Dem Tod auf der Spur

von Michael Tsokos und Veit Etzold
4,2 Sterne bei123 Bewertungen
Dem Tod auf der Spur
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

MoMes avatar

Hier wird dem interessierten Laien verständlich die Arbeit der Rechtsmedizin anhand echter Fälle nähergebracht.

steffi5437s avatar

Ein sehr informatives Buch!

Alle 123 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Dem Tod auf der Spur"

Die Fälle des Professor Tsokos

In diesem Bestseller hat Professor Dr. Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner, zwölf mysteriöse Todesfälle erzählt, die er allesamt selbst untersucht hat. Ein Großteil der hier geschilderten Fälle wird nun zur Grundlage einer großen TV-Produktion, die 2017 unter dem gleichnamigen Titel "Dem Tod auf der Spur — Die Fälle des Prof. Tsokos" ausgestrahlt wird. Michael Tsokos führt dabei durch die Sendung und zeigt uns Rechtsmedizin, wie sie noch nie dargestellt worden ist. Spannend, faszinierend und mit völlig neuen Bildern und Erzählweisen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548377131
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:12.05.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 31.03.2011 bei audio media verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne51
  • 4 Sterne47
  • 3 Sterne24
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Engelchen07s avatar
    Engelchen07vor 2 Monaten
    Interessantes Buch

    In diesem Buch bekommen wir von Michael Tsokos einen Einblick in "Alltag" des Rechtsmediziners. Der Autor leitet derzeit das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin.

    Eine kurze Einführung mit einigen Fachbegriffen steht am Anfang des Buches, dann werden verschieden Fälle aufgeführt anhand denen Michael Tsokos uns weiter in das Thema der Rechtsmedizin und der Vorgehensweise dieser erklärt.

    Mir hat das Buch gut gefallen, ich fand es spannend und sehr interessant. Stellenweise war es aber, für mich, schwierig zu lesen, wegen den vielen Fachbegriffen und weil der Autor oft abschweift und er ähnliche Begriffe sehr ausführlich erklärt.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    MoMes avatar
    MoMevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hier wird dem interessierten Laien verständlich die Arbeit der Rechtsmedizin anhand echter Fälle nähergebracht.
    Gewährt dem Laien Einblicke in den Beruf des Rechtsmediziners

    Professor Dr. Michael Tsokos ist nicht nur aus dem Fernseher als Rechtsmediziner bekannt, sondern auch ein Bestsellerautor. Um den interessierten Leser mehr über den Beruf des Rechtsmediziners zu verraten, erläutert er anhand von zwölf handverlesenen seltsamen Todesfällen die Arbeitsweise dieses Berufsstandes und das Zusammenspiel mit den Ermittlungsbehörden. Diese Obduktionen hat er alle selber durchgeführt.

    Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen und ich war sehr gespannt auf den Inhalt. Immerhin lese ich ja recht viel und in einigen stehen die Ermittler neben dem Obduzierenden oder sie sind gar selber die Hauptfigur in dem Buch. Daher wollte ich natürlich gerne wissen, wie viel Wahrheit steckt in so einem Krimi oder Thriller.
    Zu Beginn erläutert Prof. Dr. Tsokos worum es bei der Arbeit eines Rechtsmediziners geht und welche Irrtümer und Fehlinformationen es rund um diesen Beruf gibt. Diese kurze Einführung war sehr aufschlussreich und interessant.
    Danach wurden, immer als Kapitel getrennt, die zwölf Fälle vorgestellt. Wie der oder die Tote auf dem Tisch der Rechtsmedizin landete, erzählt der Autor wie in einem Roman. Dennoch wurden fachliche Begriffe im Kontext des Falles integriert und so erklärt, dass ich es auch als Laie sehr gut verstehen konnte. Viele Details waren mir unbekannt, andere wiederum hatte ich schon mal gehört oder davon gelesen.
    Verständlicherweise wurden die Fälle nicht mit sehr viel Tiefgang erläutert. Vermutlich war es einfach auf die breitere Masse zugeschnitten worden, denn nicht jeder mag von übelriechenden Gedärmen und dem teilweise schleimigen Innenleben eines Menschen lesen. Aber markante Details waren zu finden.
    In einem Fall war ein Logikfehler enthalten. Ich vermute, dass dieser beim Korrektorat nicht aufgefallen ist, denn Prof. Dr. Tsokos widersprach sich darin offensichtlich. Im Anschluss stand es dann wieder korrekt. Ein bisschen verwirrend, aber so konnte ich mich selber überprüfen, ob ich das vorher gelesene auch wirklich verstanden hatte.
    Das Buch konnte ich nicht in einem Rutsch durchlesen. Die Nähe zur Realität war mir einfach zu groß und da sich das komplette Buch ja nur um den Tod selber dreht, also ohne groß schmückendes Beiwerk, musste ich doch hin und wieder eine Pause einlegen. Die Kapitellänge war recht übersichtlich und auch wenn der Großteil der Namen geändert worden sind, könnte ich mir gut vorstellen, dass der super neugierige Typ die echten Fälle dazu ohne große Probleme recherchieren könnte. Immerhin waren viele entscheidende Details dabei. Mich persönlich interessiert das nicht, mein Fokus lag auf der eigentlichen Arbeit und dem Zusammenspiel mit den anderen Behörden.
    Der Aufbau des Buches war sehr gut durchdacht, auch wenn die zwölf Fälle nichts miteinander zu tun hatten, waren sie doch in der Reihenfolge entscheidend dafür, dass das Prozedere innerhalb der Rechtsmedizin verdeutlicht werden konnte und mir ein klareres Gesamtbild zeichnete.

    Fazit: Hier wird dem interessierten Laien verständlich die Arbeit der Rechtsmedizin anhand echter Fälle nähergebracht.


    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Becky_Schneckys avatar
    Becky_Schneckyvor 10 Monaten
    Super spannend & man kann noch etwas lernen!

    Ein sehr interessantes Buch.Die Geschichten (die wahr sind) sind nicht nur spannend & man rätselt etwas mit, sondern man kann bei den Büchern von Michael Tsokos auch viel lernen. Genau das macht seine Bücher so toll!
    Jeder der mit dem Tod klar kommt & nicht vor einigen ekligen Stellen zurückschreckt, dem kann ich dieses Buch empfehlen! :)

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    steffi5437s avatar
    steffi5437vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr informatives Buch!
    Ein Buch was Einblicke in die Gerichtsmedizin bittet!

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen!
    Michael Tsokos schildert wahre Fälle aus seiner Arbeit als Gerichtsmediziner und erklärt sehr genau die gerichtsmedizinische Arbeit! 
    Ich fand es sehr interessant! Einige Fälle gehen einem sehr unter die Haut und sind nichts für schwache Nerven!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 2 Jahren
    Dem Tod auf der Spur // Michael Tsokos

    Auf dem Buchumschlag dieses Buches findet sich ein Zitat von Frank Schätzing: „Nichts ist so spannend wie die Realität“. Und da muss man ihm einfach zustimmen. Thriller- und Krimiautoren geben immer wieder ihr Bestes, um eine spannende und actiongeladene Geschichte zu konstruieren. Doch sie konstruieren eben bloß. Alle wissen, dass ein Obduktionssaal nie so aussehen wird, wie ihn bekannte Autoren zeichnen. Und auch die Todesarten kommen einem doch manchmel sehr hart vor. Lasst euch eins gesagt sein: die Realität ist viel härter.

    Michael Tsokos erzählt in diesem Buch nicht von seinen spektakulärsten Fällen. Und auch nicht von den Fällen, mit denen er am meisten in der Öffentlichkeit stand. Tsokos will keine sensationsheischenden Storys erzählen, sondern dem Leser den Beruf des Rechtsmediziners nahe bringen. Wie schaut es wirklich aus in einem Obduktionssaal, wie wird eine Autopsie durchgeführt und wie kommt man einem naturwissenschaftlichen Rätsel auf die Spur?

    Die meisten der Fälle, die Michael Tsokos in Dem Tod auf der Spur schildert, sind auch nicht solche, die von fremder Hand herbeigeführt wurden. Menschen verunglücken, haben tragische Unfälle oder begehen Selbstmord. Und das weitaus öfter als das ein Dritter nachhilft. So führt der Autor den Leser mal ein wenig an die Realität heran. Doch auch wenn hier nichts „gepimpt“ wurde, um Spannung zu erzeugen, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Zwölf Einzelschicksale hat Tsokos ausgewählt, um zu zeigen, wie spannend und abwechslungsreich der Rechtsmediziner-Beruf ist.

    Hinzu kommt, dass Michael Tsokos nicht nur ein Meister seines Faches ist, sondern auch noch ein unglaubliches Talent zu Schreiben aufweist. Er streut gelegentlich eine kleine private Anekdote ein, ohne sich dabei in den Vordergrund zu stellen. Auch die Aufbereitungen der einzelnen Fälle war, entgegen meiner Erwartung, nicht trocken und zu wissenschaftlich. Der Leser wird immer mal wieder anfangs vor ein Rätsel gestellt und geht damit Hand und Hand mit dem größten Rechtsmedziner Deutschlands den Weg zur Lösung.

    Und auch ohne ein abgeschlossenes Medizinstudium kann man der Erzählung sehr gut folgen. Tsokos beschreibt die Vorgänge im Körper eines Menschen beim und nach dem Sterben so anschaulich, dass auch der Laie gut folgen kann.

    Besonders beeindruckt hat mich, dass das Buch auch den „Fall Jessica“ nochmals aufgreift. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an das kleine Mädchen, das 2005 aufgrund elterlicher Vernachlässigung sterben musste. Tsokos war damals wohl der leitende Rechtsmediziner und schildert in seinem Buch die trauriger Geschichte der 7-Jährigen. Anders als in den Medien dargestellt ist das Mädchen tatsächlich nicht verhungert. Nicht nur der Nahrungsentzug, sondern alle Vernachlässigungen, führten schließlich dazu, dass mitten in Deutschland ein Kind sterben musste, von dem kaum einer wusste.

    Wer sich für die Rechtsmedizin interessiert und gerne einmal wissen möchte, wieviel Wahres an den Schilderungen einiger Thrillerautoren dran ist, der ist mit Dem Tod auf der Spur genau richtig bedient. Tsokos Schilderungen sind spannend, einnehmend, informativ und manchmal auch verstörend und gehen einem nahe. Aber das Leben ist nun einmal manchmal blutig und brutal. Und Michael Tsokos ist es wunderbar gelungen, seinem Leser einmal das reale Leben eines Rechtsmediziners nahe zu bringen.


    © Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    LaLectures avatar
    LaLecturevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: ​ Informativ, aber nicht sein stärkstes Buch
    ​ Informativ, aber nicht sein stärkstes Buch


    Inhalt

    Das erste Buch des mittlerweile recht bekannten Rechtsmediziners Michael Tsokos: Anhand einer Auswahl von Fällen erläutert Tsokos hier die Aufgaben, Methoden und die Bedeutung der Rechtsmedizin bei der Aufklärung von Kriminalfällen und liefert auch interessante Fakten zu den jeweiligen Todesarten, ihrer Häufigkeit und den Schlüssen, die man daraus ziehen kann.



    Meinung

    "Dem Tod auf der Spur" ist nicht mein erstes Buch von Michael Tsokos aber das erste, das er geschrieben hat.
    In einem Vorwort erläutert er zunächst seine Beweggründe, dieses Buch zu schreiben, erzählt von den vielen falschen Bildern, die die Menschen durch die Medien von Rechtsmedizinern vermittelt bekommen, und erklärt die Bedeutung dieses Fachgebietes.
    Die Intention des Buches ist also, den Lesern einen Einblick in den wahren Alltag von Gerichtsmedizinern zu ermöglichen und mit Klischees aufzuräumen, was wirklich interessant ist, sofern man sich mehr für das Thema interessiert als nur für die blutigen Obduktionsbilder aus Fernsehserien.
    Tsokos erklärt zum Beispiel auch, dass der Begriff Pathologe oft fälschlicherweise als Synonym für Gerichtsmediziner verwendet wird, obwohl Pathologen ein ganz anderes Fachgebiet haben.

    Anschließend stellt er verschiedene Todesfälle vor, die er während seinen Jahren als Rechtsmediziner bereits untersucht hat. Hier versucht er nicht nur, den Lesern den Zustand der Leiche möglichst sachlich zu beschreiben und dabei Fachbegriffe zu erklären, sondern erläutert auch, welchen Beitrag die Obduktion zur Klärung des Falls beitrug (während der Fokus hier aber tatsächlich auf der Obduktion liegt und der Rest der Ermittlungen nur angeschnitten wird), und liefert weitere Fakten rund um die jeweilige Todesart; beispielsweise nennt er im Falle einer Leiche in einer ausgebrannten Wohnung Zahlen dazu, wie häufig ein solcher Todesfall ein Unfall, Suizid, Vertuschung von Mord oder Mord war. Diese Hintergrundinformationen sind vor allem interessant, um zu erfahren, dass Rechtsmediziner eben nicht jeden Tag mit spektakulären und blutigen Morden zu tun haben.

    Denn wer hier auf blutige und möglichst grausige Beschreibungen von Mord und Totschlag hofft, der sollte lieber zu einem Thriller greifen als zu diesem Buch. Michael Tsokos macht in "Dem Tod auf der Spur" alleine durch die Auswahl der geschilderten Fälle deutlich, dass Rechtsmediziner durchaus nicht nur offensichtliche Mordfälle untersuchen, sondern bei jedem unnatürlichen Tod (auch ungeklärten, Unfällen oder Suizid) herangezogen werden. Daher haben sie weitaus häufiger mit Suizidenten oder Unfallopfern zu tun als mit den Mordopfern, die man aus Krimiserien kennt. Das mag zunächst unaufregend klingen, doch Tsokos macht deutlich, wie dramatisch beispielsweise auch die hohe Zahl der Suizidenten ist und wie verzweifelt Menschen sein müssen, um mit den beschriebenen, teilweise sehr extremen Methoden ihr Leben beenden zu wollen.
    Interessant sind außerdem die beiden Kapitel, die sich den Möglichkeiten der modernen Rechtsmedizin widmen, sogar jahrzehnte alte Fälle heutzutage noch aufzuklären.

    Trotzdem hatte ich, nicht zuletzt weil ich bereits ein weiteres Buch von Michael Tsokos kenne, das Gefühl, dass in diesem Buch nicht die ganze Bandbreite der Rechtsmedizin abgedeckt wurde. So lässt der Autor z.B. völlig außer Acht, dass die Rechtsmedizin auch lebende Opfer von Verbrechen untersucht, um den Täter zu finden, worauf er in seinem dritten Buch, "Die Klaviatur des Todes", eingeht. Dabei wäre gerade das in meinen Augen auch noch ein interessanter Fakt gewesen, der in den gängigen Rechtsmedizinerklischees kaum vorkommt.

    Teilweise empfand ich Tsokos' Erläuterungen an den Kapitelenden, wenn der eigentliche Fall abgeschlossen war und er zu den Hintergrundinformationen kam, auch als etwas langatmig und - ebenso wie Teile der Einleitung - mit einigen Wiederholungen gefüllt, die wirkten, als hätte er die Kapitel ein wenig strecken wollen, weil der Fall selbst nicht genug Stoff für ein langes Kapitel bot.



    Fazit


    Ein informatives und empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit dem Thema Rechtsmedizin, wie sie wirklich praktiziert wird und nicht, wie sie in Medien dargestellt wird, auseinandersetzen möchten. Der Autor beschreibt anschaulich aber sachlich und verständlich einige Fälle, erklärt die Bedeutung der Rechtsmedizin für die Aufklärung von Todesfällen und baut viele interessante Fakten und Zahlen ein. Trotzdem ist "Dem Tod auf der Spur" meiner Meinung nach nicht so empfehlenswert wie "Die Klaviatur des Todes", da es einige langatmige Stellen enthält und dafür einen wichtigen Aspekt außer acht lässt. Ich vergebe 3,5 Sterne.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Zeilenlebens avatar
    Zeilenlebenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sachlich geschriebenes Buch, das doch das Herz zu berühren weiß.
    Der Tod im echten Leben

    Prof. Michael Tsokos leitet das rechtsmedizinische Institut in Berlin. In "dem Tod auf der Spur" dürfen wir ihm als Laien bei seinem Arbeitsalltag über die Schulter schauen. Dabei sollte man sich vor der Lektüre dieses Buch im Klaren darüber sein, dass es sich um ein Sachbuch handelt und nicht um einen Krimi a la CSI irgendwas. Michael Tsokos nimmt uns mit an seinen Arbeitsplatz und stellt uns einige von seinen Fällen vor. Dabei geht es natürlich immer um den Tod, genauer gesagt um die Ursache die diesen herbeigeführt haben. Offensichtliche Tathergänge stellen sich so bei näherer Betrachtung doch als falsch heraus und man bekommt einen guten Eindruck über die Präzision und Fachkenntnis, die in diesem Beruf vonnöten ist.

    Michael Tsokos schreibt dabei sachlich fundiert und doch sind seine Schilderungen bildlich genug, dass man als Leser alles gut nachvollziehen kann. Da hier auch einige Vorgänge bei der Obduktion beschrieben werden, sollte man diesem Thema gegenüber offen sein. Allerdings wird hier nichts dramatisiert oder besonders blutig in Szene gesetzt, sondern der Autor beschreibt ganz einfach seine alltägliche Arbeitsweise. Für mich als Laien war das absolut interessant zu lesen, da man aus Krimis oder Thrillern doch eher oberflächliche Schilderungen gewöhnt ist. Hier und da hätte ich doch gerne ein bisschen mehr Variationen in den geschilderten Fällen gehabt, da z.B. der "Tod durch Enthauptung" schon ziemlich oft vorkam.

    Die Aufteilung des Buches hat mir gut gefallen. Michael Tsokos beschreibt zwölf Fälle, die mehr oder weniger unterschiedlich sind. Mehrfach geht es um Suizid und ich war wirklich erstaunt, dass die selbst verschuldeten Todesfälle einen so großen Anteil seiner Arbeit ausmachen. Durch die Unterteilung des Buches ist es möglich, es immer wieder nach einem Fall zur Seite zu legen und dann wieder problemlos in den nächsten Fall einzusteigen, wenn man alles verdaut hat. Manche Fälle werden mir wohl längerfristig nicht mehr aus dem Kopf gehen. Insbesondere der Fall "Jessica", die von ihren Eltern so stark vernachlässigt wurde, bis sie schließlich gestorben ist, hat mich tief berührt. Ich kann es mir kaum vorstellen wie schrecklich es sein muss, ein solches Kind auf dem Obduktionstisch zu haben und ziehe wirklich den Hut vor der professionellen Distanz der Rechtsmediziner.

    Fazit

    "Dem Tod auf der Spur" ist ein wirklich gelungenes Buch für alle Menschen, die einen Einblick in die Arbeit eines Rechtsmediziners bekommen möchte. Dabei schreibt Michael Tsokos sachlich und doch war er mir während seiner Erzählung unglaublich sympathisch. Insgesamt bewerte ich das Buch mit dreieinhalb Sternen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Interessant, gibt Einblicke in eine meist gemiedene Materie.
    Es gibt für (fast) alles eine Erklärung

    Wie der Untertitel verspricht, werden dreizehn (Unglückszahl? ... Ein Schelm, wer eine medienwirksame Wahl der Zahl sehen will ...) ungewöhnliche Todesfälle besprochen. Einer davon ist allerdings schon recht alt - nämlich Rosa Luxemburg. Die anderen sind auch fast alle schlagzeilentauglich.
    Was mir gut gefallen hat, war die Einführung in das Buch. Hier weist Tsokos auf weit verbreitete falsche Vorstellungen hin. Das Interesse für das Thema ist wie so vieles auf US-Serien (CSI etc.) zurückzuführen. Da das Rechtssystem eines Landes auch den Umgang mit dem Tod bestimmt, habe ich mit großem Interesse nach diesem Buch gegriffen, um einen Einblick in die Situation in Deutschland zu erhalten.
    Die Fälle werden in gut verständlicher Sprache dargelegt, was wirklich sehr sinnvoll ist, das Fachchinesisch der Ärzte verstehen nur diese selbst. So lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen. Manchmal ist mir die Sprache zu populärwissenschaftlich. Beispiel: "Der Leichenfundort wurde weiträumig mit "Flatterband" (so bezeichnet, weil es bei Tatorten im Freien wie hier so schön im Wind flattert) und Polizeiwagen abgesperrt, während ..."
    Alles in allem fand ich das Buch sehr interessant, weil mich das Thema generell interessiert.
    Nach meinem persönlichen Geschmack allerdings lag eine gewisse Selbstdarstellung und Überheblichkeit zwischen den Zeilen. Daher habe ich keine weiteren Bücher von Tsokos mehr gelesen.
    Fazit: Wer wissen will, wie viel in Büchern oder Filmen realitätsnah ist, der wird nach diesem Buch um einiges schlauer sein.

    Kommentieren0
    26
    Teilen
    Anne1984s avatar
    Anne1984vor 6 Jahren
    Rezension zu "Dem Tod auf der Spur" von Michael Tsokos

    Michael Tsokos ist der Chef der Patologie der Berliner Charité und erzählt von den spannendsten Fällen seiner bisherigen Karriere.
    Schonungslos geht er dabei ins detail der Arbeit eines Rechtsmediziners und hilft dabei einem Laien zu verstehen, wie sein Berufsalltag zur Lösung von Todesfällen beiträgt.

    Ein interessantes Buch, dass nichts mit Fiktion zu tun hat und dem Leser aufzeigt, wie hart die Welt wirklich ist.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    stesas avatar
    stesavor 7 Jahren
    Rezension zu "Dem Tod auf der Spur" von Michael Tsokos

    Die Inhaltsangabe als auch der Titel versprach mir mehr, also es am Schluß war. Ich fand es leider langweilig, weil die Geschichten teilw. zu sehr wie ein Autopsiebericht geschrieben waren und ich daher viel überblättert habe.

    Kommentieren0
    4
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Die Fälle des Professor Tsokos — jetzt als große TV-SERIE bei SAT 1

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks