Michael Stappert

 3.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Iloo - Die andere Welt, Fünfzig Tage im Mai und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Michael Stappert

Iloo - Die andere Welt

Iloo - Die andere Welt

 (4)
Erschienen am 20.03.2015
Fünfzig Tage im Mai

Fünfzig Tage im Mai

 (1)
Erschienen am 24.02.2015
Die Akademie

Die Akademie

 (0)
Erschienen am 05.06.2011
Die Kurzgeschichten

Die Kurzgeschichten

 (0)
Erschienen am 09.01.2013

Neue Rezensionen zu Michael Stappert

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Lese-Krissis avatar

Rezension zu "Fünfzig Tage im Mai" von Michael Stappert

Gefährliche Arbeit in einer virtuellen Bürowelt...
Lese-Krissivor 4 Jahren

Aufmachung des Buches
Viel zum Cover gibt es eigentlich nicht zu schreiben. Die Buchvorderseite von „Fünfzig Tage im Mai“ des Autoren Michael Stappert ist in Blautönen gehalten. Man kann eine Zahlenfolge erkennen und eine Andeutung einer PC-Tastatur. Das Cover ist somit sehr schlicht, passt aber zum technischen Buchinhalt.

Inhalt
Sascha Leyden arbeitet für die Versicherungsgesellschaft AXXIUM in Frankfurt am Main. Anfang Mai wird dieser von seinem Chef zu einem Gespräch gerufen, weil sich Sascha krank fühlt. Doch für seinen Vorgesetzten ist Kranksein keine Entschuldigung nicht zu arbeiten. Er schlägt Sascha vor sich einen Interface in den Kopf operieren zu lassen. Ein bisschen überrumpelt lässt sich Sascha auf die OP ein. Damit kann er sich von nun an auch von zu Hause über seinen Computer in eine virtuelle Bürowelt (die den realen Büroräumen gleicht) einloggen obwohl er krank ist. Schnell lebt sich Sascha in der neuen Arbeitsmethode in der virtuellen Welt ein, trifft dort auf andere Arbeitskollegen und wird auch gleich befördert. Doch die Arbeit mit einem Interface birgt Gefahren. Sascha setzt seine Gesundheit aufs Spiel, denn Hunger und Durst fühlt man nicht in der virtuellen Bürowelt. So ist er nach Feierabend total erschöpft und seine Freundin Conny wird immer besorgter. Ein paar Tage später wendet sich Kira, eine Sprechstundenhilfe der Praxis für  Interface-Transplantationen, an Sascha. Kurz darauf findet sich Sascha mit Conny bei der Organisation LIBERTAS, die schon seit längerem ein Auge auf AXXIUM und eine Gruppe von Verbrechern geworfen hat, die das Interface für ungeheuerliche Zwecke nutzen möchte und die AXXIUM-Arbeitnehmer für dieses Ziel missbrauchen… Ist die Menschheit noch zu retten? Oder wird die Manipulation der Verbrecher gelingen? Der 50. Mai wird die Auflösung bringen…

Meine Meinung
Hätte Michael Stappert sich nicht auf sich aufmerksam gemacht, hätte ich wohl das Buch, das eine Mischung von Science-Fiction und Thriller ist, nicht kennengelernt. Doch so hatte ich die Möglichkeit diese Geschichte zu lesen und bedanke mich für die Bereitstellung eines eBook-Exemplars :-).

Schon der Titel „Fünfzig Tage im Mai“ machte mich neugierig, denn ich wollte wissen, wie es dazu kommt, dass es 50 Tage im Mai geben kann ;-). Die Auflösung erfährt man dann natürlich auch im Buch.

Der Inhalt selbst ist auch sehr interessant mit der Vorstellung ein Interface im Kopf zu haben, der einem ermöglicht von zu Hause aus zu arbeiten und keinen Arbeitsweg in das Büro auf sich zu nehmen. Aber trotzdem spielt dann das Gehirn einem vor man sei im Büro. Auch Sascha findet Gefallen an dieser Möglichkeit, doch nach kurzer Zeit erfährt er über die Machenschaften seiner Arbeitgeber und weitere Verbrecher. Es muss schleunigst etwas geschehen, bevor die Individualität der Menschheit auf dem Spiel gesetzt wird. Die Geschichte ist somit spannend und die Verbrecher gehen über Leichen.

Sascha und Conny lernen die Organisation LIBERTAS kennen. Schnell werden sie selbst Mitglieder und kämpfen gegen die Interface-Missbraucher. Denn ursprünglich wurden diese für behinderte Menschen entworfen, damit diese sich in der Welt besser ausdrücken und kommunizieren können.

Grausam ist die Manipulation, die mit diesem Interface betrieben werden können. Eine Frau wird beispielsweise gefügig gemacht und es hat den Anschein, dass sie freiwillig handelt. Die Vorstellung, dass solche Manipulationen vielleicht auch irgendwann in unserer Realität möglich sind, gibt einem ein ungutes Gefühl. Solch eine Zukunft wünsche ich mir nicht. Wo bleibt da die Freiheit selbst zu denken und zu handeln?

Der Schreibstil ist gut, doch für mich waren die Absätze in denen es sehr technisch beladen wurde etwas zu viel des Guten. Hier fehlte mir etwas die Vorstellungskraft. Hier kommen IT-Experten und –liebhaber eher auf ihre Kosten. Trotzdem hat mir die Handlung des Buches gefallen. Es war mal ein Ausflug für mich in ein anderes Genre und für mich somit sehr interessant.

Das Ende war dann doch etwas plötzlich und vielleicht auch zu schnell und gut gelöst.

Mein Fazit
Ein interessanter Ausflug für mich in ein anderes Genre. „Fünfzig Tage im Mai“ erhält 4 Sterne von mir und eine Empfehlung zum Lesen für alle Technikliebhaber. Vielen Dank nochmal an Michael Stappert für das Ebook-Exemplar :-).

Kommentare: 1
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TigorAs avatar

Rezension zu "Iloo - Die andere Welt" von Michael Stappert

Kann man lesen, muss man aber nicht
TigorAvor 5 Jahren

Inhalt:

Rainer Kornmänger ist am Ende, denn er hat sowohl Frau als auch Job verloren. Kopflos rast er auf der Autobahn in ein Stauende... und wacht in einer anderen Welt und in einem anderen Körper wieder auf. Er befindet sich nun in einer Welt namens Iloo, auf der die Evolution zu denkenden Lebewesen nicht mit Affen sondern mit Katzen stattgefunden hat. Nun muss sich Rainer in dieser eigenartigen Welt und im Körper des Feliden und Wissenschaftlers Inolak zurecht finden und glaubhaft als dieser weiter leben. Das gelingt ihm erstaunlich schnell und mit seinem menschlichen Wissen versucht er die noch nicht so weit forgeschrittene Welt der Feliden zu einem besseren Ort zu machen und zu neuen Technologien zu verhelfen.

Meine Meinung:

Ich hatte ja vor ein paar Wochen eine Rezension zu diesem Ebook auf Lyricas Blog entdeckt und war gleich ziemlich angetan von den Ideen dieses Buches. Obwohl es nur 3 Punkte von Lyrica bekommen hat, dachte ich mir, kann man bei dem Ebook-Preis nicht viel falsch machen.

Zum Glück habe ich Recht behalten, denn das Buch ist wirklich ein schöner Zeitvertreib. Was das Gesamtbild angeht, bin ich zwar ganz Lyricas Meinung, aber dennoch ließ sich das Buch gut lesen und da ich ja wusste worauf ich mich einlasse, wurde ich auch nicht enttäuscht.

Die Ideen sind natürlich wunderbar, da hat sich meine Begeisterung wirklich bestätigt. Allein die Idee, dass die Evolution in dieser Parallelwelt Iloo ganz anders verlaufen ist und auch der komplette Aufbau dieser Welt haben mich sehr fasziniert. Da hat der Autor wirklich bis ins Detail geplant wie Iloo sein könnte und was tolles geschaffen. Diese Welt ist sehr vielschichtig und befolgt ihre eigenen Regeln, es wurde sehr genau über den Fortschritt nachgedacht und auch wie diese Feliden miteinander interagieren. Es herrschen Gildesysteme (Wissenschaftlergilde, Heilergilde, Technikergilde usw.) die untereinander Handel treiben und voneinander profitieren. Innerhalb dieser Gilden gibt es dann nochmal spezielle Gesetze die nur eben diese Gilde betreffen. Z.B. ist es bei den Wissenschaftlern (und auch bei vielen anderen) üblich die Frauen als Dienerinnen zu beschäftigen weil sie in den Augen vieler als minderwärtig angesehen werden. Das ist auch ein Hauptproblem in dieser Welt, was Rainer zu korrigieren versucht.

Auch die Geschichte an sich hat durchaus Potenzial, ich finde aber auch, dass eben dieses nicht vollends ausgeschöpft wurde. Vieles ging mir viel zu schnell, z.B. wie sehr sich sowohl Rainer, als auch der echte Inolak sich an ihre jeweilige Situation gewöhnt haben und dann sogar noch die Kraft und den Mut hatten etwas zu bewegen in einer ihnen völlig fremden Welt. Und auch die Personen um sie herum haben das für meinen Geschmack viel zu schnell hingenommen, was die beiden sind. Einer völlig fremden Welt zu entstammen, birgt erstmal riesengroßes Konfliktpotenzial, nicht nur gegenüber anderen Personen sondern vor allem auch einen inneren Konflikt. Das wurde komplett übergangen und einfach fröhlich weiter gemacht, als wäre es das Normalste auf der Welt mal eben so eine Seelenwanderung zu machen. Das ist echt schwach und da hätte ich mir dann doch etwas mehr erwartet. An solchen Stellen mutet der Schreibstil des Autors beinahe kindlich und naiv an, wenn er auch sonst wirklich ganz angenehm ist, aber ab und zu holpert es doch ganz schön.

Die Charaktere sind durch die Bank weg sehr liebenswürdig und vor allem ehrgeizig und strotzen nur so vor Energie. Das hatte ich jetzt aber z.B. bei dem Feliden Inolak anders erwartet, der dann ja mit Rainer quasi die Plätze tauscht und ab ca. der Mitte des Buches dann auf der Erde mitmischt. Auf Iloo wird er als relativ streng und konservativ beschrieben, grade auch im Umgang mit seiner Dienerin Innilu, die er ja nach belieben züchtigen oder auch in sein Bett holen darf. Auf der Erde sind aber diese Eigenschaften und Ansichten gegenüber Frauen mit einem Wimpernschlag verraucht, kein Wiederstand, kein Leugnen, kein Aufbegehren, nichts. Da wurde es dann unglaubwürdig. Was macht denn den Charakter Inolak nun aus? Er glich am Ende immer mehr Rainer, die Beiden waren kaum noch zu unterscheiden.

Apropos Rainer, der macht ja auf Iloo auch ganz schön was mit und mausert sich im Zeitraffer von der gescheiterten Existenz zum größten Hecht der gesamten Welt. Er betreibt Inolaks Forschungen nicht nur weiter um nicht aufzufliegen sondern macht klammheimlich mal allein eine bahnbrechende Erfindung (gut, er kannte sich im Grunde schon damit aus), wird in den großen Rat gewählt, gründet eine eigene Gilde, emanzipiert die Dienerinnen und gründet eine Familie mit Inolaks Dienerin Innilu. Okay, die Beiden sind schon irgendwie süß zusammen, aber trotzdem... Das ist schon ganz schön heftig für einen Orts- und Kulturfremden (Weltfremden sogar) und das innerhalb welcher Zeitspanne? Zwei Jahre? Das wird auch nicht so richtig klar.

Fazit:

Dank der Ideen und der süßen Charaktere ist das Buch ein kleiner Lesespaß für Zwischendurch und mal echt was Neues. Es gibt aber leider auch sehr viel verschenktes Potenzial, wo ich mir an vielen Stellen echt mehr Tiefe, grade bei den Charakteren und deren Handlungen, gewünscht hätte. Kann man durchaus lesen, ist aber auch nicht schlimm wenn mans nicht tut.

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Rezension zu "Iloo - Die andere Welt" von Michael Stappert

Ein Roman fernab vom Mainstream
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Cover:
Ich finde das Cover sehr cool. Man kann erahnen, worum es sich handelt und ich mag den Blick, der einem von dem Feliden zugeworfen wird. Ich finde nur den Schriftzug für die doch eher ernste Handlung ein wenig zu verspielt.

Meinung:
Das Ebook gab es gratis bei Amazon und da der Inhalt sehr spannend klang, musste ich direkt zugreifen.

Iloo handelt von Rainer, der es in letzter Zeit nicht allzu gut hatte: Job weg, Frau weg und dann auch noch ein schwerer Autounfall. Als er aus einem Koma erwacht, stellt er jedoch fest, dass er nicht mehr der Rainer ist, der er zuvor war. Er besitzt noch jegliche Erinnerungen, aber befindet sich in einem anderem Körper. Dem, von dem Feliden-Wissenschaftler Inolak, einem katzenähnlichen Wesen, der auf Iloo forscht.

Die Grundidee dieses Romans konnte mich wirklich überzeugen. Bisher habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem sich die Seelen eines Menschen mit dem eines Wesens vertauscht und das fand ich spannend. Auch der Grund, weswegen dies passiert ist, war für mich einleuchtend und wirkte nicht an den Haaren herbeigezogen.

Rainer lebt sich nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut auf Iloo ein und arbeitet an Inolaks Forschungen weiter, da er sich sehr gut auf diesem Gebiet auskennt, schließlich war dies einmal sein Job. Hier muss ich jedoch sagen, dass mir Einiges unklar war. Nicht inhaltlich, denn die nötigen Informationen waren da, die Zeitverhältnisse erschlossen sich mir nicht so recht. Mal vergangen zwei Monate, mal nur eine Woche und diese Angaben waren sehr willkürlich und nicht immer mit dem Handlungsfortgang gleichgesetzt. Ich fand es beispielsweise etwas fix, wie Rainer sich eingelebt hat, nach zwei Monaten schon die komplette Sprache beherrschte und Inolaks Forschungen revolutionierte. Auch, dass er einige Regeln des felidischen Lebens ändern möchte und gerade die Beziehung zwischen ihm und Inolaks Dienerin war sehr schnell beschrieben, was ich teilweise etwas unrealistisch fand, wenn diese Vorgänge alle in dem kurzen Zeitfenster passierten.

Die Welt Iloo wurde sehr, sehr klar beschrieben und ist in meinen Augen ausgereifter als andere Welten in Fantasybestsellern. Die Feliden leben in einem sehr gewöhnungsbedürftigen Gildensystem zusammen und sind technisch noch nicht so weit fortgeschritten wie unsere Welt, was teilweise zu lustigen Unterhaltungen zwischen Rainer und den anderen Feliden führte. 

Auch die Dialoge, oder allgemein die Informationen in Bezug auf Technik und Physik waren wahnsinnig gut recherchiert. Ich hab zwar leider nicht allzu viel davon verstanden, was aber an meinem mangelnden Verständnis der Naturwissenschaften liegt, aber sie wirkten sehr realitätsnah und es war sehr informativ, wie zum Beispiel Datensysteme funktionieren oder dergleichen. Hier habe ich wirklich Respekt vor dem Wissen des Autors.

Man erfährt auch nach etwa der Hälfte des Buches, was mit Inolak passiert ist. Hier fand ich es seltsam, dass die Wahrheit, dass er eigentlich ein Felide in Gestalt eines Menschen ist, sofort von Krankenschwestern, Ärzten und sogar Rainers Ex-Frau geglaubt wurde. Das fand ich unrealistisch und schade, denn hier hätte man schön einige konfliktgeladene Passagen verfassen können, die von Rainers Schlaraffenleben, in dem alles zu funktionieren scheint, ablenken. Doch dazu komm ich später noch einmal zurück.

Im Handlungsverlauf störte mich dann allerdings, dass vielfach immer und immer wieder die gleichen Dinge in sehr langen Dialogen oder Beschreibungen wiederholt wurden. Dass Rainer nicht Inolak ist, wie das Leben auf der Erde funktioniert und dergleichen. Manchmal ertappte ich mich dabei, dass ich einige Absätze überspringen wollte, weil ich es etwas ermüdend fand. Diese Passagen hätten stärker gerafft werden müssen.

Auch das Konfliktpotenzial ist da, wird aber nicht genutzt. Wie durch etliche Wunder scheinen fast alle Intrigen, die gegen Rainer gesponnen werden, da einige Feliden misstrauisch werden, sich in Luft aufzulösen und werden von Rainer manchmal gar nicht wirklich wahrgenommen. Das war mir persönlich etwas zu seicht. 

Einige Fehler haben sich, trotz der Überarbeitung, nach wie vor in den Roman eingeschlichen, die ich nicht als besonders störend empfand, aber unnötig. Da ich das Ebook aber kostenlos heruntergeladen habe, möchte ich hier nicht allzu streng sein. 

Fazit:
Dieses Ebook ist wunderbar für zwischendurch fernab vom Mainstream. Eine glaubhaft und detailliert ausgearbeitete Welt können den Leser überzeugen und ihn in die Welt Iloos eintauchen lassen. Auch die Idee fand ich innovativ und spannend. Leider empfand ich einige Passagen als zu wiederholend und auch viele der Konflikte werden nicht richtig ausgesponnen, was die Spannung passagenweise nicht aufrechterhalten kann. Dennoch habe ich das Ebook sehr gerne gelesen und vergebe sehr gute 3 von 5 Punkte.

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