Michael Slade Der Ghoul

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Inhaltsangabe zu „Der Ghoul“ von Michael Slade

Der Ghoul - Der 2. SPECIAL X Thriller. Sieben bestialische Morde. Offenbar alle von einem Psychopathen begangen. Doch Hilary Rand von Scotland Yard kommt mit ihren Ermittlungen einfach nicht weiter. Sie ist verzweifelt, denn falls sie diesen Fall nicht aufklärt, muss sie ihren Job an den Nagel hängen. Da meldet sich Inspektor Zinc Chandler von der kanadischen Polizei. Er glaubt, dass es in dem Fall eine Verbindung zu der skurrilen Rockgruppe Ghoul aus Vancouver gibt. Die Spur führt die beiden Polizisten immer tiefer in einen bluttriefenden Albtraum, in dem eine uralte Familie aus Neu-England schon auf sie lauert. Diana Gabaldon: 'Die Romane von Michael Slade lassen einem das Blut in den Adern gefrieren … Sie sind wirklich spannend und führen den Leser tiefer in die Geisteswelt der Psychopathen als es ihnen lieb sein wird.' Robert McCammon: 'Slade weiß, wie man eine Geschichte überzeugend erzählt. Eine Warnung: Seine Romane sind nichts für Zartbesaitete …' Anne Perry: 'Slade führt den harten Thriller in eisige neue Bereiche.'

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Wildeule

Wieder unterhaltsam, aber für mich etwas schwächer als Kaninchenherz und Fuchskind

lenisvea

Die Mädchen von der Englandfähre

Guter Plot, schwaches Ende, Übersetzungsfehler.

Juliane84

SOG

Eine beispiellose Verkettung von Verantwortungslosigkeit, Machtmißbrauch u. a. führte zur Katastrophe. Fesselnder sozialkritischer Thriller!

Hennie

AchtNacht

Dieser Thriller ist zwar nicht besonders innovativ, aber trotzdem so spannend, wie man es von Fitzek gewohnt ist

ShellyBooklove

Geständnisse

Welch grandioses und doch verstörendes Bucg über Rache und Schuld!

Kleines91

Ermordung des Glücks

Ein wirklich schön geschriebenes Buch, das einen in mit in das große Unglück zieht.

sabsisonne

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  • Der Ghoul

    Der Ghoul
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. January 2016 um 08:50

    Auf die Erklärung am Ende des Buches bzw. die Auflösung wird selbst die gegenwärtige Leserschaft kaum vor der finalen Enthüllung kommen, obwohl sie dank Hannibal Lecter und einer ganzen Schar ähnlich schlauer und einfallsreicher Mörder gut geschult und nur noch schwer zu überraschen ist. Noch chancenloser dürfte Slades zeitgenössisches Publikum gewesen sein, das auf diese inzwischen multimediale Ausbildung noch verzichten musste. Tatsächlich sind Michael Slades »Special-X«-Thriller so blutfrisch geblieben, dass sie heute, viele Jahre nach ihrer Entstehung, altmodisch höchstens in dem ehrlichen Bemühen des Verfasser wirken, nicht simpel Mord an Mord zu reihen, sondern die Handlung auf einen echten Plot zu gründen. Ungeachtet der Blutfontänen, die vor allem das Finale einrahmen, ist »Der Ghoul« ein lupenreiner »Whodunit«. Zwar gaukelt uns Slade (erfolgreich) vor, den Täter früh demaskiert zu haben, aber Der Ghoul ist auch ein »police procedural«, und die zahlreichen Ermittler enthalten uns keine Indizien vor. Wie in jedem guten Rätsel-Krimi hat uns Slade gerade damit aufs Glatteis geführt. Auf welche Weise er eine äußerst verzwickte Fallgeschichte auflöst, soll an dieser Stelle natürlich verschwiegen werden; seine Bewunderung mag der Rezensent aber nicht verhehlen: So radikal wie Slade wagt kaum ein Autor seinen Plot-Knoten zu schürzen! Erstaunlicherweise funktioniert es, obwohl Slade nicht darum herumkommt, dem eigentlichen Finale einen vielseitigen Epilog anzuschließen, indem sich die Überlebenden im Dienst des Lesers gegenseitig erklären, was eigentlich geschehen ist.Kriminalgeschichte als Wundertüte Der Historiker und Jurist Slade kennt sich in der Kriminalgeschichte ebenso gut wie in der Populärkultur aus. Die »Special-X«-Thriller sind ein Füllhorn einschlägiger Reminiszenzen, die der Verfasser adaptiert und nach Bedarf verändert. Über die entsprechenden Vorlagen schweigt er sich nicht aus, sondern stellt sie in »Slade’s Morgue« auf der »Special-X«-Website ausführlich sowie bebildert vor. Deshalb kann sich der Rezensent an dieser Stelle auf wenige Beispiele beschränken. Howard Phillips Lovecraft (1890-1937) gilt als ein Großmeister der modernen Phantastik. Er lebte die meiste Zeit seines Lebens in der neuenglischen Stadt Providence (die Slade in den 1980er Jahren besuchte). Als Schriftsteller nahm Lovecraft den zu seinen Lebzeiten und auch später lange trivialisierten und abschätzig beurteilten literarischen Horror sehr ernst. Da er über das Talent verfügte, seine Visionen wirkungsvoll in Worte zu fassen, hat er sein Publikum dennoch gefunden. Gerühmt wird er vor allem für seinen »Cthulhu«-Mythos, der über seine phantastische ´Realität´ hinaus eine psychologische Komponente besitzt: So symbolisiert der tentakelköpfige Cthulhu mit seinem senkrechten Maulschlitz nicht laut Slade Lovecrafts Furcht vor der weiblichen Sexualität. Zu Lovecrafts Verehrern gehörte der wesentlich erfolgreichere SchriftstellerRobert Bloch (1917-1994), dem wir u. a. die Romanvorlage für Alfred Hitchcocks »Psycho« verdanken. Diese Geschichte beruht auf dem wahren Fall des Psychopathen und Mörders Ed Gein (1906-1984), der Leichen ausgrub, um sich aus ihren Knochen Geschirr oder aus ihren Häuten Kleider zu basteln wie der »Ghoul«, Slades Reverenz an das Vorbild. (Bloch fühlte sich seinerzeit ebenso geschmeichelt wie gut unterhalten.)Mythen-Recycling der innovativen Art Die chaotische Entropie des Universums und eine wahrhaft bizarre Schar entsprechender Entitäten machen Lovecraft ´undergroundtauglich´. Der Mythos kann für bare Münze genommen und ´gelebt´ werden, wie es Slade am Beispiel der Rock-Band »Ghoul« verdeutlicht. Diesen Zusammenhang erkannte u. a. der für seine ähnlich schaurigen Bühnenshows bekannte Sänger Alice Cooper, der sich als Slade-Leser outete und den Verfasser auch persönlich traf. Dem berüchtigten »Grand-Guignol«-Theater, das in Paris zwischen 1897 und 1962 den Horror live auf der Bühne darbot, widmet Slade die Giftgas-Episode in der »Royal Albert Hall« in London. Auch in Paris hatte er sich (1967) gewissenhaft umgesehen. Den Gasmörder Jack Ohm ließ er zusätzlich in die Rolle des Phantoms der Oper schlüpfen, das Gaston Leroux1910 entfesselte. Ein typisches Slade-Stilmittel ist es, die Leser an den Ergebnissen seiner Recherchen zu beteiligen; dies manchmal so intensiv, dass es des Guten zu viel wird. So findet kaum ein Schauplatz Erwähnung, ohne dass Slade dessen Historie aufrollt. Das ist nützlich, weil auch der einheimische Bürger Londons vermutlich wenig über die Unterwelt der uralten Stadt weiß, in der sich Jack Ohm, der »Ghoul« und der »Vampir-Mörder« so heimisch fühlen. Es wird aber penetrant, wo Slade in Details schwelgt, die keinen Bezug zur Handlung aufweisen, sondern nur ´interessant´ sind. Glücklicherweise kommen die Ereignisse anschließend stets rasch und spannend wieder in Schwung. Unkonventionell ist Slade noch in einem anderen Punkt. Oft werden Personen eingeführt und ausführlich vorgestellt, um irgendwann spurlos aus dem Geschehen zu verschwinden. Dies muss nicht ihren Tod bedeuten, sondern signalisiert Slades Credo: Das Team steht über dem Individuum. In der Zusammenarbeit liegt der endgültige Erfolg.Die Dinge beim Namen nennen Das möglichst drastische, gewaltsame und in jedem blutigen Detail gezeigte Zerwirken des menschlichen Körpers scheint eine relativ junge Errungenschaft der Populärkultur zu sein. Zu erläutern, wieso dem nicht so ist, würde an dieser Stelle zu weit führen. Dennoch muss anerkannt werden, dass Slade bereits 1987 problemlos mit den heutigen Blut-und-Eingeweide-Schnetzlern mithielt bzw. ihnen noch eine ganze Menge beibringen konnte. So vermag die penible Schilderung, wie ein Lohnkiller sein aktuelles Opfer in einem Schlachthaus verschwinden lässt, über die Gänsehaut hinaus auch Brechreiz erzeugen. Angesichts solcher Drastik ist es kein Wunder, dass Headhunter, der erste »Special-X«-Thriller, in seiner deutschen Erstausgabe auf dem Index der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften landete. Eine besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang sicherlich das Titelbild dieser Neuausgabe. Danielle Tunstall, die ihre künstlerischen Visionen gern und oft außerhalb jener Grenzen verwirklicht, die ihnen politisch korrekte Zeitgenossen setzen möchten, hat sich mit dem bearbeiteten Fotos eines tätowierten Freaks, der offensichtlich von einer hinterrücks abgefeuerten Ladung schweren Schrots in Stücke gerissen wird, selbst übertroffen. Man darf gespannt sein, wann sich das gesundedeutsche Volksempfinden erneut rühren wird, um solche Perversion verbieten zu lassen … Ebenfalls löblich: Obwohl auch dieser zweite Band der »Special-X«-Serie bereits übersetzt vorlag, hat Herausgeber Frank Festa ihn neu eindeutschen lassen. Die im ebenfalls neu veröffentlichten Vorgängerband monierten Übersetzungsseltsamkeiten und -fehler gibt es nicht mehr, der Text liest sich angenehm flüssig und komplettiert auch den dritten Band der noch jungen »Festa-Crime«-Reihe zum Lektürevergnügen.

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