Michael Schofield Ich will doch bloß sterben, Papa

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Inhaltsangabe zu „Ich will doch bloß sterben, Papa“ von Michael Schofield

Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht. Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird. Eine Familie am Abgrund Der bedingungslose Kampf eines Vaters um seine schizophrene Tochter Eine wahre Geschichte: fesselnd, erschütternd, faszinierend Der New York Times-Bestseller endlich auf Deutsch

Eine sehr rührende Geschichte über eine ängstliche Tochter. Das Buch ist klasse für diejenigen die Gänsehautmomente lieben

— Fabienne_Kujath

Erläutert anschaulich das Krankheitsbild und die Ohnmacht der Angehörigen.

— JenniferFriedrich

Ein emotionales, ehrliches Buch

— C_S_Steinberg

Unglaublich gut. Und man erfährt auch mal andere Dinge über diese Krankheit als das normale Gerede in der Öffentlichkeit.

— Vanessa_Wittig

berührend, bewegend, traurig. Dennoch eine emotionale Geschichte über eine Starke Familie die nicht aufgibt.

— Naden

Hat mich einfach bewegt, wie ein Vater alles versucht, um seiner Tochter ein schönes Leben zu bescheren, auch wenn es schwer ist...

— mimi009

Ehrlich, traurig und herzerwärmend zugleich.

— Arabelle

Ein Thema das zum nachdenken anregt

— Melody73

buntgemischte Gefühlsausbrüche aller Facetten

— Diezwinkerlinge

Der Titel passt nicht ganz. Buch ist Langatmig aber sonst echt gut. Die letzten 3 Seiten sind am besten.

— Diezwinkerlinge

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  • Super Buch

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Fabienne_Kujath

    06. March 2018 um 18:31

    Schon alleine der Titel lässt einen den Atem stoppen. Dies wird im Laufe des Buches öfter passieren. Es ist super geschrieben und für alle Altersklassen ideal. Besonders passend für diejenigen welche solche Schicksalsgeschichten lieben.

  • Ehrlich, emotional, direkt und gut geschrieben

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    C_S_Steinberg

    11. February 2018 um 17:36

    Inhalt: Ich mag Spoilern nicht: Dafür hat man ja KlappentexteMeine Meinung:Ein Buch, gerade wenn man selber Kinder hat, was tief bewegt.Normal mag ich die "Ich" Erzählform nicht. Hier ist sie absolut passend und man kann dem Vater folgen. Versteht seine anfänglichen Eigenausreden, den Versuch Erklärungen zu finden usw.Ich kann auch verstehen, warum sie versuchten, es auf die Hochbegabung zu schieben. Das Umfeld reagiert leider genau so, wie die Menschheit heute oft ist. Schlaubischlümpfe und dann Ignoranz bis man als Eltern an sich selber zweifelt und meint an allem Schuld zu sein. Man fühlt die Hilfosigkeit darin, vor allem als einem niemand zuhört oder glaubt. Alles hat Tolle Sprüche drauf, aber keiner bringt Faktum wirklich Hilfe. Bei einigen Stellen musste ich mir schmerzlich in Erinnerung rufen, wie Alt das Kind zb bei seinem ersten Aufenthalt in der Nervenheilanstalt ist. Mein Sohn ist Heute im Gleichen Alter und alleine vorzustellen, sein Kind dort zu lassen ... Den Kampf mit sich, gegen die Umweld bis zum Punkt der eigenen Selbstaufgabe...Das Buch hatte mich sofort. Es ist einfach geschrieben, aber genau das braucht es hier auch. Die Geschichte ist so gravierend nah am Leser, dass Überdimensionale Fachbeschreibung hier absolut nicht gepasst hätten.Mich hat schon lange kein Buch mehr so berührt und innerlich auch ein wenig verängstigt und verstehen lassen, wie dieses.Somit keine andere Wahl, als 5 Sterne zu geben

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  • Hammer Buch, herzzereißende Geschichte!

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    musiclover

    02. April 2017 um 15:30

    Dieses Buch beschreibt die Probleme und den "Alltag" einer Familie mit einer schizophrenen Tochter. Es ist fantastisch geschrieben und fesstelt den Leser praktisch an sich. Ich zolle dieser Familie meinen allergrößten Respekt.
    Ein sehr empfehlenswertes Buch!!!!

  • Regt zum nachdenken an

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Melody73

    25. February 2017 um 12:23

    Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht. Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird. Das Cover macht für sich alleine gar keinen düsteren Eindruck. Der Titel für mich aber umso mehr. Michael schofield hat es geschafft mich von der 1. Seite an zu fesseln. Ich habe das Buch innerhalb von Tagen gelesen. Für mich ein großartiges Buch mit einem ernsten Thema das man am liebsten weit von sich schiebt. Ich habe mit den Schofields mitgelitten und konnte mich aber auch teilweise in Jani reinversetzen. Ich hatte auch ganz oft das Gefühl ich will die ganze Familie einfach in den Arm nehmen und sagen es wird alles gut. Ein emotionales Buch das ehrlich geschrieben ist und somit bestimmt seine Wirkung nicht verliert mal genauer hinzuschauen. Wer ein emotionales buch lesen möchte und sich zudem für die menschliche Psyche interessiert, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen. Ihr werdet nicht enttäuscht werden, nur nachdenklich zurückgelassen. Ein Buch das lange lange nachwirkt. Ich würde sogar fast zumindest für mich behaupten, ein Buch das ich niemals mehr vergessen werde

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  • Ich will doch bloß sterben Papa

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Diezwinkerlinge

    05. October 2016 um 19:00

    Meine Erwartungen: Meine Erwartungen waren riesig. Ich freute mich schon so lange auf dieses Buch. Vielleicht waren sie zu hoch oder falsch. Meine Meinung: Ich finde das Buch sehr gut und umfassend geschrieben. Es gibt sehr schöne Einblicke in die Welt einer Familie mit einer Schitzophrenen Tochter. Jedoch zieht sich das Buch auch ewig. Während des Lesens empfand ich mal Wut auf den Vater, später auf das Kind. Dann nervte mich zwischendurch die Mutter und es kam ein Gefühl, das der Vater die Oberhand hat, sich von der Tochter veräppeln lässt. Dieses Verhalten der Eltern gegenüber Mitmenschen, Diese Verzweiflung, Angst und den Kampf und gleichzeitig diese Frage, von mir persönlich, warum geht keiner der Ärzte auf die virtuelle Welt ein, warum kann man mit der Intelligenz nicht umgehen, sie in der Therapie einsetzten.? Das Buch ist anstrengend und keine Abendlektüre, aber es öffnet den Lesern, die Augen und zeigt deutlich das Bild dieser Krankheit. Das Ende stimmt mich friedlich und ich hatte schlichtweg ein Wechselbad der Gefühle. Doch es lohnt sich zu lesen.

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  • An der Grenze zwischen eurer und meiner Welt

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    TraeumenVonBuechern

    Klappentext: Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht. Cover: Schlicht, aber passend. Es sieht aus, als würde Jani im Nebel verschwinden, was ja fast passiert. Meine Meinung: Ich habe dieses Buch schon länger im Auge, aber als ich dann die großartige Rezi von der lieben Rotkäppchen gesehen habe, musste ich mich einfach beim Bloggerportal dafür bewerben. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, denn Janis Geschichte ist wirklich so unglaublich und berührend, dass jeder sie gelesen haben sollte. Vorweg: Ich habe die Geschichte innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Das zeigt, wie mitreißend "Ich will doch bloß sterben, Papa" ist. Der Schreibstil ist, obwohl (oder gerade, weil) Michael Schofield kein Autor ist, einfach und flüssig. Zu den Charakteren kann ich bei diesem Buch nichts sagen, da es eine wahre Geschichte ist. Allerdings bewundere ich die kleine Jani für ihre Stärke, denn mit ihren 6 (inzwischen 13) Jahren kämpft sie mit dem schlimmsten in den USA bekannten Fall von Schizophrenie. Auch ihre Eltern sind nur zu bewundern, denn nun ist nicht nur ihre Tochter, sondern auch deren kleiner Bruder Bodhi von der Krankheit betroffen. Zwischenzeitlich ist mir der Vater aber ein kleines bisschen auf die Nerven gegangen, weil er nur das Genie in seiner Tochter Jani gesehen hat, nicht aber, dass sie ernsthaft krank ist und leidet. Allerdings wüsste ich auch nicht, was ich in dieser schlimmen Situation getan hätte. Die kleine Jani kann schon mit 18 Monaten in grammatikalisch korrekten Sätzen sprechen, mit 2 Jahren beherrscht sie nicht nur alle Grundrechenarten, sondern auch negative Zahlen und vieles mehr. Besonders ihr Vater Michael hält sie für ein Genie, sein größter Traum ist, dass sie eines Tages einen Nobelpreis gewinnt. Da ist ihm auch ihre ausgeprägte "Fantasie" recht, denn Jani hat zahlreiche eingebildete Freunde, darunter eine Katze namens 400, ihre Ratte Mittwoch und ein Mädchen namens 24 Stunden, die auf der ebenfalls eingebildeten Insel Calalini leben. Doch dann bekommt Jani immer wieder extreme Gewaltausbrüche und auch die Fantasiefreunde werden mehr. Ihre Eltern haben schnell den Verdacht, dass ihr kleines Mädchen an Schizophrenie leidet. Aber obwohl ganz deutlich ist, dass Jani krank ist, will keiner den beiden glauben. Auf ihrer Odyssee durch zahlreiche Krankenhäuser und (Kinder-)Psychiatrien werden die abenteuerlichsten Vermutungen aufgestellt: sie sei "ganz schön gestört", falsch erzogen, von Dämonen besessen. Selbst Missbrauch wird den Eltern vorgeworfen, bis Jani endlich in eine Klinik gebracht wird, in der man sich ordentlich um sie kümmert und sie untersucht. Dort bestätigt sich der Verdacht Schizophrenie und Michael und Susan kämpfen um ihre beiden Kinder. Fazit: "Ich will doch nur sterben, Papa" ist ein aufrüttelndes, berührendes und mitreißendes Buch, dass zum Nachdenken anregt. Jeder (wirklich jeder!) sollte es gelesen haben. 5 von 5 Sternen!

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    • 2

    gsimak

    19. February 2016 um 09:27
  • Aufwühlend, schockierend und emotional. Dieses Buch muss man gelesen haben.

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    michelle_loves_books

    „Ich will doch bloß sterben, Papa“ ist eine biografische Geschichte von Micheal Schofield. Dabei beschreibt er das Leben bzw. die Leiden seiner schizophrenen Tochter Jani und ihrer Familie. Micheal erzählt aus der Sicht als Vater die gefühlvolle Geschichte rund um seine Tochter. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der sich für das Leben einer Familie mit schizophrenem Kind interessiert. Dabei sollte man die Taschentücher nicht zu weit weglegen! Klappentext Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht. Meinung Das Buch ist eine biografisches Geschichte über das Leben seiner Tochter Jani. Es ist das erste Buch, welches ich lese und gleichzeitig eine Biografie darstellt. Somit ist es auch meine erste Rezension zu einer Biografie. Und es viel mir sehr schwer, meine Meinung zu dem Buch als Rezension zu schreiben. Die Handlung im Buch ist nicht ausgedacht, sondern real. Es ist wirklich alles so geschehen, wie es im Buch beschrieben wird. Man kann nicht sagen, dass man etwas an einer Stelle weggelassen hätte und dafür an einer anderen wieder hinzugefügt. Das geht nicht. Was gesehen ist, wird beschrieben und dabei auch nicht beschönigt oder irgendwie verändert. Dem Vater und Autor Micheal fällt es sehr schwer zu begreifen, dass mit seiner Tochter etwas nicht stimmt. Zu Beginn glaubt er noch, sie wäre bloß hochintelligent und damit etwas anders als die anderen Kinder. Er glaubt das Problem liegt zwischen ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung. Aber so ist es nicht. Jani, die sich während des Buches öfter umbenennt, hat imaginäre Freunde und hört stimmen in ihren Kopf. Eine dieser Stimme, die Ratte Mittwoch, lockt sie dazu, ihrem kleinen Bruder Bodhi zu schlagen. Und dies versucht Jani auch. Die Eltern sich völlig verzweifelt. Ich war sehr schockiert. Sowohl über den die Ärzte bzw. das Krankensystem in der USA als auch über den Vater. Ich kann es nicht fassen, dass die Ärzte sich die ganze Zeit weigern, Jani bzw. ihren Eltern eine einigermaßen klare Diagnose zu stellen. Sie weigern sich, da es ihrer Meinung nach nicht möglich ist, dass schon so ein kleines Kind an einer so grausamen Krankheit wie Schizophrenie erkrankt sein kann. Unfassbar ist aber auch das Krankensystem in den USA! Jani wird aus einer Psychiatrie ausgewiesen, obwohl sie noch nicht geheilt ist, einfach weil die Krankenkasse nicht mehr zahlen will oder der Arzt der Meinung ist, es liegt an den Eltern. Keiner kann Jani so richtig helfen. Aber auch ihr Vater versucht ständig die Taten seiner Tochter in Schutz zu nehmen oder fühlt sich überfordert. Dann ist er wütend, weil seine Frau endlich handeln will. Ich verstehe es, dass es für ihn ein riesiger Schock ist, wenn das eigene Kind versucht, sein Geschwisterchen umzubringen, aber es nützt auch nichts, wenn der Vater nur seine Tochter schützen will. Ich befinde mich nicht in der Lage, dies unter den gegebenen Gesichtspunkten zu beurteilen, aber für mich war es manchmal nicht nachvollziehbar. Es war sehr interessant den Leidensweg der Familie mit all seinen Höhen und Tief zu begleiten. Ich habe mich vorher noch nie mit Schizophrenie so sehr beschäftigt, aber dieses Buch hat mich zum nachdenken angeregt. Es ist schrecklich, wie die Eltern gelitten haben und ihrer Tochter einfach nicht helfen konnten. Sie versuchten so viel … Therapien, Medikamente und und und, aber nichts half wirklich, bis endlich die Diagnose Schizophrenie gestellt wurde und man konkret etwas dagegen unternehmen konnte. Fazit Ich geben dem Buch 5 von 5 Sterne schon allein, weil der Vater Michael Schofield den Mut hatte, diese Geschichte zu Papier zu bringen, auch wenn die Ärzte oder auch andere ihn dafür verteufelt haben. Viele glaubten nicht, dass Jani wirklich schizophren ist, sondern Missbraucht wurde oder vom Teufel besessen sein. Allein für den Mut, diese Geschichte zu schreiben, verdient Micheal meinen größten Respekt. Die Geschichte hat mich wirklich in ihren Bann gezogen. Die ganze Familie tat mir Leid und ich wünschte mir, ihnen irgendwie helfen zu können. Aber das kann ich nicht. Ich habe mich nach dem Buch über die Familie informiert. Janis Bruder Bodhi ist autistisch mit Tendenzen zur paranoiden Schizophrenie. Mir tut die ganze Familie leid, aber gleichzeitig hoffe ich sehr, dass die Familie die positiven Dinge im Leben sieht und darauf aufbaut. Scheinbar bekommt Jani nun auch einen Medikamentenmix, der es ihr ermöglicht, ein möglichst normales Leben zu führen, mit den Stimmen nur noch als leises Rauschen im Hintergrund. Ich wünsche der Familie alles erdenklich Gute!

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    • 6
  • Papa, ich will sterben

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Ankewien

    15. December 2015 um 21:01

    Aus Sicht des Vaters geschrieben zeigt es die Verzweiflung, die Eltern überkommen kann, wenn das eigene Kind psychisch so schwierig wird, dass man Angst vor ihm bekommt. Er schildert die Ängste, die Verzweiflung, die auch die Beziehung der Eltern auf eine harte Probe stellt. Er beschreibt, wie schwierig es für ihn war, das 4jährige Kind zu halten, zu sehen, wie sie sich die Kleider vom Leib reißt und über den Krankenhausflur rennt - gleichzeitig seine Frau, die im Flur sitzt und einfach nichts tut. Es ist ein sehr einfühlsames und mutmachendes Buch voll bedingungsloser Liebe zur Tochter. Es zeigt, dass man die Kinder nicht aufgeben soll, auch wenn es manchmal schwierig wird. Auch ist es ein sehr bewegendes Buch, voller Verzweiflung hört der Vater seine Tochter sagen, dass ihre imaginäre Katze ihr sagt, sie soll sich selbst töten oder eine Ratte, sie soll ihren Bruder mißhandeln. Der Vater schreibt sehr einfühlsam über kurzfristige Verbesserungen und immer wieder von kaum zu kontrollierenden Ausbrüchen von Gewalt, die einen entsetzen, wenn man mit dieser Krankheit nicht vertraut ist.

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  • Janis erschütternde Reise...

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Svenjas_BookChallenges

    Das Thema des Buches - Schizophrenie - hat mich sehr gereizt und interessiert, da meine Mutti in einem Wohnheim für psychisch kranke Menschen arbeitet und ich daher auch in der ein oder anderen Weise schon mit gewissen geistigen Erkrankungen konfrontiert wurde. Außerdem hat mich auch der Titel neugierig gemacht, denn anscheinend geht es um ein Kind, das schizophren geboren wurde und das ist tatsächlich ziemlich selten. Ich habe mich darauf eingestellt, ein durchaus schwer verdauliches und berührendes Buch zu lesen und genauso kam es. Michael Schofield erzählt sehr einfühlsam und ehrlich die Geschichte seiner Tochter Jani und rekapituliert den langen und zermürbenden Weg bis zu ihrer Diagnose. Schon während der ersten Seite hat mich Janis Geschichte in einen Sog gezogen, dem ich nicht entkommen konnte, denn ich hatte immer im Hinterkopf: Das ist wirklich geschehen. Immer wieder blieb mir beinahe das Herz stehen, da man das Leid der Familie, die mit Janis Krankheit zu kämpfen kann, sozusagen hautnah miterlebt. Und das ist sehr erschreckend und ergreifend. Jani ist ein kleines Mädchen, aber sie ist völlig anders als andere Kinder und das spürt man sofort. Ich bewundere Michael für den Umgang mit ihr, denn von ihrer Geburt an lässt er sich absolut auf sie ein und versucht sie bei allem zu unterstützen. Doch dabei stoßen er und seine Frau Susan schließlich an ihre Grenzen. Sie müssen miterleben, wie ihre Tochter grundlos auf ihren neugeborenen Bruder losgeht, wie sie um sich schlägt, beißt, strampelt, schreit und von einer Sekunde auf die andere ihre Stimmung wechselt. Sie sind völlig ohnmächtig, denn immer wieder bekommen sie von den behandelnden Psychologen gesagt: Ihre Tochter ist einfach nur ein besonders schwieriges Kind, setzen Sie Ihr Grenzen und werden Sie mit ihr fertig. Doch Michael und Susan wollen das nicht hinnehmen. Sie fürchten um das Leben ihres Sohnes und wissen, dass mit Jani etwas nicht stimmen kann. Beim Lesen kochte immer wieder die Wut in mir hoch - wie kann man ein offensichtlich so krankes Kind wie Jani immer wieder beiseite schieben, sie als schwierig deklarieren und ihren Eltern jede Hilfe verweigern? Krankenkassen, Ärzte und Psychologen legen den Schofields immer wieder Steine in den Weg, obwohl sie von Anfang an das Schlimmste befürchten - Schizophrenie. Janis Geschichte hat mich ungemein erschüttert, denn beim Lesen wird klar, dass ihre Erkrankung nicht nur für ihre Eltern und ihren jüngeren Bruder Bodhi eine Qual bedeutet, sondern auch und vor allem für sie selbst. Es ist erschreckend, dass sie in klaren Momenten weiß, worunter sie leidet und immer wieder darum bittet, eingewiesen und behandelt zu werden - und manchmal auch darum, sterben zu dürfen. Sie ist gerade mal im Vorschulalter und erkennt die ganze Tragweite der Schizophrenie, die ihr Leben bestimmt. Das ist unfassbar und vor allem unfassbar berührend und traurig. Doch die Geschichte der Schofields steckt nicht nur voller Schmerz und Leid, sondern auch voller Hoffnung und Liebe. Zwar drohen Susan und Michael immer wieder unter der Last zusammenzubrechen, doch es gelingt ihnen trotz allem, ihre Familie zusammenzuhalten und sie kümmern sich nach wie vor aufopferungsvoll um Jani. Dabei bringen sie eine Geduld auf, die eigentlich unvorstellbar ist. Sie zeigen: Egal, was das Schicksal einem aufbürdet, es lohnt sich immer, für das eigene Leben und das seiner Liebsten zu kämpfen und niemals aufzugeben. Was mich nach dem Lesen allerdings bedrückt: Janis jüngerer Bruder Bodhi zeigt mittlerweile ähnliche Symptome, die teilweise noch ausprägter sind. Das hinterlässt bei mir ein beklemmendes Gefühl. Wie kann eine Familie mit zwei schizophrenen Kindern bloß umgehen? Wer sich dafür interessiert, kann es aufMichael Schofields Blog nachlesen. Mittlerweile gibt es außerdem eine Dokumentation mit dem Titel Born Shizophrenic - Jani and Bodhi's Journey, die über das Leben der Schofields und der Geschwister Jani und Bodhi berichtet. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich Jani, Bodhi und ihrer Familie sowie allen Familien auf dieser Welt, die ihr Schicksal teilen, viel Kraft und alles Gute wünsche. Es ist unglaublich, was diese Menschen Tag für Tag leisten und davor ziehe ich mit dem größten Respekt den Hut. Ich will doch bloß sterben, Papa beschreibt die Reise einer Familie von der völligen Dunkelheit ins Licht. Es thematisiert eine der erschreckendsten und unberechenbarsten psychischen Krankheiten - Schizophrenie - und wie sie das Leben eines kleinen Mädchens beherrscht. Das Buch ist wahnsinnig beklemmend und berührend und garantiert alles andere als leichte Lektüre. Aber es ist auch packend vom Prolog bis zur Danksagung, weil es eben echt und zugleich unglaublich ist - es ist das Leben. Und von welchem Buch kann man das schon sagen!?

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    • 3

    Svenjas_BookChallenges

    09. December 2015 um 09:43
  • Verzweiflung, Angst, Mut und Freude

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Kiritani

    22. October 2015 um 22:29

    Wie immer finde ich autobiographischer Bücher sehr schwer zu rezensieren, denn am Verlauf der Story gibt es wenig zu meckern, dass ist wirklich so passiert. Da kann man nicht sagen, es sei zu überspitzt - es passierte so. Dieses Buch machte mir mal wieder bewusst, was für ein verdammtes Glück man hat, gesund zu sein. Und das man sich glücklich schätzen kann, wenn das größte Problem seiner Familie unaufgeräumte Zimmer und ein nicht eingehaltener Haushaltsplan ist. In dem Buch schreibt Michael Schofield über seine Tochter January - kurz Janni, ganz kurz Jani. Jani war von Beginn an anders als andere Kinder. Um sie zum Schlafen zu bekommen, wird Jani bis zur Ermüdung bespaßt, die Belohnung sind ein paar Minuten Ruhe. Michael und seiner Frau Susan dämmert es schnell, dass Jani anders ist. Sie kann schon früh laufen und sprechen, schneller als andere Kinder und vor allem einwandfrei. Aber nicht nur das macht sie besonders - auch ihre eigene Welt und ihre imaginären Freunde, zu denen sie einen innigen Kontakt pflegt. Michael und Susan beginnen die Ursache für Janis 'Eigenarten' herauszufinden und werden fündig. Sie ist hochintelligent. Als die Familie Schofield weiteren Nachwuchs erwartet und Janis Bruder Bohdi einzieht, beginnt alles aus den Fugen zu geraten. Jani hat den Drang ihren Bruder zu schlagen, sobald dieser weint. Etwas das sie nicht abstellen kann und was unerwartete Aggressionen in ihr auslöst. Jani merkt auch, dass sie es nicht kontrollieren kann. Michaels und Susans Leben gerät aus der Fassung, als sie beginnen Jani helfen zu wollen. Es ist ein tolles Buch, von starken Eltern. Es macht Mut und gleichzeitig unglaubliche Angst. Die pure Verzweiflung und die blanke Angst, seinem Kind nicht helfen zu können wird auf den Seiten deutlich. Die unerschütterliche Kraft und der Glaube eines Vaters, eine Lösung - eine Diagnose zu finden und seinem Kind zu helfen. Fazit: Eine unglaublich starke Familie. Nicht nur, weil sie Jani und ihre Launen ertragen, sondern auch, weil sie es geschafft haben sich weiterhin zu lieben und zueinander zu halten. Einfach stark und einfallsreich, aufopfernd und kreativ - zu allem bereit und unerschütterlich. Vollste Empfehlung!

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  • Ein System mit Fehlern

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Klene123

    19. September 2015 um 12:12

    Ich muss ehrlich sagen, mir fällt es schwer dieses Buch zu rezensieren. Ich hatte es einigermaßen schnell durch, musste aber zwischendrin immer wieder Pause machen, weil es mich so aufgeregt hat. Ich wollte Motzen und Schreien hauptsächlich gegen das Krankensystem in den USA, aber auch ab und an den Verfasser dieses Buches. Ich verstehe immer wieder, dass die Eltern an ihre Grenzen kommen und glaube auch an den Beschützerinstinkt den Vater und Mutter bei ihren Kindern haben. Dennoch hält Michael Schofield hier so viel von seiner Tochter, dass er es nicht mal mit Erziehung versucht. Zwischendrin wird ihm das dann geraten und siehe da es wird etwas besser. Gut mein Gemüt hat etwas Ruhe gefunden und ich kann die Geschichte weiter verfolgen, mit Gänsehaut. Denn was dieses kleine Mädchen durchleben muss, ist wirklich schrecklich. Doch irgendwie stört mich was der Vater daraus macht...anstatt ihr zu helfen, lässt er niemanden an sie ran. Er zieht auch nicht mit seiner Ehefrau an einem Strang und versucht vor allem alles alleine zu bewältigen. Ich kann mich irgendwie nicht in ihn hinein versetzen. Er muss schon vorher Antidepressiva nehmen und versucht zu Beginn des Buches auch Anzeichen für diese Krankheit bei Jani zu finden. Er macht eigentlich alles wie die Ärzte, die bestimmte Anzeichen nicht wahrnehmen wollen, weil es eben untypisch ist in dem Alter bzw. imaginäre Freunde typisch. Er schreit, wird sauer, schlägt um sich und ist am Boden zerstört, nimmt jedoch kaum Hilfe an. Und genau der Punkt bringt mich dazu so unentschieden über ein Urteil zu sein. Am Ende wird irgendwie nicht klar dass es schrecklich war ist: Jani ist immer noch sein geniales Kind, die Schizophrenie haben sie sowieso schon am ersten Tag erkannt gehabt und nur die Ärzte sind schuld und müssen was tun. Hm ja und dann? Hört das Buch einfach auf. Wurde Jani richtig eingestellt? Was ist mit ihrem Bruder Bodhi? Was ist mit ihrer Ehe??? Fazit: Die Erzählungen sind schockierend, die Geschichte wirklich schlimm. Hier wird aber hauptsächlich der Kampf mit dem System beschrieben. Mir fehlt jedoch die Auflösung, die genaue Information: Was genau bedeutet es für jede einzelne Person der Familie mit Schizophrenie zu leben?

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  • Erschütternd, aufwühlend, lässt einen nicht kalt

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Federzauber

    01. September 2015 um 16:40

    Die Geschichte beruht auf einer wahren Geschichte und Familie.   Der Vater,  Michael Schofield berichtet über das Leben mit seiner ungewöhnlichen und hochbegabten Tochter,  Janni, die anders ist und zu sehr aggressiven Reaktionen tendiert. Die Eltern versuchen herauszufinden was sie hat,  mit der Vermutung,  dass sie an Schizophrenie leidet,  doch leider sind die Ärzte keine große Hilfe dabei.... Das Buch ist sehr gut geschrieben und hat mich sofort reingesogen und nicht mehr losgelassen.  Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.  Es ist erschütternd und erschreckend wieviel und was die Familie durchmachen muss und wie unkontrolliert aggressiv Janni reagiert. Ich habe selber vor einigen Jahren,  während meiner Ausbildung ein 9-jähriges Kind mit starken Psychosen erlebt und weiß wie Angst einflößend es sein kann,  wenn der Blick sich plötzlich verdunkelt und das Kind sich auf einen stürzt, weil es plötzlich nicht mehr die Person sieht, sondern ein Monster der beseitigt werden muss.   Jannis Verhalten und ihre Entwicklung wurde sehr gut beschrieben und ich konnte es mir sehr bildhaft vorstellen, wie schwer das Leben mit so einer Erkrankung sein muss. Wobei ich nicht unbedingt  immer Sympathie und Verständnis für die Eltern empfand.  Ich bin der Meinung,  dass vieles einfacher gewesen wäre,  wenn die Eltern Janni richtig erzogen hätten.  Die Einstellung sie brauche keine Erziehung, weil sie hochintelligent ist, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen.  Ebensowenig die Einstellung,  die Umwelt müsse sich auf Janni einstellen,  kam mir sehr kurios vor. Denn auch wenn Janni ein überaus hohen IQ hat, ist sie trotz alledem ein kleines Mädchen, dass erzogen werden muss, Regeln befolgen, feste Strukturen braucht,  Konsequenzen spüren muss und lernt sich ihrem Umfeld anzupassen.   Doch die Eltern behandelten sie lieber wie ein kleines erwachsenes Genie, mit einer "Laisser-faire Einstellung",  die mir  überhaupt nicht zusagte.   Doch nach und nach erkennt man ein Einsehen des Vaters und gibt seine erzieherischen Fehler zu und man spürt eine deutliche Veränderung in seinem Verhalten, der Janni auch zu Gute kommt.  Einerseits sind die Eltern sehr stark,  diese Situation wie sie ist durchzustehen, andererseits sind sie sehr schwach konsequent zu bleiben und klare Strukturen zu geben.  Auf YouTube gibt es Filme und Berichte, wie es Janni und ihr Bruder Bodhi heute geht. Dies fand ich sehr interessant, um es sich noch deutlicher vor Augen zu machen, in welch Situation die Familie lebt und die Erzählungen im Buch nicht übertrieben sind. Es hat mir das Ganze noch deutlicher vor Augen geführt,  was ich beim Lesen gespürt habe.  Es hat mich beim Lesen sehr beschäftigt,  beeindruckt,  aufgewühlt.  Aber auch lange danach, waren meine Gedanken noch bei dieser Familie und ihrem Schicksal,  der sich leider nicht vereinfacht hat,  nachdem sich doch herausgestellt hat, dass Bodhi auch schizophrene Züge zeigt mit Autismus.  Der Wunsch des Vaters einen Bruder für Janni zu bekommen, der genau so ist wie sie, hat sich anscheinend,  auf eine makabre Weise bewahrheitet.  Ein Buch, dass man gelesen haben muss, der mich nicht kalt gelassen hat, obwohl ich in meinem Beruf schon vieles gesehen habe.  Note: 5/5 

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  • Man sollte das Buch unbedingt zu Ende lesen

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    lord-byron

    Als Michael und Susan Schofield Eltern der kleinen January werden, ist ihr Glück perfekt. Doch es ist nur von kurzer Dauer. Von Anfang an ist Janni anders. Sie schläft als Säugling höchstens 4 - 5 Stunden am Tag und die nur in 20 Minuten Etappen. Die Eltern sind verzweifelt und merken sehr schnell, dass Janni ständig beschäftigt werden muss. Doch ihr Verhalten wird immer seltsamer und bald ist Janni ständig beim Arzt. Die Eltern denken, ein Geschwisterchen würde ihrer Tochter gut tun, doch von Anfang an ist Janni schrecklich aggressiv gegen ihren Bruder Bodhi. Mit 4 Jahren war das Mädchen schon mehrmals in der Psychiatrie, weil sie ständig versucht Leute zu verletzen. Die Eltern sind am Ende ihrer Kräfte. Mit sechs Jahren bekommen sie dann endlich eine Diagnose: Schizophrenie! Die Eltern sind verzweifelt, denn Schizophrenie ist die schlimmste der psychischen Erkrankungen und nicht heilbar. In dem Buch "Ich will doch nur sterben, Papa" hat Michael Schofield ihren Leidensweg aufgeschrieben. Der Klappentext des Buches war schon ziemlich erschreckend und ich fragte mich, ob so ein kleines Kind wirklich schon an Schizophrenie erkrankt sein kann. Kann man damit geboren werden? Als ich dann anfing zu lesen, war ich schnell entsetzt. Nicht wegen Janni, die sich später nur noch Jani nennt und hysterisch wird, wenn sie jemand mit January anspricht, sondern wegen ihren Eltern. Von Anfang an setzten sie dem Mädchen keinerlei Grenzen. Ließen sich von ihre schlagen und verletzen und erfüllten ihr sofort jeden Wunsch, damit sie keine Tobsuchtsanfälle bekommt. Zu dem Zeitpunkt war ich der absoluten Meinung, dass die Eltern selbst an Janis Verhalten schuld wären. Es wurde noch viel schlimmer, denn es kamen einige Dinge ans Licht, die Michael verbockt hat und die waren einfach bestürzend. Außerdem dachte der Vater er wäre der Nabel der Welt und der Einzige, der mit Jani zurecht kommt. Alle anderen waren Idioten, weil sie nicht sofort Janis Genie erkannten oder sie behandelten wie ein "normales" Kind. Egal was Jani auch tat, es hieß von Michael, dass sie schließlich ein Genie mit einem IQ von 146 ist. Da brauchte das Mädchen keine Umgangsformen und musste auch nicht nett zu anderen Kindern sein, weil die ihr ja sowieso komplett unterlegen waren. Ich war oft so richtig wütend beim Lesen. Aber je weiter ich in dem Buch kam, desto mehr Mitleid empfand ich für diese Familie. Sie haben wirklich sehr schlimme Zeiten hinter sich und es wurde immer deutlicher, dass Jani an Schizophrenie leidet. Sie hatte ständig Halluzinationen, konnte sie aber nicht als solche erkennen, weil es ihr ja von Geburt an so ging. Was für ein schlimmes Schicksal das doch ist. Jedem, der das Buch gelesen hat empfehle ich, die Filme über die Familie auf YouTube zu schauen. Denn auch der Sohn Bodhi ist wohl an Schizophrenie erkrankt. Wie verkraften das die Eltern nur? Sie haben keine freie Sekunde und leben nur in ständiger Angst um ihre Kinder. Es ist sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Die Familie macht schreckliches durch, auch wenn der Vater oft ein Idiot ist. Wir viele Punkte soll man dafür vergeben? Immerhin ist Michael so ehrlich und schreibt auch über sein und Susans Versagen. Über ihre Hilflosigkeit und der fehlenden Hilfe von Seiten des Staates. Nach langem Überlegen habe ich mich jetzt entschlossen 4 von 5 Punkte zu vergeben, denn vielleicht kann das Buch anderen Eltern von psychisch erkrankten Kindern Mut machen. Ich bin jedenfalls froh, diese Geschichte gelesen zu haben, denn es zeigte mir wieder wie viel Glück es doch ist gesunde Kinder zu haben. © Beate Senft                       

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    • 8

    clary999

    24. August 2015 um 19:28
  • Interessantes Thema, schockierende Geschichte

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    LeseBlick

    23. August 2015 um 13:04

    Inhaltsangabe Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei das unvorstellbar. Doch tatsächlich, zwei Jahre später lautet die Diagnose: Schizophrenie. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Stimmen flüstern ihr ein, aus dem Fenster zu springen, um sich selbst zu töten, oder ihrem jüngeren Bruder Gewalt anzutun. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie unter der Belastung auseinanderzubrechen droht. Meine Meinung Ich musste wirklich kurz überlegen, ob ich hierzu eine Rezension schreiben kann, denn ich merke, ich denke hier sehr persönlich. Zum einen schockieren mich solche Geschichten, zum anderen spielt hier eindeutig mein Beruf als Ergo- und Schmerztherapeutin mit ein, was eine wertungsfreie Rezension kaum zulässt. (wundert euch nicht, dass ich mal Jani und in den Zitaten Janni schreibe, dass Mädchen hat ihren Namen selbst des Öfteren abgeändert) Vom Aufbau und Schreibstil ist dieses Buch sehr gelungen. Michael Schofield, der Vater kann uns seine Eindrücke gut vermitteln. Die Kapitel sind mit Daten betitelt. Das ein Vater und nicht die Mutter so eine Geschichte erzählt, ist selten und das merkte ich beim Lesen immer wieder. Die Ich-Form war ständig da und sehr oft ertappte ich mich, dass ich beim Lesen die Mutter Susan vor mir hatte und nicht Michael. Einfach ein Denkfehler meinerseits, aber ab und zu führte das zu Verwirrung. Zu den Charakteren selbst wollte ich mich erst gar nicht äußern, denn es sind reale Menschen, die niemand erschaffen hat. Man steckt als Leser nicht in dieser Situation drin, erlebt dieses zum Teil nervenzerreißende Leben nicht mit. Dennoch erscheinen für mich beide Elternteile im Buch als sehr schwache Persönlichkeiten. Die Mutter meist noch mehr, als der Vater. Beide gehen das Thema Jani falsch an. Dass sie das Mädchen über alles lieben, glaube ich sofort. Aber der Weg bis dahin, bis die Diagnose Schizophrenie gestellt wurde, war ein harter Weg und manchmal haben sie ihn sich selbst erschwert. Jani selbst war von klein auf ein außergewöhnliches Mädchen, fast zu außergewöhnlich, dass ich mich manchmal fragte, ob das wirklich eine wahre Geschichte ist. Zum Beispiel hier: „Janni war von Anfang an Frühentwicklerin und konnte schon mit acht Monaten sprechen, mit 13 Monaten kannte sie sämtliche Buchstaben, die großen wie die kleinen, selbst wenn sie auf der Seite lagen oder auf dem Kopf standen. Mit 18 Monaten sprach sie in grammatikalisch korrekten Sätzen und stellte sich anderen mit den Worten vor: Ich heiße Janni Paige und bin 18 Monate alt.“ (S. 18) Dies ist nur ein Beispiel, welches ihr Vater im Buch anführt. Mit 6 besaß Jani einen IQ von 146. ABER der Test, der gemacht wurde reichte nicht aus, denn sie erreichte hier 99,9%, dh. der wahre IQ lag wohl noch deutlich höher. Diese Tatsachen lassen mich staunen und gleichzeitig bin schockiert, dass es sowas gibt. Und dann wäre da noch Jani’s Bruder Bodhi. Michael und Susan Schofield bekamen ein weiteres Kind, um Jani in Hinsicht auf ihre soziale Interaktion zu unterstützen. Wenn sie mit anderen nicht spielt, dann vielleicht mit ihrem Bruder und dann kam alles so anders. Bereits beim Lesen, war mir klar, dass Bodhi keine „normale“ Entwicklung durchmachen wird. Er hat als Kleinkind einfach zu viel mitbekommen. Ja, als Schmerztherapeutin waren da einige sehr schockierende Szenen im Buch, bei denen ich mir dachte, dass wird Folgen haben. Auch hier möchte ich niemanden angreifen, aber die Eltern haben sich oftmals falsch verhalten, was nicht aus Absicht heraus passierte, sondern aus Unwissenheit. Vor allem das letzte Drittel wurde sehr emotional. Ob der Titel zu hundert Prozent passt, weiß ich nicht. Mich zumindest ließ er anderes erahnen. Ein krönender Abschluss war Michael’s persönliche Verbindung zu diesem Lied. „Der Song heißt nicht „Beautiful Life“, er heißt „Beautiful Day“ und will sagen, wenigstens dieser Tag, dieser heutige Tag, kann schön sein.“ (S. 329) Mein Fazit Wow! Wieder mal hat mich eine wahre Geschichte um das kleine Mädchen Jani komplett erwischt. Dieses Buch lässt einen beim Lesen nicht los und im Nachhinein auch nicht. Eine Bewertung fällt hier wirklich schwer, denn bewerte ich die Geschichte, die Personen oder einfach nur das Buch (Schreibstil, Aufbau usw.) und blende die Geschichte und meine Meinung dazu aus? Im Nachhinein ist es jedoch eine Geschichte, die ich weiterverfolgen werde. Vielleicht schreibt Michael Schofield ein weiteres Buch über die Jugendjahre seine Tochter und evtl. bezieht er auch das Schicksal seines Sohnes mit ein.

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  • Ein unglaublich berührendes und mitnehmendes Buch zu dem Thema Schizophrenie!

    Ich will doch bloß sterben, Papa

    Sommerregen

    Michael Schofields Tochter Jani ist von Anfang an anders, als andere Kinder. Schon im Mutterleib ist sie extrem aktiv und sobald sie zur Welt gekommen ist beansprucht sie die Zeit ihrer Eltern durchgehend. Jani muss immer beschäftigt sein, schnell verliert sie aber das Interesse an einer Aktivität oder an einem Gegenstand, sodass sich ihre Eltern etwas Neues zu ihrer Unterhaltung ausdenken müssen. Doch als sie älter wird verändert sie sich Stück für Stück ein wenig. Die mittlerweile vierjährige Jani hat zahlreiche imaginäre Freunde- allesamt Tiere. Geht eine Person nicht auf ihre Freunde ein oder tut gar so, als sein sie nur der Fantasy des Mädchens entsprungen, kann Jani nicht mehr an sich halten und ein neuer Wutausbruch beginnt. Ein solcher kann auch dadurch ausgelöst werden, dass sie bei ihrem Namen genannt wird. Ihre Namen wechslen stetig, sodass sie an einem Tag Blauaugenbaumfrosch und an einem anderen 76 heißt. Kinder in ihrem Alter verstehen ihr Verhalten nicht und können nicht nachvollziehen, weswegen sie das Mädchen, das sie seit jeher schon als Janni (ihr ursprünglicher Name) kennen, plötzlich einen anderen Namen tragen soll. Dass Jani wütend wird, wenn andere Kinder sie so ansprechen oder dass sie allen Kindern ins Gesicht sagt, sie könne sie nicht ausstehen- und das offensichtlich ohne Grund- trägt dazu bei, dass Jani immer mehr abgeschottet von Kindern ihres Alters lebt. Ihre Mutter bringt sie, in der Hoffnung, dass Jani doch noch Freunde mit der gleichen blühenden Fantasie findet, immer wieder zu Geburtstagsfeiern. Doch das Szenario ist immer das gleiche: Jani ist an den Kindern nicht interessiert und bettelt schon nach kürzester Zeit darum, endlich fort gebracht zu werden. Die Eltern suchen verzweifelt nach einem Grund für ihr Verhalten. Könnte es an der Diskrepanz zwischen Janis körperlichen und geistigen Alter liegen? Schließlich ist Jani hochintelligent, ihr IQ liegt weit über dem Normalen. Jani wünscht sich ein Geschwisterkind, damit sie nicht mehr so alleine ist, doch wird alles nur noch schlimmer als ihr kleiner Bruder Bodhi geboren wird. Sobald Bodhi weint oder Dinge zum Erforschen in den Mund nimmt, überkommt Jani ein extremer Wutanfall; eine ihrer imaginären Ratten befielt ihr, Bodhi zu töten. Sie schlägt wie bessesen um sich, trifft ihre den Bruder schützende Mutter, beißt und tritt ihren Vater. Kurz darauf findet das erste Gespräch mit einer Psychologin statt, doch da sie keine Antworten hat, suchen die Eltern immer und immer wieder Ärzte und Psychiater auf, die versprechen, das Problem zu lösen und im Endeffekt noch unwissender als die Eltern zu sein scheinen. Michael und Susan haben schon sehr früh den Verdacht, es könne sich um Schizophrenie handeln, doch jeder den sie konsultieren behauptet, in Janis Alter wäre Schizophrenie unmöglich. Viel wahrscheinlicher sei ADHS, eine Diagnose, die zu dieser Zeit sowieso im Trend liegt. Aber die Eltern sind sich sicher, dass es irgendetwas geben muss, mit dem man ihrer Tochter helfen kann und die ständige Angst um das Leben ihrer Kinder- denn manchmal befehlen die Ratten Jani auch sich selbst umzubringen- und die stetigen Bemühungen für Jani da zu sein und stark zu bleiben, zermürben sie. Aber dennoch ist die Liebe zu ihrer Tochter unendlich groß. Es ist erschreckend, wie Jani durch ihre Wahnvorstellungen gequält wird und wie sehr sie davon überzeugt ist, ihren Bruder umzubringen, den Hund schlagen, die Eltern zu prügeln oder sich umbringen zu müssen. Denn plötzlich hat sie auch "klare Phasen", in denen sie sagt, sie müsse ins Krankenhaus gebracht werden, damit sie niemanden verletzen muss. Was in meinen Augen aber zu tiefst schockierend und befremdlich ist, ist dass so viele Ärzte davon überzeugt sind, dass Kinder nicht schizophren sein können. Immer wieder wird die Familie weitergeschickt oder abgewiesen und wird Zeuge von den schlechten Bedingungen die in Krankenhäusern und Psychiatrien herrschen. Ich habe großen Respekt vor Janis Eltern, die immer für sie da waren und immer wieder aufgestanden sind, selbst wenn ihnen noch so sehr danach war einfach aufzugeben. Traurig ist, wie sehr die Familie unter Janis Erkrankung leidet, denn nicht nur die Ehe wird auf die harte Probe gestellt, sondern auch Bodhi muss immer zurück stecken. Sich wie ein normaler Säugling zu verhalten, der ab und zu schreit und seine Umgebung erforscht, ist für ihn unmöglich. Ich weiß nicht, ob ich die Stärke besessen hätte, immer für Jani da zu sein, mich von meinem Kind schlagen zu lassen, mitanzusehen, wie sie Wahnvorstellungen erliegt, meine Tochter an ihren Selbstmordversuchen zu hindern und wieder von eigentlichen Fachmännern im Stich gelassen zu werden- und das über Jahre und unter Verlust von Freunden. Beeindruckend war für mich auch die Offenheit und Ehrlichkeit, mit der Micheal Janis Geschichte von Anfang an erzählt. Es ist bewegend und auch gruselig, was die gesamte Familie über sich ergehen lassen muss. Ob die Anzeige wegen Kindesmissbrauchs an den Vater oder das tägliche Aufsuchen von zum Teil weit entfernten psychiatrischen Anstalten um sicher zu gehen, dass sich das Personal ausnahmsweise dem Kind gegenüber menschlich verhält. Dieses Buch ist extrem packend, da man unbedingt erfahren möchte, wie es mit Jani weiter geht. Zum einen wäre da die Entwicklung ihrer Erkrankung und die Veränderungen in ihrem Verhalten die diese mit sich bringt, zum anderen die neuen Therapieansätze und Ideen der Eltern, um Janis Zustand zu bessern. Aber auch die Frage, wie lange eine Familie eine solche Ausnahmesituation aushalten kann und ob noch Hoffnung besteht, dass dieses intelligente Kind ein normales (und langes) Leben führt, spornt beim Lesen weiter an. Auch der Schreibstil ist sehr fesselnd und berührend. Micheal Schofield betreibt auch den Blog, auf dem er über die Geschichte von Janis Schizophrenie berichtet. Zusammen mit seiner Frau Susan gründete er, um psychisch kranke Kinder und ihre Eltern zu unterstützen, die Jani Foundation (www.janifoundation.org). Alles in allem kann ich das Buch "Ich will doch bloß sterben, Papa- Leben mit einer schizophrenen Tochter" von Micheal Schofield absolut weiter empfehlen. In meinen Augen sollte dieses Thema in der Öffentlichkeit mehr Beachtung finden!

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