Michael Schneider Der Traum der Vernunft

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Inhaltsangabe zu „Der Traum der Vernunft“ von Michael Schneider

In seinem neuen, farbig und spannend geschriebenen Roman erzählt Michael Schneider die authentische Geschichte eines deutschen Jakobiners in der französischen Revolution, eine Geschichte von Freiheitsidealen und verlorenen Illusionen, von Liebe und Verrat, von Gefängnis und Guillotine. Er ist Franziskaner und Priester, Hofprediger und Professor der Schönen Wissenschaften, erfolgreicher Lyriker und Theologe, der als Aufklärer stets für Aufsehen und Kontroversen sorgt. Und er wird einer der einflussreichsten deutschen Jakobiner in der französischen Revolution: In seinem neuen Roman erzählt Michael Schneider die turbulente Lebensgeschichte des Revolutionärs Eulogius Schneider (1756-1794), der vom Vorkämpfer der großen Freiheits- und Gleichheitsideale zum öffentlichen Ankläger des elsässischen Revolutionstribunals wird, zuletzt mit der fahrbaren Guillotine das Niederelsaß heimsucht und von Saint-Just gestürzt wird. In der Pariser Abbaye de Saint-Germain-des-Prés, in eine Zelle gesperrt mit einem aristokratischen Gegenspieler, Hypnotiseur und Magnetiseur, dem Grafen Merville, wartet der gestürzte Jakobinerführer, nun selbst die Guillotine vor Augen, auf seinen Prozess. Farbig und spannend, historisch exakt und mit vielen Bezügen zur Gegenwart erzählt Michael Schneider in wechselnder Erzählperspektive von den Hoffnungen und Mühen, der großen Liebe und Desillusionierung seines Helden. Dieser wird mehrfach und in scharfen Kontrasten belichtet: durch seinen langjährigen Freund und Wegbegleiter Nepomuk Brenner, durch das Tagebuch seiner Geliebten Sara Stamm und durch die brillanten Dialoge mit dem geistreichen Skeptiker Merville, der den rationalistischen Utopien die 'Nachtseite der Vernunft' entgegenhält. Ein einzigartiger historischer Roman und eine exemplarische Geschichte über den 'Gewaltidealismus', der stets das Gute will und stets das Böse schafft.

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  • Rezension zu "Der Traum der Vernunft" von Michael Schneider

    Der Traum der Vernunft
    abschaffel

    abschaffel

    28. January 2007 um 23:58

    Georg Büchner sagte einmal, dass "der Einzelne nur Schaum auf der Welle, die Größe nur ein bloßer Zufall" sei. Der Eulogius des Romans erinnert an einen engen Freund Freund Büchners, dem verlotterten August Becker aus der Gießener Studentenzeit. Während Becker nach verunglückter Revolution Zeitungsredakteur in Cincinnati wurde, kann man an der Biografie des Eulogius Schneider die ganze Gewalt der Geschichte, komprimiert auf wenige Jahre, Orte und Personen, ablesen. Michael Schneider hat hier einen historischen Roman von noch nicht gekannter Größe geschaffen, der nahezu die gesamte Epoche in all ihren Facetten beschreibt und eine Kohlhaas-Figur der französischen Revolution auferstehen lassen, wie sie den meisten wohl unbekannt ist und wie sie für die damalige Zeit doch so typisch war. Wenn sich jemand mit einer spannenden Lektüre konfrontiert sehen will, die zum einen den aktuellen Stand der historischen Forschung wiedergibt und zum anderen von der Frage der humanistischen Ideale und politischen Gewalt fasziniert ist, den wird auch bis zur letzten Seite dieses Buch nicht loslassen.

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