Michael Stuhlmiller Die Kunst des spielerischen Scheiterns

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst des spielerischen Scheiterns“ von Michael Stuhlmiller

Die Magie des inneren Lachens
Freude ist pure Lebensenergie, sie schenkt uns Kraft und Selbstvertrauen. Doch wie können wir sie in kritischen Situationen bewahren, wenn die Angst vor Misserfolg uns lähmt? Darüber weiß Michael Stuhlmiller mehr als jeder andere, denn er ist Clown. Erstmals stellt er seine authentische und tausendfach erprobte »Clown-Methode« vor, die uns lehrt, selbst im Scheitern noch zu gewinnen: indem wir unsere Welt durch Spiel bewegen statt durch Druck. Dieses Buch bietet einen umfassenden psychologischen Werkzeugkasten, um aus Angst, Schüchternheit oder negativem Denken in die Freude zu finden.

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  • Ein ganz anderer, spannender Ansatz zur persönlichen Entwicklung

    Die Kunst des spielerischen Scheiterns

    michael_lehmann-pape

    10. June 2016 um 12:23

    Ein ganz anderer, spannender Ansatz zur persönlichen EntwicklungSicher liegt die Wahl des „Clown“ für Michael Stuhlmiller als „Hauptfigur“ seines persönlichen Entwicklungsprogramms nahe, denn der „Clown“ ist auch seine Passion (und Figur).Aber andererseits passt diese Figur nahtlos in das, was Stuhlmiller dem Leser mit auf den Weg geben will. Dass „Scheitern“ einen Entwicklungsprozess ermöglicht, der mit ängstlichem Vermeiden von Scheitern und dem Schielen nur auf den (möglichst) „Sicheren Gewinn“ nicht möglich wäre und nicht in solche stabilen Tiefen am Ende führen würde.Clowns sind ja jene Figuren, die im Licht der Manege gerade durch ihr offenkundiges Scheitern ihren „Erfolg“ generieren. Wenn der Besucher über sie lacht, hat der Clown „gewonnen“, und dieses Lachen stellt er durch zur Schau getragenen „Verlieren“ her.„Doch was geschieht, wenn wir diese Niederlagen gar nicht als Niederlagen ansehen. Das würde doch unserem Selbstbewusstsein sehr guttun, oder“?Zwei Dinge wären es, die anders wären. Das erste (und fast Wichtigste): Vor herausfordernden Situationen, bei Überlegungen in Richtung persönliche Ziele, beim innerem Drängen hin zu einer Veränderung und zu einem Wagnis bei gleichzeitiger „enger Kehle“, in der sich die Angst spüren macht, würde ein echter Akt der Befreiung geschehen.Denn wenn es tatsächlich scheitern sollte, man selbst an der Aufgabe oder das Vorhaben als Ganzes, dann wäre es ein Erproben, ein Experiment, ein Lernfeld und nicht die „Vernichtung“ der eigenen Person.Also würde man viele Dinge und Herausforderungen tatsächlich überhaupt erst einmal angehen und damit wäre schon mehr als die Hälfte des Weges geschafft.Und wenn es dann nicht (auf Anhieb oder gar nicht) zustande kommt, wenn man sich tatsächlich überhoben hat oder die eigenen Kräfte (noch) nicht gereicht haben, dann läge der „Sieg“ darin, es gewagt zu haben. Eine Niederlage wäre somit gar nicht im Raum, sondern immer nur Ereignisse, Aktionen, auf denen persönliche Erfahrungen gefunden wurden und damit die eigene Entwicklung vorangebracht wird.Auf lange Sicht diese Grundhaltung zu erwerben, ohne großes Getöne und lautes Marktgeschrei, das legt Stuhlmiller als Trainingsprogramm in großer Ruhe vor.Und unterscheidet sich in wesentlichen Momenten von dem, was an „üblicher“ Struktur von Ratgeberliteratur oft zu finden ist.Stuhlmiller vereinfacht nicht (bleibt aber trotzdem verständlich), Stuhlmiller generalisiert nicht durchgehend, sondern legt seine Übungen und deren Sinn und Ziel detailliert dar. Wer alleine das Kapitel über „Hochstatus und Tiefstatus“ sich zu Gemüte führt und beginnt zu verstehen, dass Bewertungen in einem „ergänzenden System“ unsinnig sind, dass alle Aufgaben und Funktionen sich ergänzen und ihren (größeren oder kleineren) Teil zum gelingenden Ganzen hinzugeben, dem werden (ganz entspannt) die Augen darüber geöffnet, wie unsinnig oft das alltägliche Denken in ständigen Relationen zu anderen ist.Klar ist da so manches (wie Stuhlmiller selber betont) in der Darstellung auf Ideal-Status gehoben, aber sehr eingängig, sehr klar und, in den vielfachen Übungen und Hinweisen auch sehr, sehr praktisch, ebnet Stuhlmiller bei hohem Lesevergnügen tatsächlich den Weg für eine langsames, beim Lesen spürbares „Richtungs-Ändern“ der eigenen Gedanken.Dass man am Ende seine „Identität nicht mit seinem Status“ identifiziert, dass man einen spielerischen, freien und dennoch ernstgemeinten Zugang zum Leben findet, dass man etwas wagt und dabei die Augen offenhält, sich nicht von Omnipotenz- oder Angst-Fantasien vorher schon bestimmen lässt, das trägt dieses Buch in bester Weise aus.Ein empfehlenswerter Ratgeber in einer von Versagensangst geprägten Kultur, der konkret, praktisch, motivierend und umsetzbar innere Freiheit auf den Weg zu bringen versteht.Ein Weg, keine Aneinanderreihung beliebiger Lösungen, auf dem am Ende der langsame Abschied vom Leben in rein äußeren Bezügen stattfindet und eine Zuwendung zu dem, was in einem steckt und rausmöchte. 

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