Michael Steinbauer Das Nautilus Projekt

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Inhaltsangabe zu „Das Nautilus Projekt“ von Michael Steinbauer

Christopf Milan arbeitet als Projektleiter bei Electronic Industries. Nachdem ihn seine Frau vor die Tür gesetzt hat, weiß er mit sich nichts anzufangen und vergräbt sich in seiner Arbeit. Dabei stößt er auf Ungereimtheiten in einem Projekt und will diesen auf den Grund gehen. Er entdeckt das Nautilus-Projekt und ahnt nicht, welche Anstrengungen der Konzern unternimmt, um es geheim zu halten. Als er das Ausmaß erkennt, befindet er sich bereits in den Fängen des firmeninternen Geheimdienstes, ein ungeheurer Machtapparat. Doch auch Christoph's Familie und Freunde bleiben von den Folgen nicht verschont! Ein ungleicher Wettlauf beginnt.

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    Das Nautilus Projekt
    sabisteb

    sabisteb

    10. November 2013 um 15:19

    Die Geschichte ist recht schnell erzählt. Irgendwo auf diesem Planeten (nicht näher spezifiziert) in einer nicht allzu fernen Zeit (nach der verwendeten Technik also in etwa heute) hat ein Großkonzern ein supergeheimes Projekt am Laufen, dass die Welt verändern könnte, vor allem aber dem Konzern viel Macht und Profit einbringen wird. Damit das nicht rauskommt, werden die Angestellten beobachtet, belauscht und das Konzerngelände gleicht eher einem Hochsicherheitsgelände als einem Konzerngelände. Christoph Milan ist Projektleiter bei diesem Konzern und er wird misstrauisch, was da wohl abgeht. Er fängt an nachzuforschen, klaut Firmeninterna und rettet die Welt…   Ein klassischer „kleiner Angestellter rettet die Welt vor bösem Konzern“ Plot, der keine wirklichen Überraschungen birgt (außer einer vielleicht, denn der Autor macht tatsächlich nicht den Fehler vieler Nachwuchsautoren, dass er seine Figuren zu sehr liebt, dafür ein großes Lob), obwohl es wirklich gute Ansätze gab. Aber beginnen wir mit der Kritik einfach mal am Anfang.   Schon wieder tragen Wissenschaftler grundlos Kittel. Es gibt genau 4 Gründe, warum Wissenschaftler Kittel tragen: 1. Es hat geregnet und sie sind auf dem Fahrrad nass geworden. Während die Klamotten im Brutraum bei 37°C trocknen, tragen sie Kittel über der Unterwäsche. 2. Sie arbeiten mit Substanzen, die Flecken machen, die nur die Reinigung entfernen kann (Comassie Blue), das ist einfach zu teuer bei einer halben Stelle oder einem Stipendium. 3. Sie haben sich Phenol über die Klamotten gekippt und einen Spontanstriptease im Labor hingelegt. Während ein Kollege Wechselklamotten von daheim holt, trägt man Kittel, und die Klamotten waschen bereits in der Institutswaschmaschine (habe ich so bereits erlebt). 4. Die Sicherheitsbegehung hat sich angemeldet. Nachdem man das Bier aus dem Kühlraum und die Topfpflanzen aus dem Labor entfernt hat, hat man es auch geschafft, einen Kittel zu schnorren. (OK, vielleicht ab und an noch Produktschutz, weil das, an dem man arbeitet ein wenig empfindlich ist, das kommt aber eher seltener vor). Permanent wird der Titel des Professors genannt, das ist total unüblich. Vor allem kann er ohne Uni-Lehrauftrag nicht Professor sein, das ist ein Akademischer Titel. Er ist aber in der Industrie, er kann maximal PD sein. Auch die Zusammensetzung des Teams lässt einige akademische Fragen offen. Trimitrie (ja der Russische Assistent schreibt sich wirklich mit T) ist er nun promoviert? Was sind die Techniker, das ist ein Forschungsprojekt also, wie ist die Struktur des Teams wirklich und ehrlich, Akademiker sind kreativ genug Infos trotz Überwachung zu leaken. Rauchen im Labor ist ein no go. Der Assistent verwöhnt den Prof mit Speis und Trank (S. 3)? Ja, da steht Speis und Trank und noch an vielen anderen Stellen fällt einem auf, dass über dieses Buch kein professionelles Lektorat drüber gegangen ist, denn es sind so einige sprachliche Ungeschliffenheiten verblieben, die einen aufmerken lassen und teils auffallen und einen aus dem Lesefluss werfen. Ganz ehrlich, wann hat schon mal jemand in den letzten Jahrzehnten jemanden als „ungehobelten Rüpel“ bezeichnet und „kaum ertragbare Lautstärke“ ist auch irgendwie holprig und da gibt es diverse Stellen im Text wo das auffällt.   Dieses Buch ist kein Wissenschaftsroman, denn die Wissenschaft darin ist vollständig erfunden, was auch mein größter Kritikpunkt ist. Der Autor macht es sich zu einfach damit, wie in Star Trek einfach eine wissenschaftliche Erfindung zu kreieren, die zudem nur minimal visionär ist. Wirklich gute Sci-Fi ist an der Spitze der Forschung angesiedelt und entwickelt echte Ideen weiter und zeigt damit die kommenden Katastrophen auf, das machte die wirklich großen Sci-Fi Autoren zu Klassikern, aber diese Autoren waren selber meist auch Naturwissenschaftler. Der Autor scheint selber Elektroniker zu sein, daher verstehe ich Aussagen wie „Was im kleinen geht, muss auch im Großen funktionieren“ (S. 7) nicht, denn jedem Wissenschaftler ist bewusst, dass dem oft eben nicht so ist und ein upscale oft eben aus unbekannten Gründen nicht funktioniert (nicht einmal in der Küche). Damit ist aber einiges vom sinnlosen Technikgeblubber am Anfang geklärt. Andererseits hat das Buch gute, wissenschaftskritische Ansätze. Ja es stimmt, die Welt will Wissenschaft nur, wenn eine neue Idee Geld bringt (S. 160), das ist bei Drittmittelanträgen heutzutage für Grundlagenforschung ein massives Problem. Die Kritikpunkte an Ökonomie und Wissenschaft, an den Konzernen und an den primitiven Menschen generell ist aber zu plakativ. Ein generelles Problem dieses und vieler anderer Bücher. Dazu noch zu viele offensichtliche Winks mit dem Zaunpfahl, teils sind das nur Nebenbemerkungen, teils einfach ein paar Worte zu viel, da hätte mit keinen Streichungen viel gewonnen werden können.   Einige Logikfehler oder (ungewöhnliche) Ungereimtheiten sind mir dann auch noch aufgefallen: -          USB Anschlüsse abklemmen, in der ganzen Firma? Bitte, wie soll man da alle Drucker betreiben und welches Netzwerk ist so stabil dass man es komplett ohne USB Geräte betreiben kann, sondern alles ans Netz hängt und das dann auch noch sicherer nennt. Raigarden will seine Erfindung vor den Mitarbeitern verstecken und spielt der NSA (die ja hauptsächlich Industriespionage betreibt) damit voll in die Hände, Gratulation, das nennt man dann wohl Eigentor. -          Wer versieht heute bitte seine Kamera mit seinen Intialen? -          Christoph telefoniert über Festnetz, weil das nicht abgehört wird?! Prima, die Firma hört nicht mit und die NSA weiß gleich noch ein bisschen mehr vom Projekt Nautilus. Wenn sie nicht schon wegen der massiven Sicherheitsaufrüstung mehr als aufmerksam geworden ist. -          Jens, Christians Sohn ist bei ihm, als die Party steigt, aber gleichzeitig arbeiten Christoph und seine Freundin. Jens muss aber zur Schule, es müsste also Wochenende sein, damit er mit von der Partie ist, warum aber, arbeiten dann die Hauptprotagonisten? -          Richard hat einen Herzschrittmacher (so plakativ, wie das erzählt wird, ist klar, was passieren wird), aber man lässt ihn neben einer unter Strom stehenden Kupferspule mit entsprechendem Magnetfeld rumstehen… Hallo?! Herzschrittmacher und Magnetfelder vertragen sich so was von gar nicht. Damit kann er dem Gebäude mit dem laufenden Nautilus sicherlich auch nicht sonderlich nahe kommen. -          Es sind definitiv nicht alle Unterlagen zerstört. Jene, die Christoph für den Modellbau an Sven verschickte sind noch vorhanden, darauf kann man problemlos wieder aufbauen und die Daten unter eigenem Namen veröffentlichen, was man auch tun sollte, so haben alle Zugang und ein Vorfall wie dieser kann sich nicht wiederholen. Daher hat man ja auch das sequenzierte Genom der Spanischen Grippe veröffentlicht. Wenn es alle kennen, können sich alle schützen. Und zu guter Letzte, warum sind alle Dialoge in direkter Rede kursiv gedruckt?!   Fazit: Für ein Buch, das komplett im Selbstverlag herausgegeben wurde, sehr professionell aufgemacht und gut lesbar. Pro verkauftem Buch spendet der Verlag (also der Autor, dem dieser Verlag ja auch gehört) einen Euro an Care4brittlebones, einen Verein der sich um die Belange von Menschen mit Glaskonochenkrankheit kümmert. Spannend geschrieben aber Inhaltlich gerade mal durchschnittlich.     Mehr über Autor und Verlag http://www.monogramm-verlag.de/impressum/ http://www.steinbauer-electronics.de/

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  • Ein großartiges Debüt....

    Das Nautilus Projekt
    unclethom

    unclethom

    10. November 2013 um 12:22

    Der Klappentext: Christoph Milan arbeitet als Projektleiter bei Electronic Industries. Nachdem ihn seine Frau vor die Tür gesetzt hat, weiß er mit sich nichts anzufangen und vergräbt sich in seiner Arbeit. Dabei stößt er auf Ungereimtheiten in einem Projekt und will diesen auf den Grund gehen. Er entdeckt das Nautilus Projekt und ahnt noch nicht, welche Anstrengungen der Konzern unternimmt, um es geheim zu halten. Als er das Ausmaß erkennt, befindet er sich bereits in den Fängen des firmeninternen Geheimdienstes, ein ungeahnter Machtapparat. Doch auch Christoph's Familie und Freunde bleiben von den Folgen nicht verschont! Ein ungleicher Wettlauf beginnt ... Quelle: www.amazon.de Der Autor: Michael Steinbauer wurde am 7. November 1967 in Graz geboren. Schon in jungen Jahren zog es ihn zum Theater und zum Film. Mit 17 bekam er seine Chance und stand zum ersten Mal auf der Bühne. Einige Jahre später verschlug es ihn nach Deutschland, wo er in die Industrie wechselte. Nach 15 Jahren als Unternehmer widmete er sich wieder einer alten Leidenschaft, dem Schreiben. Das Resultat nach viele positiven Reaktionen auf seine Kurzgeschichten ist das Buch „Das Nautilus-Projekt“. Er lebt heute in Weyhe bei Bremen. Quelle: http://www.monogramm-verlag.de/autor/ Meine Rezension: Mit „Das Nautilus-Projekt „ ist Michael Steinbauer ein großartiges Debüt gelungen, Chapeau. Gleich mit den ersten Seiten ist es ihm gelungen mich zu fesseln. Nur sehr schwer konnte ich Lesepausen einlegen. Er beschreibt seine Protagonisten und auch die Schauplätze so plastisch, dass man das Gefühl hat mittendrin im geschehen zu sein. Sehr reif die Schreibweise, die man so in einem Debütroman nur selten vorfindet. Ich habe zu Beginn das Buch Kapitelweise gelesen, doch recht bald hat es mich gepackt und ich schoss nur durch die Seiten, ein echter Pageturner halt. Die Spannung zu Beginn relativ niedrig, steigt recht schnell schon steil an bis hin zum furiosen Finale. Man kann sehr gespannt sein was der Autor noch schreibt, ich freue mich persönlich sehr drauf. Hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

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