Michael Sommer

 4,1 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor*in von Dark Rome, Mordsache Caesar und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Michael Sommer ist Professor für Alte Geschichte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Bei C.H.Beck sind von ihm erschienen: Bei C.H.Beck sind von ihm erschienen: "Die verdammt blutige Geschichte der Antike ohne den ganzen langweiligen Kram" (zus. mit Stefan von der Lahr), "Mordsache Caesar. Die letzten Tage des Diktators" (auch C.H.Beck Paperback), "Dark Rome. Das geheime Leben der Römer" (auch C.H.Beck Paperback), "Die Phönizier", "Schwarze Tage. Roms Kriege gegen Karthago" (auch C.H.Beck Paperback) sowie "Wirtschaftsgeschichte der Antike".

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Dirty Rome (ISBN: 9783406850523)

Dirty Rome

(1)
Erscheint am 20.08.2026 als Gebundenes Buch bei C.H.Beck.
Cover des Buches Explosion (ISBN: 9783695197880)

Explosion

Neu erschienen am 25.06.2026 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.
Cover des Buches Palmyra (ISBN: 9783912230598)

Palmyra

Neu erschienen am 20.05.2026 als Gebundenes Buch bei Frölich & Kaufmann.

Alle Bücher von Michael Sommer

Cover des Buches Dark Rome (ISBN: 9783406808623)

Dark Rome

(22)
Erschienen am 13.07.2023
Cover des Buches Mordsache Caesar (ISBN: 9783406841224)

Mordsache Caesar

(15)
Erschienen am 30.01.2026
Cover des Buches Die verdammt blutige Geschichte der Antike (ISBN: 9783406830754)

Die verdammt blutige Geschichte der Antike

(13)
Erschienen am 21.08.2025
Cover des Buches Alle Wege führen nach Rom (ISBN: 9783608986402)

Alle Wege führen nach Rom

(7)
Erschienen am 24.09.2022
Cover des Buches Schwarze Tage (ISBN: 9783406831416)

Schwarze Tage

(4)
Erschienen am 29.01.2025
Cover des Buches Gehst du Goethe! (ISBN: 9783733504649)

Gehst du Goethe!

(3)
Erschienen am 28.11.2018
Cover des Buches Römische Geschichte II (ISBN: 9783520458025)

Römische Geschichte II

(3)
Erschienen am 01.06.2014
Cover des Buches Die Phönizier (ISBN: 9783406816444)

Die Phönizier

(2)
Erschienen am 20.03.2025

Neue Rezensionen zu Michael Sommer

Ganz anders!

OH MEIN GOTT!!!! SO EIN GUTES BUCH!!!!


Tatsächlich beginnt das Buch mit einem Warnhinweis, der darauf aufmerksam macht, dass der Inhalt Spuren von Gewalt, sexuellen Inhalten, Schimpfwörtern und politischen Unkorrektheiten enthalten könne. Man weiß also gleich, woran man ist. Und dieser Warnhinweis hält auch sein Versprechen!!


Beide Autoren wissen genau was sie tun und schreiben, weil sie absolute Spezialisten auf diesem Gebiet sind. Und zwei, die entschieden haben, dass es Zeit ist, diesen Stoff anders aufzuarbeiten. Und es ist ihnen einfach so sehr gelungen. Das sage ich aber auch als Mensch, der Sach- und Geschichtsbücher mehr als liebt!


Also mal was zum Inhalt: Das Buch spannt einen Bogen über 1200 Jahre. Also von der Eroberung Trojas bis zum Fall Roms und interessiert sich dabei vor allem für das, was in klassischen Geschichtsbüchern gerne im Schatten der großen Ideen verschwindet: die Brutalität der Akteure, die Scheinheiligkeit demokratischer Institutionen, die Lücke zwischen Wunschdenken und Realität. Perikles war kein Humanist, sondern ein Machtpolitiker. Caesars Gallierkrieg war kein zivilisatorisches Projekt, sondern ein Massaker. Die Demokratie Athens schloss Frauen, Sklaven und Fremde systematisch aus und verteidigte diesen Ausschluss notfalls mit Gewalt. Das alles ist nicht neu, aber es macht einen Unterschied, wie man es erzählt. Und Sommer und von der Lahr erzählen es schnoddrig, direkt und mit echtem Vergnügen an der Demaskierung. Und das spürt man beim Lesen und gerät ein einen ganz wunderbaren Sog!


Trotz des schon recht provokanten Auftritts, ist das Buch in kleinster Weise nur ein reines Spektakel. Hinter dem flapsigen Tonfall stecken differenzierte historische Urteile über die attische Demokratie, über die römische Republik, über die Strukturen, die das alles möglich machten. Und wenn man das mal aus dieser Perspektive betrachtet, bekommt man doch ein ganz anderes Bild. 


Ich glaube, dass sich an dem Buch die Geister scheiden werden: Einige werden es grandios finden, andere zu einseitig, zu flapsig oder zu provokant. Ich finde es genau richtig und ich finde es gut, wenn man sich auf diese Sicht- und Erzählweise mal einlässt. Ich werde es sicherlich nochmal lesen!


Empfehlen würde ich dieses Buch allen, die Geschichte mögen, aber die Feierlichkeit klassischer Geschichtsdarstellung auch mal über Bord werfen können. Es ist auch ein lohnender Einstieg für Menschen, die nie gedacht hätten, dass sie ein Buch über die Antike freiwillig aufschlagen würden, und für alle, die schon etwas über Griechen und Römer wissen und eine frische, direkte Perspektive auf bekanntes Material suchen. 

Wer dagegen Tiefgang und wissenschaftliche Sorgfalt als Priorität hat oder dem flapsigen, provokanten Ton gegenüber allergisch ist, wenn Geschichte mit einem Augenzwinkern erzählt wird, ist bei diesem Buch definitiv nicht gut aufgehoben. 

Cover des Buches Mordsache Caesar (ISBN: 9783406841224)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Mordsache Caesar" von Michael Sommer

aus-erlesen
Es gab da noch ein paar offene Fragen...

Es ist fast wie bei Chefinspektor Columbo: Opfer und Täter sind dem Zuschauer bekannt, nun fiebert man mit dem Ermittler mit wie er den Übeltäter ein Falle stellt, damit er sich selbst entlarvt. Shakespeare hat sich auch schon an dem Stoff versucht. Und Hollywood sowieso. Caesar ist tot, es lebe Caesar!

Nun muss ermittelt werden. Umfeldrecherche. Wer könnte ein Motiv haben. Und die Mittel und Möglichkeit. Wen könnte man da fragen?! Rex Harrison, John Gielgud, Alain Delon – die wurden alle als Julius Caesar ermordet. Sind aber ebenfalls schon tot. Vielleicht findet man auf den Gemälden von Camuccini, Gérôme oder Füger Hinweise auf die Täter, um sie zu überführen. Auf alle Fälle muss man weit zurückgehen, um zu erfahren wie es kurz vor Frühlingsanfang des Jahres 44 vor Christus zu diesem Meuchelmord kam. Dreiundzwanzig Stiche in den Körper des Diktators, der der Republik Rom mit einem Flussübertritt den Garaus machte. Das Motiv hätten wir also schon mal.

Ermittler und Autor Michael Sommer geht sogar noch weiter zurück. Lange bevor der kleine Julius das Licht der Welt erblickte, beginnt Michael Sommer seine Recherchen. Er lässt sich dabei nicht – wie heutzutage bei Commissarios und Lieutenants etc. üblich – durch ellenlange Kochexzesse von seinem Vorhaben ablenken. Er ist klar fokussiert und schreitet systematisch voran. Die Tatverdächtigen stehen allesamt an der Wand der Neugier. Penibel untersucht Michael Sommer jeden noch so kleinen Hinweis. Und er behält auch die gesamtgesellschaftliche Lage im Blick. Denn hier liegt der Hase im Pfeffer.

Klingt alles ziemlich oberflächlich und wenig wissenschaftlich. Ist es aber nicht! Ja, Michael Sommer bedient sich einer lockeren Sprache. Warum soll er bierernst einmal mehr die Fakten auf den Tisch legen und ein weiteres Mal neu zusammensetzen. Der blutüberströmte Leichnam ist bekannt. Ebenso die Täter. Wer jedoch mit wem koalierte, und vor allem warum – das wird immer wieder vergessen. Quizshowfragen zu diesem Thema sind echte Gefahrenquellen, weil im Laufe der Jahrhunderte die Tat immer wieder effekthascherisch umgedeutet bzw. umgeschrieben wurde.

„Die letzten Tage des Diktators“ mit dem blutverschmierten Lorbeerkranz auf dem Titel lässt eine Zeit noch einmal auferstehen, die es verdient aller Missverständnisse ein für allemal bereinigt zu werden. Landkarten, historische Abbildungen, ein Stammbaum dabei willkommene Hilfsmittel, um dem spannendsten Mordfall der Geschichte den Staub von der Toga zu pusten und endlich alles Wahre zu einem ehrlichen Bild zusammenzufügen. Und das alles mit der Galanterie eines echten Gentleman-Ermittlers.

Cover des Buches Mordsache Caesar (ISBN: 9783406841224)
claudiaZs avatar

Rezension zu "Mordsache Caesar" von Michael Sommer

claudiaZ
umfassende Beleuchtung der Geschehnisse im alten Rom

Das Buch behandelt mehr als die letzten Tage des Diktators Julius Ceasar. Tatsächlich spannt es einen weiten Bogen, beginnend mit einer allgemeinen Einführung zur Römischen Republik. Anschaulich wird deren Entstehung bzw. Grundidee beschrieben. Dies schafft die Grundlage für das Verständnis der weiteren Geschehnisse im alten Rom, die in der Ermordung Ceasars gipfeln. 

Im weiteren Verlauf wird auf das Leben und Wirken Julius Ceasars eingegangen und sein unaufhaltsamer Weg an die Spitze Roms geschildert. Dabei kommen viele bekannte Zeitgenossen Ceasars zu Wort, da die einzelnen Ereignisse auch aus deren Sicht beleuchtet werden. Zu nennen sind beispielsweise Cicero, Marcus Antonius oder Kleopatra. 

Zu Beginn des Buches wird dem Leser die Frage gestellt, ob die Mörder Ceasars als Befreier Roms oder eiskalte Killer anzusehen sind. Für die Beantwortung dieser Frage hat der Autor Michael Sommer eine fundierte und auch unterhaltsame Grundlage geliefert. Eine klare Leseempfehlung für alle Geschichtsinteressierten. 

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