zu Papier brachte. Und ob der Autor je Zweifel oder Ängste an und mit seinem Werk hatte. Denn hier werden alle Karten offen gelegt und der Leser darf sich selbst ein Bild schaffen und auch das eigene Verhalten überdenken. Aber es gibt auch Beispiele die Hoffnung bringen und Erfolge zeigen. Ein Miteinander und Füreinander. Einen Stern ziehe ich leider ab, da ich persönlich auch gerne mehr über die gesetzliche Lage erfahren hätte. Denn hier werden den Helfern, Einrichtungen und dem Personal dicke Steine in den Weg gelegt. Mich hätte dieser Stolperstein intensiver interessiert. Großes Lob geht aber an die Idee, die Sicht aus den Augen der Betroffenen darzustellen. Ich bin sehr bewegt und wurde sehr intensiv mit dem Thema vertraut gemacht. Ein Umdenken und eine neue Sicht der Dinge werden dem Leser hier geschenkt. Ein schonungsloses "Draufstoßen", was aber auch Mut und Zuversicht gibt. Die beiden Buchautoren: „Michael Schmieder, geboren 1955, leitet das Heim Sonnweid bei Zürich. Er ist ausgebildeter Pfleger und hat einen Master in Ethik.“ „Uschi Entenmann, Jahrgang 1963, ist Autorin bei Zeitenspiegel Reportagen in Weinstadt.“ Fazit: Kenntnisreich, informativ und sehr facettenreich dargestellt. Eine absolute Leseempfehlung für Interessierte und Menschen, die sich mit dem Thema befassen möchten, betroffen sind, oder einen Blick hinter die Kulissen der Pflegeheime und des Alterns werfen möchten!

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