Michael Schreckenberg Die Träumer

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Inhaltsangabe zu „Die Träumer“ von Michael Schreckenberg

Eigentlich soll Bastian, Redakteur in einer Kölner PR-Agentur, nur einen Nachruf auf den verstorbenen Personalchef eines Großkunden verfassen. Aber bei seinen Recherchen stößt er auf mysteriöse Vorgänge: Offenbar forscht in dem Unternehmen seit Jahren jemand an der Manipulation von Träumen. Als Bastian auf eine Reihe seltsamer Todesfälle aufmerksam wird, hat ihn der Fall längst gefangen. Und er merkt gar nicht, in welche Gefahr er selbst sich bereits begeben hat. Michael Schreckenbergs Kriminalroman erzählt in mitreißender Sprache von der Macht der Manipulation. Die atemberaubende Spurensuche beginnt in Köln und führt über Leverkusen bis nach Wuppertal ins Bergische Land.

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    Die Träumer
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    14. August 2013 um 18:49

    Bastian Mohr ist Redaktionsleiter einer Kölner PR-Agentur und wird beauftragt den Nachruf auf den Personalleiter und Prokuristen eines Leverkusener Pharmaunternehmen zu schreiben: Andreas Deutschmann, 52 Jahre, starb im Schlaf. Herzinfarkt. Im Rahmen seiner Recherchen hilft Bastian die Frau seines Chefs, Linda Winterhagen, welche im gleichen Unternehmen wie Deutschmann angestellt ist. Gemeinsam versuchen sie mehr über die Privatperson Deutschmann zu erfahren und stoßen dabei auf Forschungen innerhalb des Unternehmens, welche sich mit der Manipulation von Träumen beschäftigen. Als dann Deutschmanns Witwe berichtet, dass ihr Mann unter schrecklichen Albträumen litt, stellt sich Bastian die Frage, ob man tatsächlich an Träumen sterben kann. Seine Neugier ist geweckt, auch weil es ein weiteres Todesopfer gibt, welches dem Unternehmen nahe stand. Lindas beste Freundin hat sich vor wenigen Monaten das Leben genommen. Sie kannte Deutschmann. Auch sie litt an schrecklichen Albträumen … Das Gesicht einer verwitterten Putte in Nahaufnahme. Ein Engel der sich vielleicht auf einem Grab befindet und dessen blanke Augen ins Leere blicken. Ein Bild, das Tod und Hoffnungslosigkeit suggeriert, präsentiert sich auf dem ansonsten in Schwarz gehaltenen Buchcover von Die Träumer. ­­­Alles beginnt wie ein ganz normaler Job, als sich Bastian Mohr auf die Beerdigung des zu früh verstorbenen Andreas Deutschmann begibt. Er beobachtet die trauernde Familie und ist beindruckt über die Anteilnahme Deutschmanns Vorgesetzter und Kollegen. Niemand hatte mit seinem unerwarteten Tot gerechnet. Das Gespräch mit der Witwe lässt Bastian aufhorchen. „Ich bin sicher, dass Andreas an einem Albtraum gestorben ist. Sein Gesicht … sein Gesicht …“. Kann ein Mensch an einem Albtraum sterben? Ein Mann, der scheinbar kerngesund war. Ein Kollege und Abteilungsleiter der Forschungsabteilung, welche sich mit luziden Träumen befasst, hatte versucht Deutschmann mittels Medikamenten und Hypnose zu helfen und zunächst auch Erfolg gehabt. Träume, die manipuliert werden können – Bastian gräbt tiefer und entdeckt in der Vergangenheit des Unternehmens einen Unfall auf einer Nordirischen Insel, bei dem alle Mitarbeiter ums Leben kamen. Auch dort wurde über Träume geforscht. Es beginnt mit einem Albtraum. Einem sogenannten luziden Traum, in dem man erkennt, dass man träumt und dann versucht ihn zu steuern. Eine erlernbare Technik. Was aber, wenn er mittels Drogen, von Seiten Dritter künstlich herbeigeführt wird. Keine schöne Vorstellung die Michael Schreckenberg hier in seinem Krimi Die Träumer dem Leser unterbreitet. Und wie in einem Traum tauchen sowohl Autor als auch Leser immer weiter in das Thema ein und manchmal scheinen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität zu verwischen. „Begib dich in Gefahr und du kommst darin um.“ Bastian Mohr begibt sich sehenden Auges in die Gefahr. Immer wieder hinterfragt er, ob er weitermachen will, aber wie von einer fremden Macht gesteuert treibt er seine Recherchen weiter und weiter, wissentlich, dass die Geschichte nicht gut ausgehen kann. Riesenhaft rote Signale stellen sich ihm geradezu entgegen, die er tapfer ignoriert und ins Verderben rennt. Unvorstellbar? Von Michael Schreckenberg hervorragend präsentiert und inszeniert. Denn nicht nur Bastian ist neugierig, sondern auch der Leser kann das Buch nicht aus der Hand legen und wartet wie im guten Horrorfilm auf die nächste schreckliche Szene. Die Träumer ist ein Buch, welches mit einem Paukenschlag beginnt, dann völlig zurückfährt und zunächst in einen ruhigeren Erzählmodus verfällt, um dann nach und nach immer mehr Fahrt aufzunehmen. Gleich einer sich drehenden Spirale entwickelt sich ein Sog, der die Geschichte zu einem wahren Albtraum werden lässt, in dem das Prinzip Hoffnung immer weiter in den Hintergrund drängt. Es sei am Rande erwähnt, dass Schreckenberg mehr als nur einen Faible für Stephen King hat. Und wie beim Altmeister des Horrors darf man auch bei Schreckenberg sagen: Expect the unexpected! Das Grauen lauert im Hintergrund und ist doch allgegenwärtig. Die Stimmung und die Charakteren sind klar und ausreichend beleuchtet, so dass sich eine angenehme Erzählstruktur entwickelt. Als Kölnerin hat mir zusätzlich in dem Roman der Bezug zu Köln, Leverkusen mit den dort angesiedelten Chemieunternehmen und auch die nahe Bergische Region gefallen. Kritik? Nicht am Buch, nur ich habe zu viel Zeit darauf verwendet die Traumszenen zu deuten und diese mit in meine Träume genommen. Leseempfehlung? Auf jeden Fall! Für wen? Nichts für Leser, die einen typischen Polizeikrimi oder eine Detektivstory erwarten. Definitiv für Leser zum Ungewöhnlichen und dem kleinen Horror.

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