Michael Schweßinger Robinsonaden vom 40. Breitengrad

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Inhaltsangabe zu „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“ von Michael Schweßinger

Eigentlich hat Michael Schweßinger den besten Job, den man sich wünschen kann: Er hilft Träumern und Aussteigern dabei, im Ausland Bäckereien aufzubauen – und sieht dabei die Welt!

In Tahiti und Irland war er schon, in Dubai und Frankreich. Nun steht Italien auf dem Plan: Sommer, Freiheit, das süße Leben!

Doch diesmal kommt alles anders. Eine sterile Hotelanlage. Ein dubioser Arbeitsvertrag. Cluburlaub. Animateure. Deutsche Reisende, die in der Fremde nichts anderes wollen, als deutsche Gewohnheiten mit einem Schuss Exotik. Schweßinger landet mitten in der Spießerhölle des Massentourismus.

Bewaffnet mit scharfer Beobachtungsgabe und gerechtem Zorn begibt sich der Weltnomade auf einen Feldzug gegen Ausbeutung und Ignoranz. Leiten lässt er sich dabei von Jörg Fausers Satz: „Wenn Literatur nicht bei denen bleibt, die unten sind kann sie gleich als Partyservice anfangen.“

sehr lesenswerter Blick hinter die Kulissen eines All inclusive Clubs in Italien. Verfasst von einem wirklich großen Undergroundliteraten

— David_Gray

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    Robinsonaden vom 40. Breitengrad

    David_Gray

    26. March 2018 um 10:10

    "Wenn Literatur nicht bei denen bleibt, die unten sind, kann sie gleich als Partyservice anfangen", umriss Jörg Fauser einmal die Aufgabe von Literatur. Einer seiner Erben ist der Leipziger Schriftsteller und Ethnologe Michael Schwessinger, der sein Geld ganz bewusst hauptsächlich als weltreisender Bäcker verdient. "Mich langweilen diese Welten, die mir vertraut sind ... Sprachlich sichtbar zu machen, was jeder schon weiß, aber dennoch nicht ins Bewusstsein gerät, erscheint mir enorm wichtig. Denn die Welt wird neu vermessen und die Landvermesser denken nicht mehr national. Sie haben ihre Lektion gelernt. Nur ihre Knechte denken national, sie denken rechts- oder linksnational und die Herren ziehen derweil stillschweigend den eisernen Vorhang nicht mehr zwischen Ost und West oder Nord und Süd, sondern zwischen oben und unten und amüsieren sich über den Kleinkrieg der Kleinen", fasst er seinen Anspruch an sich selbst und seine Arbeitsmethode zusammen. Mit seinem neuesten Band hat Schwessinger ein kleines Meisterwerk vorgelegt, das es so noch nicht in der dts Literaturlandschaft der letzten Jahre gab. Er berichtet darin aus dem Innenleben eines apulischen Robinson-Clubs. Er kann sich an Sensibilität und überraschenden Einsichten mit Nora Bossongs Trip ins "Rotlicht" und Wallraffs Gang nach "Ganz unten" durchaus messen. Die Abgeklärtheit mit der Schwessinger aus dem verborgenen Innenleben des Clubs erzählt führt ihn zu ungewöhnlichen Einsichten ins Räderwerk einer globalisierten Bespaßungsindustrie, die nicht zynisch daherkommen, auch wenn sich einige so lesen lassen mögen. Noch die skurrilste der Figuren, die er aus dem Clubkosmos herausgreift, wirkt authentisch. So etwa wenn er das gemeinsame Austicken der Spüler eines Nachts mit dem Hundetick einer Exfreundin vergleicht, die fand, dass es die Rudelsolidarität auch der Menschen steigerte, wenn diese ab und zu nicht nur im übertragenen Sinne mit den Wölfen heulten, woraufhin der Autor, allein in seiner Backstube, eben solidarisch in das Geheul der Spüler einfällt. Ein gutes, ein wichtiges Buch.                          

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    Robinsonaden vom 40. Breitengrad

    David_Gray

    09. March 2018 um 19:12

    Ein sehr lesenswerter Blick hinter die Kulissen eines All inclusive Clubs in Italien. Verfasst von einem  wirklich großen Undergroundliteraten.

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