Michael Theurillat

 3.8 Sterne bei 157 Bewertungen
Autor von Eistod, Sechseläuten und weiteren Büchern.
Michael Theurillat

Lebenslauf von Michael Theurillat

Michael Theurillat wurde 1961 in Basel, Schweiz geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, Geschichte und Kunstgeschichte und promovierte in Finanzwissenschaften. Anschließend war er für den Schweizerischen Bankenverein tätig und maßgeblich mitverantwortlich für die Fusion mit der Schweizerischen Bankgesellschaft. Bevor er dann im Alter von 41 Jahren mit dem Schreiben begann, war er zuletzt als Geschäftsführer der UBS tätig. Seinen Debütroman "Im Sommer sterben" veröffentlichte Theurillat im Jahr 2005, zwei Jahr später erschien "Eistod". Erneut zwei Jahre später veröffentlichte er seinen ersten Bestseller "Sechseläuten", im Sommer 2011 "Rütlischwur" und im Winter 2015 erscheint "Wetterschmöcker".

Neue Bücher

Lenz

 (29)
Neu erschienen am 26.10.2018 als Hardcover bei Ullstein Buchverlage.

Lenz: Kriminalroman

 (2)
Neu erschienen am 26.10.2018 als E-Book bei Ullstein eBooks.

Im Sommer sterben

 (27)
Neu erschienen am 12.10.2018 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Alle Bücher von Michael Theurillat

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Sechseläuten

Sechseläuten

 (37)
Erschienen am 14.07.2010
Eistod

Eistod

 (38)
Erschienen am 13.08.2008
Lenz

Lenz

 (29)
Erschienen am 26.10.2018
Im Sommer sterben

Im Sommer sterben

 (27)
Erschienen am 12.10.2018
Rütlischwur

Rütlischwur

 (16)
Erschienen am 14.12.2012
Wetterschmöcker

Wetterschmöcker

 (7)
Erschienen am 15.07.2016
Lenz: Kriminalroman

Lenz: Kriminalroman

 (2)
Erschienen am 26.10.2018
Wetterschmöcker

Wetterschmöcker

 (1)
Erschienen am 08.09.2017

Neue Rezensionen zu Michael Theurillat

Neu
kruemelmonster798s avatar

Rezension zu "Lenz" von Michael Theurillat

Kein klassischer Krimi
kruemelmonster798vor 4 Stunden

"Vereinfachungen machen die Dinge aber nicht richtiger oder wahrer. Komplexität hat seinen Reiz" (Seite 11)

"Lenz" ist kein klassischer Krimi (so wie ich es erwartet habe), sondern eher ein Polit-Thriller, der in leisen Tönen daherkam.

Anfangs habe ich mich etwas schwergetan, bis ich hineingefunden habe. Mir war nicht bewusst, dass die Kriminalromane mit Kommissar Eschenbacher eine Serie sind, so dass der Einstieg für Kenner der Bände vermutlich einfacher ist. Nachdem aber relativ wenig Handlungsakteure im Spiel sind, löste sich mein Zuordnungsproblem im Laufe der Handlung. Ansonsten trotz komplexer Materie ein leicht lesbares und verständliches Buch.

Um was geht es?
Kommissar Eschenbach kommt gerade aus den USA zurück, er hat sich eine Auszeit genommen. Währenddessen wurde ihm eine junge, ehrgeizige Kollegin als Vertreterin zur Seite gestellt, mit der er so überhaupt nicht klarkommt.
Ein angeblicher Selbstmord wurde für seinen Geschmack zu schnell zu den Akten gelegt und er nimmt die Ermittlungen auf.

Die Aufklärung des Falls ist eng verwoben mit der aktuellen Situation in Syrien und war für mich sehr lesenswert. Theurillat hat es geschafft, reale Geschehnisse wie die Versteigerung einer Nobelpreismedaille sowie die Geschichte um eine besondere Münze in seinen fiktionalen Roman einzubauen und das aktuelle Weltgeschehen mit zu verarbeiten und daraus einen interessanten Roman zu schreiben.

Der Humor kam auch nicht zu kurz, zum Beispiel mit so wunderschönen Sätzen wie "Pah ist eine Kampfansage und kein Gejammer".

Mein Fazit: wer einen klassischen Krimi erwartet, könnte hier eventuell enttäuscht sein, mir hat das Buch trotz anderer Erwartungen aber gut gefallen. 

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Sigismunds avatar

Rezension zu "Lenz" von Michael Theurillat

Lesenswerter Politkrimi zum Syrien-Krieg und Terrorismus
Sigismundvor 7 Stunden

In welches Genre gehört eigentlich „Lenz“, der neue Roman des Schweizer Schriftstellers Michael Theurillat (57)? Ist es ein Krimi, wie der Ullstein-Verlag den im Oktober veröffentlichten sechsten Band aus der Reihe um den Züricher Kommissar Eschenbach nennt? Oder ist „Lenz“ eher ein Agenten- und Geheimdienst-Roman? Oder vielleicht sogar ein geopolitischer Politkrimi mit tagesaktuellem Bezug? „Lenz“ lässt sich in keine dieser Schubladen packen. Gerade dies macht den Roman so interessant und lesenswert.
Nach dreimonatiger Auszeit in den USA findet Kommissar Eschenbach, diensterfahrener Leiter der Züricher Kriminalpolizei, seine Dienststelle verändert vor. Seine Vertreterin Ivy Köhler hat das Team um Ermittler Claudio Jagmetti und Sekretärin Rosa inzwischen „aufgemischt“ und ein aktueller Todesfall wurde von Köhler kurzerhand zu den Akten gelegt: Der 62-jährige Walter Habicht soll Selbstmord begangen haben. Doch Eschenbach rollt den Fall wieder auf, spürt aber bald, dass ihm Nachrichten vorenthalten werden. Zu allem Überfluss fehlt ihm sein kollegialer Freund: Ewald Lenz, der langjährige Leiter des Polizeiarchivs, ist spurlos verschwunden. Bis dahin ist „Lenz“ ein Kriminalroman. Erst im weiteren Verlauf erfahren wir mehr über den toten Walter Habicht und lernen noch Isabel Cron kennen. Habicht und Cron sind wissenschaftliche Genies und mit Lenz – auch der unscheinbare Archivar hat einen IQ von 150 – über 40 Jahre seit Studienzeiten befreundet. Jetzt wird aus dem Krimi plötzlich ein Agentenroman und schließlich ein Politthriller: Was mit einem Selbstmord in Zürich begann, endet im Umfeld des Syrien-Krieges.
Autor Michael Theurillat versteht es glänzend, mit seinem spannenden Kammerspiel um nur vier Figuren – Eschenbach, Lenz, Habicht und Cron – uns Lesern die geopolitischen Hintergründe zu erklären, die zum Krieg in Syrien geführt haben: Es geht nicht um Syrien und dessen Bevölkerung, nicht um Religion und einen Bürgerkrieg. Es geht in Syrien ausschließlich um die geopolitische Vorherrschaft der Supermächte, um Erdöl und Erdgas. Es ist ein Machtspiel zwischen den USA, Russlands im Zusammenwirken mit nahöstlichen Ländern wie Saudi-Arabien und Katar, Türkei und Iran sowie um die Auswirkung auf den weltweiten, in Teilen von den Mächten für eigene Zwecke gelenkten Terrorismus.
Dies alles funktioniert nicht ohne die Manipulation der Öffentlichkeit über die Medien und sozialen Netzwerke. Nicht ohne Grund bringt Michael Theurillat eingangs das Zitat „Die Wahrheit – sofern sie sehr unwahrscheinlich erscheint – glaubt einem niemand. Sie ist besser als jede Lüge.“ Geheimdienste manipulieren die Medien und versorgen sie so lange zielgerichtet mit Fake News, bis nach endloser Wiederholung die Öffentlichkeit nur noch das als Wahrheit nimmt, was die Geheimdienste uns glauben machen wollen. Wir werden von den Herrschenden manipuliert, auch Eschenbach und noch mehr Lenz werden im Roman unbewusst von anderen gesteuert und für ihre Zwecke missbraucht.
Der neue Roman von Michael Theurillat liest sich flüssig, ist spannend, lässt den Leser stellenweise auch schmunzeln. Stören mag manche, dass beide parallel laufenden Handlungsstränge – einerseits um Eschenbachs Ermittlungsarbeit, andererseits um seinen Freund Ewald Lenz – zeitlich um wenige Tage versetzt sind. Doch ist dies zu vernachlässigen. Vielleicht andere irritierend, für mich eher interessant ist der unerwartete Bruch in der Handlung, der Bruch in der Charakterisierung der Protagonisten. Sie sind plötzlich aus Sicht der Geheimdienste ganz anders zu beurteilen. Da stellt sich tatsächlich die Frage: Wie gut kennt man seine Freunde?

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Gelindes avatar

Rezension zu "Lenz" von Michael Theurillat

Lenz, ein Eschenbach Fall
Gelindevor 4 Tagen

Lenz, von Michael Theurillat

Cover:
Sehr nüchtern. (passt).

Inhalt:
Kommissar Eschenbach kommt gerade von einer Auszeit in USA zurück.
Sein langjähriger Freund, Ewald Lenz, ein brillanter Kopf, der nie wirklich Karriere gemacht hat, sondern im Polizeiarchiv gearbeitet hat, verschwindet und gerät ins Fadenkreuz internationaler Ermittlungen: Terrorverdacht.

Meine Meinung:
Dies ist mein erster Krimi um Kommissar Eschenbach.
An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, er ist zwar flüssig und gut zu lesen, aber die Zeitsprünge (obwohl immer das Datum und die Uhrzeit dabei steht) verwirrten mich doch manchmal.
Der Krimi beginnt spannend, doch dann wird es immer mysteriöseres, wird immer politischer und durch die kaum zu durchschauende Weltpolitik und das mehr oder weniger gelenkte Chaos im Nahen Osten, wird es für mich immer zäher und undurchschaubarer.
Das Ende kommt dann sehr abrupt.

Die Spannung vom Anfang ist bei mir relativ schnell verpufft.
Die Protagonisten waren für mich undurchschaubare Einzelkämpfer, das Thema Terror ist zwar allgegenwärtig (und ja auch aktuell), aber hier zu verwirrend (und evtl. zu dick aufgetragen) um mich zu berühren.

In meinen Augen hat Kommissar Eschenbach auch nicht groß ermittelt, sowie auch Lenz die ganze Zeit über manipuliert und gelenkt wurde.

Autor:
Michael Theurillat, geb. 1951 in Basel, studierte Wirtschaftswissenschaften, Kunstgeschichte und Geschichte und arbeitete jahrelang im Bankgeschäft. Die Romane mit Kommissar Eschenbach sind einer der beliebtesten Krimiserien der Schweiz.

Mein Fazit:
Ein Krimi den ich mehr als Thriller sehe, wenn mich der Nahe Osten und die (gelenkten) politischen Machenschaften dort interessieren.
Von mir 3 Sterne.

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