Dieses Buch für kleine Kinder beleuchtet ein paar wichtige Themen:
Geben und Nehmen
Egoismus
Mitleid
Freundschaft
Der Pelikan Marvin fliegt nicht mit aufs Meer hinaus, lässt sich von den anderen Pelikanen bedienen und schreckt selbst davor nicht zurück, Pelikanbabys die Fische wegzufressen.
Als er sich in seiner Gier eines Tags selbst verletzt und nicht mehr selbst helfen kann, gibt es dennoch jemanden, der ihn aus einer schlimmen Situation befreit - das öffnet ihm die Augen und er gliedert sich ab jetzt ein.
Sehr süße Bilder begleiten die einfach geschriebene Geschichte, die zum Vorlesen ideal ist. Auf diesen gibt es immer wieder auch Dinge zu entdecken, die im Text nicht erwähnt sind, sodass man sich zusammen mit dem Kind intensiv mit dem Buch beschäftigen kann.
Was mir ein bisschen fehlte:
Die Geduld der anderen Pelikane, die quasi für ihn mitfischen, obwohl ihnen sein Verhalten nicht gefällt,
und der Moment, in dem Marvin begreift, dass Geben und Nehmen im Leben zusammengehören,
hätten beide für meinen Geschmack je eine eigene Seite verdient gehabt.
Das hält mich aber nicht davon ab, dem Buch die volle Punktzahl zu geben:
Umso mehr mag vielleicht der erwachsene Leser das mit dem Kind selbst besprechen?
Frech und faul!


