Schwarzwasser

von Michael Schwarzmaier 
4,1 Sterne bei37 Bewertungen
Schwarzwasser
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Leserin71s avatar

Sehr gerne gehört

unfabulouss avatar

Ein toller Krimi mit viel bayrischem Gefühl, das für mich Heimkommen bedeutet. Die Charaktere sind alle wunderbar gestaltet und machen Spaß!

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Inhaltsangabe zu "Schwarzwasser"

Polizeiobermeister Kreuthner will zum Faschingsball in der Mangfall-Mühle. Da er leider seinen Führerschein abgeben musste, lässt er sich, zusammen mit ein paar leicht bekleideten Damen in Glitzerkostümen, von Opa Manfred zum Faschingsball kutschieren. Doch Opa Manfred – im Kostüm des Gevatters Tod – ist nicht mehr der Jüngste und weder orientierungssicher noch wirklich fahrtauglich. Er kutschiert die Truppe in den Graben. Irgendwo in der oberbayerischen Pampa machen sich die wild verkleideten Gestalten auf die Suche nach Hilfe. In einem abgelegenen Haus öffnet ihnen schließlich eine Frau mit einem Messer in der Hand die Tür. Hinter ihr liegt die Leiche eines Mannes. Lara Evers steht unter Schock und weiß nicht mehr, was passiert ist. Auch sonst scheint niemand den Toten zu kennen …

Michael Schwarzmaier ist ein beliebter Fernseh- und Theaterschauspieler und ein vielbeschäftigter Hörbuchsprecher. Seine markante Stimme und sein Sinn für Komik und Spannung machen ihn zur idealen Besetzung für die Romane von Andreas Föhr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839893647
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Argon
Erscheinungsdatum:23.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Leserin71s avatar
    Leserin71vor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr gerne gehört
    Wallner und Kreuthner ermitteln wieder - jeder auf seine Weise

    Wallner und Kreuthner ermitteln wieder - jeder auf seine Weise.
    Diesmal wird ein Mann tot aufgefunden, anscheinend von Lara Evers erstochen, die sich aber an nichts erinnern kann. Die Spuren führen zurück bis ins Berlin der 1990er Jahre.
    Michael Schwarzmaier liest auch diesen Tegernsee-Krimi auf seine unnachahmliche Art, so dass man die Figuren gleichzeitig zu sehen glaubt. Der Plot zieht sich manchmal, ist immer wieder komisch und dann am Ende auch spannend bis tragisch.

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    Wedmas avatar
    Wedmavor einem Jahr
    Tolle Figuren, der Plot ist leider etwas zu konstruiert.



    Nachdem ich „Totensonntag“, das Hörbuch, das ich im letzten
    Sonntag im November 2017 auserkoren hatte, so gut fand, wollte ich auch die
    aktuelle Folge mit Wallner und Kreuthner hören.



    Damit bin ich, ehrlich gesagt, nicht so recht warm geworden.
    Der Krimi zog sich in die Länge sowohl am Anfang als auch in der Mitte. Zum
    Schluss gab es Verwicklungen, die ich gut im Voraus entwirren konnte. Ohne,
    dass es weiterer Erklärungen seitens des Autors bedürfte. Von diesen gab es
    aber jede Menge. Insb. am Ende, denn alles 
    musste, warum auch immer, explizit erklärt und artikuliert werden, was
    mich wiederum herzlich wenig begeistern konnte.



    Vor allem der Plot hat auf mich einen sehr konstruierten
    Eindruck gemacht, was der Glaubwürdigkeit vielerorts nicht guttat. Zu verkopft
    insg. Zu viel in Sachen Spannung gewollt. Recht wenig daraus geworden.



    Die Figuren fand ich aber wiederum sehr gut ausgearbeitet,
    urig, authentisch, mit ihren Ecken und Kanten. Der Kreuthner amüsierte mich auch
    hier. Er ist wohl ein Profi in Sachen Mistbauen. Das liegt ihm wohl im Blut. Er
    vertritt vor allem seine eigenen Interessen, ungeachtet dessen, dass dies den
    Ermittlungen schadet und die involvierten Personen in Gefahr bringt. Wallner ist
    auch hier der Gute, etwas blass. Er versucht u.a. sein altes privates Problem zu
    lösen. Z.T. gelingt es ihm. Auch sein Opa Manfred spielt hier eine Rolle. Dieser
    Strang ist ganz gut, geworden.



    Atmosphärisch war der Strang, der in der Gegenwart spielte.
    Mir war, als ob ich live bei den Ermittlungen dabei sein konnte. Die zweite
    Zeitebene, der Strang, der in der DDR der 90-ger Jahre spielte, blieb mir
    fremd, konnte mich wenig überzeugen.



    Michael Schwarzmeier hat ganz gut gelesen. Durch seine Art vorzutragen
    klingen die Dialoge so authentisch, so als ob es ein Hörspiel wäre. Alle
    Figuren konnte ich wunderbar wiedererkennen. Auch Frauenstimmen hat er prima
    zur Geltung gebracht. Aber manchmal war er auch etwas monoton, langsam, sodass
    ich mit dem Gedanken gespielt habe, das Ganze mit 2x Geschwindigkeit abspielen
    zu lassen, damit da mal die Bewegung in die Bude reinkommt ;-)



    Fazit: An sich ist „Schwarzwasser“ ein ganz guter Krimi, mit
    Bezug zur dt Geschichte. Aber etwas zu sehr konstruiert und deshalb z.T. wenig
    glaubwürdig erschien mir der Plot. Drei Sterne sind mMn hier realistisch.



    Um den Eindruck wegzuwischen, habe ich anschließend „Eisenberg“
    von Andreas Föhr gehört. Der war besser.



    Spieldauer: 10 Stunden und 1 Minute, gelesen von
    Michael Schwarzmeier.



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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor einem Jahr
    Schwarzer Humor vom Feinsten

    Bei humorvollen Krimis bin ich vorsichtig, da sie sich oft als oberflächlich und platt entpuppen. Am Ende dieses Krimis angekommen sortiere ich ihn unter Satire, beißender Humor ein, den ich besonders als Hörbuch empfehlen mag, da Michael Schwarzmaier als Sprecher dem Ganzen das Sahnehäubchen aufsetzt, gekonnt bayrisch poltert, flucht und berlinert. Hier ist alles schwarz, der Humor, die Seelen.

    1. Strang: 1996, Berlin, ein junger erfolgloser Strafverteidiger, Dieter Sitting, bekommt Besuch von Gregor Nolte, der ihn im Gerichtssaal bewundert hat. Der Geschäftsmann hat einige Aufträge parat, die Kanzlei blüht auf unter dem neuen Mandanten. Nun zeigt Nolte sein wahres Gesicht. Denn nachdem Sitting trotz eines Erpressungsversuchs, noch gegen Gebot einer hohen Geldsumme sich nicht in die Geschäfte des Waffenhändlers der russischen Mafia einspannen lassen will, wird seine Kanzlei kurz und klein geschlagen, die Anwaltsassistentin landet mit schweren Verletzungen im Krankenhaus auf der Intensivstation.

    2. Strang: 2016, Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner am Tegernsee, ein dreckerter Muhackl, ein Dreckbär, versucht, an Fasching Michaela Hundsgeiger flachzulegen, indem er prahlerisch eine Villa als sein Eigen bezeichnet, zu der er sich illegalerweise einen Schlüssel besorgte. Der Hausherr ist außerhäusig. Kreuthners Führerschein ist futsch, den haben die hinterfotzigen Kollegen einkassiert, weil sie es auf ihn abgesehen haben … Nichts ist wie früher, als der Dorfscherif noch etwas zu sagen hatte, die Kollegen nie einen der ihren in die Pfanne gehauen hätten. Drum braucht es einen Fahrer, der das Paar zum Schäferstündchen fährt, Manfred Waller, der schaurig als Tod verkleidet ist. In der Villa angekommen, überlegt Kreuthner, wie er Manfred loswerden kann, während die schwer beeindruckte Hundsgeigerin kurz verschwinden muss. Auf der Suche nach der Toilette entdeckt die das Schlafzimmer und im Bett einen schlafenden alten Mann. Sie holt Kreuthner und Manfred und als sie zu dritt zurückkommen, steht im Zimmer die junge Lara. Sie sieht Manfred, den Tod, und schießt.

    3. Strang: Ein unbekannter Mann, der sich am Tegernsee herumtreibt. Ein zu identifizierender Mann, der sich am Tegernsee herumtriebt, ein Detektiv mischt in der Geschichte mit, der in der DDR einst bei der Stasi tätig war.

    Kommissar Clemens Wallner vermisst derweil zu Hause Opa Manfred, gibt bei den Kollegen eine Vermisstenanzeige auf. Er erfährt, Opas Auto ist an einem Tatort aufgefunden worden und es gibt eine Leiche, ein alter Mann ist tot.

    Mit »Leichen-Leo«, wie man Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner nennt, hat Andreas Föhr eine hinterfotzige Type geschaffen, die satirisch gezeichnet viel Spaß macht. Er hilft einer Gefangenen zu fliehen, natürlich eigennützig und um andere anzuschwärzen, versteckt sie zu Hause, und gleich soll sie seine Küche streichen und Schnaps brennen. Raubeinige Burschen im Wirtshaus haben ihren Spaß mit Bullen, zu lachen gibt es genug.

    Überhaupt, viele schmeichelnde Figuren kommen hier nicht vor. Clemens Wallner ist der einzige Sympathieträger. Satire neigt dazu, ins Klischee zu kippen. Manche skurrilen Typen schwimmen an der Grenze, wie der IT-Nerd, und man fragt sich, ob der Detektiv obendrauf eine Stasi-Karriere benötigt, bzw., ob er wirklich den Macho-Hardliner raushängen lassen muss. Frauen alle als geldgierige Blutsaugerinnen dargestellt. Weniger ist manchmal mehr. Insgesamt kann ich damit leben, es hält sich in Grenzen.

    Opfer werden zu Tätern. Eine gutdurchdachte Story, die durch die liebevoll gestalteten Figuren gefällt, mit stets unterliegenden Humor. Zwei Stränge, die zuerst voneinander weit entfernt sind und am Ende in einem Geflecht aus Berlin, Russen-Mafia, Immobilienskandal, Südamerika, letztendlich am Tegernsee zusammenfinden, zur Auflösung gelangen. Spannung bis zur letzten Seite, ein Krimi, der Spaß macht. Dies ist für mich der erste Wallner-Kreuthner-Krimi, es gibt derer schon sechs zuvor. Ich habe mir sagen lassen, es wäre der Schwächste. Dann freue ich mich nun erst recht auf die anderen sechs! 

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    Bellastellavor einem Jahr
    Sherlock Wallner

    Ich habe das Hörbuch mit großer Spannung begonnen, weil ich schon zwei andere von Christian Föhr mit dem Sprecher Michael Schwarzmaier kannte und von beiden begeistert war. Auch „Schwarzwasser“ hat mir sehr gefallen. Der Sprecher ist wirklich erstklassig. Seine normale Sprecherstimme ist sachlich und wenig aufdringlich. Wie er dann in verschiedene Dialekte switcht, ist einfach super. Am besten gefällt mir der Opa Manfred. Die Handlung fand ich etwas verwirrend, am Anfang noch weniger, aber gegen Schluss schwirrte mir der Kopf: Wer ist nun der Tote überhaupt, was hat das alles mit der Geschichte von 1996 zu tun,...? Aufgelockert und aufgeheitert wird alles durch die Eskapaden vom Kreuthner. Die sind einfach zum Kaputtlachen, und es ist kaum zu glauben, dass er schlussendlich immer damit durchkommt. Auch den „Dude“ fand ich sehr erheiternd. Das Ende fand ich sehr traurig. Hätte Föhr die junge Frau nicht einfach leben lassen können? - Die Geschichte um Wallners Vater wäre entbehrlich gewesen, finde ich, aber vielleicht wird sie ja im nächsten „Föhr“ weitergeführt, auf den ich mich jetzt schon freue.

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    Pat82s avatar
    Pat82vor einem Jahr
    7. Fall des speziellen Wallner Kreuthner DUO

    7. Fall des speziellen Wallner Kreuthner DUO

    Leo Kreuthner ist auf dem Weg zu einem Masken/Faschingball als er fahrende OPA Manfred einen Unfall baut und sie Hilfe suchen bei einem Haus, was sie dort finden lässt die Geschichte beginnen ...

    => eine junge Frau mit einem Messer in der Hand mit einer Ereignissamnesie, sie weiss von nichts und ein unbekannter Toter...

    Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen 1996 bei Herr Sitting einem eher unbekannten, nicht sehr erfolgreichen Anwalt der sich mit einem mysteriösen Herr Nolte einlässt, welcher sehr viel Dreck am Stecken hat. Die zweite spielt in der Gegenwart bei dem Duo Wallner und Kreuthner und diesem unbekannten Toten.

    Meine Meinung:

    Der Einstieg gestaltet sich eher schwierig, man lernt alle Protagonisten kennen und versteht überhaupt nicht wie die Zusammenhänge sein könnte. Die Spekulationen beginnen und leiten einem meistens in die Irre :) Dazu kommen sie zwei Zeitebenen welche die Situation nicht wirklich einfacher machen. Dennoch bietet die Geschichte extrem viel Charme und Witz, ein leichter Hang ins Zynische ist vorhanden welcher die ganze Geschichte extrem aufwertet.

    Die Vortonung ist genial, die Dialekte werden so gut gesprochen das ich immer ein leichtes Schmunzeln im Gesicht hatte, ein absoluter Pluspunkt.

    Fazit: Ein solider Krimi mit einer tollen Vertonung und einem guten Ende 3 Sterne

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    borgis avatar
    borgivor einem Jahr
    Lara Evers auf der Flucht

    Ausgerechnet der Polizeiobermeister Leo Kreuthner und Manfred, der Opa von Kommissar Clemens Wallner entdecken bei nächtlichen Aktivitäten eine Mordopfer. Der vermögende Klaus Wartberg wurde zuhause in seinem Bett erschossen. Und eine vermeintliche Täterin steht mit der Pistole in der Hand daneben. Die junge Lara Evers ist ziemlich betrunken, kann sich an nichts mehr erinnern, bringt sich aber selbst durch ein Geständnis in Not.

    Die Hauptaufgabe bei diesen Ermittelungen ist das Aufklären der gefälschten Identitäten. Zumindest Klaus Wartberg ist jemand anderes und bei einigen weiteren Personen ist lange Zeit nicht klar, wer sie wirklich sind. Über den gesamten Verlauf hinweg erleben wir die Hauptverdächtige Lara Evers viele Male auf der Flucht, tatkräftig unterstützt von ihren Freunden von der Mangfallmühle und besonders durch Leo Kreuthner. In gewohnter Manier dehnt Kreuthner seine Aktivitäten weit über die Legalität hinaus und begegnet z.B. demVorwurf „Strafvereitelung im Amt“ damit, dass dies nur gelte, wenn Lara wirklich die Mörderin von Wartberg wäre.

    Während die ersten CDs geprägt waren von aberwitzigen und lustigen Ereignissen schwenkte die Handlung in den letzten beiden CDs in einen ernsteren Bereich über. Für mich war die Auflösung der Geschehnisse rund um die Schwarzwasser Pleite in Berlin und das daraus resultierende Personen-Karussell sehr überraschend. Diese Schwarzwasser-Geschichte diente hier nur als Basis für das Verschleiern und Untertauchen des Anwaltes Dieter Sitting und des skupellosen Nolte. Schwarzwasser als Titel fand ich deshalb nicht so gelungen.

    Auch hier ist wieder ein Highlight, dieses Buch als Hörbuch zu genießen. Der Sprecher Michael Schwarzmaier ist ein Glücksgriff für dieses bayrische Umfeld und seine Darstellung der einzelnen Personen sind genial! ich bin zwar nicht aus Bayern, aber doch aus Süddeutschland und verstehe den Dialekt einwandfrei. Da sind selbst in einzelnen Wörtern oder Ausrufen so viel Wortwitz und Gaudi drin.

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    unfabulouss avatar
    unfabulousvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein toller Krimi mit viel bayrischem Gefühl, das für mich Heimkommen bedeutet. Die Charaktere sind alle wunderbar gestaltet und machen Spaß!
    Ein Krimi mit bayrischem Gefühl!

    Klaus Wartberg wurde ermordet und daneben steht eine junge Frau mit einer Waffe in der Hand. Im Grunde scheint dieser Mord schon geklärt zu sein, bevor die Ermittlung überhaupt beginnt. Aber ganz so einfach wie gedacht scheint der Fall wohl nicht zu werden…
    Der Hauptermittler in diesem Fall ist Clemens Wallner mit seinem Team. Gerade sein Großvater Manfred war zusammen mit Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner dabei, als die Leiche entdeckt wurde. Kreuther ist ein Polizist, der es allerdings nicht immer ganz genau nimmt mit den Vorschriften und deshalb eher etwas gewöhnungsbedürftig ist. Er fühlt sich besonders durch seine Entdeckung der Leiche dazu ermutigt, zu ermitteln und zwar auf seine eigene Art und Weise.

    Zu Beginn war es ein wenig schwierig, in die Geschichte hineinzukommen, da es schon viele Personen und damit viele Namen und Verbindungen sind. Auch die Tatsache, dass die Geschichte in zwei Zeitebenen spielt hat das Hören am Anfang nicht leicht gemacht. Aber sobald ich dann drin war, konnte ich gar nicht genug bekommen von der Geschichte! Ich mag es nämlich eigentlich ganz gerne, wenn es verschiedene Zeitebenen gibt und ich freue mich immer darüber, wenn weitere Puzzleteile aufgedeckt werden und sich die Geschichte langsam zusammenfügt.
    Ich fand es außerdem ganz toll, dieses Hörbuch anzuhören, weil ich (leider) erst vor wenigen Monaten aus Bayern weggezogen bin und es irgendwie immer ein kleines bisschen ein Gefühl wie Heimkommen war, wenn ich eine CD von diesem Hörbuch angemacht habe.

    Ich fand alle Charaktere, die Andreas Föhr geschaffen hat, sehr interessant und auch wenn ich mich mit Kreuthner nicht von Anfang an anfreunden konnte, war er eine wichtige Person, die diese Geschichte wirklich dazu gemacht hat, was sie ist. Nämlich ein witziger, durchdachter Regionalkrimi, der nicht einfach nur eine leichte Mordermittlung enthält, sondern ganz besonders durch seine besonderen Charaktere lebt. Kreuthner hat mich zwar manchmal auch ein bisschen zur Verzweiflung getrieben, aber er ist doch ein ganz witzige Person. Wen ich ganz besonders gut gefunden habe, ist Ermittler Clemens Wallner. Es hat mich total gefreut, dass auch das Privatleben der Polizisten in dieser Geschichte eine Rolle spielt. Für mich ist das immer ein ganz besonderer Charme und ich finde, dass dies auch immer wichtig ist, um zu verstehen, warum Ermittler so handeln wie sie handeln.

    Für mich war es der erste Fall von Andreas Föhr, aber mich hat sein Stil sehr begeistert und es wird deshalb nicht der letzte bleiben! Ich bin mir zwar noch nicht sicher, ob ich die anderen Teile vielleicht selber lesen möchte, aber das Hörbuch hat so viel Spaß gemacht, dass ich mir gut vorstellen kann, dass ich alle Teile anhören möchte! Der Sprecher hat einen großartigen Job gemacht! Ich freue mich, dass ich nun endlich eine Geschichte von Andreas Föhr kenne.

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    Kerstin_KeJasBlogs avatar
    Kerstin_KeJasBlogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Sprecher hat die unterschiedlichen Charaktere sehr gut hervorgehoben & die Geschichte ist rund. Mich hat leider ein Prota genervt
    Dubiose Machenschaften

    Bei diesem Hörbuch hatte mich das Cover magisch angezogen, es wirkt düster und diese Sense trägt viel dazu bei. Auch ist die gesamte Aufmachung dieses Digifile sehr gelungen. Jede der 6 CD hat einen eigenen Schuber, dazu immer einen kleinen Spruch. Ein weiteres Highlight ist der Sprecher. Michael Schwarzmaier hat es einfach drauf. Die verschiedenen Stimmen der einzelnen Charaktere und die unterschiedlichen Dialekte sind hervorragend getroffen. So konnte ich den Personen ein Bild zuordnen, auch wenn ich mit den vielen Namen anfangs schon so manches Problem hatte. Das legte sich aber im Laufe der 6 CDs und je weiter ich kam um so besser verstand ich.

    „Schwarzwasser“ ist eine Firma, um die es sich im Buch dreht. Es gibt neben dem aktuellen Geschehen immer wieder Rückblicke nach Berlin. Zu einem Anwalt und dessen Assistentin, zu einem recht dubiosem Mandanten und der Frage, wie das alles mit der Gegenwart und diesem Toten zusammenhängt?

    Wallner ist der Ruhepol in der Geschichte. Er ist bedacht in allem was er tut, hat eine angenehme ruhige Art und ist damit das krasse Gegenteil zu seinem Kollegen Kreuthner. Während er mit persönlichen Problemen konfrontiert wird und auch sein Opa Manfred davon betroffen ist, hatte ich das Gefühl diesen Teil in der Geschichte nicht unbedingt zu brauchen. Klar möchte man immer mal etwas persönliches der Charaktere wissen, aber hier hat es mich irgendwie gestört. Der Fall an sich wurde immer wieder dadurch unterbrochen. Vielleicht wäre es beim Lesen nicht so kompliziert gewesen.

    Kreuthner ist ein Chaot, sehr selbstverliebt und hat ein Organ am Hals, dass der Sprecher so richtig genial rüber gebracht hat. Besonders die Schimpftiraden waren perfekt. Ansonsten war Kreuthner nicht mein Fall. Er handelt sehr unbedacht, obwohl er ein guter Beobachter ist. Auf mich wirkte er eher wie ein Klassenclown, der es gut meint, dabei aber nur Schaden anrichtet.

    Der Fall an sich war sehr komplex und gut ausgearbeitet. Hier gab es, durch die Rückblicke, immer wieder ein Stückchen mehr, dass zur Auflösung beitrug und ich bin sehr lange im Dunkeln getappt. Wer, wann, mit wem und wo und warum. Das Miträtseln hat Spaß gemacht. Dafür das es sich bereits um den 7. Band mit Wallner und Kreuthner handelte, bin ich sehr gut durch die Geschichte gekommen. Es hört/liest sich also auch gut ohne Vorkenntnisse zu den anderen Bänden.

    Der Plot ist gut durchdacht, viele Wendungen, manche unerwartet, andere etwas vorauszusehen, aber komplett bis zum Schlus logisch und mit so mancher Überraschung gespickt. 

    Durch die gelungenen Beschreibungen der Orte und Gebäude und vorallem der einzelnen Personen hatte ich sehr oft ein Bild der Situationen vor Augen, was das Hören stellenweise lustig machte aber hier und da auch mal traurig stimmte.

    Ein angenehmer Hörgenuss, aber man muss schon aufpassen. Hätte Kreuthner nicht so einen negativen Eindruck auf mich hinterlassen, sondern einfach nur seinen Job gemacht und dabei ein bisschen mehr gedacht hätte, wäre es ein Stern mehr geworden.

    Die Geschichte mochte ich, Wallner auch, aber auf Kreuthner bin ich sauer. Warum? Selber lesen oder hören.

    Rezension verfasst von © Kerstin

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    brauchnixs avatar
    brauchnixvor einem Jahr
    wieder ein guter Föhr

    Die meisten meiner Bücher verzehre ich als Hörbuch. Einfach weil ich viel im Auto unterwegs bin. Zu meinen Favoriten gehört jedes Jahr wieder der Föhr-Krimi. Unter anderem deshalb, weil Schwarzmeier die Kriminalgeschichten so mordmäßig unterhaltsam liest. Für einen Münchner ein Vergnügen.

    Auch diesmal wurde ich wieder sehr gut unterhalten. Wallner und Kreuthner ermitteln - ein jeder auf seine Weise. Und so kommen beide von unterschiedlichen Seiten dem Täter und der Wahrheit auf die Spur. Das ist unterhaltsam, kurzweilig und am Ende stimmig. Auch wenn es kein wirkliches HappyEnd gibt so war ich doch sehr zufrieden und freue mich auf den nächsten Band.

    Andreas Föhr schreibt für Münchner, Bayern und solche, die diesem Landstrich aufgeschlossen gegenüber stehen. Die Schrullen der Einheimischen überhöht er in seinen Dialogen auf amüsante Weise und schaut seinen Helden mit einem Augenzwinkern über die Schultern.

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    monsters avatar
    monstervor einem Jahr
    charmanter Bayernkrimi

    Andreas Föhr legt mit „Schwarzwasser“ seinen bereits siebten Teil um Kommissar Clemens Wallner vor. Wie in den Vorgängern spielen auch sein Opa und sein Kollege Kreuthner wieder tragende Rollen in diesem Kriminal-Possenspiel. Ich habe bis jetzt alle Teile als Hörbuch genossen, da Michael Schwarzmeier den bayerischen Charme dieser Romane auf unvergleichliche Art rüber bringt. So ging es mir auch im neuen Fall, in dem neben den üblichen Verdächtigen auch Wallners Vater nach jahrzehntelanger Abwesenheit auftaucht. Und es gibt einen Mordfall zu lösen, der wie immer durch Szenen aus der Vergangenheit dem Leser noch näher gebracht wird.

    Ein sehr unterhaltsames Hörbuch, ein kongenialer Vorleser, ein regionaler Krimi für Bayern-Liebhaber und Mundart-Interessierte. Es ist zwar kein beinharter Thriller aber so hi und da blitzt durchaus auch Spannung auf und mir gefällt wie immer vor allem der Humor und die teils groteske Situationskomik. Ich frage mich, warum der Föhr nicht schon lange verfilmt wurde, wie Rita Falk und ähnliche Autoren.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TanjaMaFis avatar

    In Oberbayern wird es spannend

    In Kommissar Wallner und Polizeioberkommissar Kreuthners siebtem Fall wartet ein kurioser Mord auf die beiden ... oder war es gar keiner? Und wer ist der Tote überhaupt?

    Macht euch bereit für "Schwarzwasser" und eine Hörrunde voller Hochspannung, trockenem Humor und ungleichen Ermittlern. Egal ob ihr Bayern-Krimi-Fans seid oder zum ersten Mal zum schönen Tegernsee aufbrecht, der brandneue Krimi von Andreas Föhr und die mitreißende Lesung von Michael Schwarzmaier werden euch garantiert packen.

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    Polizeiobermeister Kreuthner will zum Faschingsball in der Mangfall-Mühle. Da er leider seinen Führerschein abgeben musste, lässt er sich, zusammen mit ein paar leicht bekleideten Damen in Glitzerkostümen, von Opa Manfred zum Faschingsball kutschieren. Doch Opa Manfred – im Kostüm des Gevatters Tod – ist nicht mehr der Jüngste und weder orientierungssicher noch wirklich fahrtauglich. Er kutschiert die Truppe in den Graben. Irgendwo in der oberbayerischen Pampa machen sich die wild verkleideten Gestalten auf die Suche nach Hilfe. In einem abgelegenen Haus öffnet ihnen schließlich eine Frau mit einem Messer in der Hand die Tür. Hinter ihr liegt die Leiche eines Mannes. Lara Evers steht unter Schock und weiß nicht mehr, was passiert ist. Auch sonst scheint niemand den Toten zu kennen ...

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    Andreas Föhr, 1959 im Allgäu geboren, studierte Jura und arbeitet seitdem als Jurist und bei der Rundfunkaufsicht. Vor einigen Jahren begann er Drehbücher zu schreiben, unter anderem für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz.“ Zum Schreiben kam er, da er beim Abfassen der juristischen Schriftsätze gerne an den Formulierungen bastelte. Andreas Föhr liest privat russische Autoren und ist Fan von John Grisham. Die Orte in seinen Geschichten bereist er meistens persönlich um sich vor Ort ein Bild von allem zu machen.
    Er lebt in Haar bei München.

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    Michael Schwarzmaier ist ein beliebter Fernseh- und Theaterschauspieler und ein vielbeschäftigter Hörbuchsprecher. Seine markante Stimme und sein Sinn für Komik und Spannung machen ihn zur idealen Besetzung für die Romane von Andreas Föhr.

    Gemeinsam mit dem Argon Verlag vergeben wir 25 Hörbuchexemplare von "Schwarzwasser" an alle Hörbuchfans und solche, die es noch werden wollen, die sich bis zum 07.06.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bewerben und folgende Frage beantworten:

    Was gefällt euch besonders an den Tegernsee-Krimi von Andreas Föhr? Oder warum möchtet ihr in spannungsvolle Oberbayern reisen?

    Ich freue mich auf euch!


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    Bellastellas avatar
    Letzter Beitrag von  Bellastellavor einem Jahr
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