Michael Schröder Schicksal

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Inhaltsangabe zu „Schicksal“ von Michael Schröder

Der erfolgreiche Journalist, Vincent Radani, ist beharrlich auf der Suche nach ungewöhnlichen Geschichten. Ihn reizt das Geheimnis um die berühmte Architektin Cora Schwarz. Doch die ist seit Monaten für die Presse unerreichbar. Mit einer List entlockt er ihr die Erlaubnis für ein Interview. Vincent erliegt dem Zauber aus Coras Erzählungen und begibt sich mit ihr auf eine ungeahnten Reise durch dreißig Jahre einer einzigartigen Freundschaft. Unbeschwerte Kindheitstage, aufregende Abenteuer jugendlichen Leichtsinns und der Weg zu Coras erfolgreicher Karriere bringen Vincents Pläne durcheinander. Ein erbarmungsloses Schicksal webt sich um Coras Leben und enthüllt tragische Antworten, die Vincent nicht erwartet hat. Das Geheimnis, hinter das er kommen will, beginnt ihn aus der Bahn zu werfen...

4,5 Sterne - geht aber nicht :)

— marion_gallus
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  • Wenn das Schicksal ein grausames Spiel spielt

    Schicksal

    Kerry

    Vincent Radani gehört zur sogenannten "schreibenden Zunft", doch er ist nicht irgendein Reporter, er ist Journalist aus Leidenschaft. Sein Ruf eilt ihm voraus, denn Vincent ist anders, als andere Reporter, ihm geht es nicht um die schnelle Story voller Halbwahrheiten, ihm geht es um den Menschen, den er interviewt, sein Schicksal, über das er seine Reportagen schreibt. Ihm schwebt seine nächste Interviewpartnerin auch schon vor, eine Frau, um die sich viele Gerüchte ranken - doch sie ist seit Monaten nicht mehr für die Öffentlichkeit erreichbar. Die bekannte Architektin Cora Schwarz ist Vincents Objekt der Begierde, denn er spürt, dass sich hinter ihrer Geschichte mehr verbirgt, als es den Anschein hat und definitiv mehr, als die Gerüchte besagen. Cora Schwarz jedoch lehnt jeden Kontakt zur Presse und Öffentlichkeit ab - wirklich jeden. Doch Vincent ist nicht irgendwer und durch einen Trick schafft er es, zu ihr vorgelassen zu werden und tatsächlich gelingt es ihm, ihr Einverständnis für ein Interview zu bekommen. Um Vincent ihre Geschichte zu erzählen, muss sie jedoch ganz von vorn beginnen, zu einem Zeitpunkt, als sie noch ein Kind war. Im Alter von 10 Jahren, Cora lebte in ihrem Geburtsort Hettenleidelheim nahe Grünstadt in der Pfalz, lernte sie auf dem Spielplatz vor ihrem Haus den damals 9-jährigen David Winter kennen. Cora war schon immer aufgeschlossen und beschloss, mit dem Jungen Freundschaft zu schließen und ihn in ihre Bande aufzunehmen - das alles noch, bevor sie überhaupt mit ihm gesprochen hat. Tatsächlich ist David anders als die Kinder, die Cora bisher kannte. Er hat weißblondes Haar und er stottert - das macht ihm den Umfang mit anderen nicht unbedingt leichter. Doch Cora, Cora sieht mehr in ihm, als es den Anschein hat und ab diesen Zeitpunkt sind sie die besten Freunde - eine Freundschaft, die Jahrzehnte überdauern soll und das ein oder andere mitunter gefährliche Geheimnis birgt ... Wenn das Schicksal ein grausames Spiel spielt! Der Plot des Buches wurde sehr anschaulich und einfühlsam erarbeitet. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass das Buch nicht mit unzähligen Nebenhandlungen und Nebencharakteren aufwartet, sondern sich auf das konzentriert, was wirklich zählt: Die Geschichte einer einzigartigen Freundschaft! Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Cora Schwarz gefallen, die sicherlich nicht unbedingt das ist, was man eine Sympathieträgerin nennt und dennoch, die Frau muss man einfach nur für das bewundern, was sie der Freundschaft willen alles getan hat. Aber auch die Figur des Vincent Radani empfand ich als sehr gelungen erarbeitet, denn auf den ersten Blick traut man ihm die Einfühlsamkeit, die er im Laufe des Buches an den Tag legt, gar nicht zu. Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd und emotional erarbeitet, ich konnte mich kaum von dem Buch lösen.

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  • Wie das Schicksal so spielt ....

    Schicksal

    marion_gallus

    14. December 2015 um 12:54

    Vincent Randani ist ein Journalist (kein Reporter!), der sich durch seine gut recherchierten und gehaltvollen Geschichten einen Namen gemacht hat. Nun möchte er die Geschichte der bekannten Stararchitektin Cora Schwarz erzählen, doch an die kommt seit Monaten keiner ran. Schwarz liegt, perfekt von der Außenwelt abgeschottet, in einer Klinik. Viele seiner „Kollegen“ haben es bereits versucht, zu ihr vorzudringen und ihr eine Story zu entlocken. Randani schafft es. Durch einen eigentlich relativ simplen Schachzug gelingt es ihm, mit ihr zu sprechen und sie sogar davon zu überzeugen, dass sie ihm das gewünschte Interview gibt. Randani besucht Cora Schwarz nun täglich und sie beginnt ihm ihre Geschichte zu erzählen. Und das von Anfang an. Cora fesselt Randani mit ihren Erzählungen, beginnend in ihrer Kindheit, und zwischen den beiden entwickelt sich so etwas wie eine Freundschaft. Für Randani ist dies genauso aufregend, spannend, wie auch verwirrend. Denn eigentlich hatte er etwas völlig anderes erwartet und auch geplant ….. ***** Dies ist mein dritter Roman des Autors Michael Schröder. Der erste „Jeder Tag endet mit dem Tod“ ist im Epidu-Verlag erschienen. Der zweite Roman, den ich von ihm las war „131 Briefe“, erschienen im Titus-Verlag, der diesem hier vorgelegten Werk entfernt ähnelt. Diesen Roman hat Schröder nun als Self-Publisher im Amazon Verlag Create Space veröffentlicht. Was habe ich kürzlich gelesen: Create Space sagt “Ja”, wenn andere Verlage “Nein” sagen. Ich kenne einige Autoren, die mittlerweile diesen Weg der Veröffentlichung wählen. Und die Print-Ausgaben von Create Space können sich sehr wohl sehen lassen. Schröder hat als Einband die „matte“ Version gewählt, die durch das irgendwie gummierte Cover sehr gut in der Hand liegt. Die Ränder und Kapitelabschnitte sind sehr gut gelungen. Lediglich einige Zeilen wurden durch den Blocksatz etwas gezerrt und es sind doch einige Rechtschreibfehler vorhanden. Aber das tut der Qualität der Handlung und des Lesevergnügens absolut keinen Abbruch. Schröder erzählt in einem guten und sehr flüssigen Stil die Geschichte einer Kindheit. Sie handelt von Freundschaft, Mut, Abenteuern, Zivilcourage und Aufopferung. Da der Autor und ich offensichtlich in etwa gleich alt sind, habe ich mich direkt in meiner eigenen Kindheit wiedergefunden. Draußen auf Spielplätzen, mit dem Rad wilde Ausflüge unternehmend und gemeinsam mit der „Bande“ einfach unterwegs sein, Spaß haben und auch mal Blödsinn machen. Dies ist der erste Strang der Handlung, der zweite spielt meist im Krankenzimmer, in dem die erwachsene Cora gemeinsam mit Randani sitzt. Schröder hat mich mit seiner Geschichte sehr gefesselt und ich habe mich jeden Tag gefreut, weiterzulesen und wieder auf Cora und ihre Freunde zu treffen, wieder bei ihnen zu sein und zu erfahren: was geschah dann? Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, denn das würde unweigerlich zu Spoilern führen und das wäre zu schade. Denn die Wendungen, die die Geschichte bis ganz zum Schluss mit sich bringt, sind überraschend und nicht absehbar. Eines kann ich verraten. Es dauert sehr lange, bis der Leser erfährt, warum Cora Schwarz sich überhaupt in diesem Krankenhaus befindet. Was hat sie? Welche Krankheit ist die Ursache? War es überhaupt eine Krankheit? Eine gute Idee, die Michael Schröder auch wirklich gut umgesetzt hat. Seine Protagonisten sind sehr gut dargestellt und wachsen einem allesamt sehr ans Herz. Ich habe mich mit ihnen gefreut und mit ihnen gelitten. Für sie gehofft und um sie gebangt. So soll es sein, nicht wahr? Zwei kleine Anmerkungen habe ich jedoch noch  In unserer Kindheit in den 70ern haben wir, zumindest hier in NRW, (noch) nicht „abgefahren“ und/oder „Alter“ gesagt. Da war es eher „astrein“ und „Blödmann“. Und zweitens habe ich manchmal das Gefühl gehabt, dass hier das Schicksal eines Protagonisten einfach zu überfrachtet dargestellt wurde. Klar, schlimme Dinge passieren, dem einen mehr und dem anderen weniger. Dies war hier jedoch manchmal so extrem, dass es beinahe unglaubwürdig wirkte. . Fazit: Mich hat der Roman um den Journalisten Randani und Cora Schwarz sehr gefesselt. Ich hatte große Freude an der Reise in (m)eine Kindheit und gebe gerne eine Leseempfehlung für diesen kurzweiligen Roman um das Schicksal eines – oder eher mehrerer – Leben. © Buchwelten 2015

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