Michael Theurillat Wetterschmöcker

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Inhaltsangabe zu „Wetterschmöcker“ von Michael Theurillat

Auf einem entlegenen Waldstück wird eine Tote entdeckt. Der Leichnam von Clara Thüring wurde verbrannt, nach indianischem Ritual. Spuren von Edelweiß werden gefunden. Kommissar Eschenbach steht vor einem Rätsel. Die Spur der toten Topmanagerin aus Zürich führt nach Muotathal, an eines der abgeschie - densten Fleckchen der Schweiz. Die in der zerklüfteten Landschaft lebenden Wetterschmöcker und ihre Familien schweigen jedoch. Es sind kantige Männer, geradlinig, unbestechlich. Sie können die Natur lesen, kennen ihre Gefahren, ihre Reichtümer. Das Unternehmen, für das Clara Thüring arbeitete, handelt mit Rohstoffen. Und dort, in den Glaspalästen der Macht, stößt Eschenbach auf eine Intrige, die bald auch schon sein eigenes Leben in Gefahr bringt ...

Ein Krimi aus dem Land der Eidgenossen, der sich von der üblichen Krimikost wohltuend abhebt..

— orchidee25
orchidee25

Sehr gut. Tolle Geschichte mit einem überraschenden Ende.

— stzemp
stzemp

Hier wurden meine hohen Erwartungen erfüllt. Ein heikler und gefährlicher Fall für Kommissar Eschbach. Krimi mit thrillerartigen Nuancen!

— Floh
Floh

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    Wetterschmöcker
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    10. October 2016 um 18:24

    »Wie das Fett in der Suppe schwimmt auch der Eigennutz immer obenauf.«Alois Thüring, der Wetterschmöcker, meldet seine Nichte als vermisst, da sie ihn nicht wie üblich besuchte, sich nicht abmeldete. Die Anzeige kann Kommissar Eschenbach nicht ernsthaft aufnehmen, eine erwachsene Frau, die den Onkel nicht besucht. Er ist auch auf dem Sprung, eine Leiche wurde gefunden, am Siehl, verbrannt nach indianischem Ritus. Aber das wird nicht die einzige tote Frau in diesem Buch bleiben. Eschenbach schert sich nicht um den Verwaltungskram und geht auch wenig zimperlich mit seiner Sekretärin Rosa um. Obendrauf hat er einen Praktikanten am Hals, der ständig Gedichte zitiert. Die neue Chefin will Arbeitsabläufe strukturieren, verlangt Dokumentationen. Eschenbachs Tochter lebt derzeit bei ihm, leidet unter Liebeskummer, ein Freund ist totkrank. Ein Kommissar, der seinem Gefühl folgt und von dem die Mitarbeiter nie wissen, wo er sich gerade aufhält, einer der das ganze Organisationsgedöns ignoriert. Dafür liebt er gutes Essen und erlesenen Wein, wobei er es manchmal zu bunt treibt, übertreibt. Und es gibt die Psychologin, die ihn erotisiert ... Zwei Handlungsstränge, zwei Blickweisen. Eschenbach ermittelt, Jerome berichtet aus der Vergangenheit. Alois Thüring, ein begabter Mann, er soll CEO eines Weltunternehmens werden. Burnout, Zusammenbruch kur vor Antritt der Position. Er besitzt genügend Geld, zieht sich zurück Muotathal, kauft sich ein Gehöft, zurück zur Natur, wird ein Wetterschmöcker. Seine Nichte Clara hat es geschafft, sie wird in der Vorstand eines großen Konzerns berufen. Doch sie ist verschwunden. Jerome, der Höhlenforscher, und Clara, sind als Kinder eng verbunden im Muotathal aufgewachsen. Er erinnert sich. Was hat das alles hat es mit den toten Frauen zu tun?»‚Nicht alle, die einem auf die Nerven gehen, sind Psychopathen.‘... ‚Nicht jeder Psychopath ist delinquent‘, begann Eschenbach. ‚Viele von ihnen trifft man am Arbeitsplatz an. Und einige von ihnen machen ihre Sache sehr ordentlich.‘«Gewitzte Städter, große Konzerne, verschlossene Dörfler, merkwürdige Naturburschen, Eliteschulen, Lokales aus Zürich, das Muotathal, Höhlenlabyrinth, Schweizer Lebensart, das alles verwoben in einem Krimi, mit Vergnügen zu lesen. Kommissar Eschenbach, ein Mensch, der sich gern leiten lässt, gern auch mal in die persönliche Falle als Genussmensch. Der Krimi hat mir gut gefallen. Allerdings fehlt mir die Vorstellung, dass ein solch eigenbrötlerischer Kommissar bei der Polizei dienstliche Überlebenschancen hätte. Ich hatte das Buch des Titels wegen gekauft. Die Wetterschmöcker sind in der Schweiz eine Institution. Alois ist einer von ihnen. Wie er dazu kam, wird nicht erwähnt. Er erkennt das Wetter für das nächste Jahr, indem er an Tannenzapfen schnuppert. Mehr wird zum Thema nicht gesagt, schade. Das Buch hätte entsprechend auch der Banker oder der Gärtner heißen können. Im Klappentext heißt es, es ginge um Konzerne, die mit Rohstoffen handeln, um Glaspaläste, Macht und eine Intrige. Insofern fühle ich mich als Leser ein wenig verkaspert. Weder wird das Thema die Wetterschmöcker behandelt noch geht es ersthaft um die Machenschaften von Konzernen oder um den Rohstoff auf dieser Welt. Das Buch ist gut, keine Frage. Aber die Interessen, die es mit Titel und Klappentext weckt, werden nicht befriedigt. »Natürlich hatte er von der kauzigen Truppe gehört, die in der Innerschweiz zu Hause war. Fünf ältere Naturmenschen (oder waren es sechs?), die jeweils im Frühjahr und Herbst Wetterprognosen für den bevorstehenden Sommer oder Winter aufstellten. Die Männer lebten im Einklang mit der Natur, rochen an Tannenzapfen und beobachteten das Verhalten von Ameisen.« (Und das war es im Buch zum Thema.)Das Buch ist spannend, humorvoll, ein lesenswerter Krimi, schweizerischer Flair, an machen Stellen zieht es sich ein wenig. Meine Kritik geht an den Verlag: Titel und Klappentext, die nicht erfüllt werden, verärgern den Leser!

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  • Wetterschmöcker

    Wetterschmöcker
    Kleine8310

    Kleine8310

    04. October 2016 um 22:05

    "Wetterschmöcker" ist der fünfte Band der Kriminalbuchreihe um Kommissar Eschenbach, geschrieben von dem Autor Michael Theurillat. Für mich ist dieser Krimi der erste des bekannten Autors gewesen und ich war sehr gespannt darauf, wie mir die Geschichte schließlich gefallen würde. Also habe ich mich mit dem Ermittler in die Schweiz begeben ...   In diesem Kriminalroman geht es um den Protagonisten Kommissar Eschenbach. Der schweizer Ermittler bekommt es in diesem Buch mit einem rätselhaften Fall zu tun. Als nahe der Sihl in einem Waldstück einen tote Frau entdeckt wird, ist schnell klar, dass die Ermittler es hier mit einer Art Ritual zu tun haben. Der Grund ist einfach, denn die Tote wurde nach indianischem Brauch verbrannt und zudem werden Spuren von Edelweiß entdeckt.    Im Laufe der Ermittlungen verschlägt es Kommissar Eschenbach nach Zug, zu einem Wirtschaftsunternehmen, welches sogar weltweit operiert und mit Rohstoffen handelt. Auch nach Muotathal führen ihn die Spuren des Falles, nur was verbindet die beiden Orte miteinander? Und welches Geheimnis verbirgt das Wirtschaftsunternehmen? Der Einstieg in diesen Krimi ist mir gut gelungen. Michael Theurillat hat einen angenehmen und schön flüssigen Schreibstil! Dem Autor gelingt es wirklich schön das Schweizer Lokalkolorit rüberzubringen. In diesem Krimi findet der Leser/die Leserin auch Thrilleranteile, die vorwiegend in den Bereichen Wirtschaft und Natur angesiedelt sind. Ein besonderes Augenmerk legt der Autor hier auch auf die Machtverhältnisse bei den verschieden agierenden Charakteren und deren Zielen.    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet worden und besonders der Protagonist Kommissar Eschenbach hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte auch keinerlei Probleme in dieses Buch hineinzufinden, obwohl ich die vorigen Bände noch nicht gelesen hatte! Die schweizerischen Besonderheiten und bildhaften Beschreibungen haben mir gut gefallen, aber ich hätte es toll gefunden, wenn sich im Buch eine Karte befunden hätte, auf der man als Laie die Orte hätte nachschauen können.    Die Handlung und der Kriminalfall ansich sind spannend aufgebaut und ich habe es genossen mitzuerleben, wie geschickt der Autor die Ereignisse und Ermittlungen miteinander verknüpft hat. Dadurch hatte ich beim Lesen viel Freude und dieses Buch wird sicher nicht mein letztes von Michael Theurillat gewesen sein!    Positiv:  * angenehmer, flüssiger Schreibstil * schönes Lokalkolorit * vielseitige Handlung und spannende Ermittlungen   Negativ:  * nicht richtig negativ, aber ich hätte es schön gefunden, die genannten Orte auf     einer Karte im Buch nachschauen zu können   "Wetterschmöcker" ist ein gelungener Krimi, der mich mit einiger Spannung und tollen Charakteren gut unterhalten hat!

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  • Überzeugende Charaktere, intelligent konzipierter Fall, bestes Lokalkolorit

    Wetterschmöcker
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    15. August 2016 um 11:42

    Überzeugende Charaktere, intelligent konzipierter Fall, bestes LokalkoloritVon ihm wird gesagt, er sein eine „Wetterschmöker“. Einer, der das Wetter mittelfristig vorhersagen kann. Doch letztendlich scheint seine größte Begabung die eines „Menschenschmökers“ zu sein.Der alte Mann mit dem wallenden Bart, der in Yoga Haltung eines Tages im Büro des eh schon leicht gestressten Kommissar Eschenbach sitzt.Der, neben der „Verwaltungsflut“, die ihn leicht überrollt, eine Leiche aus dem Fluss schon „vor sich liegen“ hat, und sich nun mit einem indianischen Bestattungsritual auseinandersetzen muss, bei dem ebenfalls die Leiche einer Frau auf diese besondere Art und Weise „bestattet“ wurde.Weder Eschenbach noch der Leser können zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass in einer besonderen Weise alles mit allem zusammenhängt, die Wurzel für die Ereignisse weit in die Vergangenheit zurückreichen, die Auswirkungen all dessen, in aller Diskretion, auf höchsten Ebenen zu spüren sein werden (die sich ebenfalls versuchen, in den Fall einzuschalten).Dass, nebenbei, Eschenbach gerade seine Tochter bei sich wohnen hat, deren „schöner Bastian“ für viele Tränen sorgt und er zudem eine der am Fall beteiligten Personen mehr als ein wenig anziehend findet, das wirkt sich im Lauf der Ereignisse ebenso nachhaltig auf die Ermittlungen (und die Gefahr, in die Eschenbach gerät), wie das tägliche Beziehungsgeschehen im Büro. Mit Rosa, seiner Sekretärin, mit seinem feurigen Freund und Kollegen, mit seiner kongenial geschilderten und souverän auftretenden, neuen Chefin.Wie nun Eschenbach zäh am Geschehen dranbleibt, mit offenem Visier auch unorthodoxe Wege geht und, wie nebenbei, dem zurückgeblieben und weltfremd wirkenden Praktikanten eher unbewusst eine tragende Rolle bei der Lösung des Falles (eigentlich der Fälle) zukommen lassen wird, das schildert Theurillat sprachlich differenziert, wunderbar zu lesen und mit einem bestechenden Blick für sein „Personal“. Ein präziser Blick, den Theurillat ebenso hervorragend in seine Beschreibung der Charaktere und inneren Motive alle Beteiligten einfließen lässt (abgesehen von dem eher alten „Trick“, neu auftretende Personen allzu oft mit Hinweisen auf Schauspieler oder andere Prominente in ihrem äußeren Erscheinungsbild näher zu bringen. „Er sah aus wie David Niven in „Der rosarote Panther““). Dies ist aber auch die einzig auftretende Irritation, das ginge besser und anders, als mit solch veralteten literarischen Hilfsmitteln.Wie aber Theurillat die besondere Schweizer Lebensart, das Lebensgefühl in kleinen Bergdörfern (mit ihren „Patriarchen“) und die Landschaft selbst mit zum Akteur im Buch gestaltete, wie er im Rückgriff auf die Vergangenheit die Hintergründe des Falles für die Gegenwart spannend aufbereitet, wie er den Leser mit in bedrückend enge Höhlenlabyrinthe nimmt und vom „Schlund“ zu erzählen versteht, das hat genauso Klasse, wie man ihm die fast „Weltverschwörung“ in dieser speziellen Form wie im Buch ohne Weiteres abnimmt.Dass in „Jerome Roth“ eine ebenso hervorragend getroffene und in genau der richtigen Weise geheimnisvoll geschilderte Person für den „anderen“ Erzählstrang des Buches, die Hintergründe des Falles, steht, passt ebenfalls wie die Faust aufs Auge und gibt dem Tempo und der inneren Verzahnung der Ereignisse noch den letzten Schliff.„Er sagte nur ungern, was man erwartete. Als jemand, der zu Anfang seines Lebens zunächst einmal lange geschwiegen hatte, sah er darin eine Verschwendung von Ressourcen“.Und ja, man kann weit damit kommen, Zuhören geduldig erlernt zu haben und nicht zu meinen, jene wären „am Drücker“, die am meisten Worte benutzen. Denn es geht nur eins. Hören und Verstehen oder Sprechen und dabei das Wesentliche überhören.Und dennoch, auch auf diesen diskreten, hohen Ebenen gilt: „Es gab Opfer. Auch wenn die Schlachten meist diskret mit der feinen Klinge des Intellekts ausgetragen wurden“. Wie sich zeigen wird, nicht wenige Opfer. Und, wie sich ebenfalls zeigen wird, steht Eschenbach da durchaus auf Augenhöhe mit seinen, oft etwas verdeckten, „feinen Klingen“.Ein überaus lebendig erzählt, hervorragen zu lesendes, in den Personen treffendes und zudem unterhaltsames und spannendes Buch.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
  • … „da taut´s, da graut´s, da braut´s, da blaut´s!“ (Seite 341) Ein Thrillerkrimi par excellence!

    Wetterschmöcker
    Floh

    Floh

    16. July 2016 um 05:19

    Diese Rezension fällt mir wirklich schwer, da ich nicht zu viel Spoilern möchte… Auf diesen Titel habe ich so lange gewartet, jetzt ist er endlich erschienen und wurde von mir sogleich begeistert gelesen. Jetzt möchte ich in meiner Rezension gar nicht zu viel vom Thema, von Verlauf und den Hintergründen verraten. Seufz* Dabei gibt es so viel darüber zu schreiben, zu berichten und zu erwähnen, was wirklich genial und überraschen, sowie verblüffend und fundiert war. Hach, einfach von meiner zurückhaltenden Ausarbeitung der Rezension inspirieren lassen und vielleicht sogar das Buch anschließend selbst lesen?Mal ganz ehrlich: „Wetterschmöcker“, wen macht dieser Titel nicht unheimlich neugierig? Dieser Titel für einen Kriminalroman könnte alles bedeuten. Alles oder auch wieder rein gar nichts, von dem, was sich hinter diesen fünften Fall für Kommissar Eschbach vom schweizerischen Erfolgsautor Michael Theurillat verbirgt. Die Schweiz und die Schweizer Bergwelt. Die Schweiz und seine Wirtschaftskonzerne. Die Schweiz und seine Umweltaktivisten. Ein Schauplatzmix mit viel Potential. Eine brandaktuelle Thematik mit Bezug zur Gegenwart und eine bedeutende Wende für die Rohstoffgewinnung? Der fünfte abgeschlossene Fall für den sympathischen und engagierten Kommissar Eschbach vom Autor Michael Theurillat zieht weite Kreise. Nach bereits vier zurückliegenden Ermittlungen im Genre Krimi, wagt sich der Autor in „Wetterschmöcker“ nun mit seinem einschlägigen Kommissar schon beinahe ins Genre (Wirtschafts-)Thriller. Erschienen im Ullstein Verlag (http://www.ullsteinbuchverlage.de/)Inhalt:„Auf einem entlegenen Waldstück wird eine Tote entdeckt. Der Leichnam von Clara Thüring wurde verbrannt, nach indianischem Ritual. Spuren von Edelweiß werden gefunden. Kommissar Eschenbach steht vor einem Rätsel. Die Spur der toten Topmanagerin aus Zürich führt nach Muotathal, an eines der abgeschiedensten Fleckchen der Schweiz. Die in der zerklüfteten Landschaft lebenden Wetterschmöcker und ihre Familien schweigen jedoch. Es sind kantige Männer, geradlinig, unbestechlich. Sie können die Natur lesen, kennen ihre Gefahren, ihre Reichtümer. Das Unternehmen, für das Clara Thüring arbeitete, handelt mit Rohstoffen. Und dort, in den Glaspalästen der Macht, stößt Eschenbach auf eine Intrige, die bald auch schon sein eigenes Leben in Gefahr bringt ...“Handlung:Der erfolgreiche Krimiautor Michael Theurillat bewegt sich in seiner Krimiserie um und mit Ermittler Eschbach in der Schweiz. Und dort kennt sich der Autor wahrhaftig aus. So gut, dass er sogar für seinen fünften Fall, der starke Züge eines Wirtschaftsthrillers aufweist, einen Flecken Erde entdeckt hat, von denen die meisten Leser sicherlich zuvor noch nie etwas gehört oder gelesen haben: Muotathal. Dieser unbescholtene Ort wird nun Schauplatz für Eschbachs aktuellen Ermittlungen, die ihn nicht nur physisch, sondern auch psychisch an seine Grenzen bringen. Denn diese Ermittlungen erweisen sich als alles andere als problemlos und üblich. Mit seinem Eindringen in die verborgene Welt der Wetterschmöcker und in die Welt des großen Rohstoffkonzerns begibt sich der rasch handelnde Kommissar selbst in Lebensgefahr und sticht mit seinen Recherchen in ein Wespennest, dem es kaum zu entkommen gilt. Am Schweizer Nebenflüsschen Sihl wird eine Frauenleiche gefunden, die mit besonderen Merkmalen bestückt war und deren Tod an einem Ritual erinnert. Dieser Fall geht ungeahnte Wege, das beginnt schon allein mit der Vermisstenmeldung der verschwundenen Nichte von Alois Thüring. Alois ist einer der kantigen und naturverbundenen Wetterschmöcker, ein Volk dass in den Tälern der Bergwelt lebt, und sich der Natur und dem Wetter widmen. Alois Thüring meldet sich besorgt bei Eschbach und lässt sich nicht abwimmeln. Thüring will, dass sofort und ohne Umwege nach seiner Nichte gesucht wird. Aber nur durch die Leitung Eschbachs. Eschbach gibt nach und verspricht dem Sonderling, dass er nach seiner Nichte, einer Managerin im großen Züricher Unternehmen Zug, zu suchen. Als Eschbach das Imperium des Konzerns betritt, begibt er sich in großer Gefahr, denn hier werden keine Eindringlinge erwünscht und wer Fragen stellt, wird beschattet und wenn es sein muss eliminiert… Was für perfide Intrigen hat dieser Konzern geschmiedet? Mit welchen Mitteln kommt dieses Unternehmen zu seinem Reichtum und zu seiner Macht?... Eine rasante und überaus interessante Mischung aus Hetzjagd, Verschwörung, Macht, Gier und den schwindenden Energieressourcen unserer Erde. Raubbau an der Natur. „Eschbach stand einen Moment lang einfach nur da und reagierte nicht. Er war irritiert, wusste aber nicht, warum. Ein Gefühl überkam ihn, als wäre er der Hektik der Welt entkommen. Als stünde er plötzlich außerhalb der Zeit, irgendwo schwerelos im Raum. Leise Musik erklang. Mozart, vermutete er.“ (Seite 101)Schreibstil:Der Schreibstil des Krimiautors Michael Theurillat besitzt einen ganz soliden und positiv altbewährten Stil, doch auch das Genre Thriller scheint er überzeugend und mutig zu beherzigen, denn dieser Krimi weist starke Züge eines Wirtschafts-, Natur- und Machtthrillers auf. Therillat hat mit „Wetterschmöcker“ zwar nichts Neues geschaffen, versorgt den Genreliebhaber guter Krimikunst und spannender Thriller-Lektüre aber mit altbewährtem krimitypischen Umsetzungen, Klischees und ermittelnder Schreibkunde und würzt zudem mit hochspannender Rasanz, Erschütterung, Nervenkitzel, Psychologie und Machtspiele. Ein Krimi, wie er fast im Lehrbuch stehen könnte und noch einen Schritt weiter geht. Aber nur fast, denn neben der soliden Schreibkunst brechen immer wieder Spannungsspitzen hervor, menschliche und wirtschaftliche Abgründe tun sich auf, Gegner und Befürworter werden laut, eine Revolte, treibende Mächte und ein Schreckensszenario der scheinbar harmlosen, doch sehr sonderbaren Naturmenschen, den Wetterschmöckern. Toll, das gefällt mir gut und macht den besonderen Reiz dieses Krimis aus. Dies ist bereits der fünfte Band um Kommissar Eschbach, ich kenne die Vorgänger aus dieser Serie nicht, aber da die Fälle an sich abgeschlossen sind, vermisse ich auch wenig, was ich hätte vielleicht wissen können. Wichtige Schlüsselelemente und Begebenheiten aus der Laufbahn des Ermittlers werden gekonnt und wohldosiert aufgegriffen. So haben auch Neuleser die Chance, sich ein stimmiges Bild vom gebeutelten Eschbach zu machen. So bodenständig und authentisch habe ich eher selten eine Ermittlung als Leserin begleitet und so nah an den Schauplätzen verbracht. Und dass, obwohl dieser eigensinnige Charakter von Kommissar Eschbach doch seine ganz eigenen Methoden und Wege zur Ermittlung hat. Man merkt, so ganz kann sich der Autor nicht für das Genre Krimi oder Thriller entscheiden. Das Cover besagt hier einen Kriminalroman und so soll es dann auch sein. Dennoch passt hier das Genre Thriller auch sehr gut. Für einen Krimi trumpft das Buch richtig auf, denn es besitzt neben Spannung und Ermittlung auch sehr ansprechende und gegensätzliche Charaktere und eine sehr brisante Thematik, die für Nervenkitzel sorgt. Der Mordfall und der Fund der Leiche erschüttert, trifft Mark und Seele...kurz, knackig, tief! Mord? Selbstmord? Inszenierung? Oder gar ganz andere dubiose Hintergründe? In diesem Buch behandelt der Autor eine ganz finstere Thematik, er provoziert, erregt, erschüttert, gibt aber dennoch Stoff für Spekulationen und Mutmaßungen, die sich doch meistens als Finte erweisen. Das Zepter hat der Autor Michael Therillat dennoch fest in der Hand. Der Leser wird dahin dirigiert, wo er ihn in entsprechenden Passagen und Ermittlungsständen gerne haben möchte. Das ist spannend und sehr abwechslungsreich. Bei den zermürbenden Ermittlungen beweist Autor M. Theurillat eine lobenswerte Routine, als hätte dieser Schriftsteller in seinem Leben nichts anderes getan, als gute und schlüssige Krimis oder Thriller zu verfassen. Polizeiarbeit und Privatleben werden ausgewogen balanciert und mischen die Ermittlungsarbeit und den Plot abwechslungsreich auf. Aus dritter Perspektive wird dieser Fall den Lesern aufgetischt und stellt ihn ganz nah an Eschbachs Seite… Zu nah, denn auch der Leser begibt sich unweigerlich in die Gefahr, einen Schritt über den Abgrund zu tun und sich dort auch einmal umzusehen. Fatal. In diesem mörderischen und trügerischen Fall ist es dem Autor erstaunlich gut gelungen, durch was auch immer er es schafft, den Leser in seine Welt zu versetzen, sie an die Schauplätze zu bringen, sich mit den Charakteren zu identifizieren und den Wunsch zu hegen, den Fall so bald wie möglich aufzuklären um schlimmeres zu verhindern. Autor Theurillats Schreibstil ist sehr bedacht und detailliert, mit Spuren, Mutmaßungen, Wendungen und intensiven Überlegungen, jedoch keinesfalls vorsichtig oder gar unsicher. Der ambitionierte Autor steht zu seinem Werk und das wird der Leser überzeugend spüren. Charaktere:Die Charaktere sind das Kernstück dieser Ermittlungen und Szenarien. Ein eigensinniger und sympathischer Leiter des Kommissariats: Kommissar Eschbach (ich überlege gerade, ob Eschbach überhaupt einen Vornamen trägt? Ich glaube nicht. Grübel*…). Nachdem einige brisante Ermittlungen hinter ihm liegen, weckt ihn eine Vermisstenmeldung aus seiner kurzen Ruhephase im Kommissariat. Alois Thüring meldet seine Nichte als vermisst und klingt gehetzt. Doch da Eschbach eigentlich die falsche Stelle für eine Vermisstenmeldung ist, will er den Sonderling abwimmeln. Doch Thüring bleibt hart und lässt sich nicht beirren. Kein anderer als Eschbach soll sich um die Suche nach Clara kümmern. Clara ist die Nichte von Alois Thüring. Gegensätzlicher könnten beide nicht sein. Alois ist ein Wetterschmöcker, einer der skurrilen Naturliebhaber, die wie in einer Kommune im entlegenen Muotathal leben und sich der Natur wahnhaft verbunden fühlen. Clara ist eine erfolgreiche Managerin im florierenden Konzern Zug in Zürich. Der Autor Michael Theurillat hat wirklich interessante Charaktere skizziert und zeigt stimmige Charakterstudien. Auch seine vielen Nebenrollen verwebt er gekonnt in den Plot. Dass, was der Leser bisher in seiner Weltanschauung für Gut und Böse gehalten hat, wird hier komplett revidiert und die Würfel neu geworfen. Schnell neigt der Leser zum Schubladendenken, aber wie schnell einige Schubladen neu bestückt werden müssen, zeigt sich schnell und macht diesen Krimi zur Zerreißprobe für die gefährlichen Ermittlungen. muss er in einem weitreichenden Fall ermitteln. Dieser Fall wird Eschbach an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. In zwei Handlungssträngen verfolgen wir zwei große Puzzlestücke, das der Wetterschmöcker im Kleinod dem Muotathal und das Puzzlestück des Rohstoffkonzerns in Zürich, die auf unglaublicher Weise zueinander finden. Mittendrin Eschbach und sein Team mit den Recherchen, Befragungen, Zeugen, Informanten, Mitwissern und Spitzeln. Mir sind die Charaktere rund um die Ermittlungen sehr sympathisch. Der Autor zeichnet ein stimmiges Bild. Entweder wird es für die Leser ein Wiedersehen mit alten Bekannten, wenn man Eschbachs vorherige Fälle kennt, oder wir lernen hier einen neuen Ermittler stimmig mit seiner Vergangenheit und seinen Erfahrungen und Hintergründen kennen. Eine gelungene Gratwanderung. Eschbach stößt an seine Grenzen. Körperlich, seelisch und emotional. Ein Wettlauf gegen die Zeit und jeglicher Menschlichkeit. Einblicke in eine erschreckende Vergangenheit und in unglaubliche Machenschaften großer Konzerne. Doch bis diese alte Spur der Vergangenheit aufgewärmt werden kann, verlangt der Fall von den Kommissaren einiges ab und ein Wettlauf gegen die Zeit und behördlichen Stolpersteinen setzt sie und die Öffentlichkeit stark zu, zudem muss Eschbach selbst um sein Leben bangen, denn er gerät ins Visier gefährlicher Mogule. Verdiente 5 Sterne vergebe ich für die raffinierte Auswahl der Charaktere, die in ihren Rollen voll aufgehen und einen Platz in der Story finden, der nicht wegzudenken ist! Manche davon nehmen im Verlauf der Handlung eine ganz andere Seite ein, diese gekonnten und raffinierten Wendungen zeugen von großem Talent und Geschick des Autors Theurillat. Er besticht hier mit sehr detailliert beschriebenen Charakteren, auch jene Nebendarsteller werden mit einer ganz besonderen Macke oder Eigenschaft in dem Geschehen platziert. Die Darstellung der handelnden Personen ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich zu identifizieren und vor allem: der Leser kann sich aktiv an den Ermittlungen beteiligen und erlebt so wirklichen Krimi-Thriller-Lesegenuss. „Hätte er seinen Platz in der Welt der Pflanzen, meinte Jerome Roth später, in einem der seltenen Interviews, die er dem Spiegel gab, so fände man ihn spätblühend und hoch oben auf kargem, kalkhaltigem Grund, als jenes ausdauernde Kraut mit lateinischen Namen Leontopodium.“ (Seite 12)Schauplätze:Der Autor ist für seine Schweizer Kulissen und Schauplätze bekannt. Auch hier hat er sich nicht lumpen lassen, den Leser genau an seine gewählten Orte, Tatorte, Handlungsorte und Gegenden zu holen. Trotz bestimmter Namen, behördlichen Ebenen, Landcharakter, Redewendungen und sogar etwas Dialekt wirkt dieser Krimi nicht nach einem typischen Regionalkrimi, denn das soll er auch nicht sein. Hier hat der Autor gewissenhaft dosiert und spricht die breite Masse an, obwohl er sich auf seine landestypischen Schauplätze konzentriert. In einigen Fußnoten hat er typische Begriffe auch für Nicht-Schweizer erklärt, so wie zum Beispiel Böögg (einen künstlichen Schneemann). Gerade der Blick zur Natur ist hier sehr ansprechend platziert, und besonders dass, weswegen ich mich so auf den Erscheinungstermin des Krimi gefreut habe, die Konzernwelt, hat er wunderbar ausführlich beschrieben. Ich fühlte mich beinahe mitgenommen in Vorstandssitzungen, Labors, Projekten und verborgenen Intrigen. Zudem beschränkt sich der Autor nicht auf geografische Schauplätze, sondern lässt seinen Krimi auch im Gedankengut seiner Charaktere und Protagonisten handeln. Autor Michael Theurillat bietet dem Leser einen Blick in die Welt von geschundenen Seelen und kranken Psychen und in die Welt verzwickter und nahezu auswegloser Ermittlungen in einer pulsierenden Machtwelt und großer Konzerne und Korruption. Diese schildert er authentisch, ohne zu übertreiben und geschmacklos zu wirken. „Und immer wieder, wenn etwas weit zurück in der Vergangenheit lag, gab es tausend Wege, sich elegant zu distanzieren. Die einen sagten, sie hätten damals gute Arbeit geleistet. Sie seien der Sache auf den Grund gegangen. Und die aktuell Verantwortlichen schoben ihren Kollegen von damals rein prophylaktisch- für den Fall, dass sich etwas ergeben sollte- die Schuld in die Schuhe, was Eschbach alles andere als überraschte.“ (Seite 274)Meinung:Lange habe ich den Erscheinungstermin für diesen Krimi herbeigesehnt. Immer wieder ist mit dieses Werk mit seinem Cover, dem vielversprechenden Titel und der Inhaltsangabe über den Weg gelaufen und hat mein Interesse besonders geweckt. Genau mein Beuteschema. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. Und da ich schon einige Krimis und Thriller mit ähnlicher Thematik großer Machtkonzerne gelesen habe, habe ich auch einige Vergleichsmöglichkeiten. Außer Eschbach selbst kann ich mit seinen vier bisherigen Fällen nicht vergleichen, da ich diese leider (noch) nicht kenne. Dieser Wirtschafts- und Naturkrimi ist allein durch sein Thema schon eine Besonderheit. Zwar nicht neu, aber hier treffen zwei ganz explosive gegensätze aufeinander. Mittenmdrin der beherzte und engagierte Kommissar Eschbach, dessen Vornamen ich mir nicht gemerkt habe, wenn er denn einen besitzt im Buch (ich weiß es nicht!). Bodenständig, solide und altbewährt, sticht jedoch mit vielen Besonderheiten, die ihn wie ein Thriller wirken lassen, mit Wiedererkennungswert heraus. Gerade wenn dann noch der Buchinhalt nachwirkt, dann hat der Autor mehr erreicht als einfach nur ein gutes Buch oder einen beklemmenden Krimi mit spannenden Ermittlungen abzuliefern. Michael Therurillat macht mit „Wetterschmöcker“ den Titel zum Programm. Ich frage mich wirklich, ob es solche Fanatiker tatsächlich gibt. Oder sind die Wetterschmöcker reine Fiktion? Das werde ich mal nachlesen. Fragen stellen sich, Antworten werden geliefert. Wie weit reichen Vergangenheit und Gegenwart? Wie weit würde die Gier nach Geld und Macht gehen? Was passiert, wenn all unsere Ressourcen erschöpft sind oder unerschwinglich werden? Ich jedenfalls habe das Buch binnen weniger Tage gelesen, zwar kommen gerade im zweiten Drittel einige Wiederholungen auf und einige Passagen ziehen sich arg in die Länge und Beschreibungen und Berichte lassen den Lesefluss stocken, aber im Großen und Ganzen war vom Lesefluss und der Thematik sehr begeistert. Das Lesen war ein leichter und flüssiger Genuss samt Recherche und eigene Mutmaßungen und Verdächtige. Resümierend hätte ich gerne noch etwas dramatischere und aufs Privatleben der Charaktere bezogene Spannungsspitzen erlebt. So war es für mich doch eher ein sehr gelungener Krimi, aber mit etwas wenig Persönlichkeit zu den Protagonisten, besonders Eschbach. Ich mag den Kommissar, aber er wirkt so allein, da man wenig von seinem Privaten erfährt. Hier dominieren wirklich die machthungrigen und geldgierigen Einflüsse der Wirtschaftsmogule und des Vorstands, sowie die Welt der Naturmänner in den Bergen und Tälern des Muotathals. Hier ziehe ich einen halben Stern ab und vergebe dem Gesamtwerk Krimi mit Thriller 4,5 Sterne, die ich, so streng wie ich bin, zu 4 Sternen abrunde! „Haben Sie sich einmal gefragt, warum sich einige Menschen erholen, wenn ihnen etwas Schlimmes widerfahren ist – und andere nicht? Es gibt traumatisierte Menschen, die immer wieder leiden und am Ende depressiv werden; andere hingegen überwinden die schlimmen Erlebnisse, gewinnen an Stärke und schreiten kühn voran.“ (Seite 155)Der Autor:"Michael Theurillat, geboren 1961 in Basel, studierte Wirtschaftswissenschaften, Kunstgeschichte und Geschichte und arbeitete jahrelang erfolgreich im Bankgeschäft. Die Romane mit Kommissar Eschenbach sind eine der beliebtesten Krimiserien der Schweiz. 2012 wurde Rütlischwur mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Michael Theurillat lebt mit seiner Familie in der Nähe von Zürich."Cover / Buch / Aufmachung:Das Cover ist genauso solide und gut getarnt wie das gesamte Buch. Das Cover hat mich zum Buch gelockt und der Klapptext dann letztendlich überzeugt. Das Schriftbild ermöglicht ein einfaches Lesen, das Buch liegt trotz seiner Stärke von über 350 Seiten als Hardcover gut in der Hand. Ein Quellenverzeichnis lässt erahnen, welch intensive Recherche der Autor für dieses fundierte Werk mit Bezug zur Gegenwart geleistet hat. Hut ab dafür. Die Kapitelüberschriften sind phänomenal, wenn man das Kapitel gelesen hat. Ein Kreis schließt sich hier von Überschrift zu Kapitel. Interessant. Das macht gleich neugierig, was einem im folgenden Kapitel erwartet. Das Buch besitzt einen eigenartigen Geruch, es riecht etwas nach Farbe und Druck, dadurch, dass es in Folie verschweißt war, umwebt dieser Geruch den Leser beim Lesen längere Zeit. Nase rümpf*Fazit:Da mir der Krimi durchweg mehr als sehr gut gefallen hat, besonders die Züge des Wirtschaftsthrillers und die Naturverbundenheit darin, ich aber leider etwas die persönliche Note bei Kommissar Eschbach vermisst habe, würde und ich das Buch trotzdem, oder gerade deswegen, guten Gewissens weiter empfehle!!! Unbedingt! Eine 4,5 Sterne (4 Sterne in der Wertung) Empfehlung!

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  • Spannend, aber der Lokalkolorit fehlt

    Die Frau am Fenster
    Aglaya

    Aglaya

    Ein Bankmitarbeiter wird beim Joggen erschlagen. Auf den Täter und das Motiv gibt es zunächst keinerlei Hinweise. Als Tags darauf auch ein stadtbekannter Alkoholiker ermordet wird, offenbar vom gleichen Täter, machen sich Damian Stauffer und sein Team auf die Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Opfern.Die Geschichte wird in erster Linie aus Sicht einer der Ermittler erzählt. Da das Ermittlerteam sehr gross ist, hatte ich oft Mühe, anhand der Namen (meist wird nur der Nachname erwähnt) einzuordnen, von wem gerade die Rede war. Ausser dem Teamleiter Stauffer, der als Hauptermittler in diesem Krimi im Mittelpunkt steht und durch den Leser zwischendurch auch nach Hause begleitet wird, blieben die anderen Polizisten für mich ziemlich konturlos.Die Handlung ist spannend aufgebaut und lässt sowohl Leser wie auch Ermittler über lange Zeit über die Hintergründe der Tat und auch den Täter im Dunkeln. Erst nach und nach ergeben sich aus den Spuren klare Hinweise auf Motiv und Täter.Obschon der Autor Roger Graf Schweizer ist, fehlt mir bei diesem Krimi das typische Schweiz-Feeling. Das fängt schon bei der Sprache an, die klar auf den deutschen Markt ausgerichtet ist. So wird das Spiel Mensch-ärgere-dich-nicht erwähnt, das in der Schweiz jedoch Eile-mit-Weile heisst. Zudem nennt Graf die Strassenbahn „die Tram“, in der Schweiz ist es aber sächlich, „das Tram“. Auch die Dialoge sind sehr „deutsch“, ohne schweizer Unterton. Daher empfand ich das Buch nicht wirklich als Regionalkrimi, auch wenn die Stadt Zürich und ihre Umgebung immer wieder erwähnt werden.Der Schreibstil des Autors Roger Graf liest sich angenehm flüssig, durch die sehr eng bedruckten Seiten (bei einem anderen Verlag hätte das Buch wohl weit über 500 Seiten erhalten anstelle der 416) las ich dann aber doch einiges länger, als ich erwartet hatte. Roger Graf ist in der Schweiz vor allem für seine Hörspielreihe um den Privatdetektiven Philip Maloney bekannt. Wer hier einen ähnlichen Stil erwartet, wird enttäuscht. „Die Frau am Fenster“ ist deutlich realistischer und auch ernster als Maloney.Mein FazitSpannend, aber die Figuren bleiben grösstenteils blass und der Lokalkolorit fehlt.

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