Ich will doch bloß sterben, Papa

von Michael Schofield 
4,5 Sterne bei108 Bewertungen
Ich will doch bloß sterben, Papa
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (93):
Fabienne_Kujaths avatar

Eine sehr rührende Geschichte über eine ängstliche Tochter. Das Buch ist klasse für diejenigen die Gänsehautmomente lieben

Kritisch (3):
lena90s avatar

Habe lange gebraucht um das Buch fertig zu lesen, nicht wegen dem Krankheitsbild, sonder an dem unmöglichen Verhalten der Eltern.

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Inhaltsangabe zu "Ich will doch bloß sterben, Papa"

Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht. Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird. Eine Familie am Abgrund Der bedingungslose Kampf eines Vaters um seine schizophrene Tochter Eine wahre Geschichte: fesselnd, erschütternd, faszinierend Der New York Times-Bestseller endlich auf Deutsch

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783641125752
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:336 Seiten
Verlag:Kösel-Verlag
Erscheinungsdatum:31.03.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Fabienne_Kujaths avatar
    Fabienne_Kujathvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr rührende Geschichte über eine ängstliche Tochter. Das Buch ist klasse für diejenigen die Gänsehautmomente lieben
    Super Buch

    Schon alleine der Titel lässt einen den Atem stoppen. Dies wird im Laufe des Buches öfter passieren. Es ist super geschrieben und für alle Altersklassen ideal. Besonders passend für diejenigen welche solche Schicksalsgeschichten lieben.

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    C_S_Steinbergs avatar
    C_S_Steinbergvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein emotionales, ehrliches Buch
    Ehrlich, emotional, direkt und gut geschrieben

    Inhalt: Ich mag Spoilern nicht: Dafür hat man ja Klappentexte
    Meine Meinung:
    Ein Buch, gerade wenn man selber Kinder hat, was tief bewegt.
    Normal mag ich die "Ich" Erzählform nicht. Hier ist sie absolut passend und man kann dem Vater folgen. Versteht seine anfänglichen Eigenausreden, den Versuch Erklärungen zu finden usw.
    Ich kann auch verstehen, warum sie versuchten, es auf die Hochbegabung zu schieben. Das Umfeld reagiert leider genau so, wie die Menschheit heute oft ist. Schlaubischlümpfe und dann Ignoranz bis man als Eltern an sich selber zweifelt und meint an allem Schuld zu sein. Man fühlt die Hilfosigkeit darin, vor allem als einem niemand zuhört oder glaubt. Alles hat Tolle Sprüche drauf, aber keiner bringt Faktum wirklich Hilfe.
    Bei einigen Stellen musste ich mir schmerzlich in Erinnerung rufen, wie Alt das Kind zb bei seinem ersten Aufenthalt in der Nervenheilanstalt ist. Mein Sohn ist Heute im Gleichen Alter und alleine vorzustellen, sein Kind dort zu lassen ... Den Kampf mit sich, gegen die Umweld bis zum Punkt der eigenen Selbstaufgabe...
    Das Buch hatte mich sofort. Es ist einfach geschrieben, aber genau das braucht es hier auch. Die Geschichte ist so gravierend nah am Leser, dass Überdimensionale Fachbeschreibung hier absolut nicht gepasst hätten.
    Mich hat schon lange kein Buch mehr so berührt und innerlich auch ein wenig verängstigt und verstehen lassen, wie dieses.
    Somit keine andere Wahl, als 5 Sterne zu geben

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    musiclovers avatar
    musiclovervor 2 Jahren
    Hammer Buch, herzzereißende Geschichte!

    Dieses Buch beschreibt die Probleme und den "Alltag" einer Familie mit einer schizophrenen Tochter. Es ist fantastisch geschrieben und fesstelt den Leser praktisch an sich. Ich zolle dieser Familie meinen allergrößten Respekt.
    Ein sehr empfehlenswertes Buch!!!!

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    Melody73s avatar
    Melody73vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Thema das zum nachdenken anregt
    Regt zum nachdenken an

    Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht.
    Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird.

    Das Cover macht für sich alleine gar keinen düsteren Eindruck. Der Titel für mich aber umso mehr.

    Michael schofield hat es geschafft mich von der 1. Seite an zu fesseln. Ich habe das Buch innerhalb von Tagen gelesen.

    Für mich ein großartiges Buch mit einem ernsten Thema das man am liebsten weit von sich schiebt.
    Ich habe mit den Schofields mitgelitten und konnte mich aber auch teilweise in Jani reinversetzen. Ich hatte auch ganz oft das Gefühl ich will die ganze Familie einfach in den Arm nehmen und sagen es wird alles gut.
    Ein emotionales Buch das ehrlich geschrieben ist und somit bestimmt seine Wirkung nicht verliert mal genauer hinzuschauen.

    Wer ein emotionales buch lesen möchte und sich zudem für die menschliche Psyche interessiert, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen. Ihr werdet nicht enttäuscht werden, nur nachdenklich zurückgelassen.
    Ein Buch das lange lange nachwirkt. Ich würde sogar fast zumindest für mich behaupten, ein Buch das ich niemals mehr vergessen werde




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    Diezwinkerlinges avatar
    Diezwinkerlingevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Titel passt nicht ganz. Buch ist Langatmig aber sonst echt gut. Die letzten 3 Seiten sind am besten.
    Ich will doch bloß sterben Papa

    Meine Erwartungen:

    Meine Erwartungen waren riesig. Ich freute mich schon so lange auf dieses Buch. Vielleicht waren sie zu hoch oder falsch.


    Meine Meinung:

    Ich finde das Buch sehr gut und umfassend geschrieben. Es gibt sehr schöne Einblicke in die Welt einer Familie mit einer Schitzophrenen Tochter. Jedoch zieht sich das Buch auch ewig. Während des Lesens empfand ich mal Wut auf den Vater, später auf das Kind. Dann nervte mich zwischendurch die Mutter und es kam ein Gefühl, das der Vater die Oberhand hat, sich von der Tochter veräppeln lässt. Dieses Verhalten der Eltern gegenüber Mitmenschen, Diese Verzweiflung, Angst und den Kampf und gleichzeitig diese Frage, von mir persönlich, warum geht keiner der Ärzte auf die virtuelle Welt ein, warum kann man mit der Intelligenz nicht umgehen, sie in der Therapie einsetzten.? Das Buch ist anstrengend und keine Abendlektüre, aber es öffnet den Lesern, die Augen und zeigt deutlich das Bild dieser Krankheit. Das Ende stimmt mich friedlich und ich hatte schlichtweg ein Wechselbad der Gefühle.

    Doch es lohnt sich zu lesen.



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    Ankewiens avatar
    Ankewienvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Aus Sicht des Vaters geschrieben zeigt es die Verzweiflung, die Eltern überkommen kann, wenn das eigene Kind psychisch so schwierig wird,.
    Papa, ich will sterben

    Aus Sicht des Vaters geschrieben zeigt es die Verzweiflung, die Eltern überkommen kann, wenn das eigene Kind psychisch so schwierig wird, dass man Angst vor ihm bekommt. Er schildert die Ängste, die Verzweiflung, die auch die Beziehung der Eltern auf eine harte Probe stellt.

    Er beschreibt, wie schwierig es für ihn war, das 4jährige Kind zu halten, zu sehen, wie sie sich die Kleider vom Leib reißt und über den Krankenhausflur rennt - gleichzeitig seine Frau, die im Flur sitzt und einfach nichts tut.

    Es ist ein sehr einfühlsames und mutmachendes Buch voll bedingungsloser Liebe zur Tochter. Es zeigt, dass man die Kinder nicht aufgeben soll, auch wenn es manchmal schwierig wird. Auch ist es ein sehr bewegendes Buch, voller Verzweiflung hört der Vater seine Tochter sagen, dass ihre imaginäre Katze ihr sagt, sie soll sich selbst töten oder eine Ratte, sie soll ihren Bruder mißhandeln. Der Vater schreibt sehr einfühlsam über kurzfristige Verbesserungen und immer wieder von kaum zu kontrollierenden Ausbrüchen von Gewalt, die einen entsetzen, wenn man mit dieser Krankheit nicht vertraut ist.

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    michelle_loves_bookss avatar
    michelle_loves_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Emotional, aufwühlend und schockierend! Diese Geschichte muss man gelesen haben.
    Aufwühlend, schockierend und emotional. Dieses Buch muss man gelesen haben.

    „Ich will doch bloß sterben, Papa“ ist eine biografische Geschichte von Micheal Schofield. Dabei beschreibt er das Leben bzw. die Leiden seiner schizophrenen Tochter Jani und ihrer Familie. Micheal erzählt aus der Sicht als Vater die gefühlvolle Geschichte rund um seine Tochter. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der sich für das Leben einer Familie mit schizophrenem Kind interessiert. Dabei sollte man die Taschentücher nicht zu weit weglegen!

    Klappentext

    Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht.

    Meinung

    Das Buch ist eine biografisches Geschichte über das Leben seiner Tochter Jani. Es ist das erste Buch, welches ich lese und gleichzeitig eine Biografie darstellt. Somit ist es auch meine erste Rezension zu einer Biografie. Und es viel mir sehr schwer, meine Meinung zu dem Buch als Rezension zu schreiben.

    Die Handlung im Buch ist nicht ausgedacht, sondern real. Es ist wirklich alles so geschehen, wie es im Buch beschrieben wird. Man kann nicht sagen, dass man etwas an einer Stelle weggelassen hätte und dafür an einer anderen wieder hinzugefügt. Das geht nicht. Was gesehen ist, wird beschrieben und dabei auch nicht beschönigt oder irgendwie verändert.

    Dem Vater und Autor Micheal fällt es sehr schwer zu begreifen, dass mit seiner Tochter etwas nicht stimmt. Zu Beginn glaubt er noch, sie wäre bloß hochintelligent und damit etwas anders als die anderen Kinder. Er glaubt das Problem liegt zwischen ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung. Aber so ist es nicht. Jani, die sich während des Buches öfter umbenennt, hat imaginäre Freunde und hört stimmen in ihren Kopf. Eine dieser Stimme, die Ratte Mittwoch, lockt sie dazu, ihrem kleinen Bruder Bodhi zu schlagen. Und dies versucht Jani auch. Die Eltern sich völlig verzweifelt.

    Ich war sehr schockiert. Sowohl über den die Ärzte bzw. das Krankensystem in der USA als auch über den Vater. Ich kann es nicht fassen, dass die Ärzte sich die ganze Zeit weigern, Jani bzw. ihren Eltern eine einigermaßen klare Diagnose zu stellen. Sie weigern sich, da es ihrer Meinung nach nicht möglich ist, dass schon so ein kleines Kind an einer so grausamen Krankheit wie Schizophrenie erkrankt sein kann. Unfassbar ist aber auch das Krankensystem in den USA! Jani wird aus einer Psychiatrie ausgewiesen, obwohl sie noch nicht geheilt ist, einfach weil die Krankenkasse nicht mehr zahlen will oder der Arzt der Meinung ist, es liegt an den Eltern. Keiner kann Jani so richtig helfen. Aber auch ihr Vater versucht ständig die Taten seiner Tochter in Schutz zu nehmen oder fühlt sich überfordert. Dann ist er wütend, weil seine Frau endlich handeln will. Ich verstehe es, dass es für ihn ein riesiger Schock ist, wenn das eigene Kind versucht, sein Geschwisterchen umzubringen, aber es nützt auch nichts, wenn der Vater nur seine Tochter schützen will. Ich befinde mich nicht in der Lage, dies unter den gegebenen Gesichtspunkten zu beurteilen, aber für mich war es manchmal nicht nachvollziehbar.

    Es war sehr interessant den Leidensweg der Familie mit all seinen Höhen und Tief zu begleiten. Ich habe mich vorher noch nie mit Schizophrenie so sehr beschäftigt, aber dieses Buch hat mich zum nachdenken angeregt. Es ist schrecklich, wie die Eltern gelitten haben und ihrer Tochter einfach nicht helfen konnten. Sie versuchten so viel … Therapien, Medikamente und und und, aber nichts half wirklich, bis endlich die Diagnose Schizophrenie gestellt wurde und man konkret etwas dagegen unternehmen konnte.

    Fazit

    Ich geben dem Buch 5 von 5 Sterne schon allein, weil der Vater Michael Schofield den Mut hatte, diese Geschichte zu Papier zu bringen, auch wenn die Ärzte oder auch andere ihn dafür verteufelt haben. Viele glaubten nicht, dass Jani wirklich schizophren ist, sondern Missbraucht wurde oder vom Teufel besessen sein. Allein für den Mut, diese Geschichte zu schreiben, verdient Micheal meinen größten Respekt. Die Geschichte hat mich wirklich in ihren Bann gezogen. Die ganze Familie tat mir Leid und ich wünschte mir, ihnen irgendwie helfen zu können. Aber das kann ich nicht. Ich habe mich nach dem Buch über die Familie informiert. Janis Bruder Bodhi ist autistisch mit Tendenzen zur paranoiden Schizophrenie. Mir tut die ganze Familie leid, aber gleichzeitig hoffe ich sehr, dass die Familie die positiven Dinge im Leben sieht und darauf aufbaut. Scheinbar bekommt Jani nun auch einen Medikamentenmix, der es ihr ermöglicht, ein möglichst normales Leben zu führen, mit den Stimmen nur noch als leises Rauschen im Hintergrund. Ich wünsche der Familie alles erdenklich Gute!

    Kommentare: 5
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    Kiritanis avatar
    Kiritanivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zu allem bereite, unerschütterliche Eltern.
    Verzweiflung, Angst, Mut und Freude

    Wie immer finde ich autobiographischer Bücher sehr schwer zu rezensieren, denn am Verlauf der Story gibt es wenig zu meckern, dass ist wirklich so passiert. Da kann man nicht sagen, es sei zu überspitzt - es passierte so.
    Dieses Buch machte mir mal wieder bewusst, was für ein verdammtes Glück man hat, gesund zu sein. Und das man sich glücklich schätzen kann, wenn das größte Problem seiner Familie unaufgeräumte Zimmer und ein nicht eingehaltener Haushaltsplan ist.

    In dem Buch schreibt Michael Schofield über seine Tochter January - kurz Janni, ganz kurz Jani. Jani war von Beginn an anders als andere Kinder. Um sie zum Schlafen zu bekommen, wird Jani bis zur Ermüdung bespaßt, die Belohnung sind ein paar Minuten Ruhe.
    Michael und seiner Frau Susan dämmert es schnell, dass Jani anders ist. Sie kann schon früh laufen und sprechen, schneller als andere Kinder und vor allem einwandfrei.
    Aber nicht nur das macht sie besonders - auch ihre eigene Welt und ihre imaginären Freunde, zu denen sie einen innigen Kontakt pflegt.
    Michael und Susan beginnen die Ursache für Janis 'Eigenarten' herauszufinden und werden fündig. Sie ist hochintelligent.
    Als die Familie Schofield weiteren Nachwuchs erwartet und Janis Bruder Bohdi einzieht, beginnt alles aus den Fugen zu geraten. Jani hat den Drang ihren Bruder zu schlagen, sobald dieser weint. Etwas das sie nicht abstellen kann und was unerwartete Aggressionen in ihr auslöst. Jani merkt auch, dass sie es nicht kontrollieren kann. Michaels und Susans Leben gerät aus der Fassung, als sie beginnen Jani helfen zu wollen.

    Es ist ein tolles Buch, von starken Eltern. Es macht Mut und gleichzeitig unglaubliche Angst. Die pure Verzweiflung und die blanke Angst, seinem Kind nicht helfen zu können wird auf den Seiten deutlich. Die unerschütterliche Kraft und der Glaube eines Vaters, eine Lösung - eine Diagnose zu finden und seinem Kind zu helfen.

    Fazit:
    Eine unglaublich starke Familie. Nicht nur, weil sie Jani und ihre Launen ertragen, sondern auch, weil sie es geschafft haben sich weiterhin zu lieben und zueinander zu halten. Einfach stark und einfallsreich, aufopfernd und kreativ - zu allem bereit und unerschütterlich. Vollste Empfehlung!

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    Klene123s avatar
    Klene123vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zeitweise schockierend, aber hauptsächlich liegt das aufreibende am Erzählstil und nicht an der Geschichte
    Ein System mit Fehlern

    Ich muss ehrlich sagen, mir fällt es schwer dieses Buch zu rezensieren. Ich hatte es einigermaßen schnell durch, musste aber zwischendrin immer wieder Pause machen, weil es mich so aufgeregt hat.
    Ich wollte Motzen und Schreien hauptsächlich gegen das Krankensystem in den USA, aber auch ab und an den Verfasser dieses Buches. Ich verstehe immer wieder, dass die Eltern an ihre Grenzen kommen und glaube auch an den Beschützerinstinkt den Vater und Mutter bei ihren Kindern haben. Dennoch hält Michael Schofield hier so viel von seiner Tochter, dass er es nicht mal mit Erziehung versucht. Zwischendrin wird ihm das dann geraten und siehe da es wird etwas besser.
    Gut mein Gemüt hat etwas Ruhe gefunden und ich kann die Geschichte weiter verfolgen, mit Gänsehaut. Denn was dieses kleine Mädchen durchleben muss, ist wirklich schrecklich. Doch irgendwie stört mich was der Vater daraus macht...anstatt ihr zu helfen, lässt er niemanden an sie ran. Er zieht auch nicht mit seiner Ehefrau an einem Strang und versucht vor allem alles alleine zu bewältigen. Ich kann mich irgendwie nicht in ihn hinein versetzen. Er muss schon vorher Antidepressiva nehmen und versucht zu Beginn des Buches auch Anzeichen für diese Krankheit bei Jani zu finden. Er macht eigentlich alles wie die Ärzte, die bestimmte Anzeichen nicht wahrnehmen wollen, weil es eben untypisch ist in dem Alter bzw. imaginäre Freunde typisch.
    Er schreit, wird sauer, schlägt um sich und ist am Boden zerstört, nimmt jedoch kaum Hilfe an. Und genau der Punkt bringt mich dazu so unentschieden über ein Urteil zu sein. Am Ende wird irgendwie nicht klar dass es schrecklich war ist: Jani ist immer noch sein geniales Kind, die Schizophrenie haben sie sowieso schon am ersten Tag erkannt gehabt und nur die Ärzte sind schuld und müssen was tun. Hm ja und dann? Hört das Buch einfach auf. Wurde Jani richtig eingestellt? Was ist mit ihrem Bruder Bodhi? Was ist mit ihrer Ehe???

    Fazit:
    Die Erzählungen sind schockierend, die Geschichte wirklich schlimm. Hier wird aber hauptsächlich der Kampf mit dem System beschrieben. Mir fehlt jedoch die Auflösung, die genaue Information: Was genau bedeutet es für jede einzelne Person der Familie mit Schizophrenie zu leben?

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    Federzaubers avatar
    Federzaubervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich bin nur so durch die Seiten geflogen... Erschütternd, lässt einen nicht kalt, finde die Worte nicht dafür...
    Erschütternd, aufwühlend, lässt einen nicht kalt



    Die Geschichte beruht auf einer wahren Geschichte und Familie.  
    Der Vater,  Michael Schofield berichtet über das Leben mit seiner ungewöhnlichen und hochbegabten Tochter,  Janni, die anders ist und zu sehr aggressiven Reaktionen tendiert. Die Eltern versuchen herauszufinden was sie hat,  mit der Vermutung,  dass sie an Schizophrenie leidet,  doch leider sind die Ärzte keine große Hilfe dabei....


    Das Buch ist sehr gut geschrieben und hat mich sofort reingesogen und nicht mehr losgelassen.  Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.  Es ist erschütternd und erschreckend wieviel und was die Familie durchmachen muss und wie unkontrolliert aggressiv Janni reagiert.
    Ich habe selber vor einigen Jahren,  während meiner Ausbildung ein 9-jähriges Kind mit starken Psychosen erlebt und weiß wie Angst einflößend es sein kann,  wenn der Blick sich plötzlich verdunkelt und das Kind sich auf einen stürzt, weil es plötzlich nicht mehr die Person sieht, sondern ein Monster der beseitigt werden muss.  
    Jannis Verhalten und ihre Entwicklung wurde sehr gut beschrieben und ich konnte es mir sehr bildhaft vorstellen, wie schwer das Leben mit so einer Erkrankung sein muss.
    Wobei ich nicht unbedingt  immer Sympathie und Verständnis für die Eltern empfand.  Ich bin der Meinung,  dass vieles einfacher gewesen wäre,  wenn die Eltern Janni richtig erzogen hätten.  Die Einstellung sie brauche keine Erziehung, weil sie hochintelligent ist, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen.  Ebensowenig die Einstellung,  die Umwelt müsse sich auf Janni einstellen,  kam mir sehr kurios vor. Denn auch wenn Janni ein überaus hohen IQ hat, ist sie trotz alledem ein kleines Mädchen, dass erzogen werden muss, Regeln befolgen, feste Strukturen braucht,  Konsequenzen spüren muss und lernt sich ihrem Umfeld anzupassen.   Doch die Eltern behandelten sie lieber wie ein kleines erwachsenes Genie, mit einer "Laisser-faire Einstellung",  die mir  überhaupt nicht zusagte.  
    Doch nach und nach erkennt man ein Einsehen des Vaters und gibt seine erzieherischen Fehler zu und man spürt eine deutliche Veränderung in seinem Verhalten, der Janni auch zu Gute kommt. 
    Einerseits sind die Eltern sehr stark,  diese Situation wie sie ist durchzustehen, andererseits sind sie sehr schwach konsequent zu bleiben und klare Strukturen zu geben. 
    Auf YouTube gibt es Filme und Berichte, wie es Janni und ihr Bruder Bodhi heute geht. Dies fand ich sehr interessant, um es sich noch deutlicher vor Augen zu machen, in welch Situation die Familie lebt und die Erzählungen im Buch nicht übertrieben sind. Es hat mir das Ganze noch deutlicher vor Augen geführt,  was ich beim Lesen gespürt habe. 
    Es hat mich beim Lesen sehr beschäftigt,  beeindruckt,  aufgewühlt.  Aber auch lange danach, waren meine Gedanken noch bei dieser Familie und ihrem Schicksal,  der sich leider nicht vereinfacht hat,  nachdem sich doch herausgestellt hat, dass Bodhi auch schizophrene Züge zeigt mit Autismus.  Der Wunsch des Vaters einen Bruder für Janni zu bekommen, der genau so ist wie sie, hat sich anscheinend,  auf eine makabre Weise bewahrheitet. 
    Ein Buch, dass man gelesen haben muss, der mich nicht kalt gelassen hat, obwohl ich in meinem Beruf schon vieles gesehen habe. 
    Note: 5/5 

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