Michael Schulte-Markwort Burnout-Kids

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Inhaltsangabe zu „Burnout-Kids“ von Michael Schulte-Markwort

Sie sind ausgelaugt, einfach fertig. Sie müssen perfekt sein für den Auftritt in der Klasse, als wäre es eine Casting-Show. Die Noten müssen stimmen, sonst ist das Leben vorbei, und sie sind nichts mehr wert. Und in der Freizeit wartet schon der nächste Trainer. In der Summe ist dieser Druck auf unsere Kinder unerträglich, denn die Gesellschaft hat sich dem Prinzip Leistung völlig unterworfen. Die Diagnose Burnout ist bei Erwachsenen alltäglich, doch nun bemächtigt sich die Erschöpfungsdepression der Kindheit. Professor Schulte-Markwort fordert ein Umdenken, damit unsere Kinder andere Werte finden, an denen sie sich orientieren können.

ein Arzt thematisiert ein massives Problem aus der Praxis

— Liebes_Buch

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  • Burnout-Kids, rezensiert von Dominic Schlatter

    Burnout-Kids

    Splashbooks

    03. April 2015 um 22:43

    "Burnout bei Kindern? So ein Blödsinn!" Das mag wohl die erste Reaktion sein, wenn man den Buchtitel liest oder sich beginnt mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Doch sobald man die zahlreichen Fallbeispiele von Professor Dr. Michael Schulte-Markwort gelesen hat, erkennt man schnell, wie fortgeschritten dieses Problem bereits ist.Da wäre als Beispiel die 16-jährige Anna, welche mit ihrer Mutter komplett unauffällig in der Praxis des Hamburgers Kinder- und Jugendpsychiater sitzt. Sie erzählt von Einschlafstörungen, Konzentrationsschwächen und Heulkrämpfen. Bei dem Teenager dreht sich alles um die Schule und dem Leistungsdruck. Dazu gesellen sich die alterstypischen, pubertären Gefühlsschwankungen. Bei Anna diagnostiziert Schulte-Markwort eine Erschöpfungsdepression, das Fachwort für das Burnout-Syndrom.Anna ist nur eines von zahlreichen Kindern, welches zwar allesamt unterschiedliche Lebensumstände aufweisen aber im Grunde alle dasselbe Problem haben: Es ist einfach zu viel Druck.Einerseits Druck den man sich selbst auferlegt und andererseits Druck der von der Gesellschaft aufgebaut wird. Vor allem das Schulsystem in der aktuellen Form zwingt Eltern und Kinder in eine ständig steigende Leistungsspirale zu steigen, aus der es scheinbar nur zwei Ausstiegsszenarien gibt: Gymnasium mit Abitur und Studium oder sozialer Abstieg.Was bedeutet aber dieser soziale Abstieg? Ist ein Lehrberuf weniger wert? Warum können sich manche Eltern keine weiterführende Schule leisten?Diese Fragen gepaart mit dem Umstand, dass wir in sehr unsicheren und hektischen Zeiten leben, kann Kinder überfordern. Kein Wunder, sind wir doch selbst mit unserem Leben im Grunde oftmals überfordert. Diesen Umstand kann man nur schlecht verbergen und junge Menschen sind hier viel feinfühliger als man annimmt. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21630/burnout_kids___wie_das_prinzip_leistung_unsere_kinder_ueberfordert

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  • Ein wichtiges Buch, nicht nur für Eltern , sondern für alle die mit Kindern arbeiten

    Burnout-Kids

    WinfriedStanzick

    01. April 2015 um 08:43

    Der Autor des vorliegenden Buches, Professor Michael Schulte-Markwort, beschäftigt sich als Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, - psychotherapie und –psychosomatik in Hamburg seit vielen Jahren auch damit, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen auf Kinder auswirken. Und er stellt mit zunehmender Tendenz eine Entwicklung fest, die aufwühlt und erschüttert. Denn es sind immer mehr Familien, die sich schon im Vorfeld einer akuten Erkrankung ihrer Kinder mit ihnen sich an den Arzt wenden. Sie sind mit ihren Kräften einfach am Ende. Total erschöpft, ohne Widerstandskraft – modern gesprochen: Burnout. Er fragt sich, welche Entwicklungen und Ursachen es sind, die die zunehmend immer jünger werdenden Patienten zusammenbrechen lassen. Dachte man bisher, in diesem Alter dominierten Neugier und Lebenshunger, müssen die Therapeuten nun immer mehr feststellen, dass all dies zugedeckt und zerstört wird durch nicht mehr aushaltbare Lasten von brutalem Zeitmanagement, Leistungsorientierung und einer völlig irrationalen Zukunftsangst. Was kann man dagegen tun? An fünf Fallbeispielen aus seiner therapeutischen Praxis zeigt er den Lesern, wie das Gefühl der Überforderung die Kinder in die Knie gezwungen hat. Immer schneller. Immer besser. Immer mehr. Die Leistungsbereitschaft, die bereits ab dem Kindergartenalter vielerorts  vor allem von überehrgeizigen und selbst bis ins Mark verunsicherten und verängstigten Eltern als selbstverständlich angenommen wird, entspricht nicht mehr altersgerechtem Denken, Handeln und Empfinden. Der Autor wählt zur Diagnose und zur Therapie ein schönes Bild:  die Kinder sind das Thermometer unserer Zeit. Während die Temperatur für sie weiter steigt, ist das vielleicht wichtigste Mittel der Erwachsenen zur Linderung des Drucks ihrer Kinder, der liebevoll angelegte Wadenwickel. Eine ganz besondere Rolle kommt deshalb den Eltern zu, auch präventiv. Denn wenn Eltern im Dialog mit ihren Kindern sind, Werte vorleben und das Prinzip Leistung kritisch und konstruktiv begleiten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Burnout entsteht geringer bzw. die Wahrscheinlichkeit zur erfolgreichen Behandlung größer. Fazit: Eltern müssen ihre Kinder schützen, sie in einer liebevollen Umgebung aufwachsen lassen und ihnen helfen, möglichst lange Kinder bleiben zu können. Das setzt aber insbesondere für ehrgeizige Eltern, die selbst unter dem Druck leiden, eine erhebliche Selbstreflexion und Veränderungsbereitschaft voraus. Ein wichtiges Buch, nicht nur für Eltern , sondern für alle die mit Kindern arbeiten.

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  • Leistungswille kann auch schaden

    Burnout-Kids

    Liebes_Buch

    02. March 2015 um 23:35

    Prof. Schulte-Markwort hat dieses Buch in der Hoffnung geschrieben, dass unsere Gesellschaft eine Debatte um ein Problem führen und Lösungen suchen wird. Diese Hoffnung habe ich persönlich nicht. Trotzdem finde ich es gut und mutig, das Burn out bei Kindern zu thematisieren. Es freut mich, dass ein Arzt die Probleme von Jugendlichen ernst nimmt. Ich kenne das selber nicht. An meiner Schule gab es für Kinder keine Hilfe, keine Gespräche und erst recht keine ärztliche Versorgung. Meine Schule hat und wollte Verlierer produzieren. Das ist ja die Aufgabe von Schule. Oder nicht? Schulte-Markwort gesteht Kindern denselben Mensch-Status zu wie Erwachsenen- dass sie also eine Menschenwürde haben. D. h. andersrum befürchtet er, dass die Entmenschlichung der modernen Arbeitswelt auch bei den Kindern angekommen ist. Freiheiten gibt es in der Kindheit kaum noch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen durch die Beispielfälle, in denen der Leser Einblicke in die Welt der Kinder gewinnt. Es gab auch einige Erklärungen psychologischer Mechanismen. Schulte-Markwort macht sich Gedanken darüber, wie es zur Erschöpfung der Kinder kommt und welche Gegebenheiten wir ihnen hinterlassen. Mir gefällt es, dass er die Welt der Kinder nicht rosarot verklärt, sondern ernst nimmt, welche Anforderungen Kinder erfüllen müssen und welche Sorgen sie haben. Meistens behaupten Erwachsene ja einfach, Kindern ginge es gut, gerne auch zu gut... Und diese Stärke kann man aus diesem Buch lernen. Für Kinder und ihre Menschenwürde zu kämpfen. Das Buch erklärt betroffenen Eltern und Jugendlichen auch, wie derzeit eine Therapie aussieht. Ich bin skeptisch, ob Psychopharmaka die Lösung sind... Auch wenn das Buch auf die Schnelle keine Universallösung bietet, nimmt es Probleme ernst und spendet Betroffenen eine Stärkung des Selbstwertgefühls, weil es Leistung realistisch sieht. Das hilft, um für sich, seine Chancen und Möglichkeiten einzutreten. Hoffentlich findet eine Diskussion jetzt wirklich statt.

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