Michael Stavaric Brenntage

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Inhaltsangabe zu „Brenntage“ von Michael Stavaric

<p>"Das Ausbleiben der Zukunft ist nichts für schwache Nerven." So viel steht für den namenlosen Ich-Erzähler fest, der nach dem Tod der Mutter bei seinem Onkel in einer von Bergen und Schluchten umgebenen Siedlung lebt. Und die Zukunft macht sich rar, denn wegen der Abgeschiedenheit der Siedlung kapseln sich deren Einwohner zusehends ab. So entsteht ein Mikrokosmos mit ganz eigenen Sitten und Gebräuchen, wie etwa den "Brenntagen" bzw. diversen "Waldriten". Die Grenzen zwischen Surrealität und Realität verschwimmen – Menschen verschwinden, durch die Wälder ziehen Soldaten, Hunderudel und mitunter sogar Geister, die auf längst geführte Kriege verweisen, überall Echos, deren eigentlicher Sinn verborgen bleibt. Da ist es nur gut, dass es den Onkel gibt, eine schier unerschöpfliche Quelle eigensinniger und abgründiger Weisheit. Und als die Siedlung durch ein großes Feuer in Schutt und Asche gelegt wird, übernimmt dieser das Kommando und veranlasst einen Umzug der Bewohner in eine der nahe gelegenen Minen ...<br /> In schillernd-poetischer Sprache erzählt Michael Stavaric in seinem neuen Roman auf waghalsige und zugleich berührende Weise vom Erwachsenwerden in einer sich beständig wandelnden Gegenwart.</p>

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  • Rezension zu "Brenntage" von Michael Stavaric

    Brenntage
    claudiatoman

    claudiatoman

    Was mich nach Ende der Lektüre am meisten beschäftigt hat, war die Frage, ob nicht irgendwie jede Erinnerung an Kindheit so voller Gespenster, Märchen und gezeichnet von Zauber ist wie der Roman von Michael Stavarič. Man schwebt als Leser dieser Geschichte permanent in einer Art Zwischenwelt, die einem in bestimmter Weise vertraut ist, weil man ähnliche Gefühle erlebt, wenn man an die Wälder, Rituale und phantastische Ereignisse der eigenen Kinderwelt zurückdenkt. Anekdotenhaft und aus einer rückblickenden Position aus entfaltet der Autor das Porträt eines abgeschotteten und seltsam trostlosen Dorfes, in dem Zeit und Realität keine Rolle zu spielen scheinen. Voll ist dieses Dorf von mystischen Geschichten, Monstern, Soldaten, wilden Tieren und dem Feuer der Brenntage, die einmal im Jahr zur Entrümpelung der Häuser (und der Seelen?) stattfinden. Fasziniert wird man mit dem Icherzähler in den Strudel dieser geisterhaft anmutenden Kulisse hineingezogen und sucht wie die Kinder im Dorf nach einem Ausweg. Doch zwischen dem Dorf und der Außenwelt scheint es nur undurchdringliche Wälder und Schluchten zu geben, dafür wurzelt es tief hinunter in die Erde, in die stillgelegten Bergwerksminen, die der Ursprung aller Geschichten, aller Ereignisse und aller Menschenleben zu sein scheint. Und deren Ende. Aber lest selbst! Wer sich vertrauensvoll an der Hand nehmen lässt, dem steht eine sprachlich außergewöhnliche, fast musikalische Reise zurück in die Kindheit bevor, gefüllt mit einer Vielzahl liebevollster Details und magischer Geheimnisse.

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